Das finale Finale der Blümchen

Meike fragt heute zum letzten Mal nach unseren Blümchenerfahrungen. Ich muss dazu leider ein gemischtes Fazit ziehen. Was keinesfalls nur an den Blümchen liegt.

Mein erstes Blumenprojekt war vom Schnitt her Burda-typisch eigenwillig. Der Stoff ist dafür total toll. Ich werde das Kleid sicher im Urlaub auch tragen, den Schnitt aber nicht nochmal nähen.

Knotenkleid aus Burda 3/2012

Knotenkleid aus Burda 3/2012

Das zweite Blütenprojekt war ein voller Erfolg. Hier hatte ich den Vorteil, dass ich einen bewährten.Schnitt genommen habe. Die feinen Blümchen passen aber perfekt dazu und der Stoff ist trotzdem neutral genug um nicht lieblich zu wirken.

Simplicity 2451 aus Israelstoff

Das dritte Projekt hatte ich mir als Selbstläufer gedacht. Ein schonmal genähter Schnitt + Jersey + ein Muster, das mir ganz ohne Hintergedanken gut gefiel. Was soll da schiefgehen? In Wahrheit erging es mir mit diesem Projekt ähnlich wie Meike mit dem Fame-Kleid. Ich habe ungefähr jede Naht dieses Kleides 2-3 Mal aufgetrennt.

Ich würde einen Teil der Schuld auf den flutschigen Stoffmarkt-Jersey schieben. Der Stoff war einfach nicht so elastisch und dabei fest, wie der Jersey von Buttinette von meinem ersten Kleid nach Knip 12/2011. Deshalb klebt er dauernd an allem fest und wirft merkwürdige Falten. dauernd rollte sich der Beleg des Ausschnitts nach außen. Und der Ausschnitt rutschte zur Seite und sowas. Ein weiterer Teil der Schuld trifft mich, denn ich habe an diesem Kleid immernur nebenher kurze Zeit genäht. Dadurch war ich etwas neben mir und habe dumme Fehler gemacht. Nichtzuletzt bin ich aber auch vom Muster nicht mehr überzeugt.

Ich finde irgendwie wirkt es etwas wie ein Nachthemd mit Falten auf dem Bauch. Ich habe die Falten schlussendlich mit Handstichen in Form fixiert, den Beleg ebenfalls mit Handstichen innen noch einmal (zusätzlich zu zwei Fixier-Nähten) angeheftet. Und das ganze sicher eine wenn nicht zwei Größen enger gemacht, weil jedes bisschen Mehrweite sich sofort in Falten an die Brust klebte.

Mit dem Ergebnis bin ich jetzt so Alltagskleid-zufrieden. Kategorie „Ich lass das jetzt so“. Zuversichtlich wie ich bin, hab ich wiederum halblange Ärmel gewählt und den Ausschnitt so zugenäht, dass ich es auch sommerlich leicht ohne Oberteil drunter anziehen kann. Heute braucht man allerdings ein langes Oberteil und eine Leggins drunter. Einen Schal und eine Jacke drüber. Pffff.

Mein Blütenfazit ist entsprechend gemischt: Blumenröcke scheinen mir unproblematisch und trage ich auch gern. Ich muss nochmal mit großen Blumen experimentieren. Bei Kleidern dürfen die Blumen nicht so vordringlich und der Schnitt nicht allzu lieblich sein. Ein Muster was sehr unruhig ist, wirkt an mir eher kittelig, während ein eher ruhiger Stoff, der eine klare Grundfarbe hat durchaus geht. Ich habe erst Lust auf Blümchen bekommen, aber über das Jerseykleid die Lust wieder etwas verloren. Aber gerade ist auch nix mehr mit Blümchen geplant und für den Stoffkauf weiß ich auf jeden Fall eher, was ich nehmen könnte. Und eine Lehre hab ich auf jeden Fall gezogen: Wenn Musterexperiment, dann erprobten Schnitt. Nicht beides auf einmal…

Liebe Meike, danke für den Anstoß!!! Das war eine famose Idee. Ich bin gespannt, was sich an den Streifen für eine Diskussion entspannen wird.

Blümchen-Monatchen

Eigentlich habe ich wirklich ÜBERHAUPT keine Zeit für eine große Blogaktion. Aber animiert durch Meikes wundervoll Aktion schreiben alle so viel von Blümchen, das ist ansteckend. Da will man einfach unbedingt auch was blumiges machen. Und so habe ich mir überlegt, ein bisschen träumen darf man ja wohl. Und während gerade Penelope Cruz in vielen blumigen Kleidern über den Bildschirm flimmert (arte scheint montags in letzter Zeit tolle spanische Filme zu zeigen. Letzte Woche „Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs“ diese Woche „Volver“) hier eine Bestands- und Planaufnahme.

Ich besitze einige blumige Röcke, die ich sehr gern trage. Z.B. diese beiden. Sommerröckchen, leicht und blumig. Aber nicht ein (!) blumiges Oberteil oder Kleid. Meine Oberteile und Kleider sind einfarbig. Oder gestreift.
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Warum? Ich wünsche mir eigentlich gemusterte Kleider. Aber die Stoffe kommen mir dann alle falsch vor. Große Blumen sind mir zu bunt. Kleine Blumen sehen mir zu sehr nach Kittel aus. Aber ich pack das an. Wie bei vielen anderen scheint ja das mit den Blümchen auch bei mir ein noch offenes Kapitel.

3 Stoffe habe ich schon hier liegen. Nr. 1 hab ich in Israel gekauft und er soll ein Simplicity 2451 werden. Sicherer Schnitt fürEinzelstück-Stoffe.
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Nr.2 ist ziemlich karibisch für meine Verhältnisse und soll ein Burda-Knotenkleid aus Nr. 3/2012 werden. Das ist auch rel. hoch priorisiert, denn es ist ein Probekleid für ein Hochzeits-Gast-Kleid, dass Mitte Juli fertig sein muss.
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Nr. 3 ist ein sehr klein geblümter Jersey und er soll ein Knip-Kleid werden. Das würde ich am liebsten zuerst angehen. Aber das wäre nicht vernünftig.
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Ich habe mir nun vorgenommen, dass eins dieser Projekte im Mai fertig werden soll. Nach der Steuer und dem Geburtstagsgeschenk für Herr Siebenhundertsachen. Ich denke, ich peile das lila Hawai-Knotenkleid an. Der Schnitt reizt mich und die Farbe wäre schon schön für laue Sommerabende.

Jetzt gehe ich mich noch auf den letzten Drücker einreihen bei all den blumigen Damen. Viele äußerst konstruktive Blümchen-Pläne und -Gedanken findet ihr heute bei Meike. Danke an dieser Stelle für die Anregung!