Me made Mittwoch: Röschen-Anna

… oder auch das #chrissykleid.

Es begab sich irgendwann im Sommer, dass mein lokales vollgestopftes Stoffgeschäft seinen Räumungsverkauf anfing (denn es schließt. Schnüff.) und unter anderem sehr viele Patchworkstoffe reduziert hatte. Als ich dort so herumschaute, fand ich unter anderem diesen Stoff, blaugrundig mit Rosenmuster.

Der mich sofort sehr an die liebe Chrissy denken ließ. Leider waren nur noch gerade so 1,50m auf dem Ballen (1,10 breit) und Chrissy näht ja bekanntermaßen keine Röcke. Also machte es wenig Sinn, den Stoff für sie zu kaufen, ich fand für sie einen anderen und kaufte die Rosen für mich.

Ich musste dann auch erstmal eine ganze Zeit überlegen, was ich daraus nähe. Ich wollte schon gern ein Kleid, aber Selbst ein halber Teller als Rockteil hätte nicht drauf gepasst, gedoppelt, Ärmel, Bindeband, alles ausgeschlossen. Die Lösung liegt natürlich auf der Hand: Anna.

Der Zuschnitt war spannend, aber es passte exakt:

Ich habe wie üblich Größe 10 mit FBA und tieferem Ausschnitt zugeschnitten. Den Reißverschluss habe ich in die Seite gelegt, Taschen hinzu gefügt und das Kleid komplett gefüttert.

Irgendeine Änderung, die ich sonst mache muss ich vergessen haben, denn es sitzt anders als meine anderen Anna Dresses. Aber ansonsten bin ich sehr zufrieden. Ein Lieblingskleid.

auch Nina zeigt beim Me made Mittwoch Lieblingskleidung.

Sonntagssachen 37/2018

Lang geschlafen, ausführlich und lecker gefrühstückt und dann noch Stunden einfach am Frühstückstisch gesessen und mit Familie @drehumdiebolzen gequatscht. Einen Ärmel fertig gestrickt. Ein eher fragwürdiges Buch vorgelesen. Kartoffel-Kürbis-Gratin gegessen. Viele viele kleine Ecken abgeschnitten – mehr kann aus Geheimhaltungsgründen leider nicht gezeigt werden. Dazu den ersten heißen Apfelsaft der Saison getrunken.

Sonntagssachen 36/2018

Dieser Tag war etwas auf Sparflamme, weil wir ein Kind mit sehr langwierigem Magendarminfekt und eins mit Zeitumstellungsverwirrung und Zahnen bespaßen, bekuscheln, trösten und dabei voneinander fernhalten mussten.

Obwohl beide Kinder für Ihre Verhältnisse lang schliefen, war die Schlafausbeute eher bescheiden und ich war versucht meine Schlafanalyse mit Captain Obvious anzureden. Deshalb aufs Croissant noch Nussnougatcreme, weil! Ein paar Reihen Ärmel gestrickt, ich will die verdammte graue Jacke endlich fertig haben, langweiliges Ding! Mango-Apfel-Chutney eingekocht. Mehrere neue Wärmflaschen gemacht. Viele Seiten vorgelesen. Einen Lizzie-Skirt in dunkelrot zugeschnitten. Den Tag mit Weißwein und einem geschenkten Cupcake beschlossen.

Sonntagssachen 35/2018

Nach dem aufstehen, ganz passend zu meinem Wachheitsgrad 5 mal „Gute Nacht Karlchen“ vorgelesen. Hefeteig gemacht. Erster Teil des Hefeteigs wurde Frühstücksbrioche. Zweiter Teil des Hefeteigs wurde Äpfel-Mohn-Streuselkuchen*. Ein neues Kleid angezogen. Zum x-ten Mal zu flickende Hose aufgetrennt. Kürbis-Cakes gebacken. Abgepaust.

* Eine verbesserte Variante dieses Rezeptes: Untendrunter Hefeteig, oben drauf Streusel wie gehabt aber mit Kardamom. Den Hefeteig von diesem Rezept hab ich aufgeteilt auf eine Springform und eine Mini-Königskuchen-Form. Backzeit 40 Minuten bei 170 Grad Umluft.

Nähplausch September/Oktober 2018

Im September habe ich es nicht geschafft am Nähplausch teilzunehmen. Der Büroalltag hat mich wieder, ich war auf Dienstreise und der Mann sehr viel unterwegs. Im Oktober fällt der Nähplausch leider aus, weil Frau Fadenwechsel zu viel um die Ohren hat. Aber bevor wieder alles in der Versenkung verschwindet: ich Plausche dann mal Solo

Was habe ich genäht?

Blusen. Und zwar je eine Testbluse PAM (La maison Victor) und Rita (Charm Patterns by Gertie)

Und dann eine PAM mit Ballerinen.

Und eine Rita aus floraler Viskose (?) aus Frankreich (Tissus du Monde).

Das war sehr erfolgreich.

Außerdem gab es Puschen für beide Kinder, eins ist aber schon vorm Foto in die Kita entschwunden.

Den zweiten Stufenrock für die beste Freundin des Minimensch, die ihn ständig trägt und sehr stolz darauf ist.

Eine Shorty-Latzhose für den Mikromensch und eine normale Latzhose für den Mikromensch, beide nach dem Schnitt der Strampelhose von Klimperklein.

Flicken. Viele Flicken.

Und zwei Schlafanzughosen für mich:

Die Stoffauswahl erfolgte nach dem Prinzip „was ist groß genug und sollte mal weg“ und entsprechend wild sehen die Hosen aus. Der Waxprint ist eine super leichte Hose geworden, sehr angenehm. Der Streifenstoff hat nicht mehr für lange Beine gereicht, deshalb gab es lange Bündchen. Das sieht zwar sehr speziell aus, ist aber eigentlich sehr toll, denn die Knöchel bleiben so ganz kuschelig warm und trotzdem ist die Hose leicht. Der Schnitt ist jeweils Butterick B 5963 und den kann man getrost was enger machen, der fällt sehr reichlich aus.

Außerdem einen Jerseyrock für meine Schwester.

Das klingt viel, aber ist ja auch der Output von über zwei Monaten.

Was nähe ich gerade?

Kurz vor fertig bin ich mit einem Chrissy-Kleid. Ein Anna Dress aus blauem Quiltstoff mit Rosenmuster. Beides erinnert mich sehr stark an Chrissy. Ich füttere das Köeid komplett weil ich es gern noch im Herbst tragen möchte. Und weil das dunkelrote Futter wirklich toll dazu aussieht.

Was plane ich?

Also ja, Ähm, viel. Ich habe das Stoffreste-Regal aufgeräumt und jetzt hab ich da Material für 3-4 Shirts, 2 Babyhosen, 2 Kleinkindhosen, etliche Halstücher, 2 Minimensch-Pullis und 2-3 Halssocken für Kinder.

Vorher – nachher

Außerdem muss ich eine Babydecke und eine Windeltasche nähen.

Und meinen Softshellmantel enger machen.

Und ich bräuchte wirklich eine neue Handtasche. Aber ich hasse Taschen nähen. Recycled Leather ist da, Futter ist da, Schnitt wäre Arya… aber woher soll die Motivation kommen?

Einkäufe

Gekauft hab ich wirklich nicht viel. Ein paar fat quarters als Ergänzung zu meinen Resten für die Babydecke und den Stoff für den Rock meiner Schwester. das war’s auch schon. Ich war dieses Jahr auch tatsächlich auf keinem einzigen Stoffmarkt und hab einige Schrankleichen vernäht oder aussortiert. Ich führe ja keine Stoffstatistik, aber gefühlt reduziere ich gerade eher den Bestand. Interessanterweise ist ein ganz bestimmter Stoff aus meinem Schrank verschwunden, der ein perfektes Binding für die Babydecke wäre. Das macht mich so wahnsinnig, dass ich schon große Teile meines Stofflagers aufgeräumt habe. Bringt alles nix, bleibt verschwunden… ich werde also gezwungenermaßen nächste Woche in ein Stoffgeschäft gehen müssen. Nee wie ärgerlich.

Sonntagssachen 33/2018

Den kalt gegangenen Kürbisstuten reingeholt. Dinge über Steinzeitmenschen vorgelesen. Der Kürbisstuten wurde leider etwas dunkel aber lecker – das optimiere ich noch. Kindergartenfest, Waffeln, gutes Wetter, zufriedenes Kind – ich lernte, dass in einer anderen Gruppe eine spinnende Erzieherin ist und dort Wolle kadiert und dann zum Filzen genutzt wurde. Kletterkind. Entspannter Kaffee in der Sonne. Kichererbsen eingeweicht. Falafeltasche vertilgt. Eine ziemlich wild gemusterte Schlafanzughose aus Waxprint genäht, mit exakt dem letzten Zentimeter Unterfaden fertig geworden und direkt angezogen.

Me made Mittwoch: Ballerinen

Heute zeige ich euch mein Büro-Outfit von gestern. Ich trug einen Rock, den ich schon länger habe, aber evtl nicht im Blog zeigte, weil es der fünfte oder sechste Rock nach dem Schnitt Simplicity 2451 ist. Dazu eine nagelneue Bluse mit Ballerinen drauf:

Den Ballerina-Stoff musste ich einfach mitnehmen als ich eigentlich nur den Stoff für meinen Morgenmantel bei Alfatex kaufen wollte. Es ist ein sehr feiner Viskosecrepe, der sich fürchterlich verzieht, wenn man ihn nur schief anguckt aber sehr schön fällt und sich schön anfühlt.

Der Blusenschnitt ist „Pam“ aus der La Maison Victor. Allerdings hab ich den bis zur Unkenntlichkeit verändert. Ich habe Abnäher im Rücken hinzugefügt, Taille schmaler gemacht und statt des Schlitzes einen Rundhalsausschnitt gemacht. Der Inhalt der Falten kommt von FBA, den hab ich in den Halsausschnitt statt in die Brustabnäher gedreht.

Ich bin mit der Bluse an sich sehr zufrieden, genauso wie mit der zweiten Pam, die ich in letzter Zeit genäht habe. Allerdings hab ich jetzt auch erstmal wieder genug von Flutschviskose.

Und damit gehe ich nun noch ganz schnell rüber zum Me made Mittwoch. Katharina zeigt dort auch Dienstkleidung, heute.

Me made Mittwoch: Post-Schwangerschafts-Ashland-Dress

Das heutige Kleid versteckt sich leider etwas unter Strickjacke und Schal, denn es hat nur halbe Ärmel.

Es handelt sich um ein Ashland-Dress allerdings aus Jersey. Genäht habe ich es im Mutterschutz ohne Anprobe nur in Erwartung meiner ungefähren Körbchengröße nach der Geburt. Es passte mir auch tatsächlich in den ersten Wochen gut. Hier ein Bild aus der dritten Lebenswoche des Mikromensch:

Inzwischen ist es mir zu weit. Ich habe es bereits vier Zentimeter enger gemacht. Aber perfekt sitzt es dennoch nicht. Für einen Tag zuhause mit Haushalt und sonst nichts ist es aber ok. Die Knopfleiste ist – der Stilleignung zuliebe mit Druckknöpfen versehen.

Ich werde nun, da ich annähernd Konstante Maße habe, noch ein Ashland aus Webstoff nähen. Der Schnitt gefällt mir schon länger, aber da das auf sehr viele Schnitte zutrifft hat er es bisher noch nicht bis zur Unsetzung gebracht.

Das Tuch, das hier nicht besonders gut zu erkennen ist, ist auch selbst gestrickt. Ich habe es im letzt- und diesjährigen Sommerurlaub gestrickt. Das Muster ist „Diva“ von Drops und das Garn ist Drops Delight. Hier ein Bild im sonnigen Süden:

Auf dem Me made Mittwoch-Blog ist heute Zusza zu Gast in einem Jeanskleid, das aber sowas von toll ist!

Sonntagssachen 35/2016

Frühstück nach ziemlich unruhiger Nacht.Die Adventszeit dämmert heraus, da beginnen die ersten Basteleien – es wurde gefilzt. Mein Brautkleid ausgepackt und nach Anprobe beschlossen, es aus Kälte und zu eng-Gründen nicht für eine anstehende Hochzeit zu kürzen, sondern was anderes anzuziehen. Die neuen Teetassen eingeweiht.Einen Waldspaziergang gemacht und dabei viel mit Blättern geraschelt.Die Bude gewischt. Nach sehr eigentümlichen Minimensch-Regeln Lastesel gespielt. Die im Wald gesammelten Dinge zum trocknen ausgebreitet. 

Sonntagssachen 34/2016

Aus dem wunderschönen Michael-Ende-Bilderbuch vorgelesen. Frühstück mit selbstgebackenem Brioche und geschenkten Quittengelee. Wegen „irgendwie kränklich-Gefühl“ massenhaft Ingwertee getrunken. Und Mittagsschlaf gemacht. Seit sehr langer Zeit mal wieder Ohrringe gemacht, für mich und zum verschenken. Die Ohrringe gleich mal in ein Päckchen gepackt. Das schon seit einiger Zeit gebrochene Ofenglas ausgetauscht. Fäden an meinen neuen Socken vernäht. Den wieder heilen Ofen mit Fladenbroten gefüllt.