Diese Woche gekocht

Gestern war ich außerhäusig im schönen Sauerland und so damit beschäftigt die Herbstluft zu genießen, dass ich die 7 Sachen glatt vergessen hab – sowas ! Dafür gibt’s endlich mal wieder was gekochtes, wenn auch die Fotos, dem nicht vorhandenen Licht geschuldet, unterirdisch sind.

Sonntagsessen im Herbst: Rotkohl mit Salzkartoffeln, Grünkernküchle, Apfelmus und vegetarischer Bratensoße

Vegetarische Bratensoße, dieses Paradoxon, geht so: 1 Zwiebel (und wer mag einige Champignons) in feine Würfel schneiden und in geschmacksneutralem Öl anbraten. Einen Esslöffel Tomatenmark dazu geben. Mitbraten. Mit 1/2 l Gemüsebrühe und 2 EL Sojasoße ablöschen. Mit etwas Rauchsalz und viel Pfeffer würzen und ca. 10 Min. köcheln lassen. Dann mit Soßenbinder für dunkle Soßen (oder Speisestärke, wer auf die E-Zusätze gänzlich verzichten möchte) abbinden und zum Schluss mit einem Schuss Sahne verfeinern, Abschmecken mit Salz, Pfeffer und Sojasoße.

Lieblingsessen im Herbst: Kürbis-Apfel-Risotto

Das ist ganz klar mit weitem Abstand mein Lieblings-Kürbis-Soulfood. Macht glücklich und warm an üseligen Herbsttagen und schmeckt schmeckt schmeckt. Aus der Not bzw. dem Wunsch keine Reste wegzuwerfen entstanden und sofort zum alltime-favorite befördert worden.

Man braucht für 2 (oder zum am nächsten Tag ins Büro mitnehmen):

1/4 kleinen Butternutkürbis

1 kleine Zwiebel

100g Aborio-Reis

25g Butter

50g geriebener Hartkäse

5 EL Apfelmus

Gewürze: Ingwer, Kurkuma, Zimt, Knoblauch, Parika edelsüß, Kardamom, Salz (bzw.Herbaria Kürbiskönig – 100% empfehlenswert)

Kürbis und Zwiebel fein würfeln. Reis waschen. Kürbis und Zwiebel in einem Stich Butter anschwitzen. Reis dazu, mit einigen Löffeln warmer Gemüsebrühe ablöschen. Nun das übliche Risottospiel. Auf kleiner Hitze simmern lassen und immer wenn keine Flüssigkeit mehr da ist, wieder etwas Brühe nachfüllen. Auch schon rel. zu Beginn eine großzügige Menge Gewürze hinzugeben. Insb. schön viel Kurkuma für 1a Farbe. Wenn der Reis gar aber noch bissfest ist, das Apfelmus, den Käse und den Rest der Butter unterrühren. Und dann einen Löffel zur Hand nehmen und genießen!

Außerdem hatte ich fürs Nähkränzchen 3 Dips vorbereitet, für die ich noch Rezepte schulde. Schafskäse-Creme, Ajvar-Dip und Hummus.

Hummus mache ich meist aus getrockneten Kichererbsen, die Dosen sind teurer und doofer zu lagern. Es geht so:

1 Tasse Kichererbsen mit 1 Lorbeerblatt in einen kleinen Topf geben und etwa die doppelte Menge Wasser dazugeben. Über Nacht einweichen lassen. Am nächsten Morgen aufkochen und in ca. 20-30 Minuten garköcheln lassen. Zwei Knoblauchzehen schälen und pressen. Die Kichererbsen mit Knoblauch, 4 EL Olivenöl, etwas Wasser und 1 EL Tahina (Sesammus) pürieren. Abschmecken mit 1 EL Zitronensaft, Salz, Pfeffer, Paprika edelsüß, etwas Chili und viel Kreuzkümmel. Wer mag kann noch gehackte Petersilie drangeben. Falls das Hummus zu fest ist, kann man es mit Olivenöl weicher hinkriegen.

Edit: Ha, Da verlinkte ich zu 5erlei Streich im Glauben dort sei der Ajvar-Dip dabei. Mitnichten. Skandal! Dem muss sofort Abhilfe geschaffen werden.

Also noch ein Bonus:

Ajvar-Dip

Einfacher geht nicht: Man nehme 1 Becher Naturjoghurt und mische ihn mit 1/2 Päckchen Sahnequark sowie 3 EL Ajvar (aus dem Glas) und 1 EL Tomatenmark. Abschmecken mit Salz und einer Prise Zucker. Fertig.

Das restliche Glas Ajvar kann zur Würzung von Tomatensoßen, Chilis, Risotto und lustigen Bällchenvarianten herangezogen werden, hält aber auch ca. bis zum Weltuntergang im Kühlschrank.

Diese Woche gekocht

… und leider mangels Licht nicht fotografiert.

Kartoffel-Kürbis-Pfanne

6 Kartoffeln
Ca. Gleich viel Kürbis
2 Zwiebeln
Muskat
Salz Pfeffer
1 Becher Saure Sahne
100g geriebener Käse
2 EL Leinsamen
Kräutersalz

Gemüse schälen und mit der Küchenmaschine in Scheiben raspeln. In einer Pfanne in Olivenöl anbraten, mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Die Saure Sahne mit Leinsaat und Kräutersalz vermischen. Das Gemüse in der Pfanne damit als Deckschicht bedecken. Käse drüberstreuen, Deckel auf die Pfanne und bei mittlerer Hitze geschlossen fertig garen.

Vegetarische Ravioli

Für den Teig:
125g Hartweizengries
75g Mehl
2 Eier
Salz

Für die Füllung
100g Räuchertofu
1 Möhre
1 Zwiebel
1/2 Chili
1 Knoblauchzehe
1/2 Paprika
2 EL Tomatenmark
2 Handvoll geriebener Käse
Provencekräuter
Salz, Pfeffer

Zutaten zu homogenem Teig verkneten, in Frischhaltefolie einschlagen und für 1 Std. in den Kühlschrank geben.

Für die Füllung Gemüse sehr fein würfeln, den Tofu zerbröseln. Alles zusammen in Olivenöl anbraten, Tomatenmark und Gewürze zugeben und mit einer halben Tasse Wasser ablöschen. Auf kleiner Flamme köcheln lassen, bis die Flüssigkeit verdampft ist, dann den Käse drunter rühren und vom Herd nehmen.

Den Teig in 4 Portionen teilen und auf Gries dünn ausrollen, am besten natürlich in der Nudelmaschine. Dann jeweils auf eine Platte Teelöffel weise Füllung setzen, die Zwischenräume mit Ei bestreichen, zweite Platte drauflegen, gut andrücken und mit Ravioliausstecher ausstechen oder ausrädeln.

In kochendem Wasser 3-4Minuten gar ziehen lassen.

Diese Woche gekocht

Ups, da sind schon wieder ein paar Rezepte verloren gegangen. Hier also, was ich nicht gleich wieder vergessen hab: Kürbis -Apfel-Quiche
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Mürbeteig aus:

120g Butter, 240g Mehl, Salz

Zusammenkneten, kalt stellen.

1/4 Butternutkürbis
1 Apfel
2 Zwiebeln
150g Räuchertofu

In dünne Scheiben schneiden.

Den Teig zwischen 2 Lagen Frischhaltefolie ausrollen und in eine Quicheform legen.

Den Belag immer schön im Wechsel dachschindelnartig darin auslegen. Mit reichlich Muskat, Pfeffer und Salz würzen.

Einen Guss aus 2 Eiern, 1 Becher Schmand und 200g geriebenem Emmentaler anrühren, Salz und Pfeffer nicht vergessen.

Drübergießen und das ganze bei 180 Grad, 40 Min backen. Schmeckt auch kalt!

Diese Woche gekocht

Ich bin im bloggen noch nicht so ganz wieder drin und habe deshalb vergessen, wann wir was gegessen haben… aber ans fotografieren habe ich immerhin gedacht.

Rote Linsen-Kürbis-Suppe
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Man braucht für 4:

150g rote Linsen
1 Zwiebel
1 Zehe Knoblauch
1 Chili
1/2 rote Paprika
1 dicke Möhre
1/4 Butternut-Kürbis (oder Hokkaido, wenn man den gerade hat)
1Dose Kokosmilch
Curry
Zimt
Ingwerpulver
Koriander
Kreuzkümmel
Salz

Das Gemüse putzen und sehr fein würfeln. In einem großen Topf ein EL Butterschmalz erhitzen. Darin zunächst Zwiebel, Knoblauch und Chiliwürfel anschwitzen, dann das restliche Gemüse und die Linsen dazugeben sowie einen gestrichenen TL Curry und eine Prise Zimt. Kurz mitbraten, dann mit 1l Wasser ablöschen, salzen, aufkochen und auf kleiner Flamme köcheln lassen, bis die Linsen weich sind. Nun die Kokosmilch dazugeben und ggf. weiteres Wasser falls die Suppe noch sehr dick ist. Mit den anderen Gewürzen und Salz abschmecken. Dazu im Idealfall Naan-Brot servieren. Sonst halt Fladenbrot.

Afghanischer Reis
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Wir haben keine Ahnung, ob es sich tatsächlich um ein afghanisches Gericht handelt. Herr Siebenhundertsachen hat vor Jahren ein ähnliches Gericht in einem afghanischen Restaurant gegessen und sich an einem Nachbau versucht, der nun bei uns eben unter diesem Namen firmiert.

Ich kann hier schlecht Mengenangaben machen. Folgende Zutaten braucht man:
Basmatireis
Rosinen
Gestiftelte Mandeln oder Pinienkerne
Kurkuma
Kreuzkümmel
Zimt
Nelke
Koriander
Muskat

Beilagen:
Blattspinat
Möhren
Joghurt/Saure Sahne-Soße

Zuerst kocht man Reis ganz normal. Dann erhitzt man in einer Pfanne einen ordentlichen Stich Butter, gibt den Reis und die Mandeln hinein und brät sie leicht an. Dann gibt man Rosinen dazu und einen Löffel Honig. Abschmecken mit viel Kurkuma und weniger von den anderen Gewürzen.

Dazu machen wir Blattspinat und Glasierte Möhren sowie eine einfache Joghurtsoße aus Joghurt, Saure Sahne, Salz und Pfeffer.

Pasta a la Mamma
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Schon wieder ein Gericht, dessen Name nicht wirklich etwas mit der Realität zu tun hat, denn das Rezept stammt weder von meiner Mama noch von der Schwiegermama. Maximal ist es von der Mamma eines Kochs in der Paderborner Mensa, was ich aber auch für unwahrscheinlich halte. Jedenfalls wurde ein ähnliches Gericht (mit sehr viel mehr Geschmacksverstärker und Bindemittel) dort unter diesem Namen angeboten.

Man braucht :
Kurze Nudeln
Zwiebel
Lauch
Möhre
TK-Erbsen oder Zuckerschoten
Sahne

Nudelwasser aufsetzen. Zwiebel würfeln, Lauch in feine Ringe, Möhren in feine Streifen schneiden. Zwiebel in etwas neutralem Öl andünsten, Möhren und Lauch dazugeben und mit einer Tasse Gemüsebrühe ablöschen. Bedeckt kochen lassen, bis die Möhren gar sind, dann eine Hand voll Erbsen und 1/2 Becher Sahne dazu. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Parmesan dazureichen.

Diese Woche gekocht : Unscharfe Nudeln mit Mangold

Auch wenn das Bild (flott mit dem Tablet gemacht) wenig präsentabel ist, das Essen ist es. Nudeln mit Mangold-Sahne-Kirschtomatensoße. Sehr flotti.

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Für 2:
1 kleine Zwiebel
100g Mangold
1 Hand voll Kirschtomaten
1 Zehe Knoblauch
1/2 Becher Sahne
Parmesan

Nudeln aufsetzen. Die Zwiebel und den Knoblauch fein würfeln. Den Mangold waschen und in Streifen schneiden.
In einer Pfanne in wenig Öl Zwiebel und Knoblauch anschwitzen. Mangold, Sahne, 1 Glas Wasser, Salz und Pfeffer und die halbierten Tomaten zugeben, ca. 5 Min köcheln lassen. Nudeln dazu, Parmesan drüber, fertig!

Diese Woche gekocht: Gefüllte Tomaten

Nicht dass jemand denkt, hier würde nicht gekocht . Nur fotografieren und bloggen, das klappt derzeit nicht so. Aber was ganz sommertaugliches gibt’s diese Woche: Mit Spinat gefüllte Ofentomaten.
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Ihr braucht:
Pro Person 2-3 Fleischtomaten
1 kleine Zwiebel
1 Zehe Knoblauch
Etwa 100g Blattspinat frisch oder TK
1 Handvoll geriebener Käse
1 Eckchen Feta wers mag

Den Tomaten den Deckel abschneiden und sie gründlich aushöhlen. Deckel und Fleisch fein würfeln.
Die Zwiebel und den Knoblauch fein hacken.
In einer Pfanne die Zwiebel und den Knoblauch in Olivenöl ohne Farbe andünsten. Den Spinat und das Tomatenfleisch zugeben und mit Salz und Pfeffer würzen. Köcheln lassen bis alle Flüssigkeit verdampft ist. Jetzt das ganze in die Tomaten füllen, diese in eine Auflaufform setzen und mit Käse bestreuen. 5 Min unterm Grill im Ofen überbacken. Dazu gibt’s Brot und ein Gläschen Weißwein.

Diese Woche gekocht

Ich habe eigentlich noch Fotos von mindestens 10 Gerichten. Aber sie sind verteilt über mehrere Geräte und ich hab auch einfach keine Zeit die ganzen Rezepte aus meinem Hirn zu kramen und zu verbloggen . Aber eins gibts.

Shawarma vegetarisch

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Shawarma ist sozusagen der israelische bzw. arabische Bruder des Döner. Wir konnten das natürlich in Israel nicht probieren. Aber ich hab mir eine Gewürzmischung mitgebracht. Und uns nun eine vegetarische Variante gemacht.

Zutaten

Hummus (ich hab es selbst gemacht, kann man aber auch kaufen)
Joghurt-Knoblauchsoße mit Schwarzkümmel
Spitzkohl
Rotkohl
Gurken
Tomaten
Zweibeln
Grüner Salat
Räuchertofu
Knoblauch
Kreuzkümmel
Paprika rosenscharf
Fladenbrot

Zuerst den Spitzkohl , Rotkohl und die Zwiebeln in feine Ringe schneiden und mit Essig, Öl, Salz und Pfeffer marinieren . Dann ggf . das Hummus zubereiten. Dann noch die Joghurtsoße vorbereiten. Ich nehme immer türkischen Joghurt, der schmeckt voller und die Konsistenz ist auch schöner. Den Tofu (pro Person 100g) in 5mm dicke Streifen schneiden und zusammen mit einer Knoblauzehe in Öl schön scharf anbraten. Dabei mit den Gewürzen bestreuen. Kreuzkümmel, Paprika und Pfeffer werden in meinem Kochbuch angegeben , was in meiner Mischung ist, weiß ich natürlich nicht genau.

Und dann alles hübsch auf den Tisch!
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Zuerst das Hummus in das Fladenbrot streichen, dann kommen die Tofustreifen, danach Salat oben drauf stapeln, zuletzt Joghurtsoße . Und dann hoffen, dass der Mund weit genug aufgeht 😉

Wir sind begeistert. Und der Rest Hummus wird hier auch nie alt…

Lagebericht mit Rezept

So, die Talsohle scheint durchschritten zu sein. Heute habe ich erstmals für einen Spaziergang am Teich das Haus verlassen. Habe mich schon die ganze Woche geärgert, dass ich das gewittrige aber schöne Wetter verpasse. Ich beobachte übrigens mit großem Interesse, dass wir jedes Jahr zu genau dieser Zeit genau dieses Wetter haben. Ich weiß das sehr genau, denn wir hatten diese Woche Hochzeitstag. Und an unserer Hochzeit vor drei Jahren hatten wir kaum den Spaziergang um den See begonnen als ein Gewitter sondergleichen niederging. Beim abendlichen Besuch bei Bochum Total waren alle (außer uns) entsprechend völlig durchweicht. Damit nicht genug haben wir dann unseren ersten Hochzeitstag im Keller meiner Großeltern verbracht, wo das Unwetter, das niedergegangen war, das Wasser aus der Kanalisation die Abflüsse hochgedrückt und für eine einen Meter hohe Schlammlavine im gesamten Keller gesorgt hatte. Unser zweiter Hochzeitstag verlief zwar Katastrophen-frei aber ebenfalls mit unwetterartigen Gewitterschauern nach sehr heißem Tag. Auch dieses Jahr konnte ich vom Bett aus Gewitter und Graupelschauer beobachten. Das scheint also Anfang Juli fortan normal. Gut wohl, dass wir uns für die kirchliche Hochzeit einen Termin im August gesucht haben – es besteht also die Chance künftig wenn man den standesamtlichen Hochzeitstag mal wieder in einem vollgelaufenen Tunnel oder mit dem Eimer im Keller verbracht hat, zumindest am kirchlichen gutes Wetter zu bekommen. Aber ich komme vom Thema ab. Denn ich wollte von der Lage berichten.

Die Bakterien haben den Rückzug angetreten, ich sehe Land und hege ernsthafte Hoffnung am Montag ins Büro gehen zu können. Semesterendspurt. Heidiho. Natürlich hat sich in Sachen Projekte weder in der Genf-Woche noch in der krank-Woche viel getan. Meine Gemüsepflanzen machen mir derzeit etwas Sorgen. Sie mögen den Platzregen nicht so und brauchen außerdem Dünger. Ich habe jetzt welchen bestellt, denn wir trinken zu wenig Kaffee und Tee um allein daraus den Bedarf zu decken. Ich hoffe, dann wird es ihnen bald besser gehen. Mangold habe ich schon etwas geerntet, den wird es morgen geben, und Radieschen natürlich. Die Zucchini wollen nicht recht wachsen und die Kürbispflanze hat leider Läuse (aber auch sehr viele süße kleine Kürbisse). Hervorragend geht es meinem Pflücksalat, der nun unseren gesamten Salatbedarf deckt:

Und der auch die Basis für das angekündigte Rezept ist (unten).

Ich nähe derzeit an einem Kleid aus der Simplicity Meine Nähmode 2/2012 (bzw. New Look 6069), das schon vielfach in Blogs zu bewundern war. Es wird schön. Aber mein Fortschritt wäre mit Schneckentempo noch übertrieben schnell beschrieben. Was keinesfalls am Schnitt liegt, sondern an meiner entweder körperlichen oder geistigen Abwesenheit. Ich hoffe, ich kann es diese Woche fertigstellen, denn ich würde es zu gern in den Koffer für Berlin packen. Denn dahin gehts am Donnerstag. Wir besuchen eine Hochzeit und verbringen ein langes Wochenende dort. Ich freu mich und hoffe auf gutes Wetter, Zeit für einen Maybachufermarktbesuch und einen Flohmarktbesuch.

Ansonsten wird meine Freizeit nun doch langsam ziemlich von Hochzeitsvorbereitungen absorbiert. Wir hatten uns fest vorgenommen uns 1. nicht viel Stress zu machen und 2. alles ganz einfach zu halten. Eine dufte Party, kein Klimmbimm, auf die Kacke hauen ohne besondere Umstände. Es hängt aber nun halt doch einiges dran… und die Zeit ist knapper als geplant. Herr Siebenhundertsachen krank, jetzt ich krank, Schneider, Priester und Floristen unpassenderweise im Urlaub, …. Ich bewundere die Weitsicht mit der Miri ihr eigentlich kleines Fest plant. So umsichtig bin ich nicht. Langsam ist aber doch das meiste geschafft, Herr Siebenhundertsachen hat einen Anzug, das Kleid wird mit und mit angepasst, der Gottesdienst ist einigermaßen fertig, ich habe eine Deko im Kopf und (fast) alle Materialien dafür besorgt. Diese Woche wird das Menü ausgemacht. Wir haben also was an, wissen wann wir wie Ja sagen und kriegen nachher was zu trinken und zu essen. Ich denke damit sind die schlimmsten Ausfälle schonmal vermieden. Könnte nun noch passieren, dass die Sitzordnung oder die Deko nicht fertig wird, ich keinen Brautstrauß habe, die Kerze nicht ankommt und die Gäste den Weg nicht finden. Achja, sie könnten außerdem nicht wissen was sie singen sollen. Aber davon lass ich mich gaaaaar nicht stressen *räusper* Also nun zu tun in der nächsten Woche: Menü ausmachen, Blumen klarmachen, und auf der langen Zugfahrt nach Berlin: Wegbeschreibungsmail vorbereiten. Neben dem Kleid sollte das wohl reichen. Haushalt und Urlaubsplanung müssen bis nach der Hochzeit warten.

So und ich weiß, hier wurde recht wenig gekocht in letzter Zeit, zu meinem eigenen großen Unmut. Aber heute: Ein Rezept. Ein tolles! Unbedingt nachmachen, sommerlicher geht nicht!

Wassermelonen-Salat

  • Wassermelone
  • Grüner Salat (welchen man mag, ich hab Lollo Bionda Pflücksalat genommen)
  • Cocktailtomaten
  • Minze
  • Öl
  • Balsamico-Essig
  • Sojasoße
  • Cashews, geröstet und gesalzen

Ich finde Mengenangaben hier schwierig. Für mich allein hab ich ein großes Stück Melone, drei Tomaten und eine Handvoll Cashews genommen. Man kann das je nach Hunger und Anzahl der Personen raufskalieren und wenn’s zu wenig aussieht, einfach noch was von allem reinwerfen.

Salat waschen und zupfen. Tomaten grob würfeln und dazu geben, die Wassermelone in mundgerechte Würfel schneiden und auch dazu geben. Die Minze (pro Portion ein Stengel) fein hacken. Ein Dressing aus Öl, Balsamicoessig und Sojasoße anrühren, Zucker ist wegen der Melone nicht nötig, die Minze dazu geben. Das ganze über den Salat geben und 30 Min ziehen lassen (zwischendurch rühren). Dann die Cashews grob hacken und drüber streuen. Fertig. Braucht man nix dazu. Einfach eine Riesenportion machen und es saulecker finden!

Diese Woche gekocht

Ein positiver Nebeneffekt des Zuckerverzichts ist, dass ich gezwungen bin, mehr zu kochen. Allerdings heißt das nicht, dass ich dran denke, es auch zu fotografieren… Folgendes gab es in dieser ersten (teilweise) zuckerfreien Woche:

Samstag: nichts selbstgekochtes, ich war unterwegs zu Freundin N.
Sonntag: gegrilltes bei meinen Eltern
Montag: Selbstgebackenes Oliven-Kräuterbrot mit Käse und Salat
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Das Brot hat einen hohen Roggenanteil, ich habe es wie immer im Römertopf gebacken, es wird aber sicher auch in einem schweren Topf, Bräter oder zur Not einer Form gehen.

300g Roggenvollkornmehl
200g Dinkelvollkornmehl
1 Würfel Hefe
300 ml handwarmes Wasser
2 TL Honig
1 TL Salz
2 TL gemischte Kräuter (z.B. Provence-Kräuter)
200g Oliven
1 TL Kümmel
100g Parmesan, gerieben
1 Zehe Knoblauch, gehackt
Die Hefe im Wasser auflösen, mit dem Honig, dem Salz und dem Mehl zu einem homogenen, nicht zu flüssigen Teig verkneten. Bedeckt an einem warmen Ort etwa 2 Std. gehen lassen.

Die Oliven, den Knoblauch hacken, den Käse reiben und alles zusammen mit den Gewürzen und etwas Olivenöl zu einer Masse verrühren.

Den Ofen auf 220 Grad vorheizen und den Römertopf/Bräter/Topf/Keramikform schon hineinstellen.

Den Teig auf eine bemehlte Fläche geben, grob ausdrücken (etwa 2cm dick) und die Masse darauf verteilen. Nun falten: erst die beiden Seiten zur Mitte, dann die untere Hälfte zur Mitte, zuletzt die obere. Das Brot auf die Naht drehen, mit einem Küchenhandtuch abdecken und so nochmal ca. 20-30 Minuten gehen lassen.

Die Form aus dem Ofen nehmen (Vorsicht heiß!), das Brot hineinsetzen (Fett ist bei Keramik und Guss nicht erforderlich). Den Deckel drauf und für 40Minuten in den Ofen. Dann den Deckel ab, die Temperatur auf 200 Grad reduzieren und noch 10 Min. backen.

Dienstag: Reissalat
Ich mache ein Dressing aus Joghurt, Mayonnaise, etwas Gurkenessig, Tomatenmark, Paprika edelsüß, Salz und Pfeffer. Außer gekochtem und abgekühltem Vollkornbasmatireis kommt rein: Paprika, Staudensellerie, Tomaten, saure Gurken, Zwiebeln und ein Apfel, alles fein gewürfelt sowie in Scheiben geschnittene Seitan-Wiener (das sind die aus Weizeneiweiß).

Mittwoch: Reste des Reissalats

Donnerstag: Vollkorn-Farfalle mit Spinat-Käsesauce

Freitag: morgens: Erdbeer-Shake

abends: Vollkorn-Pizza

Pizzateig nur aus Vollkornmehl neigt dazu etwas weniger elastisch zu sein, sich nicht ganz so dünn ausrollen zu lassen und weniger knusprig zu werden. Verhindern lässt sich dieses Phänomen durch langsame Teigführung. Ich verwende folgendes Rezept (auch für weißes Mehl, dann nur die Wassermenge leicht reduzieren):

450g Mehl

230ml handwarmes Wasser

1/2 Würfel Hefe

1 TL Salz

1 TL Honig

3 EL Olivenöl

Die Hefe im Wasser auflösen. Dann alle Zutaten mit der Maschine oder mit der Hand zu einem Teig verkneten. Man sollte lang uns ausführlich kneten. Am Ende sollte der Teig kaum noch kleben und auch nicht allzu matschig sein. Wenn man mit dem Finger reinpiekt muss das Loch sich von allein  langsam wieder schließen. Wenn der Teig klebt oder verläuft hat er zu viel Wasser. Wenn er die Fingerprobe nicht besteht, sollte man ihn noch etwas kneten. So sieht er etwa aus:

Jetzt kommt er für mindestens 4 besser 6 Stunden in den Kühlschrank. Dazu eine Schüssel von innen ölen und den Teig reinsetzen. Dann die Schüssel abdecken. Nach 2-3 Stunden sieht er dann so aus:

Cool oder? Trotz Kühlschrank! Alles eine Frage der Geduld. Jetzt dem Teig einen guten Knuff mit der Faust verpassen und ihn nochmal in den Kühlschrank stellen. Etwa eine Stunde bevor man ihn verarbeiten will aus dem Kühlschrank holen und langsam Zimmertemperatur bekommen lassen. Nach 4-5 Stunden Gehzeit kann man ihn übrigens auch prima einfrieren. Dann einfach später bei Zimmertemperatur auftauen lassen.

Der Teig sollte sich auf Mehl sehr dünn ausrollen lassen und dabei trotzdem flexibel genug bleiben. Die belegte Pizza muss für 15-18 Minuten in den Ofen auf die unterste Schiene bei 230 Grad.

Wir hatten einige Gäste da und die Pizza kam so  gut an, dass es leider kein Foto gibt.

Wer noch Fragen zu einem der Rezepte hat, einfach melden und wenn jemand auch einen kulinarischen Wochenrückblick macht, freue ich mich über einen Kommentar.

In letzter Zeit gekocht

Ja. Kulinarische Wochenrückblicke implizieren einen wõchentlichen Post. Mehr Koordination als ich die letzten Wochen aufbringen konnte. Dumm nur, wenn man sich dann nicht mehr an alles erinnern kann… Also hier nun das Best-of der letzten Ca. 2 Wochen.

Vegetarische Lasagne

Ich mach die Lasagne gern klassisch mit Bolognese und Bechamelsoße.

Für die Bolognese:

  • 300g Tofu
  • 1 große/2 kleine Karotten
  • 1/2 Stange Lauch
  • 1/4 Sellerie
  • 1 Paprika
  • 1 große Zwiebel
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1 Chili
  • 1 Glas Rotwein
  • 1 Dose Tomaten in Stücken
  • 1-2 EL Tomatenmark
  • Sojasoße
  • Ital. Kräuter
  • Zucker
  • Salz,  Pfeffer

Den Tofu in kleine Stücke bröseln und mit Sojasoße marinieren (min. 30 Min).

Die Zwiebel, den Knoblauch und die Chili fein hacken, das gemüse putzen und fein würfeln.

Zwiebeln, Knoblauch, Chili und Gemüse in Olivenöl anbraten. Sofort mit Kräutern würzen (falls getrocknete verwendet werden). Wenn das Gemüse ganz leicht Farbe bekommt, den Tofu hinzugeben und noch kurz mitbraten. Dann das Tomatenmark dazu und mit Rotwein ablöschen. Die Tomaten hinzugeben und mit ca. 1 Tasse Wasser anfüllen. Mit 1-2 TL zucker, Salz und Pfeffer würzen und min. 20 Min auf kleiner Flamme köcheln lassen. Danach abschmecken.

Für die Bechamelsoße:

  • 1EL Butter
  • 2 EL Mehl
  • 250 ml Milch
  • 100g Schmand
  • Salz
  • Pfeffer
  • Muskat
  • Paprika edelsüß
  • 1 TL Zitronensaft
  • Worcestersoße

Die Milch erwärmen, dann zur Seite stellen.

In einem Topf die Butter schmelzen. Das Mehl zugeben und mit dem Schneebesen kräftig rühren. Wenn ein dicker KLumpen entstanden ist, die Milch langsam zugeben, dabei die ganze Zeit weiter rühren. Zum Schluss den Schmand unterziehen und mit den Gewürzen abschmcken.

Jetzt den Backofen auf 200 Grad vorheizen.

Das Schichten beginnt mit einer Lasagneplatte. Drauf kommt zuerst Bechamelsoße, dann Bolognese. Dann wieder eine Lasagneplatte. Den Abschluss bildet Bechamel, drauf kommt etwa 200g guter geriebener Käse. ich nehme Emmentaler oder Greyerzer.

Im Ofen rund 35-40 Minuten backen.

Ofenspargel mit Grünkernfrikadellen

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Grünkernbällchen (oder wie meine Schwiegermutter im Süden sagt:  „Grünkernküchle“) sind ein vegetarischer Klassiker. Ich mache sie, frei nach meiner Schwiegermutter, so:

  • 200g Grünkern, geschrotet
  • Brühe
  • 2-4 EL Semmelbrösel
  • 2 EL Haferflocken
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Ei
  • Senf
  • Salz
  • Pfeffer

Den Grünkern im Verhältnis 1:2 mit Brühe aufsetzen, aufkochen und auf niedriger Flamme gar ziehen lassen. (Vorsicht brennt schnell an). Die Zwiebel hacken und unter die Grünkernmasse geben. Die Haferflocken und ein Ei sowie die Gewürze dazu und gut rühren. Nun muss man die Konsistenz der Masse beurteilen und mit Semmelbröseln entsprechend tunen bis sich problemlos Bällchen formen lassen, die gut zusammen halten.

In einer Pfanne ein neutrales Öl erhitzen (ich verwende Rapsöl) und die Bällchen hineingeben und bei mittlerer Hitze (7 von 9 bei mir) von beiden Seiten knusprig braun ausbacken.

Dazu gab’s Salzkartoffeln und Ofenspargel. Der geht ganz leicht:

Spargelstangen schälen und auf eine Alufolie legen (glänzende Seite innen). Einige Stiche Butter draufgeben sowie Salz, Pfeffer, Zucker und ein paar Spritzer Zitronensaft. Bei 180 Grad im backofen ca. 20-30 Minuten garen. Der Spargel schmeckt mit dieser Methode intensiver und wird gleichzeitig sehr zart.

Gurken-Kartoffelsalat
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Ein Resteessen bei übriggebliebenen Salz-/Pellkartoffeln.

Für zwei:

1 Gurken fein hobeln, 1 Zwiebel und eine Knoblauchzehe fein hacken. Ein Dressing aus hellen Balsamico, Olivenöl, Dill, Salz, Pfeffer, Honig und den Zwiebeln und dem Knoblauch anrühren. Darin die Kartoffeln grob mit der Gabel zermatschen und die Gurken unterrühren. Ein wundervoller Sommersalat!

Gemischter Salat mit Sonnenblumenkernen
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Pastinaken-Bärlauchsuppe
imageIch habe in meinem Leben noch nicht sehr oft Pastinaken zubereitet. Herr Siebenhundertsachen war auch nicht ganz angetan von der Idee eines Pastinakenexperiments. Deshalb bin ich eher klassischen vorgegangen. Habe die Pastinaken fein gewürfelt und mit Sellerie, einer Karotten und etwas Lauch in Brühe gekocht. Am Schluss der Garzeit einige Handvoll gehackten Bärlauch drunter gegeben, das ganze püriert, etwas Sahne dran und dann nur noch mit Bärlauchstreifen und Croutons garniert und mit Pfeffer und Salz abgeschmeckt. War lecker aber erstaunlich mächtig.

Für tolle Croutons empfiehlt es sich übrigens gefrorenes Toast zu schneiden und noch gefroren anzubraten!

Pasta a l’arrabiata
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Tagliatelle mit Sahne-Linsen

Ein Kindheitsgericht für mich, das gab es im vegetarischen Elternhaus öfter und zu unserem Vergnügen. Irgendwoher muss ich ja die Linsen-Leidenschaft haben. Herrn Siebenhundertsachen sind so gut wie alle Linsengericht bisher unbekannt. Aber ich konnte ihn hierfür begeistern. Ein gutes Rezept findet sich z.B. hier. Ich gebe noch eine halbe fein geschnittene Stange Lauch dran und verwende statt Schmand Saure Sahne sowie statt Bohnenkraut Thymian. Wie alle Linsengerichte eher unfotogen. Aber lecker!

So, das sind wohl erstmal genug Gerichte. Wer noch ein Rezept haben möchte (gilt auch für vergangene kulinarische Rückblicke), möge sich einfach melden. Wer Lust hat auch einen kulinarischen Wochenrückblick zu starten ist herzlich eingeladen und darf dies gern hier per Kommentar kundtun.