Sonntagssachen 8/2020

Die Croissants versehentlich bei Pizzatemperatur statt Croissanttemperatur in den Ofen geschoben. Tjanun. Waren dennoch lecker. Defekte Schubladenführungen ausgetauscht. Kampf gegen Windmühlen äh Kinderchaos I. Beim Zeltbau assistiert. Mundschutze genäht. Kampf gegen Kinderchaos II. Schmorkohl mit Grünkernbratlingen. Sockenschrumpfungsmysterium – ich schwöre, die waren mal gleich groß!

Bloggen und Leben in Zeiten von Corona 1/x

Wir erleben gerade eine sehr außergewöhnliche Zeit und wie viele andere will ich versuchen das festzuhalten. Was macht das mit uns?

Seit Freitag ist klar, dass wir auf längere Zeit, 5 Wochen zunächst aber vermutlich länger im familiären Ausnahmezustand sind, Social distancing betreiben, also zuhause bleiben. Keine Schule, keine Kita, Home Office. Abstand und keine persönlichen Kontakte. Zumindest sollte das allen klar sein. Leider deutet das Verhalten vieler nicht darauf hin…

Wir ruckeln uns hier so zurecht. Der Mann und ich sind gewöhnt im Home Office zu arbeiten, sind mit Laptops, VPN, Videokonferenzsoftware und passender Erfahrug ausgestattet. Das macht diese Situation für uns sicher viel einfacher als sie sich für andere darstellt. Die keine passende Aufgabe für Home Office haben, keine Technik oder keinen einsichtigen Arbeitgeber. Wir haben außerdem ein Arbeitszimmer, viel Platz, einen Garten. Sehr gute Startvoraussetzungen.

Wir haben halt allerdings auch beide Jobs bei denen wir viel besprechen müssen. D.h. wir können nicht gleichzeitig im Arbeitszimmer arbeiten. Außerdem haben wir ein Kleinkind, das wenig Verständnis dafür hat, dass es nicht auch im Arbeitszimmer arbeiten darf. Aber naja, bisschen Schwund ist immer.

Es läuft also im Wesentlichen so, dass wir in Wechselschicht arbeiten. Der Minimensch ist mit seinem Schreibtisch ins Arbeitszimmer gezogen und sitzt vormittags dort mit Gehörschutz bei dem Elter, der gerade arbeitet und macht seine Aufgaben. Montag gab es Tränen, weil alle anderen Kinder fehlen, und alles gar nicht wie in der Schule ist. Aber seitdem geht’s und er macht das selbständig und konzentriert, ich hatte mit schlimmeren Hickups gerechnet.

Deutlich schwieriger ist, die Zeitslots im Arbeitszimmer mit den beidseitigen Arbeitsverpflichtungen zu synchronisieren. Dabei geht dann schonmal unter, wer nochmal was kochen sollte… spontane Nudeln mit Butter, die Kinder sind happy.

Sehr anstrengend finde ich, dass durch diese Umstände die Arbeit immer noch so nebenher weiter läuft. Mails morgens beim Frühstück , Chat während des Wäsche zusammenlegens,Textarbeit wenn die Kinder schlafen und man endlich die Gedanken wieder hören kann. Die Grenzen zwischen Arbeit und Familie verwischen völlig, wie sie das sonst im Home Office nicht tun. Das ermüdet mich extrem.

Das zunächst als erster Eindruck bzgl. Arbeit. Morgen mehr.

Sonntagssachen 6/2020

Croissants geformt. Croissants gegessen. Maus geguckt. Pläne für die kommenden Wochen Social distancing mit Home Office und Home Schooling gemacht. Man sieht es nicht, aber Himbeertriebe freigelegt indem ich die Wildnis aus Brombeeren, Gestrüpp und Brennnesseln um ca 1m zurückgedrängt habe. Dem Minimensch assistiert beim Tipi-Bau. Mehrfach Inhalation angereicht. Wein und Strickzeug.

Sonntagssachen 4/2020

Sehr ereignisloser Sonntag:

Gefrühstückt. Maus geguckt. Yoga gemacht. Wegen akutem Hüttenkoller die lokalen Wandermöglichkeiten angetestet mittels fast zweistündigem Nieselregen-Windspaziergang. Ein Stoffpaket ausgepackt. Leckeres Abendessen.

Sonntagssachen 2/2020

Noch vor dem Frühstück eine Wand lackiert. Und Yoga gemacht (leider wenig konzentriert weil der Mikromensch dabei gern auf mir wohnen wollte). Gefrühstückt. Spontan einen Brotkorb genäht. Sehr viel gelesen, weil Buch musste dringend ausgelesen werden. Die Minimenschen in die rheinische Pampa verschleppt.

Me Made Mittwoch

Heute morgen ist mir aufgefallen, dass ich neuerdings im rausgehen Outfit-Fotos machen kann. Und es ist Me Made Mittwoch. Gesagt, getan .

Ich trug einen Lizzieskirt aus sehr schwerem Woll-Poly-Mix mit meinem ersten Annäherungsblazer und einem selbstgestrickten Tuch.

Der Rock ist ca ein Jahr alt. Ich Kürze den Lizzie-Skirt immer um ca 10cm, ansonsten ist er super!

Der Blazer findet sich hier genau beschrieben.

Das Tuch ist gestrickt aus einem Farbverlaufsbobbel von Katia nach dem Strickmuster Touchstone. Ich mag zwar gern Lace-Tücher, Stricke und trage aber sehr viel lieber kompaktere und schlichte Tücher. Das Tuch ist sehr mindless gestrickt, wunderbar kuschelig und sehr Kombi-freudig. Ein großer Teil davon ist auf Fortbildungen und bei der Strickmittagspause im Büro entstanden, die vielen Krausreihen sind sehr sozialverträglich. Und so sieht so aus:

Am Me Made Mittwoch zeigen ganz viele Näher*innen ihre selbst gefertigte Kleidung. Ich bin etwas aus der Übung aber heute mal wieder dabei.