Weihnachtssachen 2016

Am 1. Feiertag waren wir den halben Tag auf dem großen Familienweihnachten, da hab ich das fotografieren vergessen. Deshalb jetzt Sachen vom 1. und 2. Feiertag.

Weihnachtsbaum. Festliche Frühstücke. Geschenke verpackt und ausgepackt. Geschichten vorgelesen. Das Weihnachtskleid angezogen. Ingwer aus dem Wohnzimmer geerntet (der stand da, wo der Weihnachtsbaum jetzt steht.). Einen Morris aus leichtem Walk zugeschnitten. Einen Lichter-guck-Spaziergang gemacht. 

Weihnachtskleid-Finale 2016

Ich habe fast alle Termine des Weihnachtskleid-Sewalong 2016 geschwänzt und auch zum Finale bin ich reichlich spät. Das liegt daran, dass ich dieses Jahr relativ viele selbst gemachte Weihnachtsgeschenke verschenkt habe, bis einschließlich 22.12. gearbeitet habe und zugleich relativ oft abends ziemlich müde war. Aber, ich habe mein Weihnachtskleid fertig genäht und am 1. Feiertag getragen und es ist toll.

Ja und ich habe es bisher nur im Spiegel fotografiert, mit Kuschelsocken an. 

Dafür aber auch von hinten:

Der Stoff ist von Coupons St. Pierre in Paris, ein Satinjaquard, der innen kuschelig und wunderschön festlich ist. Ich habe den 3m-Coupon mit Freundin Z. geteilt und hatte somit nur 1,50m für mein Kleid. 

Genäht habe ich einen Patternhack aus dem Oberteil von Elisalex (By Hand London) und einem halben Teller. Mit Seitennahttaschen. 

Weil mich das Futter in allen meinen Elisalexen in den Wahnsinn getrieben hat und weil dieser Stoff von innen sehr angenehm ist, habe ich einen Beleg an Hals- und Armausschnitten statt Futter verwandt. Ich habe außerdem am Rückenteil die Naht oberhalb des Reißverschlusses einige Zentimeter zugenäht. Der Halsausschnitt ist dicke weit genug zum reinschlüpfen und der hintere Ausschnitt wirkt so viel schöner als mit einem Häkchen. 

Ansonsten nähe ich Elisalex in Gr. 10, verlängere das Oberteil aber um 3cm und gebe im Stoffbruch des Vorderteils ca 1/2 cm zu. Weil ich eigentlich Kleider nur mit Taillennaht statt Taillenband nicht so schön an mir finde, trage ich das Kleid mit einem Satinband in der Taille. Darunter trage ich ein leichtes Petticoat.

Genäht habe ich das Kleid komplett in der Woche vor Weihnachten als Mann und Kind verreist waren. Und weil ich die Handsäume von anderen immer so bewundernswert finde, habe ich das Kleid mit der Hand gesäumt. Ich habe Saum und Armlöcher mit Schrägband verstürzt und das dann von Hand von außen unsichtbar umgenäht. Das hab ich am Heiligabend nach der Bescherung gemacht.  

Ich bin rundum zufrieden und werde das Kleid Silvester gleich nochmal tragen. 

Und ich hab auch schon ganz viele schöne Weihnachtskleider auf dem Me made Mittwoch-Blog gesehen

Sonntagssachen 39/2016

Ausgeschlafen. In der gut durchgezogenen Mandarinenmarmelade gerührt, die sich im Verlaufe des Tages noch als störrisch erweisen sollte. Weihnachtspost geschrieben. Gefrühstückt. Die vierte Kerze angezündet. Nativity modern interpretiert.Gestrickt. Beim Weihnachtsbaumkauf den Eseln Hallo gesagt. Mafia-Spielkarten gebastelt.Eine sehr leckere Apfeltarte gebacken. Extrem produktiver Wichtelwerkstattsonntag!

Me made Mittwoch: Morris

Ich trage heute trug letzte Woche einen neuen Sweatblazer über einem alten Shirt und einem Rock aus dem Frühjahr 2016. Da Wiebke heute beim Me made Mittwoch die Gretchenfrage „Jersey oder Webstoff“ thematisiert, grabe ich die Fotos von letzter Woche aus, aus denen dann doch kein Blogpost mehr geworden war. Ich bin eigentlich eine Webstoffperson. Ich trage wirklich sehr selten Jerseykleider und sehr gern Webstoffkleider und -röcke. Aber ich trage natürlich Shirts und ich mag nicht so sehr gern Blusen. In meinem Job trage ich tatsächlich relativ häufig einen Blazer. Selten ist tatsächlich formelle Kleidung im engeren Sinne notwendig aber oft möchte ich etwas mehr als ein schnödes Shirt anhaben. Auch weil es öfter etwas zugig im Büro ist und ein Schal nicht reicht, mich zu wärmen. Daher greife ich in letzter Zeit wieder häufiger zu meinen Einzel-Blazern aus Cord, Samt oder eben Sweat. So schien es mir eine gute Idee, mir noch ein paar Sweat-Blazer zu nähen, als etwas schickere Strickjacken quasi, schön kurz für über weite Röcke passend. Dies ist nun der erste Versuch – den ich zunächst dann doch noch stark optimierungsbedürftig finde.

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Das Schnittmuster von Grainline-Studio habe ich schon länger. Ich ließ es auch schon vor einiger Zeit plotten, aber so richtig aufraffen konnte ich mich auch nicht. Nun habe ich doch mal einen Versuch gewagt. Den Sweat, der nicht angeraut ist, habe ich als „Sommersweat“ im Internet bestellt und dachte erst er sei zu dünn. Er hat sich von der Dicke her aber als richtig erwiesen, allerdings hat er sich leider in der Verarbeitung recht deutlich gedehnt, das kann aber auch an meinem Unvermögen liegen, mit der neuen Nähmaschine die passenden Einstellungen zu wählen. Die vorgesehene Verstärkung aller Belege war für diesen Stoff unbrauchbar. Trotz dünnster Gewebeeinlage waren die Belege im Verhältnis zum sonstigen Blazer viel zu steif und verhielten sich höchst unschön, so dass ich sie größtenteils im Nachhinein wieder herausgerupft habe. Für die nächste geplante Version aus Indoor-Walk werde ich auf jeden Fall auf die Verstärkung der Belege verzichten.

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Ich betrachte die Jacke mehr so als Beta-Variante, besonders gut finde ich sie nicht, aber ich sehe, der Schnitt hat für meinen Anwendungsfall Potenzial. Folgendes würde ich für die nächste Variante ändern:

  • Insg. eine Größe kleiner zuschneiden, den Rücken evtl. sogar 2 Größen kleiner (ich habe meine übliche Größe 12 genommen, die auch nach Brustumfangsangabe richtig war, die Jacke ist aber – für meinen Geschmack – zu weit.)
  • Die Ärmel deutlich verlängern. Ich trage sie hier gekrempelt, weil sie schon ohne Umschlag gut 5 cm zu kurz waren. Das muss ich oft machen und denke zu selten dran.
  • Bei Sweat, Walk und ich denke auch Romanit werde ich auf die Einlage in Reversbelegen, Kragenteilen und vor allem Saum werde ich definitiv weglassen. Nicht nur war das unschön beim nähen, weil sich die nicht verstärkten Teile gedehnt hatten und dann nicht mehr auf die verstärkten passten – es fiel auch total doof und nahm dem Blazer alles legere.
  • Schultern verschmälern – auch eine Standardänderung, die ich gern mal vergesse.

 

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Wenn ich das alles ändere könnte es aber eine durchaus alltagstaugliche Alternative zu gekauften Strickjäckchen sein. Ich werde aber alternativ auch noch den Schnitt „Lady Grace“ ausprobieren, der Teilungsnähte und ein echtes Revers und Knöpfe hat – möglicherweise wird er dann „blazerhafter“ – wir werden sehen.

Sonntagssachen 38/2016

Der Mann lag fiebrig erkältet im Bett, der Minimensch war um sechs zu mir ins Bett gekrochen und auf meinem Arm liegend wieder eingeschlafen – entsprechend mobil und energiereich begann der Sonntag. Geschichten vorgelesen. Adventskalenderpäckchen ausgepackt. Versucht uns zusammenzuraufen und anzuziehen denn wir waren erst auf einem Geburtstagsbrunch und dann auf einem Adventscafé eingeladen. Bei ersterem gab es Tannenbäume auf dem Tisch und Lego zum spielen. Außerdem die WELT, in der erschreckenderweise drin stand, Marx habe evtl gar nicht unrecht gehabt – ich verdauen das immer noch. Erst am Abend kamen der Minimensch und ich zum kranken Mann zurück nach Hause, zündeten die Dritte Kerze an. Und machten Wäsche. Nach Insbettbringen war ich dann eigentlich auch schon bettreif – aber wer macht dann die Weihnachtsgeschenke? Also einen Espresso getrunken. Und endlich was zugeschnitten, was gebastelt und was genäht. Geheim alles, versteht sich. 

Exkurs: Alles Frustwähler?

Auf meinem anderen, ökonomischen Blog habe ich eben einen Kommentar zur derzeitigen politischen Landschaft veröffentlicht, der passt auch hier ganz gut, daher ein Reblog:

Ich erlaube mir heute mal ein Abschweifen vom eng ökonomisch gefassten zum politischen. Denn als Mensch mit akademischem Hintergrund, grüner Sozialisation und linker Affinität kommt man ja derzeit …

Quelle: Exkurs: Alles Frustwähler?

Sonntagssachen 37/2016

Nach sehr spät ins Bett für alle war der Minimensch leider trotzdem zur gewohnten Zeit wach. Entsprechend alle eher träge. Frühstück ganz ohne Milchhörnchen. Eisblumen am Dachfenster. Komplexe Bahnkonstruktionen. Keksverzierung. Adventskalenderpäckchen ausgepackt.Zwei Kerzen angezündet. Ein ziemlich steberhaftes Kürbis-Karotten-Brot auf dem nagelneuen Pizzastein gebacken (und mir daran ein wenig den Rücken verhoben… Jaja. Lacht nur.)