Bloggen gegen die Bequemlichkeit: Wachstuch

Heute gibt es einen Praxis-Tipp zur Plastikvermeidung. Schon lang wurmt mich, dass wir so viele Lebensmittel in Plastik wickeln zum aufbewahren. Käse wird alle 2 Tage neu in Frischhaltefolie verpackt, Brötchen kommen in ZIP-Beutel um sie für den nächsten Tag frisch zu halten, offene Gefäße werden mit Alufolie abgedeckt, was in der Lunchbox nicht rummatschen soll kommt auch in Frischhaltefolie. Zwar ist der Erdöl-Verbrauchsanteil von Plastik sehr gering (das merkt man ganz gut am leichten Gewicht), aber das Recycling von Plastik ist energieintensiv, erfolgt immernoch nicht zu 100% und wenn dann unsere Gelben Säcke entweder verbrannt oder in andere Länder exportiert und dort verklappt werden, da muss man ja nicht mehr zu beitragen als nötig. Plastik ist zwar eben relativ leichter Müll, aber gar kein Müll ist ja immernoch besser.

Also hab ich vor einiger Zeit mal testweise ein 3er Pack Wachstuch zur Aufbewahrung bestellt (das gibt es inzwischen bei vielen Öko-Versendern und auch beim großen Läden mit A). Diese Tücher sind mit Bienenwachs imprägniert und sollen zur Aufbewahrung von allem außer Fleisch gut geeignet sein. Sie kosten allerdings auch ein halbes Einfamilienhaus.

Nach einer Testphase war für uns klar: das klappt gut für uns. Der Käse bleibt sehr viel länger schimmelfrei als in Folie, umpacken unnötig und das Tuch lässt sich super reinigen. Also hab ich jetzt einige solche Tücher selbst gemacht. Das war erstaunlich unkompliziert, der Minimensch könnte super mithelfen und günstig war es auch. 100g Bienenwachs-Pastillen in reinster Qualität gibt es ab 3-4€ (eBay) und daraus konnte ich 5 mittelgroße Tücher (Käseeinschlaggröße) und einen Brötchenbeutel machen. Ich habe mich dabei an diese Anleitung gehalten, aber bräuchte nur je eine Lage Backpapier.

Wir haben jetzt 6 Tücher in passender Größe für Käse oder Butterbrot (30×40), 2 größere zum Abdecken von Schüsseln (40×50), 1 sehr großes (50×60) um unser Brot einzuschlagen. Aus einem weiteren großen in 30×60 habe ich einen Beutel für Brötchen genäht.

Me made Mittwoch: Reisetag

Vollkommen überraschend habe ich heute daran gedacht, dass heute der erste Mittwoch im September ist und damit Me made Mittwoch.

Heute bin ich mit dem Mikromensch sehr weit mit dem Bus, dem Zug und der SBahn gefahren. Ich bin zu einer Tagung und der Mikromensch musste mit. Ich hatte ziemlich viel Kram dabei, insgesamt sahen wir so aus (Schaufenster-Schnappschuss):

Mein Outfit dazu ist reiseerprobt, auch im Sommerurlaub hatte ich diese Kombi oft an. Ich habe sie einmal auf der ICE-Toilette

Und nochmal bei Ankunft in der Ferienwohnung fotografiert, reichlich verknittert und schon mit Brei bekleckert.

Ich trage einen Rock nach Burda 5/2012 aka der Lotti-Rock. Auch stoffmäßig übrigens von lottikatzkowski inspiriert. Den hab ich schon länger, ich glaube seit Sommer 2016. Und ein Shirt aus Baumwolljersey mit Elasthan, den ich aus der Restebox des lokalen Lieblingsstoffgeschäfts zog. Der Schnitt ist – wie immer – eine Abwandlung von Deer &Doe Plantain. Ich nähe es weniger weit/ taillierter ab unter der Brust und meist auch kürzer.

Der Rock hat leider auf der Zugfahrt etwas Federn gelassen, ein Knopf ist weg und die eine Tasche leicht ausgerissen.

Und nun noch schnell zum monatlichen Me made Mittwoch.

Sonntagssachen 28/2018

Brötchen gebacken, gefrühstückt. Zurück ins Bett, Erkältung und unruhige Nächte fordern ihren Tribut. Das Gesicht was aufgeräumt. Äpfel geschält. Ein NfA in fröhlichem schwarz zugeschnitten. Kuchen gegessen. Gestrickt. Das NfA genäht. Brot mit Experiment gebacken: unterm Topf statt imTopf – hat super geklappt.

Das Ergebnis des Experiments:

Bloggen gegen die Bequemlichkeit: Wieviel CO2 kaufe ich denn?

Im Milchmädchenblog habe ich einen neuen Beitrag zur Reihe „Bloggen gegen die Bequemlichkeit“ veröffentlicht

Beyond Milchmädchen

Dieser Blogpost ist Teil einer Reihe, die ich auf meinen beiden Blogs führe. Sie heißt „Bloggen gegen die Bequemlichkeit“ und ich versuche hier, Sachen zu recherchieren oder erklären, die mir und meinen Leser*innen helfen, die Welt besser zu machen. Das kann den Bereich Wirtschaft betreffen, so wie heute. Oder eher den Bereich Gesellschaft, z.B. wenn es darum geht, wie wir unsere Demokratie schützen und erhalten. Die Posts erscheinen dann im jeweils ‚passenderen‘ Blog und werden ggf. ge-cross-postet. Gern würde ich in dieser Reihe auch Gastbeiträge veröffentlichen oder andere verlinken, die sich auch zum Thema ‚Was kann ich besser machen?‘ Gedanken machen wollen oder aus ihrer Perspektive berichten.

Im Ausgangspost Anfang der Woche habe ich eine Reihe von Sachen aufgezählt, die ich schon zu beachten versuch, um etwas gegen den Klimawandel beizutragen. Dazu zählt unter anderem „Kein Flugobst kaufen“. Das machen wir jetzt im zweiten Jahr relativ erfolgreich. Wir…

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Sonntagssachen 27/2018

Gefrühstückt. Dem Minimensch geholfen, sein Zimmer für die wöchentliche Tour des Staubsaugerroboters aufzuräumen. Gleiche Tiere gesucht. Bolognese vorgekocht. Einen sehr leckeren Apfelkuchen von und mit Familie Drehumdiebolzeningenieur gegessen. Industrie-Natur bespaziert. Den letzten Schluck eines sehr guten Rotweins getrunken. Ein ziemlich hübsches aber vermutlich eher uninteressantes weil eilig gebackenes Brot aus dem Ofen geholt.

Sonntagssachen 26/2018

Ich war übers Wochenende allein mit den Kindern und der Mikromensch hat scheinbar einen Wachstumsschub, also hab ich von 5-6.30 das Baby rumgetragen, dann eingesehen, dass es nicht mehr schläft, mich aufs Sofa gelegt, ausgeruht und dann Frühstücken. Danach Brot angesetzt. Maus geguckt. Aus ausrangierten Klamotten Lappen geschnitten. Meine Grummellaune mit Nagellack bekämpft. Und mit Kaffee, den ich aber erstmal mahlen musste. Durchs sonnenbeschienene Ruhrgebiet zum Kaffee bei den Großeltern gefahren. Was für mit Stäbchen essen üben gekocht. Eine Rita Blouse genäht, aufgetrennt, zwei Größen enger genäht.

Sonntagssachen 25/2018

Relativ lang geschlafen und dann Pilates gemacht. Gefrühstückt . Probe-Zuschnitttetris auf dem Trockenen – das mache ich häufig, dass ich erstmal gucke, wieviel Platzbedarf bei wieviel Bruchteilen benötigt wird und dann entscheide, ob ich einen oder zwei Stoffbrüche bügele. Sehr viel Zeit das Zahnbaby gehuckelt. Eiskaffee getrunken. In der Sonne spaziert. Total gesundes Abendessen am Spazierweg. Zuschnitt in echt – Rita Blouse Probemodell.

Nähplausch im August

Ich nähe im Moment nicht sehr viel aber doch regelmäßig und dokumentiere, mangels guten Fotos und Zeit, viel zu wenig davon im Blog. Ich mache auch immer fleißig Pläne, die ich dann aber nicht umsetze. Um all diesen Problemen auf einen Schlag beizukommen, hab ich überlegt ab jetzt an einer für mich neuen Verlinkungsaktion teilzunehmen. Dank Muriel und ihrem Podcast nahtzugabe5cm habe ich nämlich den Nähplausch bei Fadenwechsel entdeckt. Und da plausche ich jetzt einfach mal mit, damit hier nicht nur noch Sonntagsbilder auftauchen.

Was hab ich in letzter Zeit fertig genäht?
Ich habe viel geändert, ehemalige Schwangerschaftsklamotten ent-umstandet, z.B. dieses Anna wurde jetzt ein Anna-NL6069-Hack.

Dann nähte ich ein bisschen was für die Kinder, dünne Sommerhosen nach dem Schnitt Dreamy und Hüte und Mützen für meine Kinder und andere Kinder nach dem Beanie-Schnitt von Lybstes und dem Sonnenhut Mats und Mathilda von Engelinchen. Kurze Hosen für den Mikromensch nach eigenem Schnitt. (So viel Hochsommerkleidung hatten wir fürs Baby nicht vom großen Geschwister.)

Und jüngst noch ein Maxikleid für mich aus einem Stoff, der an Pippa Middleton erinnert und einem Schnitt aus der Knip Juli 2013, das muss ich noch verbloggen.

Woran nähe ich gerade?
Ich nähe gerade zwei identische Röcke für zwei fünfjährige Mädchen, die beide mit dem Minimensch befreundet sind, sich aber untereinander nicht kennen. Ich mag beide sehr und wollte ihnen gern was schenken. Da beide große Bewunderinnen meiner selbst gemachten Kleidung sind, habe ich mich entschlossen ihnen Stufenröcke zu nähen. Dazu habe ich türkis-petrolige Stoffe im Ausverkauf des stoffbüros geordert und arbeite nach dem ‚Schnittmuster‘ und der Videoanleitung ‚Linda‘ von pattydoo. Der erste Rock in Gr. 128 ist schonmal fertig bis auf Saum.

Was plane ich?
Eigentlich brauche ich streng genommen nicht wirklich neue Kleidung, ich habe viele Kleider und Röcke und auch einige Shirts. Alles selbst genäht. Allerdings habe ich in letzter Zeit ein wenig aussortiert. Manche meiner älteren Röcke und Kleider sind nun 6-7 Jahre alt und waren einfach nicht mehr so schön oder ich hatte mich gründlich satt gesehen, bei anderen mag ich den Stil nicht mehr, oder bin mit Sitz oder Verarbeitung unzufrieden. Da sind jetzt ein paar Lücken, die per se nicht groß klaffen, aber die ich mal füllen könnte. Gleichzeitig kann ich das nutzen um etwas mehr Vielfalt in den Kleiderschrank zu bringen. Zum Beispiel mal einen neuen Rockschnitt probieren statt den gefühlt 20sten Tellerrock oder den 10ten Lotti-Rock. Sehr wichtig wäre mir da, mein Blusensortiment aufzustocken. Ich trage im Alltag oft Röcke, aber finde einfache Shirts latent etwas zu casual. Gleichzeitig hasse ich Hemdblusen aus tiefster Seele. Aber zum Glück gibt es ja alternativ andere Blusenschnitte. Konkret in Planung ist eine „Rita Blouse“ nach dem Schnitt von Gertie, erstmal aus grünem (!) Probestoff. Und eine Pam aus der La Maison Victor auch erstmal aus einem Reststück. Der Sieger darf sdann über eine zweite Version aus diesen absolut hinreißenden Ballerinas freuen.

Für die Kinder sind dann wohl leider mal wieder Puschen zu nähen. Der Mikromensch wächst auch schon wieder aus den Shirts raus… achseufz.

Außerdem steht mittelfristig noch ein geheim geheimes Geschenk an, das wird nochmal spannend. und wenn mir dann langweilig wird, kann ich wieder ändern. Meine beiden Blazer sind mir zu weit geworden, ebenso mein Softshellmantel, den ich noch nichtmal verbloggt hab, obwohl er schon fast ein Jahr alt ist…

Gab es Neu-Erwerbungen?
Aus dem Urlaub in Frankreich habe ich mir ein kleines bisschen Stoff mitgebracht:

Und dann hat ja das Stoffbüro Ende Juni leider geschlossen und da gabs für mich was im Ausverkauf, weil ich noch einen Gutschein hatte.

Mein Stoffschrank platzt im Moment aber echt aus allen Nähten, weil ich zu wenig zum nähen komme. Deshalb wird jetzt erstmal verarbeitet.

Und damit ist mein Nähplausch für heute auch erstmal aus.