Schnelles Ciabatta

Brot backen braucht Zeit. Ein gutes Brot mit viel Geschmack will nach einem genauen Plan und mit Geduld gebacken werden. Aber… manchmal, oft sogar, lässt das Leben wenig Raum für gut geplantes Backen, für Vorteige, kalte Gare, Brühstücke etc. Da braucht es auch Brotrezepte, die schnell gehen. Bisher hatte ich da kein Rezept für Baguette oder Ciabatta, also für ein Brot zu Salat/Käse/… nun hab ich eins. Ich habe jüngst dieses Rezept ausprobiert, das klappte wirklich tadellos und hab noch ein bisschen dran rum optimiert. Dinkel, etwas gröberes Mehl, etwas weniger Hefe, etwas mehr Falten und Gehen, aber für mich flott genug

Für 2 Ciabatta

370 g Dinkelmehl 1050

80g Hartweizengrieß

390ml Wasser

1/2 TL Salz

7g Hefe

1TL Zucker

2 EL Olivenöl

Optional: getrocknete Tomaten, Kräuter, Fleur de SEL

Zucker, Wasser, Hefe verrühren, für 10 Minuten beiseite stellen. Derweil Mehl abwiegen, mit Salz mischen. Dann alles verkneten und in der Schüssel zugedeckt 45 Minuten gehen lassen.

Den Teig auf ein bemehltes Brett stürzen, in die Länge ziehen und Falten. dreimal wiederholen. Dann in zwei Teile schneiden. Ggf vor dem letzten Falten getrocknete Tomaten, Oliven, Kräuter einarbeiten. Die beiden Teigstücke in eine längliche Form ziehen und zugedeckt 45 Minuten gehen lassen. Derweil den Ofen mit Blech auf 220 Grad vorheizen.

Die Brote vorsichtig auf das Blech verfrachten. Einsprühen, wenn gewünscht mit Kräutern und Fleur de SEL bestreuen. 22 Minuten backen. Die letzten 5 Minuten bei Umluft.

Sonntagssachen 22/2018

Yoga gemacht, zu deutlich zu früher Uhrzeit und mit zwei übernächtigten Kindern drumrum. Brötchen in den Ofen geschoben. Viel viel Kaffee getrunken. Gesmokt. Mit tatkräftiger „Hilfe“ die Spülmaschine ausgeräumt . Pflaumenkuchen gegessen. Beeindruckt die Chaoskompetenz von drei zeitgleich agierenden Krabbelkindern bewundert. Flammkuchen sommerlich belegt. Voll romantisch auf dem Balkon gesessen – und hui war das noch warm am Abend.

Rotweinpflaumen einkochen

Im Sommer eskaliere ich immer ein wenig an der Einkochfront. Einkochen ist doch sowas wie den Sommer konservieren. Und wie schön ist es, wenn dann der Vorratsschrank überquillt voller Marmeladen, Chutneys, Relishs, Sirups und Kompotte ist. Meine Leidenschaft für Chutney und Relish wird hier im Haushalt nur eingeschränkt nachvollzogen. Sirup wird vor allem im Sommer direkt weggetrunken (da ist er auch am aromatischsten). Aber Rotweinpflaumen und Apfelkompott, die sind gerade für den Winter gut. Letztes Wochenende habe ich einen Eimer Pflaumen aus dem Garten meiner Eltern mitgebracht. Das sind eigentlich Esspflaumen. Zum Einmachen und Kuchen backen werden ja eigentlich Zwetschgen empfohlen. Aber da kümmere ich mich gar nicht drum – ich weiß nämlich, dass das wunderbar mit diesen Runden, saftigen, süßen nicht zu großen Gartenpflaumen geht.

Du brauchst für 5 Gläser a 350ml Fassungsvermögen (Typ Bio-Mais ;-)) oder 4 Standard 420ml Einkochgläser mit Twist-Off-Deckel:

Pflaumen. Ca. ein Nudelsieb voll. Ich hab das nicht gewogen.

200g Zucker

200ml Trockener Rotwein

1 EL Balsamico

400ml Wasser

1/2 TL Lebkuchengewürz (oder nur Zimt oder nur Nelken je nach Geschmack)

Gläser gut spülen und heiß nachspülen.

Die Pflaumen waschen, halbieren, entsteinen und sorgfältig verlesen. Nur einwandfrei Hälften dürfen in die Gläser! Gläser bis ca 1 Finger unter dem Rand mit Pflaumen füllen.

Zucker, Rotwein, Wasser, Essig und Gewürz aufkochen und 10min köcheln lassen.

Den Sirup, der die sommerliche Küche inzwischen gut nach Glühwein riechen lässt, heiß über die Pflaumen geben, alle müssen bedeckt sein, es muss oben noch etwas Platz bleiben.

Mittels eines Löffelstiels potenzielle Luftblasen aus denGläsern nach oben stochern.

Gläser zudrehen.

In den kalten Backofen in eine Fettpfanne stellen, 2 Fingerbreit Wasser dazu. Auf 120 Grad anstellen und wenn die Temperatur erreicht ist 45 Minuten drin lassen. Am Ende sollte es in denGläsern kochen. Im Backofen komplett auskühlen lassen und dann kontrollieren, ob sich die Deckel straff nach innen gesaugt haben. Wo das nicht gelungen ist: sofort in den Kühlschrank und zeitnah essen. Bei korrektem Vakuum halten die Pflaumen ein Jahr im kühlen Abstellraum.

Schmecken zu Grießbrei, Milchreis, Eis.

Wer Zwetschgen hat, erhöht ggf die Zuckermenge etwas. Wer keinen Wein nehmen will, könnte säuerlichen Apfelsaft, Quittensaft oder nur Wasser nehmen.

Wer noch mehr einkocht kann natürlich durch gemeinsam sterilisieren viel Energie sparen. Ich kombiniere meist noch eine Ladung Rote Bete und Gurkenrelish oder Sirup, dann ist der Ofen voll.