Me made Mittwoch: Gewappnet für Überraschungen

Mittwochs ist nun mein langer Arbeitstag, fotografieren im Büro ist noch nicht drin, da bin ich noch etwas zurückhaltend. Also nur schnelle Fotos zerknittert und erschöpft nach 9 Stunden Arbeitstag. Seit knapp zwei Wochen arbeite ich im neuen Job. Obwohl einige Kollegen und Kolleginnen in Jeans und T-Shirt dort sind und somit meine bisherige Bürogarderobe problemlos tauglich wäre, habe ich festgestellt, dass ich eine Spur förmlicher dort hin gehe, als ich zum alten Büro ging. Einerseits weil eben auch ein Teil meiner Kolleginnen eher business tragen, vor allem aber, weil ich derzeit noch jederzeit damit rechne überraschend zu Terminen mitgenommen zu werden, um wichtige Menschen kurz mal kennenzulernen. Das ist leider etwas inkompatibel mit den derzeitigen Temperaturen, denn meine Sommerröcke und -Kleider sind in großen Teilen eher laut und gemustert und bunt. Zum Glück habe ich mir aber kurz vor Jobbeginn noch zwei Sommer-taugliche Röcke genäht, die annähernd einfarbig sind. Heute trage ich einen davon:

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Simplicity 2451, bekannt als der Disputationsrock. Hier aus einem lila Elasthan-Viskose-Baumwolle-Poly-Gemisch aus dem Ramsch-Goldsucher-Bereich von alfatex. Der Stoff ist schlicht, bequem und nicht allzu dick. Der Rock ist ungefüttert und damit ganz gut fürs Wetter. Um die sehr cleane Optik des einfarbigen Stoffes etwas aufzubrechen, habe ich den Taschen und dem Saum eine Ziernaht verpasst. Ich bekommen zunehmend Spaß an Zierstichen. Leider hat meine Maschine nur drei Stück. Evtl. wird es doch mal Zeit für ein Maschinenupgrade.

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Die Taschen sind überhaupt das beste an dem Schnitt. Geräumig, klaffen nicht auf, sehen gut aus und sind gut zu nähen. Ansonsten hat sich der Schnitt für mich etwas überlebt. Die Röcke nach dem Schnitt sitzen etwas unterhalb der Taille, ich trage inzwischen lieber taillenhohe Röcke. Allerdings habe ich die Mühe, einen anderen höheren Bleistiftrock-Schnitt,, wie etwa den Gertie Pencil-Skirt, auf mich anzupassen bisher etwas vor mir her geschoben. Und so dient dieser Schnitt als bewährtes Arbeitstier und ich trage die Röcke nach wie vor.

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Die Bluse dazu habe ich im Räumungsverkauf einer ortsansässigen E*prit-Filiale gekauft, weil mir klar wurde, dass ich das Bedürfnis nach mehr blusigen Oberteilen habe, aber keine Zeit ausreichend viele in kurzer Zeit zu nähen. Sie sitzt zwar nur okayish, aber auch hier: tut ihren Dienst. So setzt mich mein gefühlter Blusenbedarf nicht unter Nähstress. Eigentlich müsste die Bluse taillierter und länger sein , sie rutscht dauernd aus dem Rockbund und beult – man wird ja doch ein bisschen anspruchsvoll wenn man nur noch Maßklamotten hat.

 

Es war übrigens gut, dass ich klamottentechnisch für alle Eventualitäten vorbereitet war, denn heute stand auf einmal der Prorektor in meinem Büro. Alles richtig gemacht.

Monika nimmt heute Abschied aus dem MMM-Team. In meinem Lieblingsschnitt, dem Anna Dress. Liebe Monika, danke für deinen Einsatz für diese tolle Sache!