Me made Mittwoch: Osterrock

Hallo in die mittwöchige Runde der schönen selbstgeschneiderten Bekleidung. Ich trug am Sonntag und gestern meinen neuesten Brot- und Butter-Rock, den Osterrock.
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Es handelt sich um Simplicity 2451 in einem dezent karierten grauen Wollstoff. Mit pinken Nähten an den Taschen und einem pinken Zierstichsaum. Den Saum könnte ich mir tatsächlich stundenlang verliebt anschauen, nee was find ich den tolimage

l.

Ich habe nach dem Schnitt im Herbst/Winter 2011/2012 insgesamt 5 Exemplare genäht, dreimal Variante C und zweimal Variante B. Dann nähte ich nochmal zweimal Variante C als Umstandsrock im Winter 2012/2013. Von diesen ganzen Röcken sind aber einige schon längst durch gewesen und so hatte ich zum Größenvergleich nur den allerersten Rock, den ich nach dem Schnitt nähte. Den hatte ich scheinbar seinerzeit enger gemacht, ohne das zu notieren, denn der jetzt nach den gleichen Folienschnittteilen aus sehr ähnlich dickem Stoff genähte Rock ist signifikant weiter als der erste. Ja nun. Ich versuche es mir dieses Mal zu merken…

Bis auf den etwas hüftigen Sitz bin ich aber sehr zufrieden. Außerdem habe ich damit ein recht kleines Reststück aus dem Stoffschrank erfolgreich wegverarbeitet. Mit Zuschnitttetris geht nämlich Variante C in Größe 14 auf unter einen Meter Stimage

off.

Der pinke Zierstich führt leider bei mir zum zwanghaften Versuch, nur pink dazu zu kombinieren, was dem eigentlichen Sinn eines grauen Rockes, dass er zu jedem einzelnen Teil meines Kleiderschrankinhaltes passt, recht deutlich entgegen steht. Glücklicherweise habe ich noch 1-2 pink-rote Jerseys herum liegen…

Aussagekräftige Fotos sind heute ein wenig Mangelware, da der Minimensch meine ohnehin nur zwischen Tür und Angel anberaumte Fotosession gehijackt hat.

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Beim Me made Mittwoch gibt es heute schon zum Teil recht frühlingshaftes zu sehen. Schaut doch mal vorbei!

Leicht verspätet: Ostersachen 2016

Statt Sonntagssachen gesammelte Bilder vom Ostersonntag und Ostermontag:

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Ostereiersuche wegen Bindfadenregens im großelterlichen Wohnzimmer. Die Tiere und Puppen kriegen auch ein extra delikates Wäscheklammer-Frühstück. Am Nachmittag zuhause Lämmchen an Ostertisch. Salat gesät. Und gestrickt, letztes Knäuel! Am Ostermontag morgens noch das stürmisch-sonnige Wetter für einen See-Spaziergang genutzt. Danach kam der große Regen. Da konnten die neuen Duploplatten ausprobiert werden. Und die Knopfsammlung nach Farben sortiert. Am Abend nähte ich, auf dringlichen Wunsch hin, dem Minimensch einen Rock in Wunschstoffen.

#projektbrotundbutter: Finale

Und schwuppdiwupp sind drei Monate vorbei! Das ging dann jetzt zum Ende hin doch irgendwie schneller als gedacht. Bei euch auch? Heute zeigen wir, welche Garderobenerweiterungen wir geschafft haben, wie wir in unserer neuen tollen Alltagskleidung erstrahlen und wie perfekt wir gerüstet sind für die Auf und Ab-Zustände, denen uns das Wetter und das Leben so ausliefern.
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Ich war im März ziemlich ausgebremst, seit dem letzten Treffen war ich 3 Wochen lang angeschlagen und habe so gut wie nie Zeit und Muße zum nähen gehabt. Auch war ich irgendwie durch Kleinigkeiten blockiert und habe mich statt meinen Garderoben-Staples lieber einer Mütze fürs Kind und einem Pulli für den Mann gewidmet. Immerhin hab ich auf die letzten Meter noch etwas Energie zurückgewonnen und mir den letzten der geplanten Röcke genäht. Dennoch bin ich hinter meinem Plan etwas zurückgeblieben. Der Plan und die Umsetzung sehen so aus:

  • Oberteile:
    • 3 Shirts (langärmelig) – erledigt (2 mal gemustert, einmal Unterziehshirt aus sehr feinem Merinojersey in schwarz)
    • 1 Shirt (kurzärmelig) – ersetzt durch eine Kurzarmbluse, erledigt
    • 1 Bluse (langärmlig)  – noch offen
  • Röcke:
    • 1 Ginger – erledigt und zufrieden
    • 1 Faltenrock – erledigt und sehr zufrieden
    • 1 anderer Rock – erledigt und zufrieden
  • Jacken:
    • 1 Blazer – erledigt und sehr zufrieden
    • 1 Cardigan Hope – erledigt, aber jetzt schon in Richtung Winterklamotten verbannt
  • Kleider:

Außerdem habe ich 3 Unterhosen genäht und ein paar Sachen geflickt. Ich habe auch einiges aussortiert und einige Shirts in Schlafshirts umdeklariert. Mit einer Bluse und einem Kleid, die noch offen sind, bin ich sehr zufrieden. Schließlich ist das geplante März-Nähkränzchen entfallen und ich war einige Zeit ziemlich raus aus meiner Nähroutine.

Fotos der kompletten Kollektion werde ich im Verlauf der Woche machen und nachreichen. Hier erstmal mein Osterrock und damit gebe ich ab zu euch:
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Balkongartenplanung 2: Stellplan, Saatgut, Pflanzkalender

Weiter geht es mit der Gartenplanung für das Balkonjahr 2016. Nachdem zu meinem letzten Beitrag noch einige sehr gute Vorschläge kamen, habe ich mir erstmal eine Liste aller Pflanzen gemacht, die ich gern hätte:
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Leider habe ich nicht für alle Platz. Unser Balkon ist nur knapp 3*1,5 Meter groß und wir nutzen ihn natürlich auch zum sitzen, grillen und mit Wasser planschen. Daher folgt auf der Liste als nächstes eine Aufstellung der Gefäße.
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Ich habe insgesamt 3 Meter Blumenkasten, die ich im Wechsel mit Nutz- und Zierpflanzen bepflanze. Hierin kann man gut Salat, Kräuter und Radieschen unterbringen. Zudem habe ich insgesamt sieben Hängetöpfe, die in Richtung innen am Geländer hängen. Auch hier gehen Kräuter und Salat prima. Auf dem Boden bringe ich dann nur noch einige Töpfe unter. Feste Plätze haben ein kleiner Pflaumenbaum, ein Olivenbäumchen und meine prima überwinterten Kräuter, die Minze und der Rosmarin, die schon fleißig neu ausschlagen. Damit bleiben nur noch 3-4 Töpfe für Gemüsepflanzen. Man könnte natürlich auch noch was in die Wand bohren, aber da haben wir schon eine Kleidertrockenstange.
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Ich habe also reichlich Platz für Salat und Kräuter aber nur übersichtlich viel Platz für weitere Gemüsepflanzen. Daher entscheide ich dann nach Priorität und Erfolgswahrscheinlichkeit. Für dieses Jahr plane ich eine Tomate, eine Gurke und Erbsen anzupflanzen.
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Wenn ich einmal über die Bepflanzung entschieden habe, folgt die Erstellung eines Pflanzkalenders. Hierzu kann ich gut meine Bücher konsultieren, die alle Pflanzkalender enthalten.

Ich säe Salat und Radieschen ab März und dann laufend nach, Blumen und Kräuter pflanze ich, wenn es dauerhaft über 10 Grad ist, also wohl erst ab April. Tomaten- und Gurkenpflanzen kommen erst nach den Eisheiligen Anfang Mai nach draußen.

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Knospen am Rosmarin 🙂

Gegen Mitte März habe ich Saatgut bestellt. In den letzten Jahren hatte ich Bio-Saatgut von Bingenheimer. Wegen der größeren Auswahl an Pflücksalaten, probiere ich dieses Jahr mal Dreschflegel-Saatgut aus.
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Der erste Kasten Radieschen ist schon gesät, Rosmarin und Minze ausgepackt, die Hängetöpfe stehen bereit für das neue Gartenjahr.
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Sonntagssachen #8/2016

imageSiebenhundertsachen-Familie auf Reisen. Der Morgen begann, nach kurzem Intermezzo um 6 eigentlich erst um halb 9 (!) Großmutter sei Dank. Frühstück am Kamin. Und ganz anderes Essen als sonst. Körnerbrötchen und Filterkaffee. Der Vormittag plätscherte mit vielen Tassen Tee, Korrekturlesen für Freundin Z. und dem Filzen eines Krokuskindes dahin. Der Minimensch war bisweilen vollauf mit der Oma beschäftigt. Am Nachmittag ging es zu unserer Apfelwiese in den Weinbergen. Mit festem Schuhwerk und Spaten. Es wurde ein neuer Baum gepflanzt, der dem Minimensch gehört und bald hoffentlich Äpfel trägt, gegen die er nicht allergisch ist. Danach war es schwieriger als gedacht auf dem fränkischen Land in erträglicher Zeit vegetarisches Essen zu bekommen und die schlussendlich servierte Pizza auch eher Kategorie mittelgut, dafür war die Autobahn dann später als eigentlich geplant weitgehend frei.

Me made Mittwoch: Ginger

… nein, nicht die Jeans. Der gleichnamige Rock von Colette. Es gab ihn schonmal kurz beim letzten Treffen im #projektbrotundbutter zu sehen und hier folgen nun ein paar etwas ersichtigere Fotos und eine kleine Ginger-Reflektion.
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Der Schnitt ist prinzipiell piepeinfach: 4 Bahnen, keine Abnäher, kein Futter, keine Taschen, Taillenband dran, Reißverschluss rein: fertig. Vollkommen zurecht bei Colette als „Beginner“ geführt. Allerdings hat ja Colette ein wenig ein Größenproblem – ich zumindest muss mindestens eine Größe kleiner wählen, als ich bei den „Big 4“ wählen würde. Also lohnt es sich vorher mal die Schnittteile auszumessen.

Weil ich aber ja extrem gut darin bin, mir selbst auch den einfachsten Schnitt zu verkomplizieren, habe ich folgende Zusatzhürden eingebaut: deutlich größere Taille-Hüft-Differenz als der Schnitt vorsieht, Taschen, einen diagonal gewebten Stoff, der extrem querelastisch ist und den ich jeweils für eine Bahn im diagonalen und für eine Bahn im queren Fadenlauf zuschneiden musste, damit sich die Streifen vorn hübsch treffen. Ja… ich weiß… der Stoff ist außerdem auch noch total locker gewebt, löst sich quasi sofort auf und trägt beim Trennen extrem schnell Löcher davonimage

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Genäht war der Rock natürlich flott. Das Anpassen dauerte dann etwas. Ich habe Größe 10 zugeschnitten, musste dann die Hüfte was rauslassen, die Taille aber sehr viel schmaler machen, da der Rock  zunächst nicht Taillenhoch saß sondern irgendwo zwischen Taille und Hüfte. Ich finde aber, er lebt sehr von dieser hohen Taille. dann stand das Taillenband ab. Auch doof, gerade wenn man das noch oben breitere verwendet. Schließlich klaffen leider die Nahttaschen, das konnte ich nicht mehr verhindern, beim nächsten Mal muss ich andere Taschen einbauen. Schließlich ist die Mittelnaht leider jetzt schon verzogen, weil er wie gesagt unterschiedlich zum Fadenlauf rechts und links zugeschnitten ist. Ich hatte da mit Problemen gerechnet, es ist aber ausgeprägter als vermutet. Und zu guter Letzt hat der Rock seit heute morgen ein Loch in der Seitennaht, wo die Nahtzugabe sich schon komplett weggeribbelt hat.
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Also Fazit: ein schöner Schnitt, den ich für mich aber recht stark anpassen muss, was bei nur 4 Nähten schwieriger ist, als bei mehr Bahnen oder Abnähern. Ich werde aber noch einen Ginger nähen, aus einem anderen schönen Streifenstoff, der schon wieder locker gewebt ist – jetzt weiß ich ja wo es lang geht.

Der Vollständigkeit halber: Das Shirt ist Deer&Doe Plaintain mit Spitzeneinsatz, der Cardigan ist Hope aus La maison Victor und darunter trage ich einen Lycra-Unterrock, den ich auch im Rahmen des Projekt Brot und Butter genäht habe.
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Sybille zeigt auf dem MMM-Blog heute ihren Trench, den ich auf der AnNÄHerung mit „oh endlich mal ein körpernah sitzender Trenchcoat“ kommentierte, weil ich ihr Skalierungs-Faux-Pas für Schnittdesign hielt. Also: Alles gewollt!

 

 

Keine Sonntagssachen

Eigentlich hatte ich natürlich Bilder von einem schönen Sonntag und auch einen fast fertigen Post zur Balkongartenplanung. Aber nach den gestrigen Wahlergebnissen kommt mir das missstimmig vor. Heute nichts harmonisches hier. Bauchschmerzen, Sorge und auch viel Unverständnis, das ja.

Veggieblogtag reloaded: Tom Kha Tofu

Ich war jetzt ca die vergangenen drei Wochen stark erkältet und da ist mir immer sehr nach Suppe. Schön warm, am besten noch scharf. Die viel beschworene heilsame Wirkung von Hühnersuppe fällt als Vegetarierin ja weg, aber eine schön scharfe Thai Suppe in Anlehnung an die klassische Tom Kha Gai gab es stattdessen.

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Zutaten für 3:
100g Champignons oder Austernpilze oder Shiitake
50g Zuckerschoten (hier mangels Angebot ersetzt durch TK-Erbsen)
1/2 Bund Frühlings Zwiebeln
3cm Ingwer
1 Chili
1 Dose Kokosmilch
500ml Gemüsebrühe
2 TL Zitronengraspaste
Optional Bambussprossen
50 g Tofu Natur
Sojasoße

Zunächst Ingwer und Chili sehr fein schneiden und einen Ansatz aus der Gemüsebrühe, der Zitronengraspaste, Chili und Ingwer etwa 15 Minuten vor sich hin köcheln lassen.

In der Zeit die Champignons und Zuckerschoten in Scheiben, den Tofu in Würfel, die Zwiebeln in feine Ringe schneiden.

Das Gemüse und die Kokosmilch zur Brühe geben. Weitere 10 Minuten kochen lassen.

Mit Sojasoße abschmecken.

Erstaunlicherweise hat der Minimensch, der sonst scharfes Essen gar nicht mag, 2 Teller von der Suppe gegessen, unter Auslassung sämtlichen Gemüses natürlich.

Me made Mittwoch: Alt und warm

Heute trage ich, für einen langen Bürotag mit ein bisschen öffentlichem Auftritt, eins der ersten Kleider, die ich mir genäht habe. Es ist aus dem Winter 2011/2012 und ich trage es nach wie vor gern, aber selten.

 
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Das Kleid ist genäht nach dem Schnitt Simplicity 7275, ein Retro-Schnitt, den ich insgesamt 3 mal genäht habe, einmal mit weitem Rock und noch ein weiteres Mal mit schmalem Rock. Ich dachte auch immer, dass ich noch einige weitere Versionen nähen würde – aber dann kamen andere Schnitte dazwischen und ich schob das ganze auf. Ich mag den Schnitt nach wie vor sehr und trage die Kleider alle gern, auch wenn Kleider mit schmalem Rock einfach seltener aus dem Schrank dürfen, als Kleider mit weitem Rock.

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Dieses hier war die erste Version, und sehr vieles würde ich heute viel besser können, z.B. weiß ich jetzt, wie man ein ordentliches FBA macht, dass es meiner Hüfte nicht gut gefällt, wenn ich enge Röcke mit ihrem Futter verstürze und dass ich statt Kräuseln unter der Brust Falten oder Abnäher bevorzuge.

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Dennoch, ist das Kleid super, vor allem auch wegen des wirklich schönen und wollig warmen Stoffes, dessen tolle Farben hier in der Sonne erstrahlen:

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Meine heutige Tragevariante ist eher leger, meist kombiniere ich dazu eine Bluse, falls ich irgendwann mal meinen geplanten lila Blazer nähe, würde der auch dazu passen.

Heute gibt es auf dem Me made Mittwoch-Blog eine Gastbloggerin im kurzärmeligen Blumenkleid (brrrrr, kalt!) zu sehen. Und ich freu mich schon, dort vorbeizuschauen, wo sich allmitwöchlich, die Kleidungsnäherinnen der deutschsprachigen Blogszene ein Stelldichein geben. Wunderbarst moderiert und betreut von der Crew!

Sonntagssachen #7/2016

Die Bilder geben den Tag etwas vormittagslastig wieder, denn am Nachmittag war irgendwie wenig los und der Abend war leider überschattet von fiebrigem Ohrenschmerzen-Minimensch.

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Der Tag begann mit Stempeln und Brötchenholen bei Sonne und zu Fuß. Sonntagsfrühstück. Schalaussortierung . Strickzeug an Rehaklinik-Tisch. Eier auspusten und daraus Waffeln machen. Puppengarderobe wechseln. Schnitte abpausen.