Zero Waste Geschenke verpacken (1)

Kennt ihr das?

Wir bestellen wirklich viel online, Geschenke aber auch Dinge des täglichen Bedarfs wie Kinderklamotten, Drogerieartikel, verschreibungsfreie Medikamente, Gewürze und andere trockene Nahrungsmittel. Ja ich weiß, das wird alles rumgefahren, allerdings würde ich sonst sehr viel öfter an sehr viele verschiedene Orte mit dem Auto fahren, für vieles in die nächstgrößere Stadt. Und ich finde Innenstädte, gerade mit Kindern, wirklich fürchterlich, hasse shoppen und man kriegt nie alles was man braucht.

Der Effekt sind allerdings unendliche Altpapierberge. Denn alles kommt ja inzwischen mit Papier gepolstert (oder mit diesen verrottenden Verpackungschips, die wandern hier sofort zum Playmais) auch wenn Papier ja gar nicht immer ökologischer ist als Plastik.

Die Kartons werden hier bespielt, zum Versand anderer Dinge genutzt und vielfach dann in der Tonne entsorgt, das Polsterpapier hebe ich aber auf. Daraus werden Bastel- und Malkiste bestückt, klein geschnitten wird es zu Einkaufszetteln und wenn Anlässe wie Weihnachten nahen, werden daraus Geschenkverpackungen.

Und zwar nähe ich die Geschenke darin ein:

Das geht total einfach. Mit der Zickzackschere passend schneiden, Geschenk rein, 90er Nadel, rotes oder goldenes oder geschmacklich ausgewähltes Garn und dann einmal rumsteppen. Auch eine schöne Gelegenheit um mal die Zierstiche alle zu benutzen. Selbst der Minimensch kann das schon.

Kleinere Sachen, z.b. Seifenstücke, Schmuck oder Gutscheine kann man auch toll in die Seiten von ausgemusterten Büchern einnähen.

Außerdem mache ich aus dem Packpapier auch Geschenktüten. Hier ein Beispiel vom letzten Kindergeburtstag:

Zur Verzierung geht hier natürlich auch Goldstift, weihnachtliches Masking-Tape oder Glitzerkleber. Ich hab auch eine kleine Kollektion Weihnachtsstempel. Eine gute Anleitung für Falzbodentüten ist zum Beispiel diese.

Tipp: auch geeignet ist schon benutztes dickes Geschenkpapier, dessen Rückseite ungefärbt ist, oder das keine großen Tesa-Rückstände hat.

Vorratsschrank vegetarisch

Nachdem ich online und offline relativ oft gefragt werde, welche Formen von Fleischersatz wir so essen und wie wir unser Eiweiß bekommen und wo ich sowas, dachte ich, ich schreibe mal eine Zusammenfassung, was aus meiner Sicht zwingend in den wohlsortierten Vorrat für vegetarische Küche gehört:

1. Kühlschrank

  • Soja-Gehacktes:

Verwende ich für Bolognese, Canelloni, Moussaka, Käse-Lauch-Suppe, Flammkuchen, Lahmacun.

Ich nehme am liebsten das von Berif, gut schmeckt auch das von der Edeka-Eigenmarke. Generell finde ich Soja besser als Hackersatz aus Hühner/Milcheiweiß. Ich achte darauf, dass das Hack möglichst ohne Soße daherkommt, keine merkwürdigen Würzungen/Geschmacksverstärker enthält und eher körnig/trocken wirkt. Ich bestimme die Würzung lieber selbst als mir den Geschmack schon vorgeben zu lassen. „Echtes Hack“ ist ja auch recht geschmacklich neutral.

Verarbeitung: Mit Zwiebel und evtl Knoblauch braten, also im Prinzip genau wie bei Fleisch-Hack auch.

  • Tofu Natur

Tofu ist an sich schmeckt natürlich langweilig, richtig mariniert kann es aber vor allem den Sättigungswert einer Mahlzeit deutlich erhöhen. Verwende ich für Currys, Gemüse-Misch-Gerichte, gebröselt für Bratlinge, Gulasch, Geschnetzeltes.

Hier kann man gut nehmen was der jeweilige Supermarkt anbietet. Mir sind meist Packungen mit zwei kleinen Stücken lieber als mit einem großen.

Marinieren kann man Tofu gut mit Sojasoße, Senf, Gewürzmischungen jeder Art, Zwiebel, Knoblauch oder Tomatenmark.

  • Tofu geräuchert

Verwende ich in kleinen Würfeln als Speckersatz, z.B in der Carbonara, auf Flammkuchen, an Bohnen

Auch hier achte ich vor allem auf möglichst kleine Verkaufseinheit, denn ich brauche meist nur 50g. Der wird sonst nur gammelig.

Für beide Tofu-Varianten gilt: lieber Kühlware als ungekühlte oder im Glas.

  • Quark, Schmand /Saure Sahne

Statt Fleischersatz ins Essen rein, finde ich auch Kräuterquark/Tsatziki zum Essen dazu einen guten Eiweißlieferant. Daher habe ich Quark, Joghurt und Sauersahneprodukte immer da.

Quarksoße gibt es z.B. zu vielen Couscous und Reisgerichten mit arabischem Einschlag, zu Gemüse-Pfannengerichten und ganz klassisch zu Kartoffeln.

  • Soja/Seitan Bratwürstchen

Ich glaube über nichts diskutiere ich so oft mit Nicht-Vegetariern wie über den Sinn oder Unsinn von vegetarischen Würstchen. Die übliche Frage ist: Warum isst du etwas was Fleisch imitiert, wenn du doch kein Fleisch essen willst? Nun, einerseits gibt es viele Vegetarier*innen, die auf Fleischverzichten weil sie das Klima schützen oder Massentierhaltung boykottieren wollen, die aber gern Fleisch mögen. Ich finde dann sind ähnlich schmeckende Ersatzprodukte vollkommen legitim. Für uns gilt: wir essen schon öfter mal Seitan-Brühwürstchen oder Soja-Bratwürstchen. Nicht weil wir was wollen, das wie Wurst schmeckt, sondern weil wir was essen wollen was herzhaft im Eintopf ist (Brühwürstchen) oder was man herzhaft und gebraten zu Salat schmeckt, was man mit zu Grilleinladungen nehmen kann oder was zu Rotkohl mit Bratensoße oder Himmel und Erde (Kartoffelpü, Birne/Apfelmus, Bratensoße) schmeckt. Es ist mir vollkommen schnurz ob der Geschmack was mit Fleisch-Bratwurst zu tun hat, solang er herzhaft und lecker ist. Gute vegetarische Bratwurst ist allerdings schwer zu finden. Wir essen gern die von Taifun (aus dem Bioladen).

Wichtig ist: vegetarische Würstchen sind weniger fettig als echte Bratwurst. Man sollte sie vor dem Braten leicht einölen – besser die Wurst Ölen als die Pfanne.

2. Trockene Vorräte:

  • Bohnen (weiß und rot)

Bohnen sind prinzipiell gute Eiweiß-Lieferanten. Ich verwende sie aber eigentlich nur in Eintöpfen, weil der Minimensch kein sehr großer Bohnenfan ist.

  • Linsen (Berglinsen, rote und gelbe)

Linsen hingegen isst der Minimensch gern. Berglinsen nehme ich für alle „klassisch deutschen“ Linsengerichte (westfälische Linsensuppe, Spätzle mit Linsen, …) weil sie ohne einweichen in 30 Minuten gar sind und sehr lecker schmecken. Rote Linsen eignen sich gut für arabische und indische Gerichte und auch für Brotaufstriche. Gelbe Linsen (die streng genommen eigentlich Erbsen sind) habe ich vor allem für Dal, also indisches Gemüse-Linsen-Mischmasch da.

  • Kichererbsen

Ich finde selbst gekochte Kichererbsen nicht nur leckerer sondern auch erheblich günstiger als die in der Dose oder im Glas. Ich habe aber meist sowohl trockene als auch welche im Glas da. Kichererbsen sind sehr proteinreich und vielseitig. Sie sind natürlich die Basis von Hummus und Falafeln, aber auch an gemischtem Gemüse oder in arabischen Eintöpfen machen sie sich gut. Wenn ich welche koche, dann immer gleich eine große Portion und dann friere ich den Rest gekocht ein – lassen sich dann genauso wie TK-Bohnen und Erbsen einfach mit in Gerichte werfen wenn sie gerade passen. Neuerdings habe ich auch noch Kichererbsenmehl hinzugenommen, dass sich gut zum binden z.B. von Bratlingteig eignet.

  • Grünkernschrot

Grünkern, also unreif geernteter, geräucherter Dinkel ist ein Klassiker der vegetarischen Küche und gehört zu den wenigen „Fleischersatz“-Dingen, die ich aus meiner vegetarischen Kindheit kenne. Durch seinen herzhaften Geschmack eignet sich Grünkern gut für Brotaufstriche und als Basis für Bratlinge. Ich habe eine Getreidemühle und schrote ihn bei Bedarf selbst, aber inzwischen gibt es fertigen Schrot auch beim einschlägig sortierten Drogeriemarkt und bei Alnatura zu kaufen.

  • Quinoa

Quinoa habe ich erst vor kurzem für uns entdeckt. Quinoa ist ein Scheingetreide und eiweißreicher als z.B. Grünkern oder Bulgur/Couscous. (Es gilt auch als Superfood, aber das interessiert mich nur sehr am Rande). Wir haben Quinoa gepoppt hier, für ins Müsli und in den nachmittäglichen Quark mit Obst. Außerdem habe ich auch Quinoa als ganzes Korn da, das verwende ich gern für Bratlinge, weil es von sich aus nach dem kochen recht klebrig ist und daher einen gut verarbeitbaren Teig ergibt. Auch im Brot finde ich vorgekochten Quinoa sehr lecker. Man kann Quinoa auch wie Reis oder Couscous als Beilage verwenden, mir schmeckt das auch gut, aber dem Rest meiner Familie leider nicht so.

  • Nüsse/Mandeln/Kerne

Da der Mann und der Minimensch gegen Haselnüsse und der Minimensch zusätzlich auch gegen Erdnüsse und Walnüsse allergisch sind, ist unsere Nuss-Auswahl zwar etwas eingeschränkt, dennoch habe ich immer eine kleine Auswahl Nüsse und Kerne im Haus. I.d:R. Cashews, Mandeln gehackt, als Blättchen und als Mehl, Pinienkerne und Sonnenblumenkerne. Cashews und Erdnüsse sind eine gute Sättigungsergänzung in Currys (sowohl indisch als auch asiatisch/thai). Mandeln ergänzen z.B. Brokkoli und Blumenkohl gut. Pinienkerne und Sonnenblumenkerne sind gute Mitspieler in Aufläufen und auf Quiches. Außerdem braucht man für so gut wie alle vegetarischen Brotaufstriche eine Nuss/Kern-Basis.

  • Couscous

Da die arabische Küche relativ viel vegetarisches zu bieten hat, gibt es hier oft Couscous. Als Beilage oder auch als Salat.

  • Getrocknete Tomaten, Oliven im Glas

Beide sind, klein gehackt, eine gute Möglichkeit um Gerichte etwas herzhafter zu machen. Sie machen sich gut z.B. in Frittata/Omelette, in Pfannengerichten oder Nudelsoßen und geben eine gewisse Herzhaftigkeit, die sonst über Speck, Schinken oder anderes gebratenes Fleisch in die Gerichte gelangt.

  • Sojaschnetzel fein und grob

Sojaschnetzel sind eine  gute Alternative für alle, die sich an Tofu nicht recht trauen oder denen ständig ein Teil des Tofustücks im Kühlschrank vergammelt. Es gibt auch einige Gerichte, wo ich sie besser finde, als frisches Tofu. Vor allem deshalb weil sie sich besser marinieren lassen.

Feine Sojaschnetzel können als Hack-Ersatz verwendet werden. Entweder einfach ohne einweichen mit in die Soße oder Suppe werfen oder, besser, marinieren und dann mit der Marinade schmoren.

Grobe Sojaschnetzel verwende ich für Gulasch, Geschnetzeltes, Shawarma und Gyros.

Verarbeitung etwa so: Ca. 30 Minuten bevor man mit kochen beginnen will, die Sojaschnetzel mit starker Gemüsebrühe einweichen. Dabei direkt auch alle Gewürze, die später ins Essen sollen mit dran geben. Also z.B. gebe ich für Gyros schon eine Zwiebel, etwas Zucker und eine zerdrückte Knoblauchzehe mit an die Marinade. Für Geschnetzeltes kommt Senf und auch eine Zwiebel mit dazu. Der Großteil der Flüssigkeit wird von den Schnetzeln aufgesaugt. Der Rest kommt mit allen Gewürzen und den Schnetzeln in die Pfanne und darf dann erstmal wegverkochen, dann geht der ganze Geschmack in die Schnetzel, die dann außerdem beim anbraten nicht trocken werden.

3. Gewürze:

In meinen Augen braucht vegetarisches Essen oft etwas mehr und abgestimmtere Würzung als welches mit Fleisch. Neben Kräutern und diversen Gewürzmischungen aus dem Hause Herbaria ist es vor allem eine Herausforderung, das Essen herzhaft genug zu bekommen. Hierzu ist folgendes Sortiment hilfreich:

  • Gemüsebrühe

Hat vermutlich auch jeder nicht-vegetarische Haushalt da, ist aber tatsächlich für mich sehr wichtig. Zum marinieren von Sojaschnetzeln, aber auch zum abschmecken von den meisten Gerichten.

  • Senf

Senf ist unverzichtbar an Bratlingen und eignet sich auch gut zum marinieren von Tofu und Sojaschnetzeln. Gibt dem an sich langweiligen Grundmaterial mehr geschmackliche Tiefe. Und nein – weder die Bratlinge noch das Geschnetzelte schmecken dann vordringlich nach Senf.

  • Sojasoße

Zum marinieren von Tofu und zum abschmecken von herzhaft-deftigen Gerichten wie Bratensoße, Gulasch, Eintöpfen und Co. Ich habe sowohl salzige als auch süße Sojasoße da. Bei asiatisch angehauchtem Essen gebe ich auch süße Sojasoße mit an die Tofu-Marinade.

  • Rauchsalz

Kommt an alles, das eigentlich nach Speck verlangt. Bohnen, Eintöpfe, Flammkuchen. Und meist ist es dann damit auch schon gut. Zusätzlich experimentiere ich gerade mit geräuchertem Paprika-Pulver.

  • Würzpasten (Harissa, Currypaste)

Das ist natürlich Geschmackssache. Da aber gerade arabische und indische Küche sehr viele vegetarische Gerichte aufweisen, bin ich hier mit den Grund-Pasten ausgestattet, weil wir einfach im Verhältnis viel arabisch und indisch kochen.

  • Tahin

Sesampaste kommt an Hummus und allein deshalb brauche ich sie immer im Haus, denn man sollte stets die Möglichkeit haben, schnell Hummus herstellen zu können. Tatsächlich ist Tahin aber auch ein gutes Gewürz für Bratlinge und Soßen, die grob arabisch angehaucht sind. (Außerdem kann man mit Tahin oder Mandelpaste vegetarische Baby-Beikost fettreicher und proteinreicher machen, selbst wenn das Kind, so wie der Minimensch gegen Milch allergisch ist.) Tahin in kleinen Dosen schmeckt mir auch gut am Müsli, zusammen mit etwas Honig.

Stoffparadies in unscheinbarem Gewand

Ich habe jahrelang nur in Stoffgroßmärkten wie alfatex, auf dem Stoffmarkt und online Stoff gekauft. Kleine Stoffgeschäfte haben mich vielfach enttäuscht. Entweder sie führten vorrangig Gardinenstoffe in Oma-Farben und glänzten durch unfreundlichst mögliche Beratung (Beispiele in Essen, Köln und Witten fallen mir sofort ein, ich nenne mal keine Namen und sage nur vorsichtig „Gardinenhaus“) oder sie waren auf Kinderstoffe und Patchwork spezialisiert und alles in allem zu teuer und zu niedlich.
Doch nun habe ich tatsächlich ein Stoffgeschäft-Kleinod entdeckt, das ich seither sehr regelmäßig besuche: „Petras Stoffelchen“ (Achtung, die Website ist exakt so skurril wie der Name schon vermuten lässt) in Witten. Ein sagenhaftes Lädchen. Zwar ist auch dieses Geschäft auf Patchwork spezialisiert und führt mehrheitlich Markenstoffe und hat entsprechende Preise, aber es gibt eben auch eine ordentliche Auswahl an Bekleidungsstoffen und vor allem eine Riesenauswahl an Kurzwaren. Nach wie vor ist für den normalen Stoffkauf für mich zwar alfatex meine erste Anlaufstelle (vor allem aus Preis-Erwägungen), aber ich schaue oft für Kurzwaren, vor allem für Knöpfe hier vorbei und nehme dann auch immer mal kleinere Stücke Kinderstoff oder Reststücke für mich mit. Die Atmosphäre im Laden und die Beratung sind absolut wunderbar. Aber seht erstmal selbst:
image

Das Geschäft besteht aus zwei winzigen Räumen, die wirklich bis unter die Decke vollgestopft sind mit Stoff. Nicht selten müssen die beiden Verkäuferinnen auf Höckerchen oder Leitern steigen, um das gesuchte zu organisieren. Am tollsten finde ich den riesigen Knopfschrank, der farblich sortiert eine sehr große Knopfauswahl beinhaltet, die man so in größeren Stoffgeschäften mit mehrheitlich massen-kompatibler Ware wohl nicht findet. Ich habe bisher immer passende Knöpfe gefunden und vor allem auch fachkundige Beratung bekommen. Auch das Garnsortiment ist riesig und es findet sich wirklich jede Farbschattierung, die man sich nur wünschen kann. Dabei ist der Preis für das Markengarn nicht außergewöhnlich hoch.
image

image

Der vordere Raum birgt Bekleidungsstoffe. Hier liegt durchaus ein Schwerpunkt auf Kinderjerseys, allerdings in wirklich sehr schönen Motiven und hervorragender Qualität, aber es finden sich auch Uni-Jerseys in allen Farben des Regenbogens meist in 2-3 verschiedenen Qualitäten/Materialzusammensetzungen und auch wirklich schöne Bekleidungswebstoffe. Das Geschäft führt vor allem Markenstoffe von Polytex, Swafing und Westfalenstoffe sowie den bekannten amerikanischen Quiltstoff-Herstellern. Entsprechend liegen die Meterpreise zwischen 12 und 40 Euro, ein Unijersey wird vermutlich schon 15-17 Euro kosten. Preise, die ich für mich nicht leichtfertig auf den Tisch lege, aber für ein Geschenk zum Beispiel durchaus erwäge. Besonders erwähnen möchte ich die Bündchenware, die es hier in ca 30 Farben uni und gemustert gibt und die vor allem von wirklich exzellenter Qualität ist. Da will ich eigentlich nie wieder andere kaufen. Abgeschnitten wird ab 10cm, eine schöne Abwechslung zum üblichen „erst ab 30cm“ in größeren Geschäften.
image

Auch im vorderen Raum, rund um den Zuschnitttisch, sind alle Kurzwaren untergebracht. Hier scheint mir, dass die Besitzerin wo immer möglich Alternativen zum Prym-Sortiment sucht, zumindest gibt es recht viel Nicht-Prym in den Fächern und Kisten. Die Preise liegen für die Kurzwaren und Knöpfe im vollkommen normalen Rahmen, oft sogar günstiger als im 0815-Stoffladen. Auch viel Quilting-Zubehör gibt es zu kaufen. Rüschen und Bänder gibt es auch in großer Zahl, vor allem Kinder-Motive, aber Schrägband ist in Satin und Baumwolle in ca. jeweils 15 Farben vorrätig, und wenn ich den Minimensch dabei hab, muss ich immer sehr aufpassen, dass er mir nicht irgendwelche abgefahrenen Webbänder aufschwatzt. Es gibt wohl auch einige Schnittmuster von deutschen Kinderschnittdesignerinnen, aber da mich das nicht wirklich interessiert, habe ich da noch nicht genauer drauf geguckt.
image

Das hintere Zimmer ist komplett voller Patchworkstoffe. Obwohl ich ja nicht quilte und also hier noch nie etwas gekauft habe, finde ich das Zimmer wunderschön zum angucken. (und sehr schlecht zu fotografieren).
image

image

Neben der Stoffauswahl und dem schönen Kramladen-Charakter haben es mir vor allem die beiden Ruhrpott-original-Verkäuferinnen angetan. Beiden merkt man an, dass sie gern und viel selbst nähen, so dass sie eine gute und engagierte Beratung machen dabei aber eben, regionstypisch, kein Blatt vor den Mund nehmen. Ich wurde im Geschäft schon mehrfach auf meine Kleidung angesprochen und nach den Schnitten gefragt. Mit schlampigem Verhalten, wie etwa „ach die Garnfarbe passt schon, ich such nicht weiter“ kommt man schonmal gleich nicht durch und wird direkt mal zur Akkuratesse gezwungen („nein nein, da finden wir noch was besseres. Schauen sie mal das. Oder das. Das passt viel besser“). Auch wer etwa plant eine Babydecke aus nur einem Stoff zu nähen, wird gern zurechtgewiesen, dass das ja wohl ein wenig zu unspektakulär wäre und zumindest mal ein paar Quadrate jawohl drin wären („kommen Sie, ist doch ein Geschenk, legen Sie sich mal was ins Zeug“). Am besten hat mir aber die Erklärung der einen Dame dazu, warum sie ihre Kleidung selbst näht, gefallen:

Da hab ich eine Indianermentalität: Was ich selbst machen kann, muss ich nicht tauschen.

Großartig, oder?

 
image

Dieser Post gibt allein meine Meinung wider und wurde nicht gesponsort oder mit dem Geschäft abgestimmt.

Freitags mit Rentnern 2.0

Heute Einkaufstag mit Ausflug ins Rentnerreservat. Dank 2 Grad und Nieselregen mit dem Auto. Kaum geparkt und dabei den Minimensch in den Mei Tai zu verfrachten, da durfte ich bereits mit anhören, wie die Seniorin, die mitsamt ihres Göttergatten dem Auto neben mir entstieg (Frauenparkplatz natürlich. Aber die Hackordnung auf dem Parkplatz ist wie im Bus. Rentner zuerst, egal was dran steht. Soll der Rollifahrer doch einfach woanders parken.) den selbigen über folgende Tatsachen belehrte : (missbilligenden Tonfall bitte hinzudenken) „Also früher, da packten wir die Babys ja in den Kinderwagen. Da konnten die liegen und schlafen. Heute (deutet zu mir, natürlich nicht unauffällig, mehr so dicker roter Pfeil) packen die Frauen die armen Kinder in solche Dinger. Da sind die dann ganz eingequetscht und ruinieren sich den Rücken.“ Ich atme derweil still für mich langsam ein und aus. Binde den Minimensch fest, ziehe ihm seine Mütze auf. Da folgt Teil 2. „Und dann kam da eine dicke Decke drauf. Und eine Überdecke. Dann mussten die armen kleinen auch nicht frieren. Das da, das holt sich ja noch den Tod.“ Unnötig zu erwähnen, dass der Minimensch zu seinem Leidwesen in mehreren Lagen Kleidung steckte und zudem unter einem Fleececover (danke, Miriam <3) – ich atmete noch einmal, stapfte forschen Schrittes los und war gewarnt. Mal wieder Tag des unverschämten Rentners. Alles klar. Dann auf in den Kampf.

Im Drogeriemarkt erstmal mehrere im Weg stehende und sich gegenseitig Produkte vorlesende ("Guck mal hier Renate, das ist doch dieses Oil of Olaz" – warum machen die das? Um zu zeigen, dass sie noch lesen können?) Omas durch vehementes "Entschuldigung" gefolgt von freundlichem Rempeln mit dem Einkaufswagen aus dem Weg bugsiert und so die Einkaufsgeschwindigkeit direkt mal verdoppelt. Übrigens gammeln immer besonders viele Kaffeklatsch haltende Rentnerclubs direkt vor den Gängen mit Windeln und Babygläschen rum, wo ja eh schon durch Kinderwagen eher wenig Platz ist. Muss auch irgendeine Form von unbekannter Regel sein. In Richtung Kasse einen kleinen Slalom um dorthin strebende rüstige Mitsiebziger gemacht und mich durch zwei geschickte Ausfallschritte noch vor die Dame mit den "nur 2 Teilen" in die Schlange gequetscht und als sie zu einem "Darf ich …" ansetzte einen derart vernichtenden Blick aufgesetzt, dass sie sofort brav wieder in der Schlange einscherte. HARHAR.

Im nachfolgenden Supermarkt mit großer Freude nur ungesundes Zeug und einen Würfel Hefe in den Wagen gepackt und lässig alle missbilligenden Blicke zwischen meinem Chips-Schoki-Sekt-Einkauf, dem Mei Tai und mir an mir abperlen lassen. An der Kasse dann wagte es eine Dame mit lila-grauem Haar mit den Worten : "Ach was ein freundliches Kind, ein Junge oder ein Mädchen?" die Hand nach des Minimenschen Hand auszustrecken. Da hatte sie aber nicht mit mir gerechnet. Mit anfassen kann ich ja gar nicht. Vierteldrehung vollführt und freundlich ihre Frage mit "Das geht sie gar nichts an!" beantwortet. Das Gesicht war Belohnung genug. Gnihihi.

So, noch wer frech werden? Ich bin grad gut in Stimmung.

Kampf dem Zettelchaos

Kennt ihr das, dass man im Portemonnaie und an irgendeinem Platz in der Wohnung lauter Kassenzettel sammelt, weil man die ja 4 Wochen aufbewahren muss wegen der EC-Zahlung? Bei uns liegen sogar bar bezahlte Quittungen rum, weil sie noch ins Haushaltsbuch eingetragen werden müssen. Dieses Problem wollte ich endlich mal angehen.
Dabei konnte ich ein anderes Problem gleich mitlösen. Denn folgende Situation tritt derzeit bei uns mehrfach pro Woche auf:
Frau Siebenhundertsachen: „Oh, wir brauchen XYZ.“ Notiert XYZ auf herumfliegendem Zettel.
2 Tage später bei Erstellung des Einkaufszettels wird alles mögliche aufgeschrieben, nur nicht XYZ weil Zettel weg und Gedächtnis auch.
Einen weiteren Tag später:
“ Ach Mist, XYZ hatte ich dir gar nicht aufgeschrieben. Da müsstest du nochmal schnell los, weil das brauchen wir dringend.“
Kaum ist Herr Siebenhundertsachen unterwegs, fällt mir ein: “ Oh, ABCD ist auch leer.“ Notiert auf herumliegendem Zettel und …
Es muss also ein zentrales Einkaufsgedächtnis her, denn meins ist derzeit nicht verfügbar. Also eine Tafel. Aber nirgendwo in der Wohnung ist Platz für eine Tafel, wir haben nicht viel freie Wand weil viele Fenster. Die Lösung beider Probleme sieht nun so aus:
image

Oben die Kassenzettelablage nach Wochen. 1 = max. 1 Woche alt, 2 = 1-2 Wochen alt, usw. Jeden Samstag wird durchgereicht und die älteren entsorgt oder abgeheftet falls Garantie-relevant.
Die Wäscheklammern sind mit Powerstrips angeklebt, darunter ein Streifen Tafelfolie.
image

Die große Tafel ist auch aus Tafelfolie, inspiriert von Nike. Da hab ih auch den Trick her, alles erstmal gründlich einzukreiden.

Wegen Abneigung gegen Kreide beim männlichen Teil des Haushalts schreiben wir mit Kreidemarkern. Die stauben und quietschen nicht.

Die Tafelfolie ist sehr günstig gewesen und wie auch die Bewertungen prophezeiten, hält sie nur so mäßig gut und das ganze ist wohl nicht für die Ewigkeit. Ich wollte aber das Prinzip erstmal antesten bevor ich da mehr Geld reinstecke, außerdem habe ich Angst vor bleibender Türverschandelung. Weiß jemand eine Quelle für hochqualitativere Folie? Denn im Onlinekaufhaus hatten auch teurere Fabrikate ähnliche Bewertungen.

Bisher klappt das ordnen ganz gut, mal gucken ob das so bleibt.

Neu: Das Siebenhundertsachen-Flohmarktblog

Wie die meisten schon mitbekommen haben, erwarten wir die Ankunft eines Minimenschen. Das führt dazu, dass wir in der Wohnung ein wenig um- und ausräumen und dabei muss der eine oder andere Lagerbestand dran glauben. Das meiste sind  an sich “Kleinigkeiten” aber halt sehr viele.  Mehrheitlich handelt es sich um Deko-Krams, außerdem ein bisschen Kleidung, ein paar Stoffe, vielleicht auch ein paar Bücher. Und deshalb habe ich dafür eine Flohmarktdependance meines Blogs eingerichtet und auf Siebenhundertsachen abzugeben könnt ihr nun in den nächsten Wochen stöbern und hoffentlich fündig werden.

Wann immer euch was gefällt, schreibt mir einfach eine Mail an siebenhundertsachen[ÄT]gmx[PUNKT]de!

Ich hoffe, dass meine nicht mehr willkommenen Schätze so doch noch wen erfreuen können, ich will nur ungern alles wegwerfen. Los geht es heute mit Kleidung, die wirklich nicht mehr in mein Leben passt.

Urlaubsmitbringsel

Natürlich konnten wir nicht ganz ohne Mitbringsel aus Frankreich heimkehren. Zum Glück waren wir ja mit dem Auto da. Ich fliege eh nicht so gern in den Urlaub. Aber nach Frankreich fliegen? Völlig unmöglich.

Frankreich und mich verbindet eine lange und innige Beziehung. Durch meine frankophile Mutter vorgeprägt und das bilinguale Gymnasium indoktriniert war es mir praktisch schicksalhaft vorbestimmt das Land ins Herz zu schließen. Und auch wenn ich gar nicht so fatalistisch wirke, in diesem Fall habe ich mich gefügt. Nach der ersten großen Jugendliebe und einem Auslandsaufenthalt in Le Mans in der elften Klasse war es endgültig um mich geschehen (auch wenn weder das eine noch das andere besonders eitel Sonnenschein war). Herr Siebenhundertsachen wurde kaum war er in mein Leben getreten sofort angesteckt und seitdem zieht es uns gemeinsam mit großer Macht immerwieder hin. Und nach drei Jahren Entzug musste dann doch das ein oder andere Zusatzgepäck wieder mit zurück. Zunächst mal ‚kulinarisches‘:
image

Sauce Basque und Piment d’Espelette sind sehr regionaltypisch, beides haben wir praktisch 14 Tage am Stück verkocht. Piment d’Espelette ist weniger scharf als Chili aber schärfer als rosenscharfer Paprika. Dazu neuer rosa Knoblauch. Fleur de Sel und grobes Salz. Ovomaltine Aufstrich crunchy. Und Sauce Crudités. Jaaaa ich weiß dass das weder gesund noch bio ist.

Dann -natürlich- Wein. Man war ja nah am Bordeaux, das kann man sich nicht entgehen lassen. Und Cidre.
image

Baskisches Leinen, als Tischdecke und Läufer.

Und -ähem- Schuhe … Drei Paar. Ich gehe ohnehin im Urlaub ganz gern shoppen, weil man da viel entspannter ist. Aber vor allem liebe ich Schuhe von éram. Die sind irgendwie eine bessere Kombi aus schick und alltagstauglich als man hier irgendwo bekommt. Und überwiegend aus Leder. Aus dem letzten Urlaub vor drei Jahren hab ich ein Paar Stiefel mitgebracht, die trage ich seitdem praktisch das ganze Frühjahr und den ganzen Herbst, also so 11 Monate pro Jahr, und sie halten immernoch. Naja und Herr Siebenhundertsachen hat mich auch noch bestärkt („sonst suchst du wieder den ganzen Herbst nach Schuhen und jammerst“) – ich konnte mich nicht wehren:
image

Der Liebste hat aber auch was bekommen. Eine Mini-Gitarre (guitarre à l’oucoulèle), denn für die große war kein Platz und Camping und Gitarrenklänge passen einfach so gut.
image

Das Wollknäuel dient nur der Größenrelation.

Gerüstet sein für den Herbst

Ich mache ja eigentlich nie nie Werbung. Aber eine Anschaffung des letzten Herbstes hat sich für mich einfach so gelohnt. Die eine oder andere hat sich hier in den Kommentaren schonmal neidisch-verzückt über meine Fleece-gefütterten halbhohen Gummistiefel in total schickem lila geäußert. Es gibt sie wieder bei Tchibo. Bis Größe 39 nur, weil es ja Kinderstiefel sind. In schickem Fuchsia und für die weniger farbverrückten die „Jungen“-Variante in dunkelgrau. Ich kann sie nur wärmstens empfehlen, falls die Größe passt.

Zur Feier des Tages // Hochzeits-Sneak-Peek I

Da ist er ja. Der Sommer. Gut es ist nur ein Tag. Aber man wird ja bescheiden. Das musste adäquat begangen werden und zwar mit:

image

Einem dicken fetten Eis. Und weil’s ja vermutlich das einzige bleibt, hab ich mir ein sehr exclusives gegönnt. Wer’s noch nicht wusste: bei Dulce gibt es Eis zum süchtig werden!

Nicht nur der Sommer gibt Anlass zum feiern. Ich habe heute auch die letzten drei Stunden für dieses Semester gelehrt. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Ich freue mich auf die Forschungszeit über den Sommer (von der mich allerdings noch 500 Klausuren trennen), aber ich habe diese Woche einige Veranstaltungen zum allerletzten Mal gehalten, die ich z.T. seit einigen Jahren mache. Mich erwarten im neuen Semester neue Aufgaben, aber es ist komisch sein „Werk“ nun in andere Hände zu übergeben. Ich hab mich für’s lachen entschieden und einen kleinen Shopping-Spree in der Edel-Kosmetik-Abteilung veranstaltet. Ich bin normal da nicht so edel, aber man will ja an der Hochzeit auch abends noch was her machen. So gibt’s heute hier die erste Hochzeits-Sneak-Peek: der Nagellack für Finger und Zehen. Rot, frech, hübsch schimmernd. (und im Laden schief probelackiert auf die vorher sorgsam mit Folienstift verdreckten Finger).

image

Wie das zum Rest des Outfits passt? Bald mehr…

Pott kreativ: Stoffkauf

Inspiriert von Catherines wundervollen Stofffunden beim Kaufhof gibt es heute einen Post an dem ich schon länger herumdachte. Stoffkauf in Bochum und Essen. Wer Tipps hat, auch in anderen Teilen des Potts: immer her damit!

Ich denke, wer Alfatex und min. einmal im Monat einen Stoffmarkt in der Nähe hat, darf sich eigentlich nicht beschweren. Das ist schon deutlich mehr Auswahl als in vielen anderen Gegenden. Aber dennoch bestelle ich relativ oft Stoffe im Internet und bin fast ebenso oft enttäuscht. Ich stelle hier einfach mal meine Erfordernisse und präferierten Quellen zusammen und freue mich über Ergänzung.

1. Kategorie: Standard-Bekleidungsstoffe (Gabardine, Wollstoffe, hochwertige Leinen-Baumwollmischungen) mit gedeckten Mustern und Farben

Meine erste Wahl: Alfatex. Verbindet den Vorteil dass man den Stoff befühlen und begucken kann mit moderaten Preisen. Alles ist Vorbildlich ausgezeichnet und die Verkäuferinnen verstehen was von ihrem Business. Natürlich kann man auf dem Stoffmarkt den einen oder anderen Stoff noch viel günstiger bekommen, aber dann eben nur als Coupon und ohne Materialinfo. Zudem muss man viel ergebnisoffener einkaufen weil selten genau das da ist, was man sucht.

Als neue Alternative in diesem Bereich habe ich vor kurzem das Essener Stoff- und Gardinenhaus entdeckt. Ich habe beide Essener Stoffgeschäfte also das Stoff- und Gardinenhaus und Stoff Müller bisher gemieden. Die Geschäfte waren chaotisch, die Auswahl richtete sich ganz offensichtlich an Kunden jenseits der 70 und vor allem waren die Verkäuferinnen unfreundlich bis unverschämt und die Öffnungszeiten mit Vollzeit-Berufstätigkeit kaum vereinbar.

Nun sind beide genannten Geschäfte vor kurzem in neue Räumlichkeiten umgezogen (Stoff Müller heißt jetzt ‚Stoffe am Kopstadtplatz‚). Zumindest das Gardinenhaus habe ich mir (weil es nachdem ich das Büro verlassen habe noch geöffnet war) nun nochmal angeschaut. Das neue Ladenlokal ist nur eine Querstraße weiter Richtung Kopstadtplatz und auf der anderen Straßenseite. Und ich war durchaus positiv überrascht.

image

Ein viel ordentlicherer Gesamteindruck und deutlich mehr Vielfalt trotz kleinerem Ladenlokal. Natürlich preislich deutlich oberhalb von Alfatex, aber wenn man etwas bestimmtes sucht vielleicht eine gute Ergänzung. Beeindruckt war ich von der breiten Auswahl an Borten, Bändern und Kurzwaren.

image

Wobei ich auch in diesem Bereich immer zuerst Alfatex ansteuern würde.

image

2. Kategorie: Uni Jersey und Baumwolle in guter Qualität. Hier ist, insb. beim Jersey, Alfatex leider keine gute Anlaufstelle. Wenn ich dran denke, bevorrate ich mich mit sowas auf dem Stoffmarkt, aber da muss man die guten Qualitäten manchmal halt lang suchen. Deswegen lande ich dann doch meist bei Stoff&Stil. Was ich nicht als optimal empfinde, weil man die Farben so schlecht beurteilen kann.

3. Kategorie: Futter. Für Acetat und Viscose in gängigen Farben ist Alfatex eine sehr gute Adresse. Auf dem Stoffmarkt gibt es manchmal, leider nicht immer, einen Stand, der nur Futter hat. Leider auch farblich sehr beschränkt, aber viele verschiedene Materialien. Allerdings mag ich es gern, wenn das Futter bunt ist, Streifen oder Punkte hat und sowas. Da hab ich, außer Stoff&Stil noch keine gute Quelle. Oberteile füttere ich, weil es angenehmer ist, oft einfach mit Baumwollmischungen und greife da z.b. zu dünnen Patchworkstoffen. Eine tolle Auswahl inkl. Baumwollfutter hat Stoffe Zanderino, die ich bisher auch von der Abwicklung immer sehr angenehm fand.

4. Kategorie: Schöne Stoffe. Hier liegt das Problem. Ich mag Stoffe die farbig aber nicht knallbunt, gemustert aber nicht Oma-mäßig und schön fallend, nicht flatterig und angenehm anzufassen sind. Und da hab ich keine eierlegende Wollmilchsau parat. Man findet sowas auf dem Stoffmarkt, wenn man Glück hat, bei Alfatex gelegentlich. Meistens sind mir jedoch die Stoffmarktschnäppchen zu flatterig, plastikig oder eben zu klein weil Coupon oder zu groß aus gleichem Grund. Bei Alfatex haben bunte Stoffe einen Hang zum Omamuster (großblumig in türkis-rosa-braun) und zu hohem Elastananteil. Bei Dawanda ist mir die Auswahl oft zu kindergartig. Und die haptische Komponente fällt halt im Internet generell weg. Was ist schon „weich-fließendes Mischgewebe“ ? Da greift man schnell mal daneben. Oft Glück hatte ich bei Buttinette, weil zumindest sehr sauber die Zusammensetzung aufgeführt wird. Aber die Auswahl ist hier doch begrenzt.

Was sind eure Erfahrungen? Gibt es Geheimtipps? Zum Beispiel habe ich mich gestern im vorbeigehen unsterblich in diesen Schmetterlinge-Stoff verliebt. Wo kauf ich sowas nur?
image

Das Stoffkaufparadies schlechthin ist übrigens Tel-Aviv, da gibt es eine ganze Stoffstraße:

Zum träumen, oder? Leider etwas weit weg, um mal kurz auf der Suche nach einem Schmetterlingsstöffchen vorbei zu schauen.

 

Ein kleiner Nachtrag: Für alle, die nicht das Glück haben, einen Alfatex ihr eigen nennen zu können: Das Angebot im Webshop von alfatex wurde sehr stark ausgeweitet und der Versand ist ultraflott und unkompliziert!