Me made Mittwoch: Ginger

… nein, nicht die Jeans. Der gleichnamige Rock von Colette. Es gab ihn schonmal kurz beim letzten Treffen im #projektbrotundbutter zu sehen und hier folgen nun ein paar etwas ersichtigere Fotos und eine kleine Ginger-Reflektion.
image

Der Schnitt ist prinzipiell piepeinfach: 4 Bahnen, keine Abnäher, kein Futter, keine Taschen, Taillenband dran, Reißverschluss rein: fertig. Vollkommen zurecht bei Colette als „Beginner“ geführt. Allerdings hat ja Colette ein wenig ein Größenproblem – ich zumindest muss mindestens eine Größe kleiner wählen, als ich bei den „Big 4“ wählen würde. Also lohnt es sich vorher mal die Schnittteile auszumessen.

Weil ich aber ja extrem gut darin bin, mir selbst auch den einfachsten Schnitt zu verkomplizieren, habe ich folgende Zusatzhürden eingebaut: deutlich größere Taille-Hüft-Differenz als der Schnitt vorsieht, Taschen, einen diagonal gewebten Stoff, der extrem querelastisch ist und den ich jeweils für eine Bahn im diagonalen und für eine Bahn im queren Fadenlauf zuschneiden musste, damit sich die Streifen vorn hübsch treffen. Ja… ich weiß… der Stoff ist außerdem auch noch total locker gewebt, löst sich quasi sofort auf und trägt beim Trennen extrem schnell Löcher davonimage

.

Genäht war der Rock natürlich flott. Das Anpassen dauerte dann etwas. Ich habe Größe 10 zugeschnitten, musste dann die Hüfte was rauslassen, die Taille aber sehr viel schmaler machen, da der Rock  zunächst nicht Taillenhoch saß sondern irgendwo zwischen Taille und Hüfte. Ich finde aber, er lebt sehr von dieser hohen Taille. dann stand das Taillenband ab. Auch doof, gerade wenn man das noch oben breitere verwendet. Schließlich klaffen leider die Nahttaschen, das konnte ich nicht mehr verhindern, beim nächsten Mal muss ich andere Taschen einbauen. Schließlich ist die Mittelnaht leider jetzt schon verzogen, weil er wie gesagt unterschiedlich zum Fadenlauf rechts und links zugeschnitten ist. Ich hatte da mit Problemen gerechnet, es ist aber ausgeprägter als vermutet. Und zu guter Letzt hat der Rock seit heute morgen ein Loch in der Seitennaht, wo die Nahtzugabe sich schon komplett weggeribbelt hat.
image

Also Fazit: ein schöner Schnitt, den ich für mich aber recht stark anpassen muss, was bei nur 4 Nähten schwieriger ist, als bei mehr Bahnen oder Abnähern. Ich werde aber noch einen Ginger nähen, aus einem anderen schönen Streifenstoff, der schon wieder locker gewebt ist – jetzt weiß ich ja wo es lang geht.

Der Vollständigkeit halber: Das Shirt ist Deer&Doe Plaintain mit Spitzeneinsatz, der Cardigan ist Hope aus La maison Victor und darunter trage ich einen Lycra-Unterrock, den ich auch im Rahmen des Projekt Brot und Butter genäht habe.
image

Sybille zeigt auf dem MMM-Blog heute ihren Trench, den ich auf der AnNÄHerung mit „oh endlich mal ein körpernah sitzender Trenchcoat“ kommentierte, weil ich ihr Skalierungs-Faux-Pas für Schnittdesign hielt. Also: Alles gewollt!

 

 

3 Gedanken zu “Me made Mittwoch: Ginger

Danke für deinen Kommentar! Ich freue mich sehr darüber!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s