Veggieblogtag #23: Aufstrich

Hallo liebe Teilzeit- oder Vollzeitvegetarier. Da es bei diesen heißen Temperaturen bei uns nur kalte Küche gab, hab ich eigentlich kein richtig tolles Rezept zu bieten. Aber wie wär’s mal mit vegetarischem Brotaufstrich? Zwei Rezepte könnte ich spontan bieten:

Rote Linsen-Paste

100g rote Linsen
1 kleine Zwiebel
40g Butter
1EL Tomatenmark
Salz, Pfeffer, indischer Curry, Paprika rosenscharf

Linsen mit der doppelten Menge Gemüsebrühe aufkochen und dann weich ziehen lassen.

Die Zwiebel fein hacken

Die weichen Linsen mit der Zwiebel und der Butter und 1 EL Tomatenmark pürieren.

Würzen mit Salz, Pfeffer, rosenscharfem Paprikapulver und indischem Curry nach Geschmack.

Grünkernleberwurst

120g Grünkern geschrotet (Kaffeemühle, Multihäcksler)
350ml Brühe
1 kleine Zwiebel
1 EL Majoran, je 1/2 TL Majoran, Basilikum, Thymian und Koriander

Grünkern in der Brühe weich kochen.

Die Zwiebel hacken und in etwas Butter andünsten, unter die Getreidemasse rühren und mit Salz, Pfeffer und den Gewürzen abschmecken.

Wer kocht heute sonst noch vegetarisch? Immer her mit euren Links!

7 Sachen

Auch gestern habe ich, wie fast jeden Sonntag, siebenBilder von sieben Sachen gemacht, die ich mit meinen Händen gemacht hab.

1. Beschlossen, dass ein bisschen Glamour im Alltag noch niemand geschadet hat und meinen Nägeln ein Glitzer-Outfit verpasst.

2. Zucchini und anderes Gemüse in grobe Stücke geschnitten, für das bereits auf Facebook angekündigte Kochexperiment – morgen mehr.

3. Herbstputz in den Blumenkästen. Die verdorrten Kräuter und Salate rausgemacht, die Erde gelockert, gedüngt und aufgefüllt und winterharte Kräuter nachgepflanzt. Die Erdbeeren aus ihren Töpfen in Kästen umgepflanzt und schon einen Teil der Gartentöpfe weggeräumt.

4. Und ein bisschen was durfte sogar noch gesät werden: Rucola und Radieschen.

5. Danach den ganzen Erde-Dreck vom Küchenfußboden wieder weggemacht.

6. Mich durch den mannshohen Urwald auf unserer Spazierstrecke gekämpft.

7. Seit langem mal wieder ein Brot gebacken.

Und ja, ich weiß dass es schlauer gewesen wäre, die Nägel erst abends zu lackieren. Aber manchmal braucht es einfach Glitzer …

5 auf einen Streich

Mir fällt auf, dass hier bis auf Sonntagssüßes länger nix gekocht wurde. Zum Glück hab ich jetzt einiges an Rezept-Repertoire von den Partyvorbereitungen am Samstag. Beginnen wir also den Rezeptreigen mit einer kleinen Kollektion Aufstriche: zweimal Feta-Creme, einmal Lachscreme, Tomatenbutter und eine Rote Linsencreme

Feta-Creme:

zunächst als Basis für beide Cremes 1 Paket Frischkäse und 1 Päckchen Feta mit 2EL Olivenöl pürieren. Dann die Masse teilen.

Variante a)

1-2 EL Oliven, 1 Knoblauchzehe und 1 TL Provence-Kräuter mit in den Mixer geben und alles gut durchpürieren.

Variante b)

1 TL Tomatenmark, 1 Chilischote, Pfeffer und rosenscharfes Paprika-Pulver mit in den Mixer geben und ebenfalls gut durchpürieren.

Jeweils ggf. mit Salz abschmecken (hängt von der Salzigkeit des Feta ab).

 

Lachscreme:

1 Paket Räucherlachs fein hacken, 1 Bund Dill fein zupfen oder hacken. Mit 1 Paket Frischkäse, Saft von 1/2-1 Zitrone und Pfeffer vermengen.

 

Linsenpaste:

100g rote Linsen mit der doppelten Menge Gemüsebrühe aufkochen und dann weich ziehen lassen.

Eine kleine Zwiebel fein hacken

Die weichen Linsen mit der Zwiebel und 30-50g Butter (je nach gewünschter Cremigkeit) und 1 EL Tomatenmark pürieren.

Würzen mit Salz, Pfeffer, rosenscharfem Paprikapulver und indischem Curry.

 

Tomatenbutter:

5-8 getrocknete Tomaten in Öl sehr fein hacken oder im Mixer klein machen. Mit 100g weicher Butter, 1 TL Tomatenmark, 1 TL Basilikum und 1 MS Oregano vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

 

 

Sauerteigbrot

Und ein neuer Punkt auf der To-post-Liste: Die erfolgreiche Züchtung und Zu-Brot-Verwandlung eines Sauerteigs. Also genauer gesagt zu Krustenbrot aus dem Topf.

1. Ansetzen des Grundteigs:

Hier habe ich mich ganz nach meinem Grundkochbuch gerichtet, das ein erstaunlich riesiges Kapitel über Backen hat (Kiehnle Kochbuch. Da findet man einfach ALLES drin! Echt!)

  • 100g Roggenmehl (Typ 1550 oder gröber) mit gut 1/8l Wasser, 1 EL Zucker und 1TL gemahlenem Fenchel oder Kümmelsamen sowie einer halben Packung Trockensauerteig (z.B. von dm) vermischen.
  • In ein hohes, schließendes aber nicht luftdichtes Gefäß (z.B. Messbecher mit Handtuch drüber) füllen und an einem zimmerwarmen Ort abstellen.
  • Jeden Tag gut durchrühren und mit etwas lauwarmem Wasser und 1 EL Mehl füttern.
  • Der Grundteig ist nach 3 Tagen einsatzbereit.

2. Das Brot ansetzen

  • Den Grundteig
  • 200g Roggenvollkornmehl
  • 200g Dinkelvollkornmehl und
  • 100g Dinkelmehl Typ 1050 oder feiner mit
  • 400 ml Wasser GRÜNDLICH in der Küchenmaschine verkneten.
  • In die ersten 2-3 Brote auch noch einen EL Honig geben, später ist der Teig fit genug und braucht das nicht mehr.
  • Mit einem Handtuch abdecken und über Nacht gehen lassen.

3. Den Teig fertig stellen

  • Nach der schönen langen Ruhezeit wird der Teig zum zweiten Mal gefüttert.
  • VORHER aber Ansatz fürs nächste Brot abnehmen 3-4 EL in ein Schraubglas füllen und in den Kühlschrank stellen (hält bis 2 Wochen, kann man auch einfrieren)
  • weitere 200g Dinkelvollkornmehl und
  • 200g Dinkelmehl 1050 sowie
  • 250 ml Wasser zugeben.
  • Außerdem 1 gehäufter EL Salz, wer mag Brotgewürz (Fenchel, Kümmel, was man sonst so mag)
  • Nun wäre auch ein guter Zeitpunkt für Kerne nach Geschmack. Achtung: Leinsaat schluckt Wasser, dann etwas mehr Wasser zugeben.
  • Alles noch einmal gut verkneten.
  • Ab jetzt mag der Teig nicht mehr groß gestört werden, wir händeln ihn jetzt nur noch behutsam!
  • Jetzt noch einmal ca. 2 Stunden gehen lassen.

4. Formen und Backen

  • Ganz im Gegensatz zu Hefeteig ist die Gehzeit vorbei, wenn man mit dem Finger in den Teig pieksen kann und er nicht sofort wieder rausgeploppt kommt.
  • Den Ofen vorheizen auf 230 Grad, dabei gleich einen Römertopf oder gusseisernen Bräter (oder anderen Keramiktopf mit Deckel in geeigneter Größe) mit reinstellen und aufheizen lassen.
  • Den Teig aus der Schüssel auf eine bemehlte Fläche gleiten lassen (evtl. den Teigschaber hinzunehmen, er klebt ganz ordentlich.)
  • Nun etwas platt drücken (nicht zu feste, er will sanft behandelt werden) und zunächst die Oberkante nach innen falten, dann die beiden Seiten drüber schlagen und zum Schluss die untere Kante nach oben schlagen.
  • Wer mag feuchtet die Oberfläche leicht an und wälzt den Laib in Körnern oder Mohn oder Haferflocken. Aber SANFT (man kann es nicht oft genug sagen!)
  • Bis der Ofen fertig vorgeheizt ist mit einem Küchenhandtuch abdecken und schön entspannen lassen!
  • Den Bräter/Römertopf aus dem Ofen nehmen (heiß!!!) und etwas Mehl reinstreuen. Den Laib sanft (!) hineinsetzen. Im Idealfall mit der Falte nach unten.  wer einen Römertopf verwendet wässert nun noch die Innenseite des Deckels. Die anderen müssen eben so auskommen.
  • Ab in den Ofen mit dem schweren heißen Ding. 45 Min bei geschlossenem Deckel und 230 Grad schön backen lassen. Dabei AUF KEINEN FALL zwischendurch den Deckel öffnen -> Mikroklima!
  • Nach Ablauf der 45 Min den (sauheißen) Deckel runternehmen, Ofen auf 180 Grad runterstellen und weitere 15 Min offen backen.
  • Rausholen, auf einem Gitter abkühlen lassen und dann genießen.

Das Brot hält deutlich länger frisch als Hefebrot. Man kann auch eine etwas kleinere Variante backen  (insg. 700g Mehl und 500 ml Wasser). Ich hab auch schonmal zwei kleine Laibe nebeneinander in den Römertopf gesetzt. Ging auch wunderbar.

Aus dem Ansatz im Kühlschrank kann dann bald das nächste gebacken werden.

Das Brot-Happy-End

So, ich habe endlich ein Brot Happy-End zu verzeichnen. Dank Griselda, ihrer Verlinkung zu do.gugsch und dem Römertopf hat das experimentieren nun ein Ende:

Ich habe mich an die sehr detaillierte Anleitung von do.gugsch gehalten, für meinen Riesentopf ein doppeltes Rezept gemacht und (weil wir den Geschmack sehr mochten) 200ml Wasser durch Bier ersetzt. Außerdem habe ich 50% Vollkornmehl genommen und das hat sehr gut geklappt.

Jetzt haben wir ein lockeres und knuspriges Brot, mit Vollkorn und schöner Optik. Allerdings sah die Küche nach der Mehlschlacht ziemlich apokalyptisch aus. Bei der richtigen Mehldosierung gibts also noch etwas Optimierungsspielraum.

Ich habe übrigens diese Woche frei. Das war wirklich mal nötig, was man allein daran sieht, dass ich diese Woche Urlaubstage vom Resturlaub 2010 (!) nehme, nichtmal die letzten… Ich bleibe also zu Hause und krame ein bisschen in der Wohnung. Leider fällt mir, wo die Abgabe meiner Diss nun doch langsam näher rückt, das entspannen nicht unbedingt sooo leicht. Um mich daran zu hindern nun doch den ganzen Tag vorm Rechner zu hocken, hab ich mir ein paar Dinge vorgenommen. Jeden Tag ausschlafen (hat gestern und heut schonmal gut geklappt), jeden Tag etwas in der Wohnung „kruschteln“ was schon länger liegen geblieben ist, und jeden Tag Yoga machen (und zwar zur besten Yogazeit am späten Nachmittag). Mal gucken, ob ich so das entspannen hinkriege und das schlechte Gewissen ganz hinten im Hinterkopf verbleibt.

Fortsetzung der unendlichen Brotgeschichte

Regelmäßige Leser haben ja schon meine diversen Versuche einer Vollkornvariante des No-Knead-Brots aka Krustenbrot aus dem Topf verfolgen können. Nun ist das passende Utensil endlich (nach einigen Wirrungen) bei mir eingetroffen. Ich präsentiere mit stolzgeschwellter Brust meinen Römertopf mitsamt seines ersten Produktes:

Das Ding ist riesig! Und wird enorm heiß im Ofen (autsch). Ansonsten ist es aber genau richtig. Unten komplett glasiert, der Deckel aber von innen roh, so dass man ihn, zwecks besserer Kruste wässern kann. Ich habe wiederum das Grundrezept von Cucina Casalinga genommen. Allerdings habe ich die doppelte Menge gemacht und wie bei den vorigen Versionen auch, die Wassermenge erhöht. Trotz eines ganzen Kilos Mehl ist das fertige Brot allerdings etwas -öhm- breit geworden. Meine Mutter sagte: „es hat eine merkwürdige Figur“. Ich drücke es etwas positiver aus: Es macht schon von sich aus halbe Schnitten 😉

Aber es ist sehr schön locker. Vom Geschmack ok, etwa wie das aus dem Metalltopf auch. Für den ersten Versuch bin ich ganz zufrieden. Ich habe aber inzwischen bei griselda von machwerk eine Variante des Brots gesehen, die kleiner als ihr Bräter und trotzdem toll geformt war. In Mehl anstatt Backpapier. Das hat meinen Ehrgeiz geweckt. Ich plane daher für das nächste Brot folgende Variationen des Rezepts:

1. 30% Weißmehl, nur 70% Vollkorn

2. Den Essig weglassen, ich finde die Säure störend

3. Weniger Wasser, festerer Teig

4. Mehl statt Backpapier probieren.