Sonntagssachen 38/2016

Der Mann lag fiebrig erkältet im Bett, der Minimensch war um sechs zu mir ins Bett gekrochen und auf meinem Arm liegend wieder eingeschlafen – entsprechend mobil und energiereich begann der Sonntag. Geschichten vorgelesen. Adventskalenderpäckchen ausgepackt. Versucht uns zusammenzuraufen und anzuziehen denn wir waren erst auf einem Geburtstagsbrunch und dann auf einem Adventscafé eingeladen. Bei ersterem gab es Tannenbäume auf dem Tisch und Lego zum spielen. Außerdem die WELT, in der erschreckenderweise drin stand, Marx habe evtl gar nicht unrecht gehabt – ich verdauen das immer noch. Erst am Abend kamen der Minimensch und ich zum kranken Mann zurück nach Hause, zündeten die Dritte Kerze an. Und machten Wäsche. Nach Insbettbringen war ich dann eigentlich auch schon bettreif – aber wer macht dann die Weihnachtsgeschenke? Also einen Espresso getrunken. Und endlich was zugeschnitten, was gebastelt und was genäht. Geheim alles, versteht sich. 

Sonntagssachen 37/2016

Nach sehr spät ins Bett für alle war der Minimensch leider trotzdem zur gewohnten Zeit wach. Entsprechend alle eher träge. Frühstück ganz ohne Milchhörnchen. Eisblumen am Dachfenster. Komplexe Bahnkonstruktionen. Keksverzierung. Adventskalenderpäckchen ausgepackt.Zwei Kerzen angezündet. Ein ziemlich steberhaftes Kürbis-Karotten-Brot auf dem nagelneuen Pizzastein gebacken (und mir daran ein wenig den Rücken verhoben… Jaja. Lacht nur.)

Weihnachtskleidung

Dieses Jahr habe ich nicht beim Weihnachtskleid-Sewalong mitgemacht. Der Dezember war vollgestopft mit beruflichem Stress, Kita-Infekten und anderen Rückschlägen, dass ich annähernd alle Weihnachtsgeschenke und ein wenig Deko zusammenbekommen habe, erscheint mit rückblickend wie ein Wunder. Da wollte und konnte ich nichts kompliziertes oder auch nur planvolles mehr nähen. Dennoch hatte ich einen Weihnachtskleidungsplan in derHinterhand. Denn schon seit einigen Monaten wartete ein bodenlanger Wollrock aus Tartan auf Weihnachtsrotem Grund, den ich von meiner Schwiegermutter vermacht bekam, auf Umarbeitung. Und das war ein Projekt, das ich auch noch in den letzten Tagen vor Weihnachten meistern konnte. So gab es dann doch noch einen Weihnachtsrock. Und auch ein Weihnachtsoutfit für den Minimensch.

Der Karorock war lange Zeit das ‚festliche Outfit‘ meiner Schwiegermutter, zusammen mit einer weißen Bluse. Tatsächlich kannte ich ihn schon von Fotos von großen Feiern. Erstaunlicherweise war der Rock, den meine Schwiegermutter schon komplett aufgetrennt hatte, gar nicht so sehr wallend weit, wie man von Fotos gedacht hätte. Er bestand aus vier Bahnen und hatte keinen Bund, war oben nur verstürzt. Aus der Weite des unteren Saums konnte ich gerade so einen 1/3-Teller rauskriegen, das Futter war sogar noch schmaler und ich konnte keinen ausreichend weiten Futterrock für meine Hüfte rausbekommen ohne stückeln.
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Ich habe meinen Standard-Tellerrock-Schnitt benutzt und den Formbund von Simplicity 2451. Da ich das Muster für Bund und Rock schräg zum Fadenlauf hatte (sonst hätte es nicht gepasst), habe ich es mit einer Paspel abgesetzt. Gesäumt mit Schrägbanimage

Da ich den Saum aber erst am ersten Feiertag morgens fertig bekommen habe, trug ich am heiligen Abend für unser Kernfamilienweihnachten zu dritt mein Weihnachtskleid 2011. Am 1. Feiertag zum Großfamilienweihnachten dann den Rock mit blauem Pulli und meinem neuen Nina Cardigan in Weihnachtsrot, aus feinem Walk, auch von meiner Schwiegermutter. image

Das Fest verließen wir recht übereilt mit fiebrigem Minimensch, so dass der Rock bequem am 2. Feiertag zum Schwiegermutterbesuch nochmal zum Einsatz kam. image

Am ‚3. Feiertag‘ den wir beim Brunch mit Eltern und Geschwistern bei uns verbrachten, trug ich dieses Jerseykleid.image

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Vorn

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Hinten

Weil ich beim Post dazu gefragt wurde, wie ich das Füttern gemacht habe: hier ein Foto von innen.

Und der Minimensch trug dieses Ensemble

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Sonntagssachen #16/2015

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Nachdem wir am Samstagabend gleich doppelt aus waren und recht früh am Sonntagmorgen erst im Bett, ließen wir den Tag gemütlich beginnen. Mit Brötchen und Plausch mit der Babysitterin aka des Minimenschen Patentante L. Dann auf zum Weihnachtsbaumverkauf im Ort, der Minimensch mit Laufrad und viel Energie. Badebomben sind dieses Jahr Teil unserer selbst gemachten Geschenke, nur die Hälfte gelang allerdings. Selbstverständlich wurde die vierte Kerze entzündet. Außerdem Weihnachtsgrußkarten genäht (ich nähe dieses Jahr viel Papier…) und gestrickt. Nur einige Reihen, ob der Schal wohl je fertig wird? Als der Minimensch schlief erstmal ein Espresso gegen die Müdigkeit und dann ab an des Minimenschn Weihnachtsgeschenk. Mit verpeilten Eulen. Appliziert. Und noch schnell ein paar liebe Päckchen gepackt, damit sie heute zur Post konnten. Produktiver Tag.

Farbenspiele und Geschenkgedanken

Mein heutiges Outfit vom Dienstag sieht so aus:
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(Der Minimensch findet Fotos mit Selbstauslöser neuerdings sehr toll und kam immer passend zum Auslöserton noch angerannt)

Ich zeige es heute aus zwei Gründen. 1. Als ich letzte Woche meinen roten Pullunder zeigte, kam auf Twitter eine Diskussion über mögliche Kombi-Möglichkeiten für Rot auf. Ich versuche ja gerade, mich von blau-petrol-grau-schwarz  zu Beerentönen und Rot hin zu erweitern. Dabei fällt mir auf, dass ich dadurch auch beim kombinieren umdenken muss. Bei blau passen alle Schattierungen zusammen, dadurch kombiniere ich meist sehr monochrom. Bei rot wären mir verschiedene Rottöne vermutlich zu viel, so fällt mir immer nur die Kombi mit Schwarz und grau ein. Da ich heute im home office bin, habe ich mal ein wenig farblich meine Komfortzone verlassen und schaue, wie mir das gefällt.
2. Ich zeige das Outfit heute und nicht Mittwoch, weil der Rock zwar selbst genäht ist, aber nicht von mir. Er war ein Geschenk meiner Freundin L. Der Stoff hat eigentlich ein blasses Rot, nicht so pink wie auf dem Outfitfoto, eher so:
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Das herannahende Weihnachtsfest war für mich auch wieder Anlass, über selbst genähte Geschenke nachzudenken. Tatsächlich verschenke ich fast nie selbst genähtes. Ausnahme sind Babyklamotten oder Windeltäschchen. Ansonsten verschenke ich zwar jedes Jahr selbst gemachte Kleinigkeiten, aber eher Essen, Likör, Sirup, Chutneys oder Kekse, gepflanztes, gebasteltes aber nie genähtes. Warum? Darauf angesprochen würde ich stets sagen „Es würde das niemand zu schätzen wissen.“ Und tatsächlich gibt es sicher viele, auf die das zutrifft. Andererseits wissen diese Leute Handarbeit vielleicht generell nicht zu schätzen. Aber die, die den Wert eines Hand gemachten Geschenkes zu schätzen wissen, die können sich doch meistens dann das Ganze auch selbst machen. Oder?
Nun. Würde L. so denken, hätte ich diesen Rock nicht. Und auch keinen ähnlichen. Ich hätte den Schnitt (Crescent Skirt von Sewaholic) für mich nicht genäht. Und den Stoff hätte ich mir auch nicht geleistet. Ich trage den Rock aber gern und viel und habe ausgesprochen Freude daran. Was sagt uns das? Womöglich macht man sich manches nicht selbst. Weil man es nicht kann, nicht auf die Idee kommt oder es hinten anstellt. Und da ist es doch schön, eine nähende Freundin zu haben, die einem ein so wertvolles Geschenk macht. Vielleicht nähe ich ja doch noch 1-2 Geschenke…

Kleine Geschenke zu Weihnachten

Ich melde mich vom Krankenlager. Als gute Arbeitnehmerin bin ich, kaum hatte ich Urlaub, gleich mal krank geworden. Über Heiligabend und den ersten Feiertag konnte ich mich gerade noch so retten, seit gestern lieg ich hier rum und bin zu wenig in der Lage. Aber zzum Glück kann ich noch Sachen zeigen, die ich vor Weihnachten gemacht hab.

Ich bemühe mich eigentlich jedes Jahr für diejenigen, denen ich nix großes schenke, die aber trotzdem eine nette Kleinigkeit bekommen sollen, etwas selbst zu machen. Dieses Jahr gibt es in dieser Rubrik floristisches und kulinarisches.

Floristisch gibt es bepflanzte Glasschalen. Die Glasschalen habe ich seit unserer Hochzeit reichlich im Hause und plane eigentlich nicht, sie allesamt bis zum nächsten großen Familienfest im ChaosArbeitszimmer einzulagern. Dann doch lieber anderen damit eine Freude machen. Bepflanzt hab ich sie mit Christstern und Hyazinthe. Ergänzt um Moos und ein bisschen weihnachtlichen Klimmbimm. Schleifchen drum und fertig.
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Kulinarisch gibt es dieses Jahr Dosen, die mit Bratapfelmarmelade, Chaisirup und Spekulatius-Kaffeecreme bestückt sind.
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Den Chai-Sirup habe ich nach dem Rezept von Nina gemacht, habe allerdings wie bei Chai Tee zunächst nur die Gewürze mit dem Wasser aufgesetzt und 1 Stunde ziehen lassen, dann den Tee und den Zucker dazu gegebem, nochmal 10 Minutem geköchelt, abgeseiht und in kleine Fläschchen gefüllt. Ich mache daraus Chai ganz klassisch mit heißem Wasser und heißer Milch im Verhältnis 1:1 und ca. 1-2 EL Sirup auf eine große Tasse.

Die Spekulatiuscreme gibt es bei den holländischen Nachbarn ganz normal im Supermarkt zu kaufen. Eine Variante habe ich auch bei der Weihnachtsedition von Post aus meiner Küche entdeckt. Meine Variante geht so:

200g Gewürzspekukatius mit 30g Butter, 1 EL flüssigem Honig, 1 Espresso und 1/2 TL Zimt im Küchenhäcksler zu einer homogenen Masse verarbeiten. In Gläser füllen, im Kühlschrank lagern.

Die schönen Labels hat Herr Siebenhundertsachen geschnitzt und gedruckt mittels Linoldruck und mit Serviettentechnikkleber aufgebracht. Und er hat auch fleißig das Messer geschwungen und Äpfel entkernt und geschält, denn unsere Ernte war reichlich, so dass wir viel Apfelmus und Bratapfelmarmelade eingekocht haben dieses Jahr.

Weihnachtskleid Sew Along – Finale

Kurz vor Toresschluss schlüpfe ich auch noch rein in die große Weihnachtskleidparade, die heute auf dem Me made Mittwoch-Blog stattfindet. Da ich schon bei meiner Familie bin, gabs keine Zeit für Fotos. Schöne Fotos reiche ich vielleicht noch beim Finale der Herzen nächste Woche nach. Aber jetzt Vorhang auf fürs Weihnachtskleid, vorm noch ungeschmückten Baum:
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Der Schnitt, zur Erinnerung, war dieser hier:

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Allerdings war unser Weg eher steinig. Zuerst hatte ich einen Weihnachtssack und erst nach rabiater Engermachung um insg. 6cm bis 8cm, wurde ein tragbares Kleid draus. Für den nötigen Schick sorgt das Satinband und das Paillettenband am Saum.

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Dadurch glockt der Saum auch sehr nett und das Kleid ist ein echtes Schwingkleid.

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Ich mag es nun sehr, wo es doch noch was geworden ist. Es hat Taschen und es ist sehr bequem.

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Nochmal die Fakten:

Schnitt: Butterick 5639
Größe 12, erheblich verschmälert
Stoff: Romanitjersey vom Stoffmarkt
Änderungen: Ausschnitt mit Wäschegummi abgeschlossen, dafür ungefüttert, verschmälert, Schrägband gesäumt, Oberteil verlängert, Träger gekürzt.
Schwierigkeitsgrad: schwieriger als ich dachte. Viele Schnittteile, viele Anpassungen

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Heute bloggt Katharina auf dem MMM-Blog, aber vorher hat sie uns in ihrem virtuellen Zuhause willkommen geheißen und diesen Sewalong initiiert. Liebe Katharina, das war ganz schön toll von dir! Danke!

Euch allen frohe Weihnachten mit schickem Kleid, tollem Essen und ganz viel Freude!

Mini DIY: Christbaumkugel-Ohrringe

Hier zeige ich euch mal meine Weihnachtsohrringe vom vorletzten Jahr:
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Solche Christbaumkugeln für die Ohren kann man super einfach selbst machen. Man braucht nur kleine Christbaumkugeln, eine kleine Zange und zwei Ohrhänger. Und zwar kurze ohne Spirale und Kugel, so wie die unteren im Bild.
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Wenn man solche nicht findet, kann man aber auch einfach bei denen mit Spirale und Kugel die Öse aufbiegen, Spirale und Kugel runternehmen, ein Stück kürzen und eine neue Öse biegen. Ich hebe auch einfach immer die Ohrhänger von müllreifem Modeschmuck auf und habe so immer solche kurzen Hänger im Haus.

Dann einfach Öse aufbiegen, Christbaumkugel auffädeln, Öse zubiegen, fertig.
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Man kann übrigens die Käppchen oben von den Glaskugeln abziehen und auf andere Glaskugeln draufstecken. Das ist praktisch, wenn man z.b. ein silbernes Käppchen möchte, aber die erwünschte Farbe nur mit goldenen Käppchen zu haben ist. Hier habe ich z.B. Kugeln von Das Depot mit Käppchen von IKEA vereint.

Kleines Update in Sachen Weihnachten

Frei nach dem Motto „Wenn dein Leben dich nervt, streu Glitzer drauf“ bekommt das Weihnachtskleid als Lohn für seine Anstellerei eine ordentliche Portion Paillettenband. Und Satinschrägband. Und einen Gürtel. Ha! Säumen und Glitzeranbringung stehen noch aus. Dann wäre die Bekleidungsfrage geklärt.

Ungeklärt bleibt der Verbleib zweier Pakete mit hochgradig wichtigen Geschenken drin. Jeden Tag sind sie „auf dem Zustellfahrzeug“. Fragt sich nur wo das Zustellfahrzeug ist. Vielleicht auf Ibiza. Wer weiß.

Auch wären da noch eine Reihe von Geschenken einzupacken und liebevoll zu beschriften, eine ganze Ladung Plätzchen mit Zuckerguss zu überziehen sowie ca. 1 Trillion Maschinen Wäsche zu waschen. Achja, ein wenig Ordnung, Sauberkeit und weihnachtliche Deko würden der Wohnung auch nicht schaden. Hm.

Problem: aus unerfindlichen Gründen ist die Uni noch in Betrieb und möchte von mir mit Anwesenheit beehrt werden. Z.B. soll ich morgen eine Vorlesung halten und ein Kolloquium besuchen. Und am Donnerstag einen Gast zu einem Vortrag wärmstens willkommen heißen. Auch melden sich ja so dumme Gutachter immer mit ihrer Meinung zu einem Paper vorzugsweise dann, wenn es einem gar nicht passt, so geschehen dreimal innerhalb der letzten drei Wochen. Und davor ein Jahr gar nicht. Ein großer Spaß.

Aber egal. Was am Donnerstag abend nicht erledigt ist, bleibt liegen, wann soll ich sonst noch die Geschenke einpacken?

7 Sachen etwas verspätet

Jede Woche sonntags und manchmal erst dienstags: Sieben Bilder von sieben Sachen, für die ich am Sonntag meine Hände benutzt hab.

1. Einen Chai Latte gekocht.

2. Ein Kleid wutentbrannt in die Ecke gepfeffert.P1040246

3. Das Kleid wieder aus der Ecke geholt und aufgetrenntP1040245

4. Das Kleid neu zusammengenähtP1040247

5. Ein Päckchen geheimen Inhalts gepackt.P1040251

6. Einen leckeren Wintersalat bereitet.P1040248

7. Weitere geheime Dinge mit Gewürzspekulatius veranstaltet. P1040252

Geheimnisse über Geheimnisse. Diese werde ich nach Weihnachten aufklären können – Feind liest mit. Am nächsten Sonntag sind schon Ferien! Oh wie ich mich darauf freue!