Sonntagssachen 40/2018

Gefrühstückt. Am Vortag gebackene Plätzchen eingedost. Vorgelesen. Den Bund des am Vortag genähten Rocks nochmal abgetrennt. Eine Brennprobe gemacht, Ergebnis: hoher Wollanteil. Plätzchen ausgestochen. Eine Maschenprobe gestrickt. Knödel eingewickelt. Abgepaust.

Schnelles Ciabatta

Brot backen braucht Zeit. Ein gutes Brot mit viel Geschmack will nach einem genauen Plan und mit Geduld gebacken werden. Aber… manchmal, oft sogar, lässt das Leben wenig Raum für gut geplantes Backen, für Vorteige, kalte Gare, Brühstücke etc. Da braucht es auch Brotrezepte, die schnell gehen. Bisher hatte ich da kein Rezept für Baguette oder Ciabatta, also für ein Brot zu Salat/Käse/… nun hab ich eins. Ich habe jüngst dieses Rezept ausprobiert, das klappte wirklich tadellos und hab noch ein bisschen dran rum optimiert. Dinkel, etwas gröberes Mehl, etwas weniger Hefe, etwas mehr Falten und Gehen, aber für mich flott genug

Für 2 Ciabatta

370 g Dinkelmehl 1050

80g Hartweizengrieß

390ml Wasser

1/2 TL Salz

7g Hefe

1TL Zucker

2 EL Olivenöl

Optional: getrocknete Tomaten, Kräuter, Fleur de SEL

Zucker, Wasser, Hefe verrühren, für 10 Minuten beiseite stellen. Derweil Mehl abwiegen, mit Salz mischen. Dann alles verkneten und in der Schüssel zugedeckt 45 Minuten gehen lassen.

Den Teig auf ein bemehltes Brett stürzen, in die Länge ziehen und Falten. dreimal wiederholen. Dann in zwei Teile schneiden. Ggf vor dem letzten Falten getrocknete Tomaten, Oliven, Kräuter einarbeiten. Die beiden Teigstücke in eine längliche Form ziehen und zugedeckt 45 Minuten gehen lassen. Derweil den Ofen mit Blech auf 220 Grad vorheizen.

Die Brote vorsichtig auf das Blech verfrachten. Einsprühen, wenn gewünscht mit Kräutern und Fleur de SEL bestreuen. 22 Minuten backen. Die letzten 5 Minuten bei Umluft.

Sonntagskuchen: Erdbeer-Baiser-Torte

Letzten Sonntag (zählt das überhaupt, Monika?) hätten wir eigentlich Besuch gehabt. Dafür hatte ich eine Baisertorte geplant, weil ich von einer Sauce Hollandaise noch einige Eiweiße übrig hatte. Leider wurde der Minimensch krank und daher konnte der Besuch nicht kommen. Ich habe trotzdem Kuchen gebacken. Nur für uns .

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Diese Baisertorte hat zwei Schichten Creme und einen Baiserdeckel. Das Rezept war vor Jahren mal in einer ‚Lecker‘ glaube ich, ich habe es inzwischen von den Mengen her an meine Bedürfnisse angepasst. Ich mag an dem Rezept besonders, dass es ohne Gelatine auskommt. Ich finde Gelatine in Torten meist eher fies und bin froh, hier eine Alternative ganz ohne Gelatine gefunden zu haben. Schließlich ist Gelatine auch nicht vegetarisch. Die Torte ist gehaltvoll, daher hab ich sie in mini gebacken, für eine normale Springform alles mal 1,5 nehmen. Für eine Springform von 20cm braucht man:

Teig:

70g Butter vorher aus dem Kühlschrank nehmen
70 g Zucker
3 kleine Ei(er)
1 Pck. Vanillezucker
100 g Mehl
½ TL Backpulver

Baiserbelag:
3 Eiweiß
130 g Zucker
80 g Mandelblättchen

Füllung
1 Pck. Vanillepudding
2 EL Wasser
2 EL Zucker
100 g Himbeeren gefroren
200g Erdbeeren frisch
1 Becher Sahne
1 Pck. Sahnesteif
1 Pck. Vanillezucker

Teig:
Butter mit Zucker und Vanillezucker cremig aufschlagen. Dann die Eier und das mit Backpulver vermischte Mehl nach und nach unterrühren. Wer zwei Backformen hat, fettet beide und gibt in jede die Hälfte des Teiges. Ich habe nur eine und habe die Böden nacheinander gebacken, geht auch.

Baiser:
Eischnee steif schlagen, Zucker langsam einrieseln lassen und kurz weiter schlagen, dann auf den Rührteigböden verteilen, mit jeweils 40 g Mandelblättchen bestreuen und je 25 Min. bei 180°C backen. In der Form etwas abkühlen lassen.

Creme:
Die Erdbeeren putzen und pürieren. Die Himbeeren in einem Topf aufkochen. Dann das mit Zucker und Wasser angerührte Puddingpulver unterrühren, kurz aufkochen lassen, dabei gut umrühren. Das Erdbeerpüree sofort unterrühren.

Einen Tortenring um einen der Böden legen. Die Beeremischung etwas abgekühlt auf den Boden streichen, vollends erkalten lassen.

Die Sahne mit Sahnesteif schlagen und auf die kalt gewordene Himbeer-Erdbeercreme streichen. Den zweiten Boden in die gewünschte Anzahl Tortenstücke schneiden und auf den Kuchen legen. Noch etwa 1 Std kühlen.

Sonntagssüß: Apfeltarte

Hier ist die Apfelverarbeitung nach wie vor im Gange. Neben sehr vielen Gläsern Apfelmus heißt das vor allem Apfelkuchen.

Heute eine leckere Tarte.
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Man braucht eine Tarteform oder eine Springform von 28cm Durchmesser. Da das ganze auch nach dem Backen eher fragil ist, sollte man nur versuchen, den Kuchen aus der Form zu nehmen, falls diese einen herausnehmbaren Boden hat.

Man braucht:

700g säuerliche Äpfel
200g Zucker
120g Mehl
100g Butter
2 Eier
100ml (Soja-)Milch
Saft von 2 Zitronen
2 MS Vanillepulver
50g gehackte Mandeln

Die Äpfel schälen, vierteln, entkernen und in sehr feine Schnitzen schneiden. Ich mache das mit der Maschine. Natürlich ist die Optik schöner, wenn die Schnitzen von Hand geschnitten sind, dafür braucht man aber auch viel viel länger.

Ofen auf 160 Grad Umluft oder 180 Grad Ober-Unterhitze vor heizen.

Apfelscheiben mit Zitronensaft marinieren und beiseite stellen.

Zucker und Butter schaumig schlagen, Eier, Mehl, Milch, Vanille und eine Prise Salz unterrühren.

Die Form fetten, oder -von mir präferiert- mit einem passend geschnittenen Backpapier auslegen.

Den – recht flüssigen – Teig in die Form geben und gleichmässig verteilen.

Die Äpfel auf dem Teig aufhäufeln. Die Schnitzen sollten aufrecht stehen und unten im Teig versinken. Ich mache das eher unordentlich gehäufelt und fahre damit gut, man kann das auch dachschindelartig und spiralig machen, ist für den Geschmack jedoch ohne Belang.

Nun den Kuchen für 45 Minuten backen.

Nach den ersten 15 Minuten, das fragile Teil kurz rausnehmen, die Mandeln darauf verteilen und mit ca 2 EL Zucker bestreuen. Wer mag, darf auch noch ein paar in Rum eingelegte Rosinen ausstreuen – wird von Teilen dieses Haushaltes nur nicht so geschätzt.

Nach dem backen ankühlen lassen und erst dann, wenn überhaupt, aus der Form nehmen.

Sonntagssüß: Schoko-Doktorhüte

Wir waren gestern abend auf der Doktorparty meiner langjährigen Kommilitonin, Freundin, Perlentante und Hochzeitsflötistin M. Sie hatte natürlich bei ihrer Verteidigung von ihren Kollegen schon eine Doktorhut bekommen. Aber irgendwas schönes selbstgemachtes wollte ich ihr trotzdem mitbringen. Ich sinnierte also vor mich hin Und auf einmal ploppte es in meinem Kopf auf. Doktorhüte backen. Und wenn da einmal was drin ist, dann will es auch umgesetzt werden.
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Die runde Basis der Hüte ist aus Schokorührteig, die Deckel sind After Eight. Als Klebemasse dazwischen ist eine Schoko-Creme. Für alle, die auch mal Doktorhüte, oder einfach quadratische Schoko-Minz-Törtchen backen wollen. So gehts:

Für den Teig:

200g Mehl
50g gemahlene Mandeln
3 Tl Backpulver
5 EL Kakao
120g Zucker
3 Eier
2 EL Caramelsirup
150g Butter
150ml zimmerwarme Milch

Backofen auf 180Grad vorheizen. Mehl, Back- Kakaopulver und eine Prise Salz vermischen. Butter schmelzen, mit Eiern, Milch, Sirup und Zucker verquirlen. Die beiden Mischungen vermengen und in einer mit Backpapier ausgelegten Fettpfanne etwa 1,5-2 cm dick ausstreichen. Für 40 Min. backen. In der Zeit die Creme machen.
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Für die Creme

200g Schokolade
100g Butter
50g Zucker
1 Becher Sahne
1 Ms Vanille

Butter , Zucker und Schokolade in einem Topf bei geringer Hitze schmelzen. Von der Flamme nehmen undhandwarm abkühlen lassen. Die Sahne schlagen und unterheben.

Kuchen abkühlen lassen, Creme im Kühlschrank kühlen bis sie einigermaßen fest ist (dauert ein paar Stunden).
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Ich habe die Doktorhutbasen mit der Plastikhülle eines Teelichts ausgestochen. Dann jeweils einen TL Creme drauf und oben auf ein AfterEight. Mit Kuvertüre eine Bommel aufmalen. Die fertigen Hüte noch einige Stunden kalt stellen.
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Sonntagssüß: Guinness-Chocolate-Cake

Heute gibt es bei uns ausnahmsweise auch mal wieder was süßes. Wir kriegen Besuch zum Kaffee. Und diesen Kuchen sollte man besser nur machen wenn Gäste kommen. Zu zweit braucht man sonst ne Woche lang nix anderes mehr essen…

Der Kuchen ist ein all-time-favorite. Ziemlich schokoladig, etwas herb und doch auch knatschsüß. Das Rezept stammt -wie sollte es anders sein- von einer Freundin aus England.

Man braucht:

Für den Kuchen

  • 300ml Guinness (im Notfall Schwarzbier)
  • 250g Butter
  • 75 g echter Kakao
  • 400g Rohrzucker
  • 150g Saure Sahne
  • 2 Eier
  • 1/2 TL Vanillepulver
  • 275g Dinkelmehl 1050/gemischt mit Vollkorn nach Belieben
  • 2,5 TL Natron
  • 4 EL rote Marmelade (z.B. Johannisbeer)

Für das Frosting

  • 300g Frischkäse
  • 150g Puderzucker
  • 125ml Schlagsahne
  • (100g gefr. Himbeeren)

Das Guinness in einem Topf erwärmen, die Butter in Stückchen schneiden und darin schmelzen. Dann den Kakao und den Zucker zugeben. Rühren, bis der Zucker sich aufgelöst hat.

Die Saure Sahne mit den Eiern dick aufschlagen.

Das Mehl mit dem Natron und 1 Prise Salz mischen. Nun langsam die Guinness-Butter-Zucker-Soße und das Mehl zur Eiercreme geben.

In einer gefetteten Springform 45 Minuten bei 180 Grad backen. IN DER FORM abkühlen lassen. Nach dem Abkühlen den Kuchen quer durchschneiden, mit der Marmelade bestreichen und wieder zusammen setzen.

Für das Frosting die Sahne schlagen, dabei die Hälfte des Zuckers einrieseln lassen. Die andere Hälfte mit dem Philadelphia cremig schlagen. Dann beides mischen. Wer Himbeer-Frosting möchte püriert ca. 100g Himbeeren und zieht diese noch drunter.

Dann den Kuchen dick und fett mit Frosting bestreichen und min. 2 Stunden kalt stellen.

Jetzt muss ich erstmal recherchieren, wer diese Woche das süß sammelt und werde auf jeden Fall morgen die virtuelle Kaffeetafel visitieren.