Sonntagssachen 32/2017


24.09.2017:

Um 7.30 waren schon das erste Stillen, der erste Trotzanfall und die erste Windel erledigt und ich eigentlich gar nicht bereit für den Tag. Friedensangebot: gemeinsam malen. Frühstück.wählen gehen. Die Maus. Mittagsschlaf. Den Minimensch zu einem Kindergeburtstag gebracht und dort noch etwas rumgehangen. Ruhe und Frieden zuhause genossen um zu Stricken und den Mikromensch einfach gucken zu lassen ohne dass der Minimensch versucht ihn kuscheltiermäßig abzuknutschen. Chips und Malzbier auf dass Wahlergebnis, weil Schnaps ja leider nicht geht.

Me made Mittwoch: Stillgarderobe 1

Heute ist wieder Me made Mittwoch, die allwöchentliche Austauschrunde für selbst benähte Bloggerinnen. Ich kann heute mein erstes Stillkleid beitragen.

Ich habe zu Stillkleidung ein ähnlich gespaltenes Verhältnis wie zu anderer Funktionskleidung. Ich frage mich bei vielen sog. Stillsachen 1. Braucht man das wirklich? 2. Geht das auch in schön? 3. muss man dem denn die „Funktion“ so ansehen?

Das Ziel also: Kleidung, die zum Stillen geeignet ist, ohne dass sie wie Stillkleidung (am besten noch Kombi Umstands-Still – bah!!!) aussieht. Und bitte auch Kleider. Rock und normales Oberteil geht zwar zum Stillen, aber ich sitze nur sehr ungern halbnackt herum, insbesondere auch nicht nachts. Das ist mir zu kalt. Da sich für mich alle Lösungen komischen Klappen aus optischen Gründen ausschließen bleibt gewickelt und geknöpft. 

Das Kleid, das ich heute zeige ist nach dem Schnitt „Duo 13h“ von 2e Arrondissement genäht. Ich habe allerdings das vordere Oberteil von einem gekauften Wickelshirt abgenommen, da mir das Oberteil des Duo 13h nicht gut passte. Außerdem habe ich den Rock statt ihn zu kräuseln in Falten gelegt. Die Ärmel sind vom Plaintain-Top von Deer & Doe.


Das Kleid ist genäht aus einem sehr flutschigen Viskosejersey von Stoff und Stil. Da der Stoff so weich ist, habe ich das Oberteil mit Baumwolljersey gedoppelt damit es auch dem täglichen runter- und raufziehen dauerhaft Stand hält. Ggf werde ich an der Ausschnittkante noch ein Wäschegummi annähen falls es beginnt zu leiern.


Ich plane, wenn der Bauch etwas weg ist, noch einen breiten gerafften Gürtel aus dem Stoff anzunähen, der dann die hohe Taille mehr betont und den schwanger-Look etwas mindert. Bisher hat sich das Kleid sehr bewährt.

Beim heutigen Me made Mittwoch zeigt Katharina ganz ungewohnt eine Culotte. Aber eine sehr schöne!

Umstandskleidung Wrap-Up

Bevor die Kugel hier hoffentlich in Kürze verschwindet will ich noch schnell die Kleider zeigen, die es bisher nicht ins Blog geschafft haben.

Zunächst noch zwei Kleider nach dem Wasserfallschnitt aus der Burda

Beide sind ohne Ärmel. 

Zu diesem Zweck habe ich den oberen Teil von Vorder- und Rückteil so weit gedoppelt, dass sie als Beleg dienen.

Beide Stoffe waren Coupons vom Stoffmarkt. Der weiße ist allerdings Baumwolljersey und fühlt sich ziemlich nachthemdig-lappig an. Der Türkis-farbige ist Viskose und auch recht gute Qualität. Das freut mich sehr, denn dieses Kleid ist mein Favorit aus der gesamten Serie und ich werde es nach der Schwangerschaft so ändern, dass ich es weiter tragen kann. Der Stoff erinnert mich ein wenig an das Richter-Fenster im Kölner Dom. Und es steht mir auch sehr gut – klar sind ja 100% meine Farben.

Für den Urlaub habe ich außerdem zwei lange Stufenröcke aus dünnem Batist genäht, die waren sehr schön luftig. Hier ein grauer, es gibt auch noch einen dunkelblauen. Dazu eines der 4 Schwangerschaftsshirts, die ich nach dem Schnitt Melli von confettipatterns genäht habe. Der hat eine asymmetrische Kräuselung am Bauch, die ich einfach „symmetrisiert“ habe.


Weit weniger geliebt ist dieses Kleid nach dem Schnitt Duo 12h von 2e Arrondissement:

Ich habe mich über die Schnitte von 2e Arrondissement sehr geärgert. Es gibt keine Maßtabelle, sondern nur die Angabe, man soll die Größe von vor der Schwangerschaft nehmen. Zur Auswahl stehen S,M,L – ja was weiß ich denn welche Größe ich nach deren Größensystem habe. Ich habe mich für M entschieden, das passte unter der Brust und am Rock, war aber um die Brust viel zu klein, ich hatte den Eindruck dass einfach nicht berücksichtigt wurde, dass neben dem Bauch auch die Brust wächst. Das Kleid krabbelt außerdem an den Leggins/Kompressionsstrümpfen hoch – es wurde leider nur selten getragen.

Ich habe den Schnitt auch noch einmal aus Jersey genäht – als Stillnachthemd. Auch das passte nicht und ich habe das Oberteil schließlich sehr ausführlich anpassen müssen.

3 Röcke, die ich nähte habe ich so selten getragen, dass ich davon kein Foto habe – ich habe für mich einfach nicht die passende Rockform für den Bauch gefunden und bin daher bei den Kleidern geblieben. 

Mullwaschlappen

Neben der Baby-Hängematte ist das zweitbeste, was ich vor der Geburt des Minimensch genäht habe ein großer Stapel Mullwaschlappen gewesen. 

Neue Generation


Von einer Hebamme hatten wir den Tipp bekommen, das Mullwaschlappen gut in jede kleine Babyfalte kommen und schnell trocknen. Man kann Mullwaschlappen natürlich kaufen – allerdings sind sie viel teurer als Mullwindeln und außerdem hatte ich einen größeren Stapel Mullwindeln geerbt, z.T. mit recht hässlichem Muster oder schon etwas verfärbt. Die boten sich also zur Verwertung an. 

Ich nähe zwei Varianten:

Variante 1: beide Seiten Mull 

Beidseitig Mull


Variante 2: eine Seite Mull,  eine Seite Frottee (altes, dünnes Handtuch)

Rückseite Frottee


Beide Varianten haben sich hier bewährt, die nur Mull Variante gerade am Anfang, auch für Teeumschläge und noch viel länger für Gesicht, Ohren usw. Die Variante mit Frottee dann eher ab Beikost-Zeit und natürlich für hartnäckigen Sandkastendreck.

Ich habe in den letzten Jahren auch diverse Sätze davon verschenkt, meist je 6 pro Sorte zusammen mit einer kleinen Windeltasche. Jetzt habe ich die alten Lappen ausgebessert und einige aussortiert und aus den letzten alten Windeln nochmal einen Satz neue genäht. Als Spucktücher gibt es jetzt lauter neue mit schicken Mustern.

Ich falte eine Mullwindel halb und schneide daraus dann sechs Waschlappen in doppelter Lage. Diese sind dann ca 14*20 cm, je nachdem wie stark die Mullwindel schon eingelaufen war. Etwas Verschnitt gibt es dann noch beim rundum overlocken. (Die Farbe des Overlockfadens gibt dann später Aufschluss über die Produktionsserie, denn ich fädel idR nicht um)


Die Mullwindel läuft stärker an als das Frottee, so dass irgendwann die Variante 2-Lappen etwas unförmig werden. Dann umsäume ich sie neu und sie sind dann halt etwas kleiner. 

Alte Generation, ca. 3 Jahre genutzt

Sonntagssachen 27/2017

Vorgelesen. Legosteine angereicht. Gefrühstückt. Mittagsschlaf gemacht. Gelesen, notiert und geplant. Gestopft. Einen Seespaziergang gemacht. Ein Stillkleid zugeschnitten. Sehr kleine Socken gestrickt.

Sonntagssachen 17/2017

Auf dem Sofa eine große Kuschellandschaft eingerichtet. Den Babyquilt begonnen. Bei der Erbauung einer KfZ-Werkstatt mit Notfallflugzeug und Wildtier-Wachdienst assistiert. Episch gefrühstückt mit nettem Besuch und viel Zeit. Die Innovation in der Bauwirtschaft: Bagger mit Windkraft-Antrieb. Viele minikleine Klamotten gefaltet. An der Babydecke weitergestrickt, die Temperaturen lassen das ja wieder zu, die Reihen werden merklich kürzer, ca. 1/5 fehlt noch. Die ganze lange Schlange von Jelly-Roll-Elementen für den Baby-Quilt vermessen und in Teile geschnitten. Jersey-Reste verwertet.

Knitterkleid als Umstandssack

Das Knitterkleid von crafteln fand ich zuerst gar nicht reizvoll, weil ich dieser Crashoptik nicht viel abgewinnen kann. Dann jedoch sah ich die ungeknitterten Versionen von Dodo und Frau buntekleider und fand es schon gleich viel besser. Gerade für heiße Tage stellte ich mir so ein luftiges Nix sehr gut vor. Als ich mir dann die Schnittführung mit der vorderen Mittelnaht noch etwas genauer ansah wuchs in mir der Gedanke, dass der Schnitt sich auch für ein luftiges Umstandszelt eignen könnte. Und als ich dann wusste, dass ich über den Hochsommer schwanger sein würde, da bestellte ich den Schnitt. Und einen günstigen fließenden Viskosestoff.

Vor dem Urlaub begann ich das Kleid zwar noch, fertig wurde es aber erst danach, genau passend zu der Hitze diese Woche.
Tatsächlich ist mein Plan gut aufgegangen. Das Kleid ist luftig und sommerlich, es klebt nirgendwo am Körper und sitzt sehr bequem. 
Was habe ich also geändert? 

Ich habe als Basis eine Größe kleiner gewählt, als mein Brustmaß erforderte, da ich das Kleid ja nicht knittern wollte. In dieser Größe haben ich alle Rückenteile, die Ärmel und die oberen Vorderteile zugeschnitten. Die vorderen Rockteile habe ich zwei Größen größer zugeschnitten und an der vorderen Mitte weiter ausgestellt zugeschnitten, so dass ich insgesamt um den Bauch rum 25 cm zugegeben habe. Beim zusammennähen der vorderen Ober- und Unterteile habe ich die Mehrweite der Nahtlinie eingehalten.

Zuerst habe ich alles nur geheftet-  nach Anprobe habe ich die Brustabnäher versetzt, die Schulter verschmälert und im oberen Bereich Weite im Rücken rausgenommen. 

Danach habe ich dann alle Nähte mit der Overlock genäht und das Kleid um gut 15cm gekürzt, so dass es vorn nun knielang ist. Länger sah mir zu tonnig aus. 

Den Saum habe ich als Rollsaum gearbeitet, den Ausschnitt habe ich doppelt umgebügelt (dabei leider etwas gedehnt) und abgesteppt. Und im Ergebnis habe ich, genau wie geplant, ein ultraluftiges sehr leichtes Kleid für sehr warme Tage:


Das Kleid wirkt sommerliche, wie für den Strand gemacht und dabei nicht formlos. Ich mag es sehr. Insbesondere auch die schöne Nahtführung im Rücken.

Erstaunlich finde ich, das man von vorn in dem Kleid den Bauch kaum sieht. Dass ich in diesem geblümten formschönen Sack gekonnt eine achter-Monat-Kugel verstecke, fällt nur von der Seite auf:

Sonntagssachen 15/2017


Lego gebaut und einen Mangel an Dachsteinen diagnostiziert. Zwei Geschenk-Babyhosen aus lang gehütetem Stoff genäht. Brötchen geholt. Dem Sandkastentreiben zugesehen. An der Babydecke weitergestrickt und zum wiederholten Male gedacht: ich brauche ein weniger warmes Projekt! Mittagsschlaf gemacht, sehr lang. Bunten Nudelsalat für heißes Wetter fabriziert. Vergessen das Radler im Biergarten und die Kinokarten zu fotografieren….