Kleine Geschenke zu Weihnachten

Ich melde mich vom Krankenlager. Als gute Arbeitnehmerin bin ich, kaum hatte ich Urlaub, gleich mal krank geworden. Über Heiligabend und den ersten Feiertag konnte ich mich gerade noch so retten, seit gestern lieg ich hier rum und bin zu wenig in der Lage. Aber zzum Glück kann ich noch Sachen zeigen, die ich vor Weihnachten gemacht hab.

Ich bemühe mich eigentlich jedes Jahr für diejenigen, denen ich nix großes schenke, die aber trotzdem eine nette Kleinigkeit bekommen sollen, etwas selbst zu machen. Dieses Jahr gibt es in dieser Rubrik floristisches und kulinarisches.

Floristisch gibt es bepflanzte Glasschalen. Die Glasschalen habe ich seit unserer Hochzeit reichlich im Hause und plane eigentlich nicht, sie allesamt bis zum nächsten großen Familienfest im ChaosArbeitszimmer einzulagern. Dann doch lieber anderen damit eine Freude machen. Bepflanzt hab ich sie mit Christstern und Hyazinthe. Ergänzt um Moos und ein bisschen weihnachtlichen Klimmbimm. Schleifchen drum und fertig.
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Kulinarisch gibt es dieses Jahr Dosen, die mit Bratapfelmarmelade, Chaisirup und Spekulatius-Kaffeecreme bestückt sind.
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Den Chai-Sirup habe ich nach dem Rezept von Nina gemacht, habe allerdings wie bei Chai Tee zunächst nur die Gewürze mit dem Wasser aufgesetzt und 1 Stunde ziehen lassen, dann den Tee und den Zucker dazu gegebem, nochmal 10 Minutem geköchelt, abgeseiht und in kleine Fläschchen gefüllt. Ich mache daraus Chai ganz klassisch mit heißem Wasser und heißer Milch im Verhältnis 1:1 und ca. 1-2 EL Sirup auf eine große Tasse.

Die Spekulatiuscreme gibt es bei den holländischen Nachbarn ganz normal im Supermarkt zu kaufen. Eine Variante habe ich auch bei der Weihnachtsedition von Post aus meiner Küche entdeckt. Meine Variante geht so:

200g Gewürzspekukatius mit 30g Butter, 1 EL flüssigem Honig, 1 Espresso und 1/2 TL Zimt im Küchenhäcksler zu einer homogenen Masse verarbeiten. In Gläser füllen, im Kühlschrank lagern.

Die schönen Labels hat Herr Siebenhundertsachen geschnitzt und gedruckt mittels Linoldruck und mit Serviettentechnikkleber aufgebracht. Und er hat auch fleißig das Messer geschwungen und Äpfel entkernt und geschält, denn unsere Ernte war reichlich, so dass wir viel Apfelmus und Bratapfelmarmelade eingekocht haben dieses Jahr.

Hochzeits-DIY-Parade II

Nach der Deko zeige ich euch als nächstes den Brautstrauß. Den wollte ich eigentlich gar nicht selbst machen. Aber ich könnte keinen Blumenladen finden, wo mich die technische Qualität, Originalität, Haltbarkeit und vor allem die Beratung überzeugt haben. Zudem finde ich es – wie bei vielen Hochzeitssachen – unverschämt, was für Preise verlangt werden. Ich hatte recht spezifische Vorstellungen, was ich wollte. Auf jeden Fall einen runden Strauß, keinen „Wasserfall“. Neben dem obligatorischen weiß hatte ich mir ja dunkelrot als zweite Farbe ausgesucht. Ich wollte es auch gern rustikal, nicht allzu verspielt. Da ich schon einige Jahre im Blumenladen gearbeitet und dort das meiste was man wissen muss gelernt habe, hab ich mich dann doch für’s selbermachen entschieden. Und so ist er geworden:

Ich war ziemlich lange auf der Jagd nach den Blumen. Insbesondere gutes Grün bekommt man nur schwierig, wenn man die Sachen lose kaufen und nicht binden lassen will. Ich habe auch noch vier Sträuße für meine Helferinnen, jeweils passend zu ihrem Outfit, gemacht, deshalb hatte ich ziemlich viel Blumen zu suchen. Das ist übrigens (Näh-)Freundin Z., die ein famoses selbstgenähtes Cocktailkleid nach einem Schnitt aus der ‚Meine Nähmode‘ 1/12 trägt. Bei Gelegenheit suche ich ein Bild vom Kleid.

Ich war sehr froh, dass ich die grüne Hortensie gefunden habe, denn die Kombi „Weiße Rosen – rote (Stroh-)blume – (grüne) Hortensie und Efeu“ hatte ich sehr ähnlich im Kopf gehabt. Es war eigentlich auch schön mal wieder im großen Stil mit Blumen zu arbeiten, auch wenn die Küche aussah, wie ein Schlachtfeld:
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Das Ergebnis war’s wert und ich habe ca. eine Million Komplimente für den Strauß bekommen. Ich habe ihn übrigens nicht geworfen, brauchte ihn ja noch für Fotos und einige der anwesenden Damen hatten ja eh ihren eigenen Strauß 😉

Copyright Bilder 1, 2, 5-7: Rebecca Weber, Kontakt auf Anfrage