Sonntagssachen #8/2016

imageSiebenhundertsachen-Familie auf Reisen. Der Morgen begann, nach kurzem Intermezzo um 6 eigentlich erst um halb 9 (!) Großmutter sei Dank. Frühstück am Kamin. Und ganz anderes Essen als sonst. Körnerbrötchen und Filterkaffee. Der Vormittag plätscherte mit vielen Tassen Tee, Korrekturlesen für Freundin Z. und dem Filzen eines Krokuskindes dahin. Der Minimensch war bisweilen vollauf mit der Oma beschäftigt. Am Nachmittag ging es zu unserer Apfelwiese in den Weinbergen. Mit festem Schuhwerk und Spaten. Es wurde ein neuer Baum gepflanzt, der dem Minimensch gehört und bald hoffentlich Äpfel trägt, gegen die er nicht allergisch ist. Danach war es schwieriger als gedacht auf dem fränkischen Land in erträglicher Zeit vegetarisches Essen zu bekommen und die schlussendlich servierte Pizza auch eher Kategorie mittelgut, dafür war die Autobahn dann später als eigentlich geplant weitgehend frei.

Sonntagssachen #6/2016

image

Nach sehr unruhiger Nacht dann doch schon wieder wach um *gähn* sieben. Alle. Hrmpf. Also auch frühes Frühstück und schon vormittags los zu einem Klinikbesuch. Den dringend benötigten Kaffee mussten wir rein schmuggeln. Der Spaziergang fand dann kurz um die Klinik statt und der Mittagsschlaf im Auto. Wieder zuhause wurde Pizzateig bereitet. Zur Abwechslung mal Eisenbahn gebaut. Strickzeug passend zur Strumpfhose. Und erste zaghafte Gartenplanung. Dann Pizza und Wein. Und schließlich noch der Ginger Skirt.

Balkongarten – Vorgeplänkel

Schon seit vier Jahren habe ich mich ja in Small Scale Gardening versucht. Zuerst mit einem Topfregal im Hof und Kästen auf der Fensterbank, dann im Schrebergarten  und letztes Jahr auf dem Balkon. Ich bin zwar noch in der Lernphase, aber einiges hat sich bei mir nun auch schon an Erfahrungsschatz angesammelt und so hoffe ich, dass es dieses Jahr auch mit der Balkonernte gut klappt. Ich will auch ein bisschen experimentieren und dachte, dass das vielleicht einige von euch auch interessiert. In loser Folge werde ich euch daher an der Planung und Umsetzung unseres Balkongartens für dieses Jahr teilhaben lassen.

Zunächst vielleicht ein paar Worte für alle Kübelgarten-Anfänger. Wer einen Kübelgarten plant sollte vor allem drei Dinge beachten:

  1. So gut wie alles Gemüse und alle Kräuter benötigen viel Sonne, d.h. ein Standort mit Süd- oder zumindest Süd-Ost- oder Süd-West-Lage ist eigentlich zwingend, um Erfolg mit dem Kübelgartenvorhaben zu haben.
  2. Kübelgemüse muss, im Gegensatz zu Freilandgemüse, recht regelmäßig gedüngt und gegossen werden. Die Erfordernisse variieren zwar von Pflanze zu Pflanze, aber einen Urlaub ohne Vertretung kann man praktisch vergessen.
  3. Geduld! Nicht zu früh vorziehen, nicht zu früh rausstellen! Kübelpflanzen sind empfindlicher als Freilandpflanzen, vor den Eisheiligen muss man sich gedulden. Dafür kann man später in den Herbst noch säen, wenn die Kübel windgeschützt und sonnig stehen.

Ich werde hier meine Planung für unseren Südbalkon vorstellen. In einem nächsten Post beschreibe ich genauer, was die Standortbedingungen, die Restriktionen (wir nutzen den Balkon ja auch noch für anderes als Pflanzen) sind. Zunächst möchte ich zusammenfassen, was ich in den vergangenen Jahren über das Gemüseziehen in Kübeln und Kästen für mich gelernt hab.

  1. Geeignetes Gemüse: Gut für die Kultur im Kübel eignen sich (nach meinem dafürhalten):
    • Kräuter. Da gehen die meisten gut. Insbesondere einjährige, also Petersilie, Basilikum, Salbei. Aber auch mehrjährige Sorten, wobei das Überwintern ein großes Problem ist. Derzeit hoffe ich, dass mein Rosmarin, Thymian und Bohnenkrautes schaffen. Die marokkanische Minze wirkt nicht sehr gesund, ich glaube ihr ist es vor allem viel zu nass.
    • Salat. Vor allem Pflücksalate wachsen super in Töpfen. Ich ernte immernoch frischen Feldsalat und Asia-Leaf aus meinen Kästen für den Green Smoothie. Auch Rucola wächst praktisch das ganze Jahr. Im Sommer hatte ich auch noch grüne und rote Eichblatt-Pflücksorten, Lollo Bionda und sog. amerikanischen Pfücksalat.
    • Gemüse ist schon viel schwerer. Radieschen wachsen super im Topf und auch Mangold hatte ich schon sehr schönen. Tomaten können gelingen, wenn sie trocken und sonnig stehen und man (das ist wichtig) eine Topfsorte nimmt. Versuche mit Kürbis sind bisher gescheitert. Auch alle größeren Wurzelgemüse brauchen zu viel Erde. Die Kartoffeltonne hat durchaus einige Mahlzeiten Kartoffeln produziert, aber ist zu groß und Erde-intensiv für den Balkon, eher was für Hof oder Garten.
    • Obst: Ein Versuch mit Kübelerdbeeren wurde nix, derzeit steht ein Mini-Pflaumenbaum auf dem Balkon, wir sind gespannt, ob er irgendwann trägt. Wer mehr Platz hat für richtig große Kübel, mag mit Kübelsorten von Apfel oder Pfirsich vielleicht Glück haben, für den Balkon ist das nix.
  2. Geeignete Kübel: Je größer desto besser. Je mehr Erde die Pflanze hat, desto unempfindlicher ist sie.  Gerade Gemüse braucht schon große Töpfe. Kräuter und Salat wachsen auch in recht kleinen Gefäßen. Ich habe einen kleinen Balkon und deshalb alles, was geht in Hängetöpfen und Blumenkästen. Salat in Blumenkästen geht super. Auch viele Kräuter wachsen problemlos in Kästen. Mehrjährige Kräuterbüsche brauchen allerdings größere Kübel und insb. Starkzehrer wie Tomaten, Zucchini und Paprika müssen in große Töpfe. Größere Töpfe bleiben auch länger feucht und müssen nicht mehrmals täglich bewässert werden. Da Blumentöpfe teuer sind, habe ich zum Großteil einfache Tontöpfe mit Teller und Kunststoffkästen, das ist zwar nicht so dekorativ wie handbemalte Kunst-Terrakotta-Töpfe, aber praktisch.
  3. Welches Saatgut? Vorziehen oder Pflanzen kaufen? Ich ziehe nichts mehr vor. Alles, was als Pflanze ins Freiland/den Kübel kommt, kaufe ich als Pflanze auf dem Markt. Warum? Ich pflanze so wenig, dass der Preis kaum ins Gewicht fällt, spare mir aber einiges an Frust mit nicht angehenden Setzlingen und auch das wochenlange Belagern sämtlicher Fensterbänke mit Setzlingen in unterschiedlichen Stadien. Wichtig ist allerdings, dass man Pflanzen kauft, die auch für den Garten/Kübel gedacht sind. Also insb. nicht die Kräutertöpfe aus der Gemüseabteilung des Supermarktes, sondern echte Setzlinge aus dem Gartenmarkt/einer Gärtnerei oder von Pflanzen-Ständen auf dem Wochenmarkt. Die sind kleiner, wachsen langsamer und sind viel robuster. Ich säe allerdings Salat und Radieschen ohne Vorziehen sofort in die Erde, das Saatgut habe ich bisher meist bei Bingenheimer Saatgut bestellt aber auch schonmal welches im Gartenmarkt mitgenommen. Ich nehme normalerweise Bio-Saatgut und Bio-Erde.
  4. Zeitplan. Da vor Anfang Mai eigentlich fast nichts nach draußen kann, hat man viel Zeit für Planung. Ich beginne jetzt so Anfang März mal, den Balkon aufzuräumen und zu gucken, was von den letztjährigen Pflanzen überlebt hat. Dann mache ich mir einen Plan, was ich pflanzen will und ab wann das raus kann, besorge Saatgut und ersetze kaputte Kübel. Im April, wenn es verlässlich über 10 Grad bleibt, etwa dann wenn man auch die Balkonkästen bepflanzen würde, säe ich Salat aus und pflanze die unempfindlicheren Kräuter wie Petersilie und Schnittlauch. Gemüse, empfindliche Südkräuter und empfindlichere Sommerblumen müssen bis nach der kalten Sophie warten. Aber zum Pflanzplan folgt nochmal gesondert ein Post.

Zum Schluss noch der Hinweis auf zwei Bücher:

Antony Atha: Küchengarten auf Balkon und Terrasse. Das Buch ist leider vergriffen, aber gebraucht gut zu finden.

Karen Liebreich: Mein Selbstversorger-Garten Monat für Monat. Das Buch bietet vor allem gute Hilfe bei der Zeitplanung, auch wenn es für Freilandgärten gedacht ist.

Ist selbermachen Stress?

Ab und zu ist es ja gut, sein eigenes Verhalten zu reflektieren. Und wenn ich so höre und lese, was ich gerade über das selbermachen so sage und schreibe, komme ich nicht umhin mich zu fragen: Setzt mein Drang so viel wie möglich selbst zu machen, mich unter Stress? Nehme ich mir den Spaß an meinen Hobbies, indem ich Dinge produziere, weil ich sie brauche?

Zum Beispiel wird es langsam doch recht dringend mit dem Wintermantel. Der Robson ist zu kalt, ich sage täglich mehrfach, dass ich den Mantel wirklich dringend fertignähen muss. Leider habe ich da überhaupt keine Lust drauf, weil ich jedes Mal ewig brauche, um mich zwischen den zwanzigtausend riesigen Teilen zu orientieren und es extrem unspaßig ist, die Riesen-Watte-plus-Flutsch-Dinger durch die Maschine zu jagen. Der Mantel blockiert außerdem all die spaßigen anderen Projekte, die ich für danach geplant habe. Wäre es da nicht viel besser, einfach einen Mantel zu kaufen?

Nächstes Beispiel: Weihnachtsgeschenke. Ich habe noch so gut wie keine Geschenke, und ich plane eigentlich zumindest die „Kleinigkeiten“ wie jedes Jahr selbst zu machen. Auch wenn ich keinen blassen Schimmer habe, wann und wie. Ist das nicht dusselig?

Ich backe zum Beispiel auch selbst Brot. Und sehr oft verpeile ich das, werkele dann abends hektisch in der Küche herum und muss schließlich irgendwann nochmal aufstehen, um Brot aus dem Ofen zu nehmen. Bin ich denn irre?

Das ganze ließe sich unendlich fortsetzen. Adventskranz, Gemüse aus dem Garten, Marmelade, Babygläschen, … Warum tu ich mir das an? Tue ich mir denn überhaupt etwas an?

Wir leben in einer arbeitsteiligen Gesellschaft, und das ist gut so. Ich mache, worin ich gut bin und womit ich der Gesellschaft dadurch auch besonders nützlich bin, ich bringe Studenten Dinge bei und erforsche Kram. Folgerichtig sollte ich es anderen überlassen, meine Kleidung, mein Brot und meine Wohnungsdeko herzustellen, oder?

Ich stelle fest, dass mir dieser Schluss inzwischen befremdlich vorkommt. Wenn ich etwas brauche, sei es Kleidung, Essen, Geschenke oder eine Spülmaschinenreparatur, frage ich mich eigentlich erst „kann ich das selbst machen?“ Bei vielen Dingen komme ich dann zum Schluss, dass ich sie nicht selbst machen kann oder möchte. Ich habe keine Intention Kühe oder Hühner zu halten, Getreide anzubauen oder Sojabohnen. Ich kann auch keine Schuhe reparieren, keine Handys bauen und keine Antibiotika herstellen. Eine ganze Reihe von Dingen könnte ich zwar vermutlich selbst machen, ich möchte das aber nicht, unter anderem weil Arbeitseinsatz und Ergebnis für mich im Missverhältnis stehen. Ich mache keine Seife, benutze keine Stoffwindeln und kaufe Modeschmuck anstatt selbst welchen zu basteln. Ich nähe auch lang nicht alles, was ich nähen könnte. Z.B. nähe ich eigentlich nie Taschen, schon gar keine fieseligen kleinen. Auch Bodys für den Minimensch nicht. Die kaufe ich gebraucht. Das ist auch nachhaltig und kostet mich erheblich weniger Nerven. Ich nähe auch so gut wie nie Heimtextilien. Vorhänge gibt es einfach keine und Kissen müssen halt jetzt einmal für immer reichen. Fertig. Ich habe also eigentlich im engeren Sinne keinen Anspruch autark zu sein. Ganz offenbar habe ich nicht prinzipiell vor ALLES selbst zu machen. Trotzdem würde ich vermutlich nicht auf die Idee kommen, wenn ich einen neuen Rock brauche, einen zu kaufen. Oder z.B. einen Adventskranz. Was steckt da dahinter? Warum stresse ich mich mit manchem, und mit anderem nicht. Warum mache ich bestimmte Dinge selbst und andere nicht, von Ausstattung und Vermögen mal abgesehen. Das sollte man sich schon mal fragen.

Ich bin für mich zu dem Schluss gekommen, dass ich im Wesentlichen drei Gründe habe, Dinge selbst zu machen: 1.) Sie werden sehr viel besser, als gekaufte oder 2.) Sie sind dadurch sehr viel günstiger oder 3.) Sie sind sehr viel nachhaltiger. Bei Kleidung für mich und ein Stück weit auch bei der für den Minimensch ist es einerseits der erheblich bessere Sitz und andererseits der Wunsch, keine furchtbar ausbeuterischen Produktionsbedingungen in den Herstellerländern von Kaufkleidung zu unterstützen. Beim Brot und auch beim Adventskranz spielt der Preis eine entscheidende Rolle. Ein gutes, handwerklich gebackenes Vollkornbrot, ein schöner, individueller Adventskranz aus einem Fachgeschäft haben einen Preis, den ich deutlich unterbieten kann. Natürlich immer vorausgesetzt, ich gehe davon aus, dass ich durch die Zeit, die ich hineinstecke zumindest keinen Verlust an Lebensqualität, im Idealfall aber einen Gewinn, im Sinne von Entspannung und Spaß habe. Dinge, die ich nur unter großer Aufopferung selbst machen kann, wie z.B. Taschen, werde ich lieber kaufen. Dinge, die selbst gemacht schlechter sind als gekauft werde ich auch lieber kaufen. Sofern ich das mit meinem Gewissen vereinbaren kann, sonst werde ich es vielleicht einfach lassen, sie haben zu wollen.

Wie ist das also nun mit der Arbeitsteilung? Verschwende ich meine Zeit an das selbermachen? Ich denke nein. Einerseits, weil ich die Zeit, die ich mit dem herstellen von Dingen verbringe in aller Regel durchaus als wertvoll empfinde (von sperrigem Mantelfutter mal abgesehen, aber da weiß ich, dass der Mantel wenn er fertig ist das wieder aufwiegt). Andererseits, weil ich eigentlich durchaus bereit bin, Dinge andere machen zu lassen. Z.B. würde ich eher eine Haushaltshilfe meine Wohnung putzen lassen, als auf das Nähen meiner Kleidung zu verzichten. Ich weiß nämlich, dass die Haushaltshilfe das besser und schneller machen würde als ich, und ich kann sicherstellen, dass sie faire Arbeitsbedingungen und einen fairen Lohn hat. Demgegenüber kann ich mir bessere Kleidung machen, als ich kaufen kann und nur mit großem Aufwand sicherstellen, dass sie unter fairen Bedingungen produziert wurde, wenn ich sie kaufe. Ich bin mir meiner begrenzten Zeitressourcen schon bewusst und habe da durchaus Prioritäten, die besagen: Ich mache nicht alles selbst um des selbermachens willen. Aber ich mache alles selbst, was ich gern selbst machen möchte und mit vertretbarem Aufwand kann. In diesem Sinne werde ich mir jetzt eine schöne Handtasche aussuchen und zu Weihnachten wünschen, damit ich dafür Zeit habe, mir einen Winterferien-Pullunder zu stricken.

Das war der Juni/Juli/August

Ja also das mit den Wochen Zweiwochen Monats Quartalsrückblicken übe ich dann nächstes Jahr weiter… Hier also nun der Sommer im Ultraschnelldurchlauf.

Ich war und bin weitgehend von Arbeit und Minimensch absorbiert, was auch damit zu tun hat, dass der Mann gerade mehr als viel zu tun hat. Da kamen Garten, nähen und bloggen streckenweise zu kurz. Wobei auch nicht so sehr, wie es hier scheinen mag. Denn zumindest hatten wir im Juni und Juli zwei sehr nette Babysitterinnen, die das Arbeiten erheblich einfacher gemacht haben und im August Urlaub.

Der Garten hat sich weitgehend selbst aus dem Geschehen katapultiert. Zuerst wurde er recht übel vom Sturm gebeutelt, sah danach mehr nach Baustelle aus, als uns gefiel und wurde dann dank anhaltend nassem Wetter quasi vollständig von Schnecken verspeist. Zum Glück sind der Minimensch und ich hart im Nehmen und waren trotzdem da, wann immer es nicht aus Eimern schüttete.
image

image

image

Geerntet haben wir aber leider wenig. Der Salat und die Radieschen wurden Opfer der Schnecken, die Tomaten und Erdbeeren blieben grün und faulten schließlich weg, die Kartoffeln faulten in der nassen Erde, die Pflaumen wehte der Sturm vom Baum.
image

image

image

Zwischendurch blühte es auch tatsächlich einige Wochen mal sehr schön, bevor vollkommen vor der Zeit schon zahlreich die Blätter fielen. Wurde nur in unserem Garten schon im Juli alles braun?

Gut gingen Himbeeren, Johannisbeeren, Zucchini, Bohnen und Erbsen. Auch Pastinaken und rote Bete sehen bislang vielversprechend aus. Auch das Kräuterbeet gedeiht gut, ebenso mein neues Sukkulentenbeet, auf das bin ich geradezu stolz.
image

image

image

Der Minimensch erstaunt uns jeden Tag und ist jetzt echt schon so verdammt groß und glaubt er kann alles alles selbst. Das ist, man kann es nicht leugnen, auch sehr anstrengend. Im Juni und Juli waren zuerst lange Zeit Bücher das tollste. Tierbücher. Da konnte er hundertmal zuhören. Besonders seit er von seinem Patenonkel eine Kiste mit Holztieren bekommen hat. Und malen. Da waren gerade die Babysitterinnen ganz viel mit beschäftigt, da wurde gern mal den halben Vormittag gemalt. Das Babysitting klappt richtig gut. Der Minimensch hat beide schnell ins Herz geschlossen und war immer ganz aus dem Häuschen, sie zu sehen. Und ich sehr froh über ungestörte Arbeitszeit. Ende Juli machte sich allerdings auf Minimensch-Seite eine gewisse Unzufriedenheit breit. Eckzähne und der dringende Wunsch , endlich laufen zu können, sorgten für rumpelstilzige Tage zu einer Zeit, als das hier so gar nicht rein passte. Zum Glück kam dann doch irgendwann der Urlaub.
image

image
image

Er läuft nun seit Anfang August, hat schon alle Zähne bis auf 4 Stück und ist ein wahrer Sausewind. Am liebsten wäre er rund um die Uhr draußen. Oder würde Dinge sortieren. Sachen von a nach b tragen tut er mit allergrößter Leidenschaft. Stolzer kann kein Mensch sein, als der Minimensch, wenn er beim Tischdecken helfen, oder den Einkauf ausräumen darf. Da muss man ihn dann wieder mit sehr großer Dringlichkeit lieben. Geht gar nicht anders. Im Urlaub haben wir endlich geschafft, was schon kaum noch für möglich gehalten wurde. Der Minimensch schläft nun mittags in seinem Bett ein. Je nach Laune friedlich oder zornig, aber so gut wie immer ohne auf den Arm zu müssen. Das ist sehr schön, denn so kann ich in seiner Einschlafzeit ein Power-Nap einlegen. Und er schläft in seinem Zimmer. Fast immer sogar durch. Allein abends noch im Schlafzimmer das Licht an machen zu können, ist ein Riesengewinn an Lebensqualität.
image

image

image

image

Ich war, trotz Stress, den es reichlich gab auch durchaus kreativ. Ich nähte ein Schmetterlingskleid, ein Stoffwechselkleid, einen Punkterock nebst Shirt und Petticoat, eine Mütze, eine Hose und Lederpuschen für den Minimensch, zwei Röcke und zwei Kleider im Urlaub. Erstaunlich viel eigentlich, wenn ich bedenke, wie spärlich mir meine Nähzeit vorkam.
image

image

image

image

Denn ich arbeitete doch auch viel. Manchmal weit mehr als meine halbe Stelle impliziert, wenn Klausuren dran sind z.B. Glücklicherweise macht mir das arbeiten sehr viel Spaß. Selbst am Abend. Selbst wenn es stressig ist. Allerdings hoffe ich, dass ich es schaffe in den meisten Wochen wieder 2 Büro-Tage zu haben. Weil mehr als 2 Stunden am Stück arbeiten eben oft sinnvoller ist, weil mir die Abendarbeit in gehäufter Form an die Substanz geht und auch, weil mir Büro, Kollegen, Sozialkontakte fehlen, wenn ich nur so für mich am Schreibtisch sitze. Trotzdem habe ich über mich gelernt, dass ich auch kurze Zeitfenster sehr effektiv zu nutzen weiß, dass ich auch zuhause gut arbeiten kann, ohne mich abzulenken. Eine gute Erkenntnis.

Und ein bisschen was an Links habe ich auch gesammelt:
Eine neue Variante vom Geschäft mit den Altkleidern. Jetzt spielen auch Modeketten mit.

Ein interessanter Artikel über „echte“ und „falsche“ ebooks.

Bildungspolitik 1: Ein Streitgespräch über die Zukunft des Ausbildungssystems. Ich finde es im.übrigen skandalös, dass wir unsere Berufsbildung entwerten, sie ist der einzige Bildungsbereich, wo es doch eigentlich rund läuft.

Ein interessanter Artikel über Noteninflation. Das kommt an unseren Unis auch so, ihr Lieben, wir sind da auf nem guten Weg.

Bildungspolitik 2: Die nicht ganz neue Forderung nach mehr Anwendungsbezug im Studium, die in meinen Augen genau der falsche Weg ist. Hier gilt ausnahmsweise: lesenswerte Kommentare

Das war der Mai

Ja also Wochenrückblicke sind hier gerade eher schwierig zu realisieren. Denn zackizacki ist ein ganzer Monat rum und man kommt ja zu nix. Also zumindest mal der Monatsrückblick.
image

Der Mai war bei uns davon geprägt, dass der Mann nun auch wieder arbeitet und wir uns also in unseren Arbeit+Betreuen-Rhythmus einfinden müssen. Wir haben uns schon früh entschieden, zu versuchen, den Minimensch bis 2 zuhause zu betreuen, was konkret bedeutet, dass wir beide einen Teil unserer Arbeit zuhause machen , normalerweise wenn der Minimensch schläft oder wir beide zuhause sind. Das ganze ist gelinde gesagt stressig und erfordert vor allem eiserne Disziplin. Schlendrian im Home office, schlafen wenn das Kind schläft oder lieber mal in Ruhe statt mit Kind auf dem Boden den Haushalt machen ist einfach verboten.

Positiv ist allerdings neben der Freude daran, das Kind zu erleben, dass wir die alltäglichen Sachen wie Haushalt, einkaufen aber auch schönes wie Gartenaufenthalte besser unterkriegen als würden wir im Büro arbeiten und hätten zusätzlich noch die Pendelwege und Wege zur Kita.
image

Trotzdem merke ich erheblich, wie mir die Freizeit am Abend abgeht und wie entspannt im Verhältnis mein Vollzeit-Büro Tag ist. Das Gefühl am Abend praktisch vom Schreibtisch ins Bett zu gehen mag ich nicht so, mal ganz abgesehen davon, dass die Nähzeit erheblich einkondensiert ist. Ab nächster Woche haben wir aber teilweise ein Kindermädchen, das wird es hoffentlich besser machen.
image

Im Mai hatten sowohl der Minimensch als auch Herr Siebenhundertsachen, mein Opa und die beste und älteste Freundin L. Geburtstag. Viel Feierei aber verhältnismäßig wenig selbst gemachte Geschenke. Ein Geburtstagsshirt gab es natürlich. Und eine verunglückte Lederhülle für die Kompaktkamera des Mannes.
image

Ansonsten nähte ich endlich meinen Blazer fertig, vollendete meinen Grundschnitt nach der Schlampenmethode und nähte ein zu enges Probekleid.
image

Im Garten sprießt das Unkraut dank reichlich Regen und entsprechend wenig Tage an denen man mit Minimensch im Garten werkeln konnte. Doof, denn der Minimensch hat doch jetzt einen Sandkasten und sehr großen Spaß daran.
image

Immerhin konnten wir trotzdem einmal grillen, die Laube ist aufgeräumt und alles Gemüse eingepflanzt.

Im Mai war auch der Dropssale, ich habe mich, nach Durchsicht meines Wolllagers, ganz gut zurückgehalten, finde ich. Aber immer wieder schön, so ein Wollpaket auszupacken.
image

Und das bestimmende Element im Mai war natürlich der Stoffwechsel. Ich werde schon ganz rührseelig, wenn ich daran denke. Anfang Mai gab es die Steckbriefe und die Zulosung der Stoffpartnerinnen. Ende Mai kamen fast alle Stoffe an. Dazwischen lagen warten, suchen, gespanntes Rätseln. Ich habe mich sehr gefreut, dass es für die allerallermeisten so toll geklappt hat, dass alle sich so viel Mühe und Gedanken bei der Stoffwahl gemacht haben, es ist schön, Teil einer so wohlwollenden Gemeinschaft zu sein.
image

Wo ich eh schon bei alfatex war, hab ich auch ein paar Stoffe für mich gekauft und außerdem noch ein paar andere Stoffe durch die Republik geschickt.
image

image J

Was macht eigentlich der Garten?

Dieses Jahr ist das erste richtige Gartenjahr für uns und ich habe bereits im Winter eifrig Pläne geschmiedet und einen Kalender gemacht uswusf. Ninja wie das mit Plänen so ist, so ganz gehen sie ja doch nicht auf. Aber ein bisschen was ist schon geschafft.
image

in Sachen Bepflanzung bin ich sogar so einigermaßen zufrieden. Wir haben den Garten zum Glück sehr gepflegt von unseren Vorbesitzern übernommen, so dass ich im März einen fertigen Kompost ausbringen konnte und damit auch eigentlich in den Startlöchern stand. Wir haben ein Blumenbeet zum Salatbeet umdeklariert (es zeigen sich aber noch einige Blumen zwischen dem Salat). Damit besitzen wir nun ein Salatbeet in dem schon Rucola und Radieschen fast reif sind und sehr viele Babypflücksalate heranwachsen. Ein Kräuterbeet, das schon recht gut bestückt ist, Schnittlauch und Oregano konnte ich schon ernten. Nur das Basilikum scheint die Schneckendelikatesse Nr. 1 zu sein… Ein Erdbeerbeet in dem schon reichlich Blüten aber noch kaum Früchte auszumachen sind. Ein Gemüsebeet, in dem der Liebste und mein Vater ein tolles Tomatenhaus errichtet haben und das schon mit Roter Bete, Möhren, Kohlrabi, Pastinaken, Buschbohnen, Radieschen, Erbsen, Zuckererbsen, Zucchini, Kürbis und Freilandgurke bestückt ist. Die empfindlicheren Pflanzen insb Tomaten, Kürbis, Zucchini, Fenchel, Lauch habe ich vorgezogen und erst nach den Eisheiligen ausgepflanzt. Bei roter Bete, Möhren, Pastinake und Kohlrabi musste ich herbe Verluste einstecken. Ein guter Teil der noch sehr kleinen Pflänzchen ist in den letzten Wochen schlicht ertrunken. Trotzdem bin eigentlich ganz zufrieden, denn was ich mir vorgenommen hatte, hab ich geschafft.
image

Anders sieht in der Kategorie „Laube und Terrasse“ aus. Hier wäre noch reichlich zu tun. Die Vorlaube streichen, die Terrasse kärchern, haufenweise Grünzeug aus Ritzen kratzen, neue Vorhänge nähen und drinnen sehr viel hässliche Deko wegwerfen. Aber da das einerseits nicht an Termine gebunden ist, wie das Pflanzen und andererseits z.T. sehr schlecht zusammen mit dem Minimensch zu erledigen, kann ich hier außer dem Austausch von Kunstrasen gegen (gebrauchte) Holzplatten nichts in die Waagschale werfen. Nunja, kommt Zeit kommt Laubenaufhübschung nehme ich an.
image

Ferner braucht der Minimensch natürlich auch adäquate Gartenbeschäftigung. Hier wurden wir beschenkt. Von den Großeltern kam ein Sandkasten und von unserer Sekretärin V. haben wir eine Schaukel geerbt. Die Schaukel steht allerdings noch nicht, gab ja noch nicht so viel Schaukelwetter.
image

Überhaupt hoffe ich, dass jetzt mal eine längere gute Gartenwetterperiode abgebrochen ist. Dann würde sich das Laube-Aufräumen wenigstens lohnen.
image

Nudeln mit grünem Spargel – vegan und kleinkindgeeignet

Ich habe ein gewaltiges Blogbeitragsbacklog. Mindestens 3 Rezepte und einiges aus dem Garten warten in der Pipeline. Nützt ja nix, also fangen wir mal an.

In unserem Garten gibt es ein Spargelbeet. Grüner Spargel aus Eigenanbau – ist das toll oder ist das toll? Natürlich hätte ich mir nienicht die Mühe gemacht ein Spargelbeet anzulegen. Da muss man sehr geduldig sein, was nicht zu meinen speziellen Stärken zählt. Aber die Vorbesitzer unseres Gartens waren offenbar geduldig und so besitzen wir jetzt 12 20 Jahre alte Spargelpflanzen, deren Ertrag zwar nicht mehr ganz Industrie-Standards erfüllt, aber immernoch locker eine Spargelmahlzeit pro Woche für uns abwirft.

Das Problem ist: Herr Siebenhundertsachen mag eigentlich keinen Spargel. Nun muss er also ab und an probieren und ich nach passenden unspargeligen Rezepten suchen. Der Minimensch mag übrigens gern Spargel. Gutes Kind.

Nr. 1 war sofort ein „ganz-ok-Essen“, ich fand’s sehr lecker und hier isses:
image

Für 2 Erwachsene und einen hungrigen Minimensch:
Ca. 1 Bund grüner Spargel (ich hab genommen, was halt reif war.)
2 Möhren
1 kleine Zwiebel
100ml Soja cuisine oder Sahne
Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer, Zucker, Zitronensaft
Parmesan nach Belieben
image

Die Zwiebel fein würfeln, den Spargel im unteren Drittel schälen und die holzigen Enden abschneiden. In feine schräge Scheiben schneiden, ebenso mit den Möhren verfahren. Die Spargelköpfe ganz lassen.

In einer Pfanne einen Stich Butter zerlassen und das Gemüse bei mittlerer Hitze anschwitzen.
image

1 EL Zucker und einen EL Zitronensaft oder einen guten Schluck Weißwein dazu geben. Mit 250 ml Brühe ablöschen. Köcheln lassen, bis das Gemüse gar ist. Wer keinen Minimensch am Tisch hat, kann es ruhig etwas knackig lassen. Zum Schluss die Soja Cuisine unterziehen und mit Salz und Pfeffer würzen. Aber dann nicht mehr kochen, Soja cuisine gerinnt beim kochen.

Als Nudeln passen gut Tagliatelle oder Spaghetti.

Schwupps vorbei, der April

Ja, also Wochenrückblicke gab’s im April ja irgendwie keine. Weil wegen keine Zeit zu bloggen. Und überhaupt. Also ein Monatsrückblick.

image

Anfang April waren wir im Urlaub im nahegelegenen Mittelgebirge, wo wir ausgiebig die neue Kiepe testen aber leider nur sehr schlecht schlafen konnten. Auswärts schlafen ist dem Minimensch offenbar in letzter Zeit suspekt.

Deshalb war ich beim Bloggerinnentreffen in Bielefeld auch nur halb in Form, toll war es aber trotzdem.

In der zweiten Aprilwoche ging meine reguläre Arbeit wieder los, so dass das Gazellchen und ich nun wieder die Sbahn unsicher machen. Ich arbeite allerdings auch einen nennenswerten Teil meiner Stunden von zu Haus und das ist sehr sehr anstrengend, denn es erfordert sehr viel Disziplin, wertvolle Minimensch-Schlafzeit mit Arbeit anstatt mit Entspannung zu verbringen.

Da hilft es auch nicht unbedingt, dass die Nächte derzeit eher sehr unruhig sind. Nein das hilft nicht.

Zwischendurch war Ostern, dass ich zum erstenMal seit Jahren nicht bei meinen Eltern verbracht habe, was ich sehr merkwürdig fand. Gleichzeitig waren die 4 freien Tage irgendwie einfach als Zuhauserumschimmeltage enorm wichtig. Ein bisschen österlich war es dabei auch, es gab natürlich Eier und außerdem Hefezopf und Möhrenlämmchen a la Kreuzberg. An Ostern haben wir auch das Kinderzimmer als solches nutzbar gemacht, indem unter anderem meine Nähecke ausgezogen ist. Sehr traurig, aber es war langsam dran.

Sehr viel Zeit haben wir, trotz z.T. durchwachsenem Wetter im Garten verbracht. Einiges gepflanzt, aufgeräumt, Rasen gesät und den ersten grünen Spargel geerntet. Ich bin gespannt, wie weit meine Gemüseanbaupläne tragen und freue mich, dass alles blüht und grünt. Der Minimensch mag den Garten auch, vor allem wenn es Pfützen gibt, oder er Erde in meinen Unkrauteimer werfen kann. Leider müssen wir ein großes Ameisennest umsiedeln, da steht novh was auf dem Programm.

image

Ich habe sehr sehr wenig vorzeigbares gehandarbeitet. Zwar strickte ich im Urlaub und in der Bahn an meinem Frühlingsjäckchen, es ist aber dennoch noch nicht fertig. Es fehlt noch 1,5 Ärmel und die Knopfleiste. Ich hoffe, ich schaffe es zum Finale der Herzen, warte aber derzeit auch auf zwei Knäule nach bestellte Wolle. Und genäht? Im Wesentlichen einen Blazer, der aber erst im Mai fertig wurde. Ansonsten nur das Osterkleid. Es ist zum verzweifeln und ich hätte sehr gern ein paar neue Kleider, Röcke und Oberteile. Aber ich bin oft zu müde, um mich noch aufzuraffen und dann wirkt so ein Großprojekt wie ein Blazer sehr verstopfend auf die Kreativität. Nun ist der Blazer fertig, die letzten Handstiche werde ich heute abend beim ESC-gucken machen. Und jetzt muss ich erst Vorhänge und Kissen fürs Kinderzimmer nähen, aber dann kommt ein Anlasskleid an die Reihe.

Der April stand für mich auch im Zeichen der Planung von Stoffwechsel. Das war ganz schön aufregend. Nun im Mai folgt die Umsetzung. Ich habe schon meine Wahl für meine Stoffempfängerin getroffen und feile noch an der Schnittempfehlung. Und ich bin so gespannt, ob sie ihn mag. Sehr gespannt.

Klick- und Leseempfehlungen sind gerade etwas mühsam zusammenzustellen. Aber ich hol das wieder auf. Bestimmt.

Wochenblicke KW 12 und 13/2014

image

image

image

Mal wieder muss ein Rückblick für 2 Wochen reichen. Wir waren in den letzten Wochen hier alle ziemlich müde. Es kamen Zähne, dann wuchs das Kind, nun scheint es langsam wieder ruhiger zu werden. Da wir auch so einiges in Wohnung und Garten tun wollten und zudem Besuch hatten, fiel das Fotografieren und bloggen hinten über. Aber wir waren viel im Garten. Ein Tomatenhaus entsteht – aber ist noch lang nicht fertig. Der Minimensch immer dabei mit Eimer und Schüppe, Sonnenhut und Buddelanzug. Im April säen wir Rasen und bald wird die Schaukel aufgebaut. Ich erfreue mich sehr daran, wie langsam alles erblüht (wenn auch eigentlich viel zu früh) und freue mich schon, bald Salat und Radies auszupflanzen.

image

image

Ich habe durchaus auch genäht, allerdings zum Teil für andere. Zum Beispiel für einen frischen Minimensch, der mit Buxe und Mütze begrüßt wurde. Elefantös und hoffentlich gut passend. MannohMann, sind diese Frischlinge klein.

Ansonsten werkele ich an meinem Blazer und verzweifle an den Taschen, die einfach nicht gerade und ordentlich auf das verdammte Ding draufwollen, nach x-Mal trennen sind sie auch schon ziemlich lädiert und ich erwäge, sie wegzulassen. Parallel habe ich den ersten Nessel für meinen geplanten Grundschnitt zugeschnitten und ordentlich markiert. Jetzt ruhen alle Nähprojekte und ich stricke am Jäckchen, das sehr langsam wächst.

image

image

Gelesen habe ich sehr viel und es fällt mir gerade fast schwer, da strukturiert was rauszupicken als Leseempfehlungen.

Beginnen wir mit den Hebammen. Dass hier Handlungsbedarf besteht ist vermutlich jedem außer dem Gesundheitsminister und der ARD-Gesundheitsfachfrau inzwischen klar. Eindringlich unterstrichen und erklärt wird das nochmal hier. Leider scheint die wichtige Aufmerksamkeit, die das Thema verdient, nun leider durch die wirklich dumm angeleierte Aktion auf selbstgeboren.de vom eigentlichen Kern der Sache abgelenkt zu werden. Eindringlich wird hier noch einmal appeliert, dass das Thema zu wichtig ist, um sich spalten zu lassen. Aber selbstgeboren.de – herrje, was für ein selbstgerechter Müll. Ich habe, das klang hier wohl nur am Rande durch, den Minimensch in der 37. Woche per dringend medizinisch indiziertem, geplantem Kaiserschnitt bekommen und fühle mich von einer Aktion wie selbstgeboren.de verhöhnt. Als bräuchte eine Frau, die nicht „vollkommen frei von Intervention“ entbunden hat, keine Hebamme. Ohne eine wirklich brilliante Pränataldiagnostikerin, eine sehr gelassene professionelle Gynäkologin und einen sehr erfahrenen und abwartenden Operateur hätte der Minimensch vermutlich einige Zeit in der Kinderklinik verbracht. Aber ohne Hebammen in der Klinik und in der Nachsorge, hätte ich das Ganze sicher sehr viel weniger gelassen überstanden. Warum dann eine Kaiserschnittgeburt nicht als Unterstützung für Hebammen herangezogen werden darf, ist mir vollkommen unverständlich. Und genauso auch Geburten wie hier, hier, hier und hier geschildert.

Weiter mit dem Thema Vereinbarkeit, zu dem Catherine hier sehr richtig bloggte und zu dem man hier noch einen Vergleich mit den Nachbarn, vorrangig im Norden, die das Ganze offenbar sehr viel besser machen. Und einige Beispiele zu Co-Working mit Kind hier.

Und zuletzt noch was zum lachen: T-Rex trying. Ein großartiger tumblr. Ich habe sehr gelacht.