Sonntagssachen #3/2015

Ein wundervoller Sonntag, vor lauter erholsam-entspanntem Sonntagsgefühl fast das fotografieren vergessen.

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Der Tag begann moderat früh mit Puppe wickeln. Setzte sich mit sehr vertrödelt spätem Frühstück fort. Es folgte Erdbeermarmelade und entspannt in der Sonne die Nägel passend zum Kleid lackieren. Das schon länger kopierte Cambie Dress ausschneiden. (Hätte jemand eine Kopie der Anleitung für mich?) Proviant schnippeln für den nachmittäglichen Ausflug. Und nähnerdiges Gepäck zusammen suchen. Dann kurze Stressphase mit zu spät zu spät, Quengelkind, hundert Dinge vergessen und noch holen müssen. Autofahrt, Kind pennt, Mann fährt, ich stricke. Bei Nähfreundin aka Patentante des Minimensch eingetroffen erstmal fürstlich Kaffee getrunken, ohne Foto. Ausführlich gequatscht, ohne Foto. Genäht und dabei vollkommenen Murks gemacht. Das Kleid wird nun eine sehr freie Interpretation des Schnittes. Und dann noch Abendessen und das müde zufriedene Kind schlaftrunken zuhause ins Bett verfrachtet. Ein wahrer Sonntag. 

You name it

Neben meinem ersten Steckenpferd, dem ÖPNV, den ich ja nun sehr viel weniger visitiere, als noch vor wenigen Wochen, habe ich eine neue Leidenschaft: Namen sammeln.

Als wir uns über den Namen für den Minimensch Gedanken gemacht haben, haben wir die Liste der 10 beliebtesten Namen 2012 direkt mal rigoros ausgeschlossen. Auch andere geben sich da scheinbar große Mühe und suchen nach was ausgefallenem. Erkenntnisse hierüber gewinne ich regelmäßig und hoch-amüsiert an der Pinnwand meiner Frauenärztin.

Von einer Untersuchung zur nächsten tauchen da immer neue Schätze auf, für meine wachsende Namenssammlung. Natürlich gibts auch immer ein paar Mainstream-Kinder mit Namen Emilia, Lucia, Sophia, Paul und Erik. Aber wen interessieren die? Die werden doch später ohnehin von Mailey, Delina-Chiara und Zoey Cheyenne gedisst, die Loser. Aber nicht dass jetzt einer hier denkt nur Mädchen hätten tolle Namen. Nee. Da können Mick Joel und Sammy schon mithalten. Ich glaube ja, die kleine Mawa Mercedes wird es auf dem Schulhof nicht immer leicht haben, und auch der kleine Viggo Marek Herbert trägt ein schweres Kreuz, während ich für Valentino Ricco eine große Zukunft als Schlagersänger voraussehe.

Aber der beste Tag war der, als wir die Ehre hatten, per Foto und Anzeige, den kleinen Friedrich Nepomuk-Echo kennenzulernen. Ich lasse mir den Namen beinahe täglich noch einmal auf der Zunge zergehen und stelle mir die Blicke all der zukünftigen Lehrer vor, die sich fragen, wie das passieren konnte.*

* ich habe mir keinen dieser Namen ausgedacht!!!!

Freitags in Bus und Bahn

Gestern ist zwischen Bochum und Wattenscheid ein Gleis gebrochen. Für alle Nicht-NRW-Kenner: Das bedeutet, dass sich sämtliche Züge, die auf der westlichen Strecke von Süden via Köln nach Hamburg/Hannover/Berlin unterwegs sind, gemeinsam mit dem gesamten NRW-Nahverkehr durch ein Nadelöhr von 2 statt 4 Gleisen quetschen müssen. Nachdem ich deshalb gestern schon auf meiner 10-Minuten-Fahrt 20 Minuten Verspätung akkumuliert habe, bin ich heute morgen extra 20 Minuten früher los und habe mich sogar vorher im Internet informiert, ob mein Zug fährt.

Die Sonne schien, ich war gut präpariert für die Irrungen der Bahn , die Laune bestens – bis mich eine Seniorin frontal mit ihrem Gehwagen rammte. Naja gut, was steige ich auch aus dem Bus aus, in den sie gerade reinwill. Ist ja ihr Bus. Sorry mein Fehler.

Der Zug war pünktlich. Leider fuhr er dann 20 Minuten lang nicht weg. Denn es war ein Zug eines Bahnkonkurrenten. Der musste erst noch 3 verspätete Züge der DB durchlassen… So Verspätung schweißt ja zusammen. Deshalb musste ich gegen meinen Willen, trotz der morgendlichen Stunde angemesser misanthropischer Ausstrahlung und des heutigen „Frau-Prüferin-Outfits“ (tutti kompletti mit Blazer UND strengem Dutt UND biederen Perlenohrringen) mit meinem Sitznachbarn ins Gespräch kommen. Einem schrulligen Nerd, der mich für min. 5 Jahre jünger, sehr viel weniger veheiratet und sehr viel weniger schwanger gehalten hatte, als er seinen Rucksack bereitwillig auf den Schoß nahm. Das war mir nicht sehr recht, denn ich strickte gerade eine recht komplizierte Musterreihe . Nunja. Vorher im Bus war ich schon gegen meinen Willen über das Für und Wieder künstlicher Wimpern und Haarextensions aufgeklärt worden. Sollte man beides nicht machen, sagt die Fachfrau, sieht scheiße aus, wenn’s anfängt rauszufallen „dann haste nur noch oben und unten je zwei Wimpern“ und die Dinger entfernen zu lassen ist auch schweineteuer. Danke. Somit war mein Kommunikationsbedürfnis schon gestillt, als der Nerd es mit small talk versuchte. Das wär übrigens auch noch ein Grund, dass es endlich mal Frühling werden könnte: Man würde dann endlich weithin sehen, dass ich schwanger bin, so hätte der Wal-Umfang vielleicht Vorteile. Unter der dicken Jacke bringt die Kugel ja nun mal so gar nix.

Ob der Gleisbruch inzwischen behoben ist, kann ich nicht sagen. Falls ja, gibt die Bahn sich größte Mühe, das zu kaschieren. Bis zum mittag ist nämlich nun -oooops- noch eine Stellwerksstörung hinzugekommen. Der Bahnhof Bochum ist bis zum Abend gesperrt , erhebliche Verspätungen all over NRW. Und alle so „yeah“! So schafft es die Bahn, dass ich auch zu meiner heutigen letzten externen Vorlesung bzw. der zugehörigen Prüfung zu spät kommen werde. Wär ja sonst auch irgendwie inkonsequent. Nochmal alle Applaus bitte! Aber hey, ich bin immerhin passend angezogen und frisiert…

Zumindest meine Studentinnen waren pünktlich und gut vorbereitet. Ich bin ja immer froh, wenn ich keine schlechten Noten vergeben muss, vor allem nicht bei mündlichen Prüfungen. Und damit … tadaaa … kann ich hinter die Lehrtätigkeit für das nächste Jahr einen Haken machen. Komisch. Lieber wäre mir ja, ich könnte an Revision und Gutachterei auch schon mal nen Haken machen – aber da bleibt mir noch bisschen was…

Die Spannung steigt übrigens: Komme ich wohl auch wieder zurück ins Büro und – das wär mir dann schon wichtig – später auch nach Hause? Die deutsche Bahn mag es ja, sich noch ein bisschen Spannung zu erhalten. Unser Leben ist eh viel zu durchgeplant. Gut dass die Bahn uns mal dazu bringt inne zu halten, den Alltag, die Woche, je nachdem auch mal die letzten 2-3 Jahre, gedanklich Revue passieren zu lassen. Auch unbekannte Gegenden zu besichtigen, manchmal ausführlicher als einem lieb ist und viele gut gelaunte nette Menschen kennen zu lernen. Vor allem freitags nachmittags bei knapp 3 Grad und Wind. Da genieße ich das gleich nochmal doppelt.

Entsteht bei irgendwem der Eindruck, meine Freitagsposts wären etwas düster? Negativ? Ach nee, das täuscht! Der ÖPNV weckt doch in jedem nur die sonnigen, positiven Seiten, oder? Man kann sich erfreuen, aktiv zum Klimaschutz beizutragen und dabei noch gratis sein Immunsystem sowie die Strapazierfähigkeit der Klamotten testen. Und dafür zahlt man nichtmal Aufpreis!

Oha. Der RE6 jetzt neu ohne Halt in Bochum dafür mit Halt in Herne. Welch attraktiver Tausch. Ich war ja vor kurzem erst in Herne. Die wohl einzige Stadt, die ich kenne, wo samstags das parken umsonst ist, weil eh niemand in die Innenstadt will… außer natürlich das unerschrockene Pott-Nähkränzchen auf Betriebsausflug zum Stoffmarkt. In Eis und Schnee und Herne. Uns kann nix aufhalten. In Herne kann man auch Konditoreien und Einkaufszentren besuchen, die offenbar einen Zeit-Tunnel in die 80er statt einer Tür haben. Aber ich schweife ab. Der Plan wäre ja schon nach Bochum zu fahren. Stattdessen nach Herne ist bisschen so, als hätte man im Café einen leckeren Apfelstrudel mit Vanillesoße bestellt und dann eine Mc-Do-Apfeltasche bekommen. Ich denke, ich werde auf einen Besuch in Herne verzichten und lieber erstmal in Essen den Zug verlassen. Und wenn ich dann so ein bis zwei Stunden im Büro rumgehangen hab, guck ich nochmal, wo die deutsche Bahn mich dann hinbringen will. In Castrop-Rauxel war ich z.B. länger nicht… stay tuned. Wenn es morgen keinen Lagebericht gibt, bin ich an einem Ort ohne Internet gelandet.

Und noch ein Schmankerl unter den Zugdurchsagen zum Schluss: „Da vor uns ein Güterzug kreuzt, verzögert sich unsere Abfahrt um einige Minuten“. Na dann mal Segel setzen und in See stechen würde ich sagen…

Weihnachtsvorboten…

…woran merkt man dass bald Weihnachten ist?

Deko und Gebäck gibts ja schon ab August. Die taugen nicht als Indikator. Aber es gibt einen totsicheren Anhaltspunkt für herannahende Adventszeit: die Blinke-Quote.

Als Bahnpendler im Ruhrgebiet brauche ich keine Information, wann der Weihnachtsmarkt eröffnet. Ich zähle einfach die Anzahl der Gruppen blinkender Menschen im Zug. Ist die größer als 1 und es ist nicht Freitag (dann muss man noch um die Junggesell(inn)enquote bereinigen) ist klar: Weihnachtsmarkt offen. Fortan läuft der Alltag etwa so: morgens Berge von Rentnerinnengrüppchen von 4 bis 12 Personen, entweder alles Frauen oder Paare, im Zug. Ausgestattet mit in Alufolie eingewickelten Sektflaschen, Flachmann (denn wer zahlt schon gern für den Schuss im Glühwein) und pro Person min. einem Blinkedings. Dezentes Blinken ist am Revers befestigt, etwas weniger dezent die blinkende Nikolausmütze, Krönung der Blinkeaccessoires: blinkendes Rentiergeweih auf Haarreif. Alle das gleiche damit man seine fellow Mitblinkenden nicht verliert. So blinken und betrinken sie sich unverschämt fröhlich und meist zu laut in der Bahn um halb neun. Danach fallen sie alle beim Bäcker im Bahnhof zum Frühstück ein („einen Filterkaffee und ein Fleischwurstbrötchen ohne Salat“) um dann entweder zu einem ausgedehnten Geschenkegroßeinkauf in „Essen – Die Einkaufsstadt“ aufzubrechen oder aber über den Weihnachtsmarkt herzufallen, kaum dass der erste Stand sein Törchen öffnet. Beides kann kombiniert werden, muss aber nicht. Pflicht ist allerdings der Verzehr von min. 1 Bratwurst, 1 Portion Reibekuchen und 1 Crepe sowie die regelmäßige Zufuhr von Glühwein, um den Pegel zu halten. Mit einem Berg von Einkaufstüten im Schlepptau trifft man die gleichen Gruppen dann, leicht derangiert und noch lauter, in der Bahn am Abend wieder, nachdem man sich vorher schon gegen den Strom der deutlich jüngeren „Nachfeierabend-Blinkegruppen“ dem Bahnhof entgegemgeschoben hat.

Meine Eltern behaupten ja, jeder Mensch habe offenbar noch ein weiteres Auto zu Hause, das er nur in der Adventszeit rausholt und mit dem er dann zusätzlich rumfährt und die Straßen verstopft, die allseits bekannten Adventsautos also. Ich bin nun aber sicher, dass die gesamte Bevölkerung des Sauer-, Sieger- und Münsterlands jenseits der 60 pro Adventszeit mindestens einmal pro Woche ins Ruhrgebiet gondelt (1 mal mit dem Kegelclub, 1mal mit dem Stammtisch, 1mal mit dem Kirchenchor, 1mal mit der Skatrunde). Das heißt die These von den Weihnachtsautos ist nur haltbar, wenn die alle an den anderen 6 Tagen der Woche pausenlos mit ihren Adventsautos rumgurken.

Halb Holland fällt natürlich auch noch über uns her, aber die kommen mit dem Reisebus und nicht mit dem Zug, deshalb weiß ich nicht, ob sie ihren Sekt auch in Alufolie einwickeln, blinken tun sie auch. Allerdings ist das irgendwie gerecht schließlich überfallen wir ja auch an jedem nordrheinwestfälischen Feiertag die holländischen Grenzorte und kaufen denen den gesamten Vorrat an Kaffeepads und Vanillevla weg.

So, in diesem Sinne fröhliche Blinkezeit…

Lagebericht meets Zuckerfrei meets Pottgeschichten

Ohoh, gar kein guter Tag heute. Ohnehin war es nicht ganz leicht aus dem Bett zu kommen nach Tortenprobeessen, Nähkränzchen UND Fußball (alles in Personal- und Ortsidentität) gestern abend. Dann war ich schonmal auf und so, da stellte ich fest, dass ich außer einem Strickkleid noch eine Jeans, eine Strickjacke, einen Jerseyschal und Stiefel (!) sowie eine Lederjacke trage. An mir runterschauend kam ich mir ziemlich verkehrt vor. Aber warm war’s trotzdem nicht. Und dann fuhr der Bus an der Bushaltestelle 3 Minuten zu früh an mir vorbei und nahm mich nicht mehr mit! Frechheit!

Also saß ich so 20 Minuten an der Bushaltestelle. In dieser Zeit wurde ich glücklicherweise mindestens 12 Minuten lang von einer älteren Dame zwangsunterhalten. Wer schonmal im Ruhrgebiet in der Öffentlichkeit etwa 1-2 Minuten verweilt hat (Supermarktkasse, Umkleidekabine, Bus, Bahn, Kneipe) der weiß: Leute reden mit einem. Ungefragt. Sie erzählen einem alles. Und ihre Meinung. Die vor allem. Normalerweise mag ich das. Aber nicht, wenn es kalt und früh ist und der Bus doof und ich viel zu viele Klamotten anhabe gemessen an der Jahreszeit und vor allem nicht, wenn derjenige sich als präferiertes Gesprächsthema Zucker aussucht. Es verhält sich nämlich so, dass die geschätzte Dame unterwegs zum Arzt war, wo sie ihren Termin verpassen würde wegen des weggefahrenen Busses. Das schien sie aber nicht weiter zu stören. Demgegenüber stört es sie sehr, dass sie neuerdings auf Zucker achten soll. Denn wo überall Zucker drin ist, ob ich das schonmal bemerkt hätte. Also sie hat das ja dem Arzt erst nicht geglaubt. Aber man ahnt es nicht. Sogar in Senf. Und Ketchup (sprich: Kätschupp). Und in Brot. Wie kann das sein? Zucker im Brot? Wer hat das erlaubt? Ich fühlte mich seltsam an ein Abendessen vor etwa 5 Jahren bei meinen Großeltern erinnert, als meine Oma voller Entrüstung die im Fernsehen vernommene Entdeckung verkündete, dass Weißmehlbrötchen nicht besser sind als Zucker… Ich habe also der Dame brav zugehört und besser mal meine Klappe gehalten. Denn erstens war ich ja nicht als Gesprächspartnerin sondern als Zuhörerin erwählt worden und zweitens musste ich fürchten, mir könnten beim öffnen des Mundwerks unflätige Ausdrücke entwischen.

Denn heute ist ein wirklich wirklich schlechter Tag um mit mir über Zucker zu reden! Nach zwei Ausnahmetagen befinde ich mich in einer ganz schlimmen Zucker-Turkey-Phase! Wir waren vorgestern probeabendessen und gestern probetortenessen. Und morgen hat meine Oma Geburtstag und ich werde ihr den nicht verderben indem ich ihr die Erkenntnisse der Bus-Dame erläutere und keine Sachen mit Zucker essen, sondern ganz brav essen was auf den Tisch kommt. Dazwischen eingequetscht: ein Vernunftstag. Ganz schlimm für den inneren Schweinehund das! Und dann auch noch kalt, müde, Kopfschmerzig und unmotiviert. Merkt ihr wie nett es war, dass ich nix zu der Dame gesagt, sondern nur apathisch genickt hab?

Ich hab überlebt, aber der nächste Bus wurde von einem offenbar aus Athen eingewanderten Irren gefahren, so dass mir dann am Bahnhof angekommen auch noch schlecht war. Dann habe ich bei dm Fotos abgeholt, die waren z.T. leicht fehl belichtet. Trotzdem kein Grund die Negativstreifen so zu schneiden, dass alle Fotos halbiert sind, oder? Und zu guter letzt habe ich mich beim Online-Stoffhändler bitterlich beklagt, weil mein sehnsüchtig erwartetes Stoffpaket nicht pünktlich zum Nähkränzchen da war, nur um zu erfahren, dass es seit Dienstag beim Nachbarn ist und der DPD-Mensch nur offenbar versäumt hat, uns darüber zu benachrichtigen. Nicht mein Tag.

Davon abgesehen habe ich es aber geschafft, ein Wochenende auf der Schwäbischen Alb zu verbringen, ohne Zucker und Fleisch. Das ist etwas schwer vermittelbar und zum Glück war ich gut vorbereitet und hatte z.B. eigenes Brot dabei. Aber ich hab’s geschafft. Jetzt noch morgen der Ausnahmetag und dann kommen erst in zwei Wochen wieder Hindernisse. Außerdem kann ich auch Pläne verkünden:

Am Wochenende putze ich die Fenster! Ganz echt. Und außerdem muss was im Nähzimmer und im Arbeitszimmer geschehen. Einmal hergestellte Ordnung hat dort immer nur sehr kurz Bestand. Ich werte das als Zeichen eines schlechten Ordnungssystems. Wenn diese Pflichtübungen und der sonstige Haushalt erledigt sind, dann werde ich mit Hilfe des wiederentdeckten Stoffpaketes den Blümchenrock und ein Blümchenkleid fertigstellen. Sowie ein lang gewünschtes und gestern angefangenes rotes Kleid mit weißen Punkten. Und dann müsste es dann bitte Sommer werden. Ich versteh sowieso nicht, was mit dem guten alten Automatismus Fußballturnier=Grillwetter passiert ist. Achja und Probedeko, die wird es auch noch geben!

Und jetzt wende ich mich hochgespannt wiederum dem Alltagsgeschehen zu und warte, welche Fiesigkeiten der Tag noch so bereit hält.

Update: Es kamen noch weitere Fiesigkeiten. Welche von der fiesesten Sorte. Solche die einen denken lassen: „Was mach ich eigentlich hier? Plan B ich komme!“ Ich habe das Büro früher als geplant, weil vollkommen entnervt, bei doofem Wetter und der schlechtesten Laune seit langem verlassen. Dann musste ich mir noch die Füße ablaufen um die restlichen Komponenten der Probedeko aka. Omas 80er Geburtstag Deko zu besorgen. Mit steifem Nacken, schmerzenden Füßen und Laune zum heulen bin ich bei Herrn Siebenhundertsachen ins Auto gesunken. Aber zu Hause wurde die Welt fast direkt besser. Zuerst ein paar Erdbeeren geerntet. Dann eigenen Salat und Rucola. Dann das Stoffpäckchen abgeholt und darin vorgefunden wonach ich mich seit Tagen sehnte und dann kam auch noch, überraschend schnell, mein Drops Supersale-Paket. Wie toll ist das bitte?

So kann ich nun die Stick-Spitze an den Blümchenrock nähen, das Kleid aus den schicken türkisen Stoffen für eine Hochzeitseinladung zuschneiden und von warmen roten, blauen und grauen Jäckchen träumen. Hach wie schön.

Zusammenhanglos

Wo mein Buserlebnis auf so viel Resonanz gestoßen ist, hier ein weiterer Schnipsel, der mich gerade amüsierte: Unter den Suchmaschinen-Ergebnissen meines Blogs wurde heute angezeigt: „Mein Mann in meiner Wäsche“ und das mit gleich 2 Treffern… muss ich mir Sorgen machen?

In Sachen Bus bleib ich dran, liebe Wiebke, ich fahre nämlich jeden Tag Bus, ich hör nur nicht immer zu…

Neulich im Bus

Lauter Kiddies (also jugendliche Menschen zwischen 12 und 18) auf dem Rückweg vom Freibad oder wo sonst man auf Decken sitzen und tagsüber Mixgetränke konsumieren kann. Ich durfte Zeugin folgender Konversation werden, die mich etwas ungläubig und verstört zurückließ:
„Sag mal ein paar schlauer Wörter, die ich im Bewerbungsgespräch sagen könnte.“
„Was denn für Wörter?“
„Also ich kann schon ratio…nalistisch… Und artikulieren“
„hm. Kollegial?“
„Häh? Was soll dad’n sein?“