Me made Mittwoch: Geburtstags-Outfit

Am Wochenende habe ich meinen Geburtstag gefeiert und es traf sich, dass ich passend ein neues Outfit fertig genäht hab, das ich heute kurz noch fotografieren konnte. Bei schlechtem Licht und mit kranken Kindern zuhause. Daher nur ganz schnell:

Es handelt sich um den Lizzie Skirt von sew over it, den ich durch Chrissy entdeckt habe und die Bluse Sofia aus der Herbstausgabe der La Maison Victor, die ich mir extra wegen dieses Schnittes gekauft hab.

Lizzie gefällt mir ganz gut. Ist halt schon ganz schön viel Stoff. Ich habe die Rocklänge um 10cm gekürzt und ich bin nicht klein. Aber aus diesem recht schweren Wollstoff wirkte das ganze in wadenlang ziemlich wie Soutane. Der Stoff ist von alfatex und wurde dort als Kostümstoff verkauft. Der Stoff ist in Köperbindung gewebt und löst sich blitzschnell auf, ansonsten mag ich ihn.

Sofia mag ich sehr. Ich habe sie aus Viskosejersey genäht, den ich exakt passend zum Rockstoff ebenfalls bei alfatex gekauft habe. Die Ärmel musste ich auf 3/4 kürzen, weil ich nur 1m Stoff hatte. Das Ding war quasi in keiner Zeit genäht. Allerdings finde ich das, hier nicht sichtbare, Bündchen zu weit. Das müsste enger sein. Aus Viskosejersey geht die Bluse mit der Tragezeit schon auch merklich in die Länge und Weite, heute sitzt sie deutlich freizügiger als am Sonntag. Mich stört außerdem, dass die Ausschnittkante nur 4cm eingeschlagen wird, das faltet sich ab und zu raus.

Aber sonst: zufriedenstellendes Outfit.

Und jetzt noch ganz schnell zur Staffelstabweitergabe beim Me made Mittwoch!

Sonntagssachen 40/2018

Gefrühstückt. Am Vortag gebackene Plätzchen eingedost. Vorgelesen. Den Bund des am Vortag genähten Rocks nochmal abgetrennt. Eine Brennprobe gemacht, Ergebnis: hoher Wollanteil. Plätzchen ausgestochen. Eine Maschenprobe gestrickt. Knödel eingewickelt. Abgepaust.

Weihnachtsgeschenke-Replay 1: Selbst gemachte Kleinigkeiten

Ich mache wirklich gern Geschenke. Deshalb sieht es hier kurz vor Weihnachten immer sehr Wichtelwerkstatt-mäßig aus, weil ich dann ganz viele Kleinigkeiten an nette Menschen verschicke. Ob ich das dieses Jahr schaffe, steht noch völlig in den Sternen. Aber Normalerweise mache ich immer 1-2 Sachen selbst, die dann alle bekommen, dazu kommen kulinarische Kleinigkeiten wie Kekse und Punsch und dann noch Dinge, die mir für die eine oder andere Person übers Jahr zugelaufen sind. Ich bemühe mich sehr, keine „Stehrümchen“ zu verschenken, sondern lieber Dinge, die man verbrauchen kann, oder von denen ich weiß, dass jmd sie sich wirklich wünscht. Als Inspiration gibt es deshalb heute von mir eine kleine Rückschau auf einige meiner Geschenkideen der letzten Jahre und nächste Woche auf Verpackungen, die wenig oder keine neuen Materialien verbrauchen.

Was ich in den letzten Jahren so verschenkt habe:

Für dieses Jahr hätte ich auch Ideen, aber ich bin noch nicht sicher, ob ich eine große Selbermachaktion schaffe. Aber ihr könnt euch ja jetzt schonmal an meinen Ideen bedienen.

Sonntagssachen 38/2018 und 39/2018

Letzte Woche hab ich einfach vergessen, die fertige Fotocollage zu posten. Sowas.

Letzten Sonntag also: Martinsbrezeln gebacken. Das Gesicht mit Feuchtigkeit versorgt. Vorgelesen um wen es bei dem Brezeltag denn geht. Erheblich Zeit damit verbracht, die Oberfläche des Buffetschranks wieder hervorzuholen. Hosen aufgetrennt. Das allerbeste Blumenkohlcurry gekocht. Theoretisch den Lizzie-Skirt begonnen.

Und diesen Sonntag:

Kaffee zum Frühstück. Ärmel Nr 2 gestrickt. Einen dicken Berg Papier gesichtet. Knieflicken aufgenäht. Den Balkon eingewintert. Vorgelesen. Bestes Winteressen gekocht und gegessen. Von Hand genäht.

So!

Me made Mittwoch: Röschen-Anna

… oder auch das #chrissykleid.

Es begab sich irgendwann im Sommer, dass mein lokales vollgestopftes Stoffgeschäft seinen Räumungsverkauf anfing (denn es schließt. Schnüff.) und unter anderem sehr viele Patchworkstoffe reduziert hatte. Als ich dort so herumschaute, fand ich unter anderem diesen Stoff, blaugrundig mit Rosenmuster.

Der mich sofort sehr an die liebe Chrissy denken ließ. Leider waren nur noch gerade so 1,50m auf dem Ballen (1,10 breit) und Chrissy näht ja bekanntermaßen keine Röcke. Also machte es wenig Sinn, den Stoff für sie zu kaufen, ich fand für sie einen anderen und kaufte die Rosen für mich.

Ich musste dann auch erstmal eine ganze Zeit überlegen, was ich daraus nähe. Ich wollte schon gern ein Kleid, aber Selbst ein halber Teller als Rockteil hätte nicht drauf gepasst, gedoppelt, Ärmel, Bindeband, alles ausgeschlossen. Die Lösung liegt natürlich auf der Hand: Anna.

Der Zuschnitt war spannend, aber es passte exakt:

Ich habe wie üblich Größe 10 mit FBA und tieferem Ausschnitt zugeschnitten. Den Reißverschluss habe ich in die Seite gelegt, Taschen hinzu gefügt und das Kleid komplett gefüttert.

Irgendeine Änderung, die ich sonst mache muss ich vergessen haben, denn es sitzt anders als meine anderen Anna Dresses. Aber ansonsten bin ich sehr zufrieden. Ein Lieblingskleid.

auch Nina zeigt beim Me made Mittwoch Lieblingskleidung.

Sonntagssachen 37/2018

Lang geschlafen, ausführlich und lecker gefrühstückt und dann noch Stunden einfach am Frühstückstisch gesessen und mit Familie @drehumdiebolzen gequatscht. Einen Ärmel fertig gestrickt. Ein eher fragwürdiges Buch vorgelesen. Kartoffel-Kürbis-Gratin gegessen. Viele viele kleine Ecken abgeschnitten – mehr kann aus Geheimhaltungsgründen leider nicht gezeigt werden. Dazu den ersten heißen Apfelsaft der Saison getrunken.

Sonntagssachen 36/2018

Dieser Tag war etwas auf Sparflamme, weil wir ein Kind mit sehr langwierigem Magendarminfekt und eins mit Zeitumstellungsverwirrung und Zahnen bespaßen, bekuscheln, trösten und dabei voneinander fernhalten mussten.

Obwohl beide Kinder für Ihre Verhältnisse lang schliefen, war die Schlafausbeute eher bescheiden und ich war versucht meine Schlafanalyse mit Captain Obvious anzureden. Deshalb aufs Croissant noch Nussnougatcreme, weil! Ein paar Reihen Ärmel gestrickt, ich will die verdammte graue Jacke endlich fertig haben, langweiliges Ding! Mango-Apfel-Chutney eingekocht. Mehrere neue Wärmflaschen gemacht. Viele Seiten vorgelesen. Einen Lizzie-Skirt in dunkelrot zugeschnitten. Den Tag mit Weißwein und einem geschenkten Cupcake beschlossen.

Sonntagssachen 35/2018

Nach dem aufstehen, ganz passend zu meinem Wachheitsgrad 5 mal „Gute Nacht Karlchen“ vorgelesen. Hefeteig gemacht. Erster Teil des Hefeteigs wurde Frühstücksbrioche. Zweiter Teil des Hefeteigs wurde Äpfel-Mohn-Streuselkuchen*. Ein neues Kleid angezogen. Zum x-ten Mal zu flickende Hose aufgetrennt. Kürbis-Cakes gebacken. Abgepaust.

* Eine verbesserte Variante dieses Rezeptes: Untendrunter Hefeteig, oben drauf Streusel wie gehabt aber mit Kardamom. Den Hefeteig von diesem Rezept hab ich aufgeteilt auf eine Springform und eine Mini-Königskuchen-Form. Backzeit 40 Minuten bei 170 Grad Umluft.

Nähplausch September/Oktober 2018

Im September habe ich es nicht geschafft am Nähplausch teilzunehmen. Der Büroalltag hat mich wieder, ich war auf Dienstreise und der Mann sehr viel unterwegs. Im Oktober fällt der Nähplausch leider aus, weil Frau Fadenwechsel zu viel um die Ohren hat. Aber bevor wieder alles in der Versenkung verschwindet: ich Plausche dann mal Solo

Was habe ich genäht?

Blusen. Und zwar je eine Testbluse PAM (La maison Victor) und Rita (Charm Patterns by Gertie)

Und dann eine PAM mit Ballerinen.

Und eine Rita aus floraler Viskose (?) aus Frankreich (Tissus du Monde).

Das war sehr erfolgreich.

Außerdem gab es Puschen für beide Kinder, eins ist aber schon vorm Foto in die Kita entschwunden.

Den zweiten Stufenrock für die beste Freundin des Minimensch, die ihn ständig trägt und sehr stolz darauf ist.

Eine Shorty-Latzhose für den Mikromensch und eine normale Latzhose für den Mikromensch, beide nach dem Schnitt der Strampelhose von Klimperklein.

Flicken. Viele Flicken.

Und zwei Schlafanzughosen für mich:

Die Stoffauswahl erfolgte nach dem Prinzip „was ist groß genug und sollte mal weg“ und entsprechend wild sehen die Hosen aus. Der Waxprint ist eine super leichte Hose geworden, sehr angenehm. Der Streifenstoff hat nicht mehr für lange Beine gereicht, deshalb gab es lange Bündchen. Das sieht zwar sehr speziell aus, ist aber eigentlich sehr toll, denn die Knöchel bleiben so ganz kuschelig warm und trotzdem ist die Hose leicht. Der Schnitt ist jeweils Butterick B 5963 und den kann man getrost was enger machen, der fällt sehr reichlich aus.

Außerdem einen Jerseyrock für meine Schwester.

Das klingt viel, aber ist ja auch der Output von über zwei Monaten.

Was nähe ich gerade?

Kurz vor fertig bin ich mit einem Chrissy-Kleid. Ein Anna Dress aus blauem Quiltstoff mit Rosenmuster. Beides erinnert mich sehr stark an Chrissy. Ich füttere das Köeid komplett weil ich es gern noch im Herbst tragen möchte. Und weil das dunkelrote Futter wirklich toll dazu aussieht.

Was plane ich?

Also ja, Ähm, viel. Ich habe das Stoffreste-Regal aufgeräumt und jetzt hab ich da Material für 3-4 Shirts, 2 Babyhosen, 2 Kleinkindhosen, etliche Halstücher, 2 Minimensch-Pullis und 2-3 Halssocken für Kinder.

Vorher – nachher

Außerdem muss ich eine Babydecke und eine Windeltasche nähen.

Und meinen Softshellmantel enger machen.

Und ich bräuchte wirklich eine neue Handtasche. Aber ich hasse Taschen nähen. Recycled Leather ist da, Futter ist da, Schnitt wäre Arya… aber woher soll die Motivation kommen?

Einkäufe

Gekauft hab ich wirklich nicht viel. Ein paar fat quarters als Ergänzung zu meinen Resten für die Babydecke und den Stoff für den Rock meiner Schwester. das war’s auch schon. Ich war dieses Jahr auch tatsächlich auf keinem einzigen Stoffmarkt und hab einige Schrankleichen vernäht oder aussortiert. Ich führe ja keine Stoffstatistik, aber gefühlt reduziere ich gerade eher den Bestand. Interessanterweise ist ein ganz bestimmter Stoff aus meinem Schrank verschwunden, der ein perfektes Binding für die Babydecke wäre. Das macht mich so wahnsinnig, dass ich schon große Teile meines Stofflagers aufgeräumt habe. Bringt alles nix, bleibt verschwunden… ich werde also gezwungenermaßen nächste Woche in ein Stoffgeschäft gehen müssen. Nee wie ärgerlich.