Halbzeit

Die Schwangerschaftsmitte ist erreicht und auch die Babydecke ist schon über die Hälfte groß.


Ich habe bei der Hälfte einige Farbstreifen kurz hintereinander eingezogen und bin nicht ganz sicher ob ich vielleicht jetzt zu breiteren Farbstreifen übergehe so dass es nicht ganz so regelmäßig aussieht.


Für diese Hälfte habe ich acht Wochen gebraucht, mal gucken, ob ich das Tempo halte oder eine Abschlussschwäche entwickle…


Natürlich werden dann auch noch Fäden zu vernähen sein…

Me made Mittwoch: Endlich ein buntes Umstandskleid

Ich glaube, ich habe meinen Schnitt für diese Schwangerschaft gefunden. Es ist ein leicht ausgestelltes Wasserfallkleid, das ich lose aus dem Schnitt des Wasserfallkleides aus der Burda entwickelt habe, nach Abgleich mit einem sehr schön sitzenden aber schon etwas knappen Umstandskleid von Freundin Z.


Dieses hier ist mein bisheriges Lieblingsumstandskleid. Denn es ist nicht schwarz oder grau oder dunkelblau, es ist sehr bequem, genau richtig lang und sieht schön aus. Und auch wenn ich noch 2-3 Schnitte ausprobieren will, bin ich sicher: das bleibt auch ein Liebling. Ein weiterer Viskosejersey ist schon auf der Wäscheleine und noch einer mit eher heller Farbgebung liegt für eine Ärmellos-Variante für den Urlaubskoffer bereit.


Der rote Punktejersey aus Viskose stammt vom Stoffmarkt in Dortmund und ich habe ihn letztes Jahr in netter Begleitung von Birgit und Freundin J. gekauft – nachdem ich seinen marineblauen Bruder schon letztes Jahr vernäht habe, weiß ich allerdings, dass er nicht sehr wäschebeständig ist und so rechne ich nicht damit dass das Kleid die Schwangerschaft überdauert. Der Coupon von 1,5m war recht knapp und es hat gerade so für Dreiviertelärmel gereicht, da das aber eh meine präferierte Armlänge ist, passt das schon so.


Ich habe gegenüber dem Burdaschnitt das Rückenteil im Bereich des oberen Rückens um 2cm verschmälert, ebenso die Schulterbreite des Vorderteils und ein wenig auch die Breite des Wasserfallkragens. Außerdem habe ich im Vorderteil die Taillenverjüngung rausgenommen und das Kleid ab der Hüfte um 2cm weiter ausgestellt. Auf Höhe der Taille habe ich das Vorderteil um 3cm verlängert und diese Mehrlänge in 3 kleine Falten gelegt. Bei einer kommenden Version sollte ich endlich darauf achten, den Kragenbeleg zu verlängern, der endet mitten auf der Brust und zeichnet sich je nach Stoff dort ab. Wenn genug Stoff dagewesen wäre, hätte ich das vordere Oberteil einfach bis unter die Brust gedoppelt.


Natürlich war es heute viel zu kalt für ’nur‘ ein Jerseykleid. Ich trage darunter ein selbst genähtes Unterkleid aus Microjersey, das ich aus dem Shirtschnitt Plaintain von Deer&Doe genäht habe und darüber einen Sweat-Blazer (gekauft) und einen Schal.

Und kurz vor Toresschluss schlüpfe ich noch beim Me made Mittwoch rein.

Spring Style Along: Passt? Eher nicht

Im aktuellen Teil des Spring Style Alongs bei HandMade. Glamour. Everyday. geht es um Anpassungen und ob diese nötig waren. Da hab ich mal ein passendes Kleid, nämlich diesen Totalausfall hier:

Es handelt sich um die Robe 14h von 2eme Arrondissement und was ihr hier seht ist schon die Variante nach mehreren Abenden Änderungen. Ich bin nach wie vor nur sehr wenig angetan. Ich hatte gedacht, dass in der Schwangerschaft  vielleicht ein Wechsel, weg vom weiten Rock, hin zu einer geraderen Silhouette nicht schlecht wäre – nun. Dumme Idee.

Der Schnitt enthält die Größen S, M, L und keine Maßtabelle, sondern lediglich dieAngabe, man möge die Größe nehmen, die man vor der Schwangerschaft hatte, sowie dass die Schnitte für eine Körpergröße von 1,65 konzipiert seien. Ich wählte also M und verlängerte etwas. Dann wird entlang der vertikalen Nähte eine Nahtzugabe von 2 cm empfohlen, sonst 1cm. Warum wird aber nirgendwo erklärt. 

Nach dem Zusammensetzen hatte ich einen hübsch gemusterten OP Kittel. Das wurde natürlich durch die Farbe noch verstärkt. Ich habe in den Rückenabnähern deutlich was raus genommen und sie viel weiter nach oben verlängert, außerdem je 4 cm oberhalb der Brust aus der Prinzessnaht genommen und 2cm aus beiden Seitennähten sowie aus der Prinzessnaht unterhalb der Brust bis zum Beginn des Bauches. Die angeschnittenen Ärmel habe ich um 2cm gekürzt. 

Trotz dieser Änderungen finde ich das Kleid immer noch unvorteilhaft. Um die Brust sitzt es eng und um den Bauch wird es sicher nicht bis Woche 40 reichen. Dennoch sehe ich aus wie eine Tonne. Ich trage es heute mit Gürtel und Strickjacke, das geht irgendwie. Ich überlege noch, ob ich an der Stelle wo jetzt der Gürtel sitzt evtl einem Tunnelzug einnähen sollte, oder ob ich einfach das Kleid weglege und nach der Schwangerschaft zu einem Rock mit ausgefallenen Taschen umarbeite… Der Stoff ist jedenfalls zu schön zum wegwerfen. 

Inzwischen habe ich einen zweiten Schnitt von 2eme Arrondissement genäht, der sitzt besser, der unprofessionelle Eindruck was die handwerkliche Aufbereitung der Schnitte anbelangt, hat sich aber eher noch verfestigt.

Me made Mittwoch: Nicht so frühlingserwacht in Ceduna

Heute ist das Motto beim Me made Mittwoch „Frühlingserwachen“ und während mein Kleid mit seinem dünnen Viskosejersey und seinen 3/4-Ärmeln dazu ganz gut passt, hat das Wetter heute das Thema verfehlt.


Ich trage heute am ersten Tag im Büro nach 9 Tagen krank eine weitere Variante von Schnittstelle Ceduna. Der lila Jersey mit schwarzen Punkt-Kringeln ist von Coupons St. Pierre in Paris. Der Schnitt hat sich für mich für Schwangerschaft, Stillzeit und Bauchschrumpfungszeit bewährt und deshalb hab ich jetzt das dritte Ceduna.

Dem vorderen Rockteil habe ich 10cm Mehrweite spendiert, eigentlich fällt der Rock recht schmal.


Von der Seite sieht man die Kugel ein bisschen. In diesem Schnitt versteckt sie sich aber noch gut.


Für das Kleid und seine dunkelblaue Schwester habe ich schon viele Komplimente bekommen. Es trägt sich auch ganz gut unterm offenen Blazer und ist damit sehr Büro-tauglich.

Ich habe für das Kleid ca 1,30m verbraucht, obwohl ich das Rockteil verbreitert und verlängert hab. Aus den Resten des 1,50m Coupons wurden noch zwei Slips.

Und nun schau ich mich beim Me made Mittwoch um.

Spring Style Along 2 & 3: Wunschkonzert und Battle of Will

Burda-Wasserfall-Kleid

Jersey-Vorrat

Ich bin etwas zurück mit dem Spring Style Along – nicht mit den Plänen aber mit dem Bloggen. Daher frühstücke ich jetzt Teil 2 – das Wunschkonzert und Teil 3 – die realistische Planung gemeinsam ab.

Nachdem inzwischen auch noch einige meiner Umstandsklamotten und Leihgaben von Freundin Z. bei mir (wieder) eingetroffen sind und ich zudem eine Stoffschrankinventur gemacht habe, habe ich eine recht klare Vorstellung davon, was ich gern hätte.

Vor zwei Wochen hatte ich wundervollen Besuch von der Drehumdiebolzen-Familie. Dabei habe ich mich auch etwas länger mit Frau Drehumdiebolzeningenieurin über Umstandsklamotten unterhalten. Sie schilderte, woran ich mich auch aus der ersten Schwangerschaft noch erinnere – dass ihr ein paar Hosen und etwas größer gekaufte normale Shirts schon recht weit reichten ergänzt um wenige echte Umstandsklamotten. Ich habe in der ersten Schwangerschaft auch lange Zeit meine normalen Oberteile weitertragen können – ich besaß überhaupt nur zwei Umstandsoberteile und trug, so scheint es mir aus der Inventur meiner Umstandsklamotten in der Hauptsache zwei Hosen und drei Röcke sowie einige meiner normalen Jerseykleider. Allerdings kommt es mir nicht so vor, als würde eine ähnliche Strategie diesmal auch fruchten. Das hat im Wesentlichen 3 Gründe: 1. Mein Bauch wächst sehr viel schneller als in der letzten Schwangerschaft. 2. Meine gewohnte Silhouette (tailliert, weiter Rock, kurze Oberteile, fast immer Webstoffkleider/-röcke) ist sehr wenig schwangerschaftskompatibel – anders als noch vor der letzten Schwangerschaft, wo ich z.T. recht viele Kleider mit Empire-Taille und insg. mehr Jersey und mehr Hosen trug. 3. Ich möchte gern auch für mich nähen.

Ceduna von Schnittquelle

Tatsächlich fremdele ich sehr mit meiner schwangeren Silhouette. Der Mangel an Taille ist mir sehr ungewohnt. Ich kann mich weder an schmale Hose + langes Oberteil noch an schmalere Röcke so recht gewöhnen. Aber Tellerröcke sehen zugegebenermaßen an schwangerem Bauch doch auch eher merkwürdig aus. Also nähere ich mich langsam an Wohlfühl-Look an. In der letzten Woche trug ich zweimal Hose und fand es sehr befremdlich, einerseits wurde ich dauernd verwundert angesprochen, dann fand ich kaum ein passendes Oberteil (so gut wie alle meine Shirts sind taillenkurz) und vor allem haben Umstandshosen das Problem, das ich mit allen Hosen habe: Sitzen sie um die Hüfte, sitzen sie überall anders nur so geht so. Am wohlsten fühlte ich mich in meinen beiden bereits frisch genähten Kleider. Dem am Mittwoch gezeigten Burda-Wasserfall-Kleid und einem noch nicht gezeigten Knotenkleid nach dem Schnitt Ceduna von Schnittquelle. Beides Jerseykleider, aber nach Schnitten mit netten Details. Besonders Ceduna mit seiner hohen Taille bietet sich sehr an als Schwangerschaftskleid. Ich habe auch in der letzten Schwangerschaft eins genäht, das ich auch gern zum Stillen trug und werde sicher noch weitere folgen lassen. Ich schlussfolgere daraus, dass ich Kleider insgesamt vorziehe. Auch deshalb, weil sie sich relativ gut mit einem Blazer in ein bürotaugliches Outfit verwandeln lassen, denn den Jeans+Ringelshirt-Look finde ich jetzt keineswegs jeden Tag angemessen. Nun haben Kleider leider auch die Angewohnheit, dass sie immer gleich als ganzes Outfit in die Wäsche müssen, so dass man irgendwie dann doch recht viele davon braucht. Ich witzelte schon, ich könne nächste Woche nicht arbeiten, weil meine vier Outfits alle in der Wäsche seien.
Also, das Wunschkkonzert. Ich hätte gern:

  • Mindestens 6 Jerseykleider (2 davon schon genäht)
  • Mindestens 3 Röcke, A-Linie oder gerade
  • Mindestens 3 Kleider aus Webstoff
  • Mindestens 1 Bluse
  • Mindestens 5 Shirts in Farben, die nicht blau, grau oder schwarz sind (blau-grau-schwarze hab ich genug) und die lang genug sind um sie auch über die ungeliebten Schwangerschaftshosen zu tragen.
  • 1 Jersey-Unterkleid
  • 1 Badeanzug
  • Farbige Umstandsstrumpfhosen
  • 1-2 Schlafhosen
  • Viele Slips

Meine Stoffinventur brachte wenig unmittelbar erfreuliches zutage.
Jersey in ausreichender Menge für langärmelige Kleider gab es in schwarz, dunkelblau und grau. Alle anderen sind nur Shirtmenge, z.T. nur Kurzarmshirt.

Auch bei den Webstoffen, wo ich gedacht hätte, da hab ich viel im Lager, sah es nicht erfreulich aus. 2-3 Rock-geeignete Stoffe, also dickere Baumwollstoffe etwa Köper, Feincord oder Hosenstoffe konnte ich finden. Dünnere Baumwolle in Kleidmenge war fast nur noch solche da, die ich geschenkt bekam und wo ich es schade fände, daraus Umstandskleidung zu machen, die nur eine Saison getragen wird. Immerhin Blusenstoff in Petrol und Lila liegt bereit.

Bevor ich nun also meinen Stoffschrank mit 50m neuem Stoff fülle, sollte ich erstmal eine Priorisierung meiner Pläne und einen Abgleich mit dem Vorrat machen. Das hab ich z.T. schon gemacht und umgesetzt.

Die ausreichend vorhandenen Jerseystoffe wurden bereits 2 Kleider und 1 Shirt. Ein weiteres Kleid aus einem Coupon, und daher kurzärmelig, ist zugeschnitten (auch Ceduna). Ich denke, für mindestens 2 farbige Shirts mit 3/4-Arm hab ich auch Stoff. Webstoff habe ich für 1 Bluse (lila) und 1 Kleid (petrol). Außerdem für 2 Röcke (1 blau, 1 rot). Bunte Strumpfhosen hab ich schon bei ebay bestellt.

Mit diesen Projekten beginne ich also. Als Schnitte habe ich mir erstmal zurechtgelegt:

  • Melli und Jella von Confettipatterns – beide haben schon Raffungen, die sich gut schwangerschaftstauglich erweitern lassen und sind prinzipiell lang genug.
  • Plaintain von Deer and Doe, entsprechend im Vorderteil mit einer zusätzlichen Kräuselung zu versehen.
  • Die Bluse „Tunique midi“ von deuxième arrondissement
  • Das Kleid „Robe 14h“ von deuxiéme arrondissement
  • Einen Bahnenrock aus der Knipmode bzw. Simplicity 2451 als Basis für die Röcke.

Ich habe außerdem Jersey für weitere Shirts und Kleider bestellt, einen Webstoff in petrol mit Muster vor Ort gekauft und plane noch einen Ausflug zu Stoff und Stil, um Rib-Stretch oder Courtelle-Jersey zu kaufen, für Jerseyröcke.

Wenn ich meine ersten Projekte geschafft hab, dann schaue ich wieder, was mir dann am dringensten erscheint. Möglicherweise ist das dann auch erstmal der Badeanzug.

Me made Mittwoch: Burda Wasserfallkleid

Heute trage ich mein erstes frisches Umstandskleid. In freudigem Schwarz. Man kann es leider auf den Fotos nicht erkennen und den Schal hätte ich auch mal ausziehen können, aber es handelt sich um ein Jerseykleid mit Wasserfallausschnitt, das ich schon zweimal nähte, hier und hier.


Ich habe im Vorderteil die Taillenverjüngung rausgelassen, an der Stelle um 10cm verlängert und diese Mehrlänge gekräuselt. Von der Seite erahnt man, dass noch einige Falten Stoff da sind, die die wachsende Kugel noch ein paar Monate füllen kann.


Außerdem musste ich die Schultern massiv schmaler und die Armlöcher enger machen. Der Stoff ist ein Viskosejersey, leider zieht er feinen Dreck magisch an…


Darüber trug ich heute morgen noch eine Strickjacke, die ich fast nie trage, weil sie nur zu einfarbig schwarzem richtig gut passt.

Und damit mache ich seit langem mal wieder beim Me made Mittwoch mit.

Sonntagssachen 7/2017

wp-image-779163617jpg.jpgStifte gespitzt (alle Stifte!!!). Eine Jerseyinventur durchgeführt – Ergebnis: Schwarz, grau und dunkelblau in Kleidermenge, alles andere nur Shirtmenge und z.T. auch eher nicht Umstandsshirtmenge. Orangensaft fabriziert. Die alte Nähmaschine aufgeschraubt, eine hereingefallene Mutter gefunden und die Maschine saubergemacht – mit tatkräftiger Minimensch-Unterstützung. Bolognese vorgekocht. Ein fröhlich-schwarzes Kleid zugeschnitten. Einen sehr leckeren Kuchen gegessen, den Familie Drehumdiebolzen liebenswerterweise mitgebracht hatte und dabei ganz viel gequatscht. In Wald und Matsch und Bach herumgestromert. Wäsche aufgehängt.

Spring Style Along: Bestandsaufnahme

Also ja, ich brauche wohl eine recht komplette Frühjahrsgarderobe. Nählust hab ich zwar, Zeit aber nicht, weil ich abends gegen 21 Uhr halb tot ins Bett falle oder maximal noch apathisch auf dem Sofa zu liegen imstande bin. Auch nach dem ersten Drittel bin ich extrem müde, vor allem weil ich schlecht schlafe. Aber, es nützt ja nichts, der Bauch rundet sich sichtbar, die Klamotten werden knapp. Ich werde wohl mal ein paar Nähsessions machen müssen… Da trifft es sich gut, dass Alex einen SpringStyle-Along ausrichtet. Unterstützung kann ich gut gebrauchen. Diese Woche ist Bestandsaufnahme.

Also, was hab ich?

Tja. Ich war beim Minimensch 90% der Schwangerschaft im Winter schwanger. Denn 2013 dauerte der Winter eeeewig. Zudem hatte ich auch kaum Bauch und konnte sehr viele normale Shirts und Kleider fast bis zum Ende weiter tragen. Ich habe also Wollröcke (ungeeignet ab 10Grad), eine Handvoll Umstandsstrumpfhosen (schwarz), drei Umstandshosen (schwarz, grau), ein Umstandsshirt (schwarz), drei noch passende Jerseykleider (rot, schwarz, grau), ein Umstandskleid (schwarz). Tendenz erkennbar, was? Farbe Fehlanzeige. Jobtauglichkeit Fehlanzeige. 

Einige meiner Kleider passen noch leidlich, wenige meiner Oberteile sind lang genug, dass sie über den Bauch reichen. Darauf kann ich aber nicht bauen. Vor allem brauche ich auch einigermaßen repräsentative Klamotten für’s Büro. 

Was mir also fehlt: 

  • 5 Shirts, möglichst farbig
  • 3 Röcke
  • 3 Kleider 
  • 1 legerer Blazer oder leichte Jacke
  • 1 Bluse
  • Nicht-schwarze Strumpfhosen
  • Schlafanzüge

Ich sinniere mal darüber, welche meiner Stoffe da geeignet sind, ich fürchte aber, zumindest Jersey werde ich kaufen müssen. 

Derweil verlinke ich mich mal beim Spring-Style-Along

Brot backen

Schon ewig wollte ich hier mal wieder berichten, wie ich derzeit unser Brot backe. Selbstgebackenes Brot gibt es hier ja schon seit ca 3 Jahren, seit ich nämlich das Topfbrot entdeckte. Tatsächlich ist Topf-Brot eine ziemlich sichere Bank und vor allem sehr bequem. Nicht kneten, einfach warten, fertig. Ich buk nach diesem Rezept, abgewandelt in Vollkorn und ohne Essig, einige Jahre recht okay unser Brot. Aber oft gab es dann doch gekauftes. Weil die Zeit nicht reichte oder auch, weil der immer gleiche Geschmack dann doch langweilig wird. Außerdem wird normales Hefebrot recht schnell trocken und so richtig gut schmeckt es dann doch nur frisch.

Es begab sich allerdings, dass mich irgendwann – angefixt von der Drehumdiebolzeningenieurin – der Ehrgeiz befiel auch Brötchen selbst zu backen. Nicht so sehr weil wir keine leckeren Brötchen in Laufweite bekämen, mehr so aus Prinzip. Ich wollte das einfach gern können. Mit dem Rezept von Drehumdiebolzens ging es bei mir nicht zufriedenstellend, andere Temperatur in der Küche, keine Gärstufe, Dinkelmehl, who knows. Die Brötchen wurden platt. Als nächstes probierte ich das Rezept von Herrn Grün. Effekt der selbe: Plattbrötchen. Ich vermutete, es läge evtl. am Dinkel (da Weizenallergiker im Haus, hier das Standard-Mehl) googelte mich so durch das Internet auf der Suche nach Über-Nacht-Brötchen und stieß auf die Dinkelbrötchen vom Blog Hefe und mehr. Und die gelangen auf Anhieb gut. In der nächsten Woche probierte ich die Kieler Semmeln. Ein voller Erfolg. Wir waren richtig gehend begeistert und seitdem werden hier oft Brötchen auf der Basis dieses Rezeptes gebacken.


Und damit war ich dann drin im Kaninchenloch. Schnell buk ich auch die ersten ihrer Hefebrote nach und war begeistert. „Schmeckt wie gekauft“ sagte der Mann anerkennend. Und tatsächlich, richtig knusprige, lockere Brote. Und das obwohl ich stets einen Teil des Mehls durch Vollkornmehl ersetzte. Den Anfang machte, glaub ich, das Buttermilch-Brot. Und so nach und nach probierte ich mich durch viele der Hefebrote in dem Blog und fast jedes gelang sehr gut. Was ich an dem Blog sehr schätze, ist dass es erklärt _warum_ welche Zutat ins Brot kommt, was die Eigenschaften beeinflusst. So fällt es auch leicht, Variationen auszuprobieren und abschätzen zu können, ob diese gelingen könnten.

Schnell entwickelte ich also erneute Lust, es mal mit Sauerteig zu probieren und bekam von meiner Mutter einen Sauerteig, den ich nun gemäß der Anleitung regelmäßig füttere. Auch süßen Starter habe ich inzwischen gemacht. Ich nehme inzwischen schon auch Abkürzungen, setze nicht alles exakt so um wie im Blog, aber finde die Vielfalt und Präzision der Rezepte nach wie vor sehr bereichernd. Inzwischen habe ich mir Gärkörbchen angeschafft, was nochmal eine deutliche Verbesserung der Brote gebracht hat und auch Backmalz ist hier eingezogen. Zuletzt kam zum letzten Geburtstag noch ein Backstein dazu. Und so wird nun doch tatsächlich schon wieder seit fast einem Jahr so gut wie jedes Brot selbst gebacken, und dabei aber nicht immer das selbe. Das ist sehr schön.

Ich backe meistens Sauerteigbrot auf Basis von Roggensauerteig. Aber es passiert natürlich, dass das Brot alle ist und dann muss es schneller gehen, dann greife ich gern auf die Nur-mit-Hefe-Kategorie zurück. Bisher habe ich in der Regel Brote gebacken, die ohne Form gebacken werden. Brote aus der Kastenform erinnern den Mann und mich beide an die selbst-gebackenen Vollkornbrote aus unserer Kindheit und wir freuen uns dann doch irgendwie zu sehr, dass mir nun gelingt, Vollkornbrote mit knuspriger Kruste zu backen.

Die persönlichen Top 5 aus dem Blog Hefe und mehr sind:

Der Buttermilch-Laib

Das Märchenkönig-Brot

Das Bier-Saaten-Brot

Der westfälische Bauernstuten (ein Gedicht!!)

Kekkis Alltagsbrot

Aber es gibt noch genug Techniken und Zutaten, die ich noch nicht probiert habe…

 

Me made Mittwoch: Der Gertie-Blazer

Am vergangenen Wochenende war ich wieder auf der anNÄHerung, dem welttollsten Nähtreffen, in Bielefeld. Und weil das ja letztes Jahr ganz gut geklappt hat, wollte ich dieses Jahr auch wieder einen Blazer nähen. Den schon vielfach genähten Blazer aus dem ersten Buch von Gertie Hirsch. Brav hatte ich ein Probeteil gemacht und die Brustpartie im Vorfeld angeglichen. Auch das vielfach erwähnte Problem des zu engen Schößchenbeleges konnte ich schon am Probeteil lösen: Schneidet man das rückwärtige Belegteil im Bruch statt als zwei Teile zu, verwendet aber das vorgesehene Schnittteil, so passt der Beleg absolut perfekt. So weit so gut. Versäumt hatte ich den Blick auf den Rücken.

In Bielefeld startete ich mit dem Blazer erst am Samstagmorgen, da ich das Buch zuhause liegen gelassen hatte und Frau buntekleider es mir netterweise am Samstag dann von zuhause mitbrachte. Die Abnäher und Paspelknopflöcher hielten mich dann recht lang auf, der Rest war zackig genäht, so richtig komplex ist der Schnitt ja nicht. Allerdings beulte dann das Endergebnis etwas im Rücken. Dank umfangreicher Beratung der Nachbarinnen entschied ich, Taille und Hüfte etwas rauszulassen, dadurch wurde es etwas besser. Theoretisch hätte ich den oberen Rücken und auch den vorderen Taillenbereich noch verschmälern können, aber ich fürchtete „Overfitting“ und wollte dem Blazer die Bewegungsfreiheit nicht nehmen. Heute denke ich, ein bisschen enger würde er mir besser gefallen.

 

Nichtsdestotrotz mag ich das Ergebnis und trage es heute erstmals im Büro. Der Stoff ist Woll-Viskose-Gabardine von Alfatex, gekauft vor 3 Jahren und nun endlich zum ersten Teil des geplanten Kostüms vernäht. Dazu muss unbedingt noch ein Tellerrock. Das Kleid das ich darunter trage ist zu wenig ausladend um dem Schößchen was entgegen zu setzen, finde ich.

 

Hier noch einmal der Blick auf das Kleid. Es handelt sich um Butterick 5951, das sog. Tina-Kleid. Das hab ich vor kurzem in meinem Schrank gefunden und hatte es bis dahin erst einmal angehabt. Dabei sitzt es eigentlich ganz gut und gefällt mir zumindest ok. 

Aber die Ärmel waren zu eng – das hab ich nun behoben, indem ich die Ärmel einfach abgetrennt hab und die Armlöcher mit Schrägband verstürzt und das dann innen angehext. Nun kann und werde ich das Kleid zumindest tragen – auch wenn es ein paar Schwächen hat. Die kommen daher, dass ich das Kleid vor unserem Umzug im Winter begonnen, dann halbfertig eingepackt und zwei Monate später im Frühjahr fertiggenäht hab, da war es mit dem langen Ärmeln im Prinzip schon zu warm und entsprechend gering war meine Lust es fertig zu stellen. Deshalb steckte es dann auch in einer wenig geöffneten Schrankseite – es war einfach mit Lustlosigkeit verbunden. Ich finde es aber ein prinzipiell gutes Bürokleid. Die Viskosegabardine fällt schön, ist warm und macht auch längere Meetingsgut mit, der hohe Ausschnitt gefällt mir heute besser als vor 2 Jahren. Nur für unter diesen Blazer ist es nicht ganz gut, weder im Rock noch am Ausschnitt. Aber zusammen mit meinem Meandering Vines Shawl und einem Plaintain-Top aus Merinojersey halten sie mich stylish warm bei diesen arktischen Temperaturen.

 

Und nun zum MMM mit Luise, die auch mit einer simplen Änderung ein tragbares Teil aus einer Schrankleiche gemacht hat.