Kissentag

Bei dem Regenwetter heute, hatte ich eigentlich zu gar nichts Lust. In Ermangelung eines guten Buches hab ich aber dann doch das Bett verlassen, konnte mich aber weder dazu aufraffen, was im Haus zu tun, noch dazu, das Haus zu verlassen. Also hab ich gedacht, ich mache einen Kleine-Sachen-Nähtag und zeige meiner Nähmaschine mal, dass es auf der Welt nicht nur Jerseystoffe gibt.

DaWanda hat vor einiger Zeit dazu aufgerufen, sich zu Herzkissen-Nähgruppen zusammenzuschließen. Herzkissen können Brustkrebspatientinnen helfen, den Wundschmerz besser auszuhalten, weil sie die Narbe schützen. Ich habe mit dem DaWanda-Shop allerdings schon ein ehrenamtliches Nähengagement und komme derzeit ja kaum dazu, auch nur die Stoffe dort einzustellen. Andererseits ist es doch verblüffend, dass man mit einer derart simplen Nähaufgabe Menschen wirklich helfen kann. Ich habe mich also erstmal pro forma einer Nähgruppe angeschlossen und aber bisher nicht geschafft, Herzkissen zu nähen. Dieses Problem bin ich dann heute mal angegangen. Ich habe meine Stoff-Reste Schubladen durchwühlt und alles hervorgekramt, was sich noch zu einem Herz verarbeiten lässt. Dabei hab ich stets die Vorderseite aus einem „schönen“ Stoff gemacht und die Hinterseite aus T-Shirt-Jersey, weil ich dachte, man mag vielleicht am liebsten einen weichen Stoff an der Wunde haben.

Wo ich dann einmal so gemeinnützig zu Gange war, hab ich auch noch „weggenäht“ was ich in letzter Zeit für den Shop schon zugeschnitten hatte: Ein Kosmetiktäschchen und einen Loop. Beides ab morgen im Shop.

   

Und dann durfte ich zur Belohnung noch zwei „Restekissen“ aus den Stoffen des MuFuZi nähen, die vermutlich im Wohnzimmer landen werden. Wir haben eine rote Couch und seit unserem Umzug betrachten wir sie als „muss bald mal weg“-Möbel. Allerdings haben wir auch noch ein Bett, das in die gleiche Kategorie fällt und einen Trockner auf der ewigen Wunschliste. Bisher war ich aber daher im Wohnzimmer dekomäßig nur recht sparsam am Werke, weil ja praktisch jederzeit eine neue NICHT ROTE Couch auftauchen könnte. Langsam allerdings setzt die Erkenntnis ein, dass der magische Couch-Austausch wohl noch einige Monate auf sich warten lässt. Von daher fange ich nun an, Kissen, Vorhänge und Dekokrams fürs Wohnzimmer zu basteln. Heute erstmal ganz bescheiden, zwei Sofakissen. In Kürze noch eine Nackenrolle und ein Sitzkissen, denk ich. Dann muss ich erstmal nach Vorhangstoff suchen…

So und jetzt ab zum Mädelsabend!

7 Sachen

Liebgewonnene Routine am Sonntag: Sieben Bilder von sieben Sachen, für die ich heute meine Hände gebraucht hab. Ob für sieben Minuten oder sieben Stunden ist dabei unwichtig.

Einen großen Berg neue Stoffe gesichtet und fotografiert.

Das Headset ins Laptop gesteckt und eine Stunde lange über den großen Teich geskypt.

Zwei Geschenkchen verpackt.

Im Auto fleißig am zweiten Socken gestrickt.

Gaaanz viel Gepäck und Wäsche in die Wohnung getragen.

Mit Freude einen Brief geöffnet

Ein Brot angesetzt.

 

Das Original gibt’s meistens am Sonntag, manchmal am Montag bei Frau Liebe.

siebenhundertsachen unterwegs

Ich bin derzeit in meiner Heimatstadt in gemeinnützig-ehrenamtlicher Mission sowie bei meinen Eltern zu Besuch. Ein Teil meiner Dawanda-Artikel und ich sind gestern ins Rheinland aufgebrochen, wo ich heute auf einer „Messe“ zum  Thema „Entwicklung braucht Gesichter“ war, um von unserer Vereinsarbeit und dem Shop zu erzählen. Leider war das Echo nicht sehr groß und die Zahl der Interessenten eher gering, aber wir haben alles gegeben. Frei nach dem Motto: „Tu gutes und sprich darüber.“

Mein Vater ist frisch aus Sambia zurück und hatte viel zu erzählen und viele viele Stoffe für mich im Gepäck. Also geht es morgen ans sichten und fotografieren.

Ich bin derzeit nicht ganz so blogmäßig aktiv, weil meine Mutter für zwei Wochen bei mir ist, da ist nicht ganz so viel Zeit für Blogeinträge. Wird aber nachgeholt. Versprochen

Achja. Heute habe ich meinen Römertopf bekommen. Die Brotexperimente können also in eine neue Runde gehen.

Die letzten Urlaubsmitbringsel

Es war ruhig hier in der letzten Woche, ich weiß. Ich war bzw. bin ziemlich erkältet und habe daher meine Freizeit hauptsächlich im Bett verbracht. Dieses warm-kalt-nass-schwül-Wetter kann einen schon ziemlich umhauen. Alle Zeit, die ich nicht im Bett verbracht hab, habe ich mit dem Packen von Stoffpaketen verbracht, denn kaum sind die Sommerferien vorbei, ist im Dawanda-Shop die Hölle los… zum Glück kriege ich am nächsten Wochenende viele neue Stoffe.

Gestern, am Sonntag, ging es mir zwar schon etwas besser, trotzdem bin ich aber nicht so recht zu sieben Sachen gekommen. Zum einen, weil meine Mutter uns für einige Tage besucht und dann vor allem, weil der Großteil des Sonntags leider von der Montage dieser Tür eingenommen wurde:

Eigentlich ist Türen einbauen nicht so schwierig, vorausgesetzt, die Tür, der Rahmen und der Boden sind in etwa rechtwinklig… Dies war allerdings bei unserer Baumarkttür nicht der Fall. Sie saß immer entweder gerade, dann ging sie aber nicht zu, oder sie war schief, ging zu, ließ sich aber nicht verspreizen, oder, was am unangenehmsten war, fiel mitsamt Rahmen einfach aus dem Loch raus und KABAUZ auf den Boden… es wurde also viel geflucht, geschoben, gezerrt und gemessen und wenig gekocht, gebacken, gebastelt und genäht…

Schlussendlich ist sie aber nun an Ort und Stelle, lässt sich schließen und wackelt nicht. Sie trennt nun das Arbeitszimmer vom MuFuZi*, was schon lang überfällig ist, damit unsere Gäste in Ruhe schlafen können, wir die Nachbarn nicht mehr ganz so stark mit unserer Musik belästigen und ich auch nähen kann, wenn der Gatte nebenan arbeitet. Leider gibt es deshalb aber heute keine 7 Sachen.

Als „Ersatz“ gibt’s noch die letzten beiden Urlaubsmitbringsel zu zeigen:

Nummer eins: Ein Kosmetiktäschchen. Für mich mich mich… juhuu. Ich habe schon etliche dieser Täschchen für den Dawanda-Shop genäht, aber noch nicht ein einziges für mich. Aber da ich im Urlaub (fast) nur für mich genäht hab, durfte auch meine Schminke jetzt endlich in ein hübsches Täschchen umziehen.

Genäht habe ich sie nach dem gleichen Prinzip, wie Anna ihre Make-up-Pouches näht, nur von den Proportionen anders und zusätzlich mit Volumenflies verstärkt.

Nummer zwei: Ein geflochtener Loop-Schal. Auch für mich, hihi.

Auf die Idee gebracht hat mich Frl. Vintage. Ich habe den ungeflochtenen Schal/Schlauch aus zwei Stoffen zusammengesetzt, habe einen geflochtenen Schal aus Baumwoll-Vichykaro und einen aus Jersey angefertigt. Die Länge meiner Zöpfe ist ca. 130cm.

 

*MuFuZi = MultiFunktionsZimmer, kurz für Gäste-Näh-Bastel-Musikzimmer

7 Sachen

Immer wieder sonntags an dieser Stelle und bei vielen anderen, angeführt von Frau Liebe, sieben Bilder von sieben Sachen, für die wir am (gestrigen) Sonntag unsere Hände gebraucht haben:

Die Spülmaschine ausgeräumt.

Den Blumen eine Spüli-Laugen-Dusche verpasst, um ihnen die ungebetenen Gäste auszutreiben.

Cookies gebacken.

Erfolgreich bei der Anbringung von zwei Wandlampen im Schlafzimmer assistiert.

Eine Stiftrollen-Bestellung fertig genäht.

Ein bisschen was gestempelt.

Zwei Brote gebacken.

Die nächste Stufe der Loungigkeit

Der Sitzsack ist fertig und damit ein neues Stück Wohnlichkeit im Kreativzimmer eingezogen (bald werden wir uns nur noch dort aufhalten, wenn das so weitergeht)!

Ich hatte einen sehr alten jeansblauen Sitzsack, der schon reichlich Federn – sprich Styropor – gelassen hatte und eigentlich schon länger nicht mehr recht zum sitzen taugte. Dekorativ war er auch nicht. Dennoch hat er den Umzug knapp überlebt und wartete nun auf sein Recycling. Vor einigen Wochen hat Judith von All JuNied im DaWanda-Blog eine Anleitung für Yoga-Sitzkissen-Kindersitzsäcke als Gastbeitrag beigesteuert und das hat mich auf die Idee gebracht, den Sitzsack als styroporgefüllten Hocker wiederzubeleben.

Ich habe einige verschiedene Stoffe kombiniert, die ins warme Farbkonzept des Raumes passen:

Auch die Proportionen hab ich etwas angepasst, so dass er eine gute Sitzhöhe für Erwachsene hat. Mein Exemplar ist 50 cm hoch und hat einen Durchmesser von (knapp) 50 cm. Ansonsten habe ich mich im Wesentlichen an die Anleitung im DaWanda-Blog gehalten.

Das spannende war natürlich, die Füllung vom alten in den neuen Sack zu bekommen, ohne dabei das ganze Zimmer zu beschneien. Da ich schon sehr schlechte Erfahrungen mit Styroporkügelchen gemacht habe, hab ich ein Rohr aus Pappe gebaut und das an beide Säcke angeklebt.

So konnte ich einfach schütten und es ließ sich zumindest die größte Schweinerei verhindern, nur die letzten paar cm musste ich von Hand mit einem Messbecher füllen.  Bisschen Dreck gabs natürlich doch.

Und so sieht das gute Stück nun aus. Ich find’s sehr schön und auch bequem. Die Stoffe sind zum Großteil von buttinette bzw. aus dem lokalen Stoffgeschäft.

         

7 Sachen

Vor kurzem bin ich, via Ingwersirup, über das Blog von Frau Liebe gestolpert. Seitdem habe ich es, denke ich, von vorne bis hinten durchgelesen. Besonders gut gefällt mir die Idee der „7Sachen“. Da mach ich gern mit und präsentiere erstmals: 7 Sachen, für die ich am heutigen Sonntag meine 2 Hände gebraucht habe:

Eine „schönetagebox“ geschenkt bekommen, sofort ausführlich durchstöbert und bereits die ersten Einträge für besonders schöne Tage vorgenommen.

Die gestern gekochte Marmelade mit Schildchen versehen und in die Vorratskammer verfrachtet. Erdbeer-Minze und Vierfrucht-Samt. Mmmmmmh!

Das Bastelregal aufgeräumt und alle afrikanischen Stoffe ordentlich zusammengelegt.

Dem Bastelregal eine schickere Erscheinung durch ein Bambus-Gewand verliehen.

Waffeln gebacken und mit viel Sahne und frischen Erdbeeren vertilgt.

Dem schlechten Wetter, das herrscht seit wir hier wohnen, die Zunge rausgestreckt und einfach trotzdem die Fenster geputzt. Dies widerfuhr ihnen zum ersten Mal seit das Haus gebaut wurde, so dass ich hoffe, dass sie selbst nach dem sicher bald kommenden Regenguss immer noch klarer sind als heute morgen.

Die letzten paar der neuen Stoffe für den Dawanda Shop sowie zwei kleine Kosmetiktäschchen, die sich im Bastelregal fanden und der Shopaufnahme harrten, fotografiert.

Das „Original“ von Frau Liebe hier.