Zero Waste Geschenke verpacken (1)

Kennt ihr das?

Wir bestellen wirklich viel online, Geschenke aber auch Dinge des täglichen Bedarfs wie Kinderklamotten, Drogerieartikel, verschreibungsfreie Medikamente, Gewürze und andere trockene Nahrungsmittel. Ja ich weiß, das wird alles rumgefahren, allerdings würde ich sonst sehr viel öfter an sehr viele verschiedene Orte mit dem Auto fahren, für vieles in die nächstgrößere Stadt. Und ich finde Innenstädte, gerade mit Kindern, wirklich fürchterlich, hasse shoppen und man kriegt nie alles was man braucht.

Der Effekt sind allerdings unendliche Altpapierberge. Denn alles kommt ja inzwischen mit Papier gepolstert (oder mit diesen verrottenden Verpackungschips, die wandern hier sofort zum Playmais) auch wenn Papier ja gar nicht immer ökologischer ist als Plastik.

Die Kartons werden hier bespielt, zum Versand anderer Dinge genutzt und vielfach dann in der Tonne entsorgt, das Polsterpapier hebe ich aber auf. Daraus werden Bastel- und Malkiste bestückt, klein geschnitten wird es zu Einkaufszetteln und wenn Anlässe wie Weihnachten nahen, werden daraus Geschenkverpackungen.

Und zwar nähe ich die Geschenke darin ein:

Das geht total einfach. Mit der Zickzackschere passend schneiden, Geschenk rein, 90er Nadel, rotes oder goldenes oder geschmacklich ausgewähltes Garn und dann einmal rumsteppen. Auch eine schöne Gelegenheit um mal die Zierstiche alle zu benutzen. Selbst der Minimensch kann das schon.

Kleinere Sachen, z.b. Seifenstücke, Schmuck oder Gutscheine kann man auch toll in die Seiten von ausgemusterten Büchern einnähen.

Außerdem mache ich aus dem Packpapier auch Geschenktüten. Hier ein Beispiel vom letzten Kindergeburtstag:

Zur Verzierung geht hier natürlich auch Goldstift, weihnachtliches Masking-Tape oder Glitzerkleber. Ich hab auch eine kleine Kollektion Weihnachtsstempel. Eine gute Anleitung für Falzbodentüten ist zum Beispiel diese.

Tipp: auch geeignet ist schon benutztes dickes Geschenkpapier, dessen Rückseite ungefärbt ist, oder das keine großen Tesa-Rückstände hat.

Bloggen gegen die Bequemlichkeit: Wachstuch

Heute gibt es einen Praxis-Tipp zur Plastikvermeidung. Schon lang wurmt mich, dass wir so viele Lebensmittel in Plastik wickeln zum aufbewahren. Käse wird alle 2 Tage neu in Frischhaltefolie verpackt, Brötchen kommen in ZIP-Beutel um sie für den nächsten Tag frisch zu halten, offene Gefäße werden mit Alufolie abgedeckt, was in der Lunchbox nicht rummatschen soll kommt auch in Frischhaltefolie. Zwar ist der Erdöl-Verbrauchsanteil von Plastik sehr gering (das merkt man ganz gut am leichten Gewicht), aber das Recycling von Plastik ist energieintensiv, erfolgt immernoch nicht zu 100% und wenn dann unsere Gelben Säcke entweder verbrannt oder in andere Länder exportiert und dort verklappt werden, da muss man ja nicht mehr zu beitragen als nötig. Plastik ist zwar eben relativ leichter Müll, aber gar kein Müll ist ja immernoch besser.

Also hab ich vor einiger Zeit mal testweise ein 3er Pack Wachstuch zur Aufbewahrung bestellt (das gibt es inzwischen bei vielen Öko-Versendern und auch beim großen Läden mit A). Diese Tücher sind mit Bienenwachs imprägniert und sollen zur Aufbewahrung von allem außer Fleisch gut geeignet sein. Sie kosten allerdings auch ein halbes Einfamilienhaus.

Nach einer Testphase war für uns klar: das klappt gut für uns. Der Käse bleibt sehr viel länger schimmelfrei als in Folie, umpacken unnötig und das Tuch lässt sich super reinigen. Also hab ich jetzt einige solche Tücher selbst gemacht. Das war erstaunlich unkompliziert, der Minimensch könnte super mithelfen und günstig war es auch. 100g Bienenwachs-Pastillen in reinster Qualität gibt es ab 3-4€ (eBay) und daraus konnte ich 5 mittelgroße Tücher (Käseeinschlaggröße) und einen Brötchenbeutel machen. Ich habe mich dabei an diese Anleitung gehalten, aber bräuchte nur je eine Lage Backpapier.

Wir haben jetzt 6 Tücher in passender Größe für Käse oder Butterbrot (30×40), 2 größere zum Abdecken von Schüsseln (40×50), 1 sehr großes (50×60) um unser Brot einzuschlagen. Aus einem weiteren großen in 30×60 habe ich einen Beutel für Brötchen genäht.

Sonntagssachen #16/2015

image

Nachdem wir am Samstagabend gleich doppelt aus waren und recht früh am Sonntagmorgen erst im Bett, ließen wir den Tag gemütlich beginnen. Mit Brötchen und Plausch mit der Babysitterin aka des Minimenschen Patentante L. Dann auf zum Weihnachtsbaumverkauf im Ort, der Minimensch mit Laufrad und viel Energie. Badebomben sind dieses Jahr Teil unserer selbst gemachten Geschenke, nur die Hälfte gelang allerdings. Selbstverständlich wurde die vierte Kerze entzündet. Außerdem Weihnachtsgrußkarten genäht (ich nähe dieses Jahr viel Papier…) und gestrickt. Nur einige Reihen, ob der Schal wohl je fertig wird? Als der Minimensch schlief erstmal ein Espresso gegen die Müdigkeit und dann ab an des Minimenschn Weihnachtsgeschenk. Mit verpeilten Eulen. Appliziert. Und noch schnell ein paar liebe Päckchen gepackt, damit sie heute zur Post konnten. Produktiver Tag.

7 Sachen am 8.12.2013

Ich weiß ja, dass heute Mittwoch ist. Und normalerweise zeige ich Mittwochs Fotos von Kleidern und nicht von Sachen, die ich mit meinen Händen gemacht habe. Zwar trage ich heute ein hübshes Kleid, selbstgemacht ist es auch, aber ich habe vergessen, es vor dem Mittagsbrei zu fotografieren ich habe es schon zweimal hier gezeigt. Die Fotos von Sonntag, die ih zwar gemacht, aber noch nicht zu bloggen geschafft habe, hingegen nicht. Hier also mal wieder ein Sonntagsblick auf 7 Sachen, die ich mit meinen Händen gemacht hab:

1. Haufenweise Orangen geschält und zu Frühstückssaft verarbeitet. So’n Entsafter ist einfach ein toll dekadentes Ding.
image

2. Die Samstag beim NähBackkränzchen gebackenen Kekse in Dosen sortiert.
image

3. Spritzgebäck mit Schokocreme gefüllt.
image

4. Den Keksteller geplündert.
image

5. Handschuhe angezogen und zu einem Abendspaziergangschlaf aufgebrochen.
image

6. Ein Fünfeck konstruiert und dabei gedacht, ich sollte mal wieder Mathenachhilfe geben, damit meine Routine mit dem Geodreieck zurückkommt.
image

7. Während Jack Taylor vom Festplattenrekorder auf unseren Bildschirm kam und Kate Nulan fast das Leben aushauchte 10 Sterne gefaltet.
image

Kleine Geschenke zu Weihnachten

Ich melde mich vom Krankenlager. Als gute Arbeitnehmerin bin ich, kaum hatte ich Urlaub, gleich mal krank geworden. Über Heiligabend und den ersten Feiertag konnte ich mich gerade noch so retten, seit gestern lieg ich hier rum und bin zu wenig in der Lage. Aber zzum Glück kann ich noch Sachen zeigen, die ich vor Weihnachten gemacht hab.

Ich bemühe mich eigentlich jedes Jahr für diejenigen, denen ich nix großes schenke, die aber trotzdem eine nette Kleinigkeit bekommen sollen, etwas selbst zu machen. Dieses Jahr gibt es in dieser Rubrik floristisches und kulinarisches.

Floristisch gibt es bepflanzte Glasschalen. Die Glasschalen habe ich seit unserer Hochzeit reichlich im Hause und plane eigentlich nicht, sie allesamt bis zum nächsten großen Familienfest im ChaosArbeitszimmer einzulagern. Dann doch lieber anderen damit eine Freude machen. Bepflanzt hab ich sie mit Christstern und Hyazinthe. Ergänzt um Moos und ein bisschen weihnachtlichen Klimmbimm. Schleifchen drum und fertig.
image

Kulinarisch gibt es dieses Jahr Dosen, die mit Bratapfelmarmelade, Chaisirup und Spekulatius-Kaffeecreme bestückt sind.
image

Den Chai-Sirup habe ich nach dem Rezept von Nina gemacht, habe allerdings wie bei Chai Tee zunächst nur die Gewürze mit dem Wasser aufgesetzt und 1 Stunde ziehen lassen, dann den Tee und den Zucker dazu gegebem, nochmal 10 Minutem geköchelt, abgeseiht und in kleine Fläschchen gefüllt. Ich mache daraus Chai ganz klassisch mit heißem Wasser und heißer Milch im Verhältnis 1:1 und ca. 1-2 EL Sirup auf eine große Tasse.

Die Spekulatiuscreme gibt es bei den holländischen Nachbarn ganz normal im Supermarkt zu kaufen. Eine Variante habe ich auch bei der Weihnachtsedition von Post aus meiner Küche entdeckt. Meine Variante geht so:

200g Gewürzspekukatius mit 30g Butter, 1 EL flüssigem Honig, 1 Espresso und 1/2 TL Zimt im Küchenhäcksler zu einer homogenen Masse verarbeiten. In Gläser füllen, im Kühlschrank lagern.

Die schönen Labels hat Herr Siebenhundertsachen geschnitzt und gedruckt mittels Linoldruck und mit Serviettentechnikkleber aufgebracht. Und er hat auch fleißig das Messer geschwungen und Äpfel entkernt und geschält, denn unsere Ernte war reichlich, so dass wir viel Apfelmus und Bratapfelmarmelade eingekocht haben dieses Jahr.

Mini DIY: Christbaumkugel-Ohrringe

Hier zeige ich euch mal meine Weihnachtsohrringe vom vorletzten Jahr:
image

Solche Christbaumkugeln für die Ohren kann man super einfach selbst machen. Man braucht nur kleine Christbaumkugeln, eine kleine Zange und zwei Ohrhänger. Und zwar kurze ohne Spirale und Kugel, so wie die unteren im Bild.
image

Wenn man solche nicht findet, kann man aber auch einfach bei denen mit Spirale und Kugel die Öse aufbiegen, Spirale und Kugel runternehmen, ein Stück kürzen und eine neue Öse biegen. Ich hebe auch einfach immer die Ohrhänger von müllreifem Modeschmuck auf und habe so immer solche kurzen Hänger im Haus.

Dann einfach Öse aufbiegen, Christbaumkugel auffädeln, Öse zubiegen, fertig.
image

Man kann übrigens die Käppchen oben von den Glaskugeln abziehen und auf andere Glaskugeln draufstecken. Das ist praktisch, wenn man z.b. ein silbernes Käppchen möchte, aber die erwünschte Farbe nur mit goldenen Käppchen zu haben ist. Hier habe ich z.B. Kugeln von Das Depot mit Käppchen von IKEA vereint.

Hochzeits-DIY-Parade III

Ich danke euch herzlich für eure Komplimente zu Tischdeko und Strauß. Ich hatte eigentlich ja gar nicht vor, die Sträuße selbst zu machen, ich fürchtete selbst, dass das vielleicht etwas viel Druck sei. Aber letztlich war es doch die richtige Entscheidung. Es hat mir Spaß gemacht, mal wieder mit Blumen zu arbeiten. Das leiste ich mir so im Alltag einfach nicht und die paar Anlässe wo ich einen Strauß zum verschenken mache, kann ich wirklich an einer Hand abzählen. Eigentlich schade, denn wenn man sich erstmal eingefunden hat, ist Floristik ein sehr spannendes DIY-Feld. Heute geht’s aber um Papierbasteln, ein Feld dass zugegebermaßen wirklich nicht zu meinen Favourites gehört. Die Einladungen hatte ich ja schonmal andeutungsweise gezeigt, hier jetzt aber ein Blick auf Einladung, Antwortkarte und Liedhefte im Detail, sie bilden ein Gesamtkonzept.
image

Die Karten habe ich online bestellt. Fürs nächste Mal hab ich gelernt: Immer drauf achten, dass sie Normmaß sind , sonst sind Porto und Briefumschläge unverhältnismäßig teuer.
image

Außen kam jeweils ein Stück Mustertransparentpapier mit Fototape drauf. Außerdem ein schicker Stempel und ein Schriftzug. Den hab ich von Hand geschrieben. Ich finde jede Form von kitschigem „wir heiraten“-Stempel ziemlich ekelig, persönlich ist schöner.

Das Bastschleifchen ist festgeklebt, denn es dient innen als Halterung für die Antwortkarte und einen kleinen extra Zettel mit Geschenkhinweis. Die Antwortkarte wird vom gleichen Stempel geziert.
image

Der Text ist auf handgeschöpftes Papier mit Büttenrand gedruckt, wir haben die A6 Stücke gerissen, damit sie nicht so harte Ränder bekommen.

Text und Antwortkarte habe ich mit Latex gesetzt, das war gerade für Adresse und Format eine gute Wahl. Wenn jemand auch mal wissenschaftlich-nerdig seine Einladungen gestalten will, ich schicke gern meine templates zu. Für das Liedheft habe ich Publisher verwendet. Gedruckt ist es auf 120g Papier und zusammengehalten mit einem dünnen Satinband. Der Stempel kam hier wieder zum Einsatz und ich denke ich werde ihn, um das Konzept abzurunden, auch bei den Dankeskarten wieder nutzen.

Hochzeits-DIY-Parade II

Nach der Deko zeige ich euch als nächstes den Brautstrauß. Den wollte ich eigentlich gar nicht selbst machen. Aber ich könnte keinen Blumenladen finden, wo mich die technische Qualität, Originalität, Haltbarkeit und vor allem die Beratung überzeugt haben. Zudem finde ich es – wie bei vielen Hochzeitssachen – unverschämt, was für Preise verlangt werden. Ich hatte recht spezifische Vorstellungen, was ich wollte. Auf jeden Fall einen runden Strauß, keinen „Wasserfall“. Neben dem obligatorischen weiß hatte ich mir ja dunkelrot als zweite Farbe ausgesucht. Ich wollte es auch gern rustikal, nicht allzu verspielt. Da ich schon einige Jahre im Blumenladen gearbeitet und dort das meiste was man wissen muss gelernt habe, hab ich mich dann doch für’s selbermachen entschieden. Und so ist er geworden:

Ich war ziemlich lange auf der Jagd nach den Blumen. Insbesondere gutes Grün bekommt man nur schwierig, wenn man die Sachen lose kaufen und nicht binden lassen will. Ich habe auch noch vier Sträuße für meine Helferinnen, jeweils passend zu ihrem Outfit, gemacht, deshalb hatte ich ziemlich viel Blumen zu suchen. Das ist übrigens (Näh-)Freundin Z., die ein famoses selbstgenähtes Cocktailkleid nach einem Schnitt aus der ‚Meine Nähmode‘ 1/12 trägt. Bei Gelegenheit suche ich ein Bild vom Kleid.

Ich war sehr froh, dass ich die grüne Hortensie gefunden habe, denn die Kombi „Weiße Rosen – rote (Stroh-)blume – (grüne) Hortensie und Efeu“ hatte ich sehr ähnlich im Kopf gehabt. Es war eigentlich auch schön mal wieder im großen Stil mit Blumen zu arbeiten, auch wenn die Küche aussah, wie ein Schlachtfeld:
image

image

Das Ergebnis war’s wert und ich habe ca. eine Million Komplimente für den Strauß bekommen. Ich habe ihn übrigens nicht geworfen, brauchte ihn ja noch für Fotos und einige der anwesenden Damen hatten ja eh ihren eigenen Strauß 😉

Copyright Bilder 1, 2, 5-7: Rebecca Weber, Kontakt auf Anfrage

7 Sachen

Auch am gestrigen Sonntag war ich mal wieder recht fleißig mit meinen Händen. Es ist schließlich noch einiges vorzubereiten .

1. Den Wischmopp geschwungen .
image

2. Probeweise meine Haare aufgedreht und mich dann über die rausgeschmissene Zeit geärgert, denn herausgekommen ist nur, dass man besser bei altbewährten Techniken bleibt
image

3. Das Probeliedheft gebastelt.
image

4. Danach die „echten“ Hefte gedruckt , zwischendurch mehrmals den Toner geschüttelt. Der wollte nämlich vorzeitig schlapp machen.
image

5. Ein paar sonntagssüße Blaubeer Pfannkuchen gebacken.
image

6. Die Ernte eingebracht. Besonders beglückend: die erste Chili
image

7. Haarnadeln mit Perlen bestückt
image

Upcycling-Dienstag

Nina sammelt immer am Dienstag Ideen, wie man aus abgelegtem wieder nützliches machen kann. Da kommen immer ziemliche Profiwerke zusammen so dass sich mein Beitrag heute fast etwas schämt. Aber egal.

Man nehme: einen Korb der zu flach und wasserdurchlässig aber einfach viiiiiel schöner als blöde Pflanzkörbchen ist (und auch schon ein paar Kerzen überlegt ha, wie die Wachsreste verraten). Dazu eine der 6 Millionen angesammelter Plastiktüten, am besten eine schön dicke. Und ein Pflanzenabdeckvlies. Meins war noch von hier übrig.

Nun schneidet man aus der Tüte zwei gleich große Stücke, die den Boden des Korbs gut bedecken.  Diese versteckt man unter einem drei- bis vierfach gefalteten Stück Vlies.

Dann kann Erde drauf und der Inhalt eines Töpfchens Narzissen kann vereinzelt und ausgepflanzt werden. Die wurzeln nämlich flach, wenn sie in die Tiefe keinen Platz haben.

Als kleine Wiese rundrum noch Kresse eingesät und ein paar übriggebliebene Kieselchen von hier dürfen auch noch dazu. Ergänzt um die Eierschalen vom sonntagssüß ergibt sich meine ausgeklügelte und bisher einzige Osterdeko.

image