Meine Antwort auf das Nähfragezeichen: DIY-Geschenk Untersetzer-Tutorial

Meike vom Blog crafteln.de fragt diese Woche in ihrer Reihe „Nähfragezeichen“ nach selbstgemachten Geschenken. Das ist ein bisschen schwierig, denn viele meiner Zu-Beschenkenden lesen hier mit. Und einen spoiler will ich ja nun auch nicht gleich posten. Aber ein-zwei kleine Tipps und eine Anleitung hab ich doch.

Gestern abend habe ich diese Topf/Kannenuntersetzer gebastelt:

Die Idee davon habe ich von Pinterest. Der betreffende Pin verweist auf marthastewart.com wo es aber keine Anleitung gibt. Schwer ist es aber nicht.

Man braucht Dekokiesel mit einem Durchmesser von 0,5-1,5cm, am besten mehrfarbig.

Dicken Filz, ich habe ihn bei Buttinette bestellt, aber es gibt den auch im Bastelgeschäft, und Kraftkleber.

Dann schneidet man einfach unter Zu-Hilfe-Nahme eines Topfdeckels eine runde Form aus, oder auch eine eckige wem’s gefällt oder eine kleine in Tassengröße und beginnt die Kieselchen mit Kleber zu bestreichen. Immer so 10-20 Stück einstreichen, dann ein Stück vom Filz auch beklebern, warten bis der Kleber einen Film gebildet hat und ab auf den Filz mit den Steinen. Die frisch angeklebten Steine beschweren (Saft-Pakete eignen sich super 😉 ).  Es dauert zwar ein bisschen, bis alle Steinchen verklebt sind, lässt sich aber auch gut vor dem Fernseher machen.

Ich habe außerdem schon einige Untersetzer für Tassen nach diesem Tutorial genäht, die ich schön finde als Begleitung für selbst gemachte Marmelade, Likör oder Plätzchen.

Für morgen steht bei mir noch die Anfertigung eines solchen Kranzes an.

Der Rest muss leider bis nach Weihnachten mein Geheimnis bleiben …

5 auf einen Streich

Mir fällt auf, dass hier bis auf Sonntagssüßes länger nix gekocht wurde. Zum Glück hab ich jetzt einiges an Rezept-Repertoire von den Partyvorbereitungen am Samstag. Beginnen wir also den Rezeptreigen mit einer kleinen Kollektion Aufstriche: zweimal Feta-Creme, einmal Lachscreme, Tomatenbutter und eine Rote Linsencreme

Feta-Creme:

zunächst als Basis für beide Cremes 1 Paket Frischkäse und 1 Päckchen Feta mit 2EL Olivenöl pürieren. Dann die Masse teilen.

Variante a)

1-2 EL Oliven, 1 Knoblauchzehe und 1 TL Provence-Kräuter mit in den Mixer geben und alles gut durchpürieren.

Variante b)

1 TL Tomatenmark, 1 Chilischote, Pfeffer und rosenscharfes Paprika-Pulver mit in den Mixer geben und ebenfalls gut durchpürieren.

Jeweils ggf. mit Salz abschmecken (hängt von der Salzigkeit des Feta ab).

 

Lachscreme:

1 Paket Räucherlachs fein hacken, 1 Bund Dill fein zupfen oder hacken. Mit 1 Paket Frischkäse, Saft von 1/2-1 Zitrone und Pfeffer vermengen.

 

Linsenpaste:

100g rote Linsen mit der doppelten Menge Gemüsebrühe aufkochen und dann weich ziehen lassen.

Eine kleine Zwiebel fein hacken

Die weichen Linsen mit der Zwiebel und 30-50g Butter (je nach gewünschter Cremigkeit) und 1 EL Tomatenmark pürieren.

Würzen mit Salz, Pfeffer, rosenscharfem Paprikapulver und indischem Curry.

 

Tomatenbutter:

5-8 getrocknete Tomaten in Öl sehr fein hacken oder im Mixer klein machen. Mit 100g weicher Butter, 1 TL Tomatenmark, 1 TL Basilikum und 1 MS Oregano vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

 

 

Tutorial: Gästepantoffel-Utensilo

Das Ziel ist in Sicht und meine Diss ist jetzt zur letzten Durchsicht abgegeben und wartet auf das OK zur Abgabe. Jetzt beginnt das lange Warten. Aber die Zeit kann ich nutzen um eine ganze Reihe von aufgeschobenen Posts endlich nachzuholen. Beginnend mit der Anleitung für eine Hängeaufbewahrung:

Wir haben im Flur recht wenig Platz, so dass Pantoffeln, Post und Schlüssel sich gern in der halben Wohnung verteilen. Daher habe ich letzte Woche ein Utensilo genäht, wo das jetzt alles reinkann. Meins ist 35cm breit und 120cm lang, die Maße sind aber frei wählbar.

Das braucht man:

  • Einen schönen Stoff und einen Futterstoff, jeweils zwei Streifen, die so groß sind, wie das fertige Utensilo werden soll plus Nahtzugaben. Also bei mir: Zwei Streifen vom Blumenstoff in 40*125 und zwei gleich große Streifen weißen Baumwollbatist.
  • zwei große Ösen mit Einschlagewerkzeug
  • eine Schnur zum Aufhängen
  • Nähgarn, Nadel, Nähmaschine, Schere

Man könnte natürlich auch die Taschen aus einem anderen Stoff machen, als den die Grundform, dann kann man Reste verwerten.

Los gehts:

  • jeweils einen Streifen des Futters und des Außenstoffs in gleich große Rechtecke für die Taschen schneiden. In meinem Fall hab ich ihn der Länge nach geviertelt und dann die Knicke geschnitten, wer ein längeres Utensilo näht, sechstelt oder achtelt seinen langen Streifen der Länge nach.
  • Zuerst werden die Taschen genäht. Dazu jeweils ein Futterrechteck und ein Außen-Stoff-Rechteck rechts auf rechts an den langen Kanten aufeinandersteppen, die kurzen Kanten bleiben offen. wenden und ausbügeln. Das Ergebnis sieht dann so aus:
  • Nun werden die Taschen auf die Außenseite des Körpers gesteppt. Dazu die erste Tasche am unteren Rand ca. 4cm oberhalb der Unterkante mit dem Futter nach oben anstecken (das ganze wird danach nach oben umgeschlagen, die Taschen steht also beim nähen weit nach unten über den Stoff des Körpers hinaus.) Wenn die erste Tasche festgesteppt ist, diese nach oben umschlagen und die nächste wiederum 4cm oberhalb des Randes der unteren Tasche anlegen (Futter nach außen) und feststecken. Steppen, umschlagen, nächste Taschen feststeppen usw.
  • Wenn alle Taschen festgesteppt sind, diese alle nach oben schlagen und jeweils festpinnen, damit sie nicht mehr verrutschen. Die Faltkanten nicht bügeln, so wird die Tasche etwas bauchig und fast nachher den Inhalt besser.
  • jetzt kommt die Rückseite drauf. Dazu den Rückseitenstoff rechts auf rechts auf die Vorderseite (mit den Taschen) stecken und rundrum steppen,  die untere Kante zum wenden offenlassen.
  • Die Nahtzugaben zurückschneiden, wenden, untere Kante umbügeln und nah an der Kante absteppen.
  • Jetzt kann man die Taschen noch unterteilen. Ich habe sie mit einem Zickzackstich halbiert. Wer ein breiteres Utensilo näht, mag vielleicht dritteln. Einfach immer von der Unterkante bis zur Oberkante rüberrattern.
  • Zum Schluss oben die zwei Ösen einschlagen, eine Kordel durchziehen und aufhängen.

P.S. Man kann auch die Oberkante etwas länger kalkulieren und um einen Kleiderbügel nähen, dann hat man ein „Im-Schrank-Utensilo“.

Knöpfschal (inkl. Anleitung)

Heute zeig ich euch ein Wohlfühl-Blitzprojekt. Einen geknöpften Schalkragen.

So sieht er aus:

Und offen:

Ich habe diese Wolle schon eine Weile, sie war ein Restposten, es gab nur drei Knäuel. Ich wollte aber unbedingt eine Mütze UND einen Schal daraus. Zuerst hatte ich einen kurzen Loop im Zopfmuster, dann im Perlmuster gestrickt. Aber irgendwie saß es nie so, entweder zu kurz oder zu lang. Vor einiger Zeit habe ich dann bei Cozihome (heute Suddenly Found) diesen Schal mit Reißverschluss gesehen. Das hat mich auf die Idee mit den Knöpfen gebracht.

Jetzt reicht die Länge und er sieht auch noch ziemlich gut aus, finde ich. Die Knöpfe hab ich vor einigen Wochen auf dem Markt gekauft und habe dann diese Woche (nachdem die Strickweste fertig war) spontan Lust bekommen, das ganze anzugehen. Und es ging wirklich flott. Insg. zwei Tage Bus zur Arbeit, dann war er fertig. Ich hab als Muster Vollpatent gewählt, einerseits liebe ich Patent einfach, weil es so schön dick wird. Aber ich brauchte auch ein Muster, das ordentlich Stand hat und von beiden Seiten gleich schön ist, damit das Umschlagen gut geht. Ein normales Rippenmuster müsste aber auch gehen.

So gehts:

  • 100g eines Garns für Nadelstärke 7-8 kaufen, das nicht allzu unregelmäßig in der Dicke ist und keine langen Puscheln hat, ein eher festes Garn ist gut. Meins ist von Lana Grossa, aber es gibt es leider nicht mehr. Ich denke aber, bspw. Anouk von Lang Yarns müsste gut gehen.
  • Wer im Patent stricken will, kann sich hier angucken wie’s geht. Ist eine super Möglichkeit, es zu lernen. Patent ist ein einfaches und sehr sehr schönes Muster, weil es so deutliche Rippen produziert. Ich kann übrigens alle Strickvideos von nadelspiel.com nur wärmstens empfehlen.
  • Der Schal ist insg. 70 cm breit und 28 cm hoch. Eine Maschenprobe im gewünschten Muster anfertigen und dann die entsprechende Anzahl Maschen anschlagen. Für Patent habe ich mit Nadelstärke 7 50 Maschen angeschlagen. Bei normalem Rippenmuster wird es bei etwa 70 Maschen liegen, denke ich.
  • 4 cm über die volle Breite stricken. Dann an der linken Kante das erste Knopfloch 2cm hoch arbeiten und zwar vor der letzten sichtbaren Rippe, also vor der drittletzten Masche. Wie ein Knopfloch geht? Kann man sich hier  angucken.
  • Dann wiederum 4 cm über die volle Breite stricken. Dann das nächste Knopfloch.
  • Usw. bis man 4 Knopflöcher hat. Bei 4, 10, 16, 22 cm Höhe. Der Schal sollte dann jetzt 24cm hoch sein. Noch weitere 4 cm über die volle Breite stricken, dann abketten.
  • An der Gegenkante 4 hübsche Knöpfe annähen, hier kann man nun durch die Position bestimmen, wie weit die beiden Kanten sich überlappen sollen.
  • FERTIG!

 

 

 

 

Aus Schal wird …

… Schal!

Ich habe vor einigen Wochen einen grob gewebten Schal in Lieblingsfarben geerbt. Struktur und Farbe gefielen mir sehr gut. Leider war er nur knapp 1,50m lang und ließ sich dadurch gerade einmal um den Hals wickeln. Also nix für kalte Tage. Außerdem war der dicke Stoff dopelt umgeschlagen gesäumt, was ihm ziemlich unschön fallende Enden verpasste.

Ich habe daher kurzerhand zur Schere gegriffen und aus dem kurzen Sommerschal einen flauschigen Winterloop gemacht:

Ich habe einfach nur die Säume abgeschnitten, den Schal zum Rund geschlossen und den Schlauch auf ein passendes Stück dunkelblauen Polarflies gesteppt. Mit Zickzackstich, um nichts in der Breite zu verlieren und weil die Ränder ja eh sauber waren.

Hier nochmal an der Frau:

Ich kuschel mich wohlig hinein und mache mal weiter mit meinem Modellcode. Ich habe übrigens den Eindruck, mein Kopf ist so voller Diss, dass kein Platz mehr für anderes ist. Zuerst ist das Kurzzeitgedächtnis abhanden gekommen, so dass ich vergesse, was ich gerade tun wollte, sobald ich mich einmal um mich selbst gedreht hab. Schwupps, leergefegt. Ich fürchte in Kürze wird das Langzeitgedächtnis dran glauben müssen. Ich sehe meine Diss wie einen kleinen Kuckuck in meinem Hirn sitzen und nach und nach die anderen Wissens-Kinderchen über den Nestrand buksieren. Wird Zeit, dass ich abgebe, wenn ich nicht in Kürze die französische Sprache und das Schuhebinden verlernen will…