Sonntagssachen 38/2018 und 39/2018

Letzte Woche hab ich einfach vergessen, die fertige Fotocollage zu posten. Sowas.

Letzten Sonntag also: Martinsbrezeln gebacken. Das Gesicht mit Feuchtigkeit versorgt. Vorgelesen um wen es bei dem Brezeltag denn geht. Erheblich Zeit damit verbracht, die Oberfläche des Buffetschranks wieder hervorzuholen. Hosen aufgetrennt. Das allerbeste Blumenkohlcurry gekocht. Theoretisch den Lizzie-Skirt begonnen.

Und diesen Sonntag:

Kaffee zum Frühstück. Ärmel Nr 2 gestrickt. Einen dicken Berg Papier gesichtet. Knieflicken aufgenäht. Den Balkon eingewintert. Vorgelesen. Bestes Winteressen gekocht und gegessen. Von Hand genäht.

So!

Sonntagssachen 37/2018

Lang geschlafen, ausführlich und lecker gefrühstückt und dann noch Stunden einfach am Frühstückstisch gesessen und mit Familie @drehumdiebolzen gequatscht. Einen Ärmel fertig gestrickt. Ein eher fragwürdiges Buch vorgelesen. Kartoffel-Kürbis-Gratin gegessen. Viele viele kleine Ecken abgeschnitten – mehr kann aus Geheimhaltungsgründen leider nicht gezeigt werden. Dazu den ersten heißen Apfelsaft der Saison getrunken.

Kürbis-Cakes mit vielen Gewürzen und scharfem Dip

Gute Rezepte sollte man teilen solang man sich noch gut erinnert. Daher unser Abendessen von vorgestern, heute schon im Blog. Kürbis-Kartoffelküchlein Indisch und mit zweierlei Dip. Das Rezept ist eine Kinder-geschuldete Abwandlung eines Rezeptes aus der Veggie Oktober 2018.

Zutaten für 3 Erwachsene/ 2 Erwachsene, 2 Kinder:

1 EL Kreuzkümmel

Je 1 TL Koriandersaat, Schwarzkümmel

1/2 TL Zimt

450g Kürbis (hier gemischt Hokkaido und Butternut, netto also ohne Stiel und Kerne gewogen)

300g Kartoffeln

1 Zwiebel

1 Zehe Knoblauch

2 Eier

5 EL Kichererbsenmehl

2 EL Semmelbrösel

1 TL Harissa

Salz

Kreuzkümmel, Schwarzkümmel und Koriander in einen Topf ohne Fett anrösten bis sie duften und dann grob mörsern.

Die Kartoffeln und den Kürbis schälen, grob reiben, salzen und etwas stehen lassen. Dann das Wasser ausdrücken und abschütten.

Nun Zwiebel und Knoblauch fein hacken und dazugeben. Ebenso alle Gewürze und die Eier sowie das Mehl und die Brösel unterrühren.

In neutralem Fett ausbacken, jeweils einen Esslöffel in die Pfanne setzen und platt drücken.

Dazu hatten wir einfachen grünen Salat und zwei Dips:

Minzjoghurt (Griechischer Joghurt, fein gehackte Minze (frisch oder getrocknet), etwas Zitronensaft, Salz, Pfeffer – für die Kinder

Und

Scharfes Mango-Apfel-Chutney – für uns

1/2 Reife Mango

2 Äpfel

1 Daumengroße Kurkuma-Wurzel

1 Daumengroßes Stück Ingwer

2 TL Chiliflocken

1 EL Zucker

1 Schuss heller Essig

Etwas Apfelsaft

Salz

Mango und Äpfel fein würfeln, Ingwer und Kurkuma reiben oder fein hacken. Alles zusammen in einen Topf werfen, aufkochen und dann auf kleiner Flamme ca 30 Minuten köcheln lassen. Dabei stetig rühren und nach Bedarf Flüssigkeit nachfüllen. Am Ende pürieren und abschmecken.

Kann ggf. auch im Glas eingekocht/pasteurisiert werden, dann hält es eine ganze Zeit.

Sonntagssachen 35/2018

Nach dem aufstehen, ganz passend zu meinem Wachheitsgrad 5 mal „Gute Nacht Karlchen“ vorgelesen. Hefeteig gemacht. Erster Teil des Hefeteigs wurde Frühstücksbrioche. Zweiter Teil des Hefeteigs wurde Äpfel-Mohn-Streuselkuchen*. Ein neues Kleid angezogen. Zum x-ten Mal zu flickende Hose aufgetrennt. Kürbis-Cakes gebacken. Abgepaust.

* Eine verbesserte Variante dieses Rezeptes: Untendrunter Hefeteig, oben drauf Streusel wie gehabt aber mit Kardamom. Den Hefeteig von diesem Rezept hab ich aufgeteilt auf eine Springform und eine Mini-Königskuchen-Form. Backzeit 40 Minuten bei 170 Grad Umluft.

Sonntagssachen 33/2018

Den kalt gegangenen Kürbisstuten reingeholt. Dinge über Steinzeitmenschen vorgelesen. Der Kürbisstuten wurde leider etwas dunkel aber lecker – das optimiere ich noch. Kindergartenfest, Waffeln, gutes Wetter, zufriedenes Kind – ich lernte, dass in einer anderen Gruppe eine spinnende Erzieherin ist und dort Wolle kadiert und dann zum Filzen genutzt wurde. Kletterkind. Entspannter Kaffee in der Sonne. Kichererbsen eingeweicht. Falafeltasche vertilgt. Eine ziemlich wild gemusterte Schlafanzughose aus Waxprint genäht, mit exakt dem letzten Zentimeter Unterfaden fertig geworden und direkt angezogen.

Rotweinpflaumen einkochen

Im Sommer eskaliere ich immer ein wenig an der Einkochfront. Einkochen ist doch sowas wie den Sommer konservieren. Und wie schön ist es, wenn dann der Vorratsschrank überquillt voller Marmeladen, Chutneys, Relishs, Sirups und Kompotte ist. Meine Leidenschaft für Chutney und Relish wird hier im Haushalt nur eingeschränkt nachvollzogen. Sirup wird vor allem im Sommer direkt weggetrunken (da ist er auch am aromatischsten). Aber Rotweinpflaumen und Apfelkompott, die sind gerade für den Winter gut. Letztes Wochenende habe ich einen Eimer Pflaumen aus dem Garten meiner Eltern mitgebracht. Das sind eigentlich Esspflaumen. Zum Einmachen und Kuchen backen werden ja eigentlich Zwetschgen empfohlen. Aber da kümmere ich mich gar nicht drum – ich weiß nämlich, dass das wunderbar mit diesen Runden, saftigen, süßen nicht zu großen Gartenpflaumen geht.

Du brauchst für 5 Gläser a 350ml Fassungsvermögen (Typ Bio-Mais ;-)) oder 4 Standard 420ml Einkochgläser mit Twist-Off-Deckel:

Pflaumen. Ca. ein Nudelsieb voll. Ich hab das nicht gewogen.

200g Zucker

200ml Trockener Rotwein

1 EL Balsamico

400ml Wasser

1/2 TL Lebkuchengewürz (oder nur Zimt oder nur Nelken je nach Geschmack)

Gläser gut spülen und heiß nachspülen.

Die Pflaumen waschen, halbieren, entsteinen und sorgfältig verlesen. Nur einwandfrei Hälften dürfen in die Gläser! Gläser bis ca 1 Finger unter dem Rand mit Pflaumen füllen.

Zucker, Rotwein, Wasser, Essig und Gewürz aufkochen und 10min köcheln lassen.

Den Sirup, der die sommerliche Küche inzwischen gut nach Glühwein riechen lässt, heiß über die Pflaumen geben, alle müssen bedeckt sein, es muss oben noch etwas Platz bleiben.

Mittels eines Löffelstiels potenzielle Luftblasen aus denGläsern nach oben stochern.

Gläser zudrehen.

In den kalten Backofen in eine Fettpfanne stellen, 2 Fingerbreit Wasser dazu. Auf 120 Grad anstellen und wenn die Temperatur erreicht ist 45 Minuten drin lassen. Am Ende sollte es in denGläsern kochen. Im Backofen komplett auskühlen lassen und dann kontrollieren, ob sich die Deckel straff nach innen gesaugt haben. Wo das nicht gelungen ist: sofort in den Kühlschrank und zeitnah essen. Bei korrektem Vakuum halten die Pflaumen ein Jahr im kühlen Abstellraum.

Schmecken zu Grießbrei, Milchreis, Eis.

Wer Zwetschgen hat, erhöht ggf die Zuckermenge etwas. Wer keinen Wein nehmen will, könnte säuerlichen Apfelsaft, Quittensaft oder nur Wasser nehmen.

Wer noch mehr einkocht kann natürlich durch gemeinsam sterilisieren viel Energie sparen. Ich kombiniere meist noch eine Ladung Rote Bete und Gurkenrelish oder Sirup, dann ist der Ofen voll.

Pilaw mit Kichererbsen (One Pot, vegan, sojafrei)

Pilaw ist sowas wie die arabische Variante von Risotto. Wir kochen das oft und gern insbesondere weil alles in einen Topf kommt. Das macht wenig zu spülen und köchelt auch ganz locker mal vor sich hin. Bestimmt gibt es schon 2-4 Rezepte dafür hier im Blog. Hier eine Variante ohne Soja.

Zutaten für 3:

150g Reis (je nach Wunsch und verfügbarer Zeit Vollkorn oder nicht, Parboiled oder nicht)

1 Zwiebel

1 Zehe Knoblauch

Gemüse je nach Verfügbarkeit und Geschmack, z.B hier: 1 Möhre, 1 Paprika, 2 Stangen Staudensellerie, 1 Handvoll TK-Bohnen

1/2 Dose Tomaten in Stücken

1 Handvoll Rosinen

1/2 Glas Kichererbsen

1 TL Ras-El-Hanout

2 Lorbeerblätter

1/2 TL Schwarzkümmel

1/2 TL Paprika rosenscharf

Zwiebel und Knoblauch hacken und in Butter glasig dünsten. Reis zugeben. Mit 2 Tassen Wasser bedecken, Salz und alle Gewürze zugeben. Falls der Reis nicht parboiled ist, nun ca 20 Minuten köcheln lassen und dann erst das Gemüse zugeben, bei parboiled Reis sofort alles zusammen aufsetzen.

Gemüse mundgerecht würfeln und zum Reis geben, wenn noch ca 15 Minuten Garzeit verbleiben. Auch Tomaten, Kichererbsen und Rosinen dann dazu. Aufkochen und auf kleiner Flamme gar kochen. Ggf. etwas Flüssigkeit nachfüllen, das ganze sollte am Ende noch etwas soßig sein.

Dazu passt Joghurtsoße, entweder nur mit Salz und Pfeffer oder zusätzlich mit geriebener Gurke und Minze abgeschmeckt.

Kokos-Cashew-Curry (vegan, sojafrei)

Mit dem Frühling kommt die Obst- und Gemüsevielfalt und damit auch die Freude am Kochen, Backen und darüber bloggen wieder. Ohne eine Erhebung gemacht zu haben, vermute ich, dass ich sehr viel mehr Koch- und Back-Content aus Frühling und Sommer hier im Blog hab. Letzte Woche gab es eine neue Curry-Variante:

Für 3 Personen:

1 Möhre

1 kleine Süßkartoffel

1/2 Paprika

1 Handvoll Cashewnüsse

1 Dose Kokosmilch

1 große Zwiebel

3 cm Ingwer

2 Lorbeerblätter

1/2 Chili

1 Tl Kurkuma

1/2 TL Koriander

1 Prise Kardamom

Kokosöl

Salz

Dazu: Reis

2 EL Kokosöl erwärmen. Darin zunächst die Gewürze anrösten, dann die grob gewürfelte Zwiebel dazu , schließlich das andere Gemüse (grob gewürfelt) und den Ingwer & die Chili (fein gehackt) zugeben. Kurz anbraten, mit Kokosmilch ablöschen, Cashews darangeben, Deckel drauf, 20 Minuten auf kleiner Flamme köcheln. Abschmecken und noch etwa 5 Minuten mit offenem Deckel reduzieren lassen. Fertig.

Lauch-Quiche

Seit ich Milch und Käse weglassen muss wegen der Allergie des Mikromenschen, sind Pizza und Flammkuchen leider leider vom Speiseplan verschwunden. Was noch ganz gut geht und auch gleichzeitig noch für Eiweiß sorgt ist Quiche. Deshalb entstehen hier quasi wöchentlich neue Varianten. Diesmal eine mit Lauch und Kräutern.

Für eine Quicheform von 28cm:

240g Mehl

90g Butter

1 Eigelb

1/2 TL Salz

Wasser

1 Stange Lauch

2 großeZwiebeln

2 EL gemischte Kräuter TK

8-10 getrocknete Tomaten (Soft, aus Öl oder vorgeweicht)

Optional 75g geriebener kräftiger Käse

4 Eier

125g Sahne oder Hafer cuisine

Rauchsalz

Salz

Pfeffer

Aus Mehl, Butter, Eigelb, Salz und einige EL Wasser einen geschmeidigen Mürbeteig kneten. Kalt stellen.

Den Ofen auf 180 Grad vorheizen.

Den Lauch und die Zwiebeln in Ringe schneiden und in Öl ohne Farbe andünsten.

Die getrockneten Tomaten in kleine Stücke schneiden.

Die Eier mit der (Hafer-)Sahne verrühren, die Kräuter zugeben und kräftig mit Salz, Pfeffer und Rauchsalz abschmecken.

Den Teig in einer gefetteten Form zu einem Boden ausdrücken, auch einen Rand hochziehen.

Das Gemüse auf den Teig geben, den Käse dazu und die Eiersahne darüber verteilen.

40 Minuten backen.

Mandarinenmarmelade

Letzte Woche tauchte in den Sonntagssachen die diesjährige Produktion an Mandarinenmarmelade auf. Ich mag sehr gern Zitrusfruchtmarmelade, gerade auch die leicht bittere Note, die durch die Schalen hineinkommt. Aber ich mag es gar nicht, auf Schalen zu beißen, weder haptisch noch geschmacklich. Zum Glück kann man ja beim Selbermachen alles genau so machen, wie man möchte.

Zutaten:

2kg Bio-Mandarinen/Clementinen/Satsumas (Kerne sind egal)

1kg Gelierzucker 2:1

Die Mandarinen heiß waschen und mit Schale achteln und in einen großen Topf geben. Den Zucker zugeben, gut durchrühren und 6-12 Stunden ziehen lassen.

Wenn das ganze gut Saft gezogen hat aufkochen und eine Stunde köcheln lassen. Am Ende sollte sich Saft und Fruchtfleisch weitgehend von den Schalen gelöst haben.

Nun gilt es, die Schalen und Kerne rauszunehmen. Dazu habe ich zwei Varianten erfolgreich getestet: a) Flotte Lotte. Durch das gröbste Blech der flotten Lotte geht das ganz hervorragend. b) Schaumlöffel&Durchschlag. Zuerst mittels Schaumlöffel die Schalen und Kerne abfischen. Dabei kommt noch recht viel Fruchtfleisch mit. Deshalb gibt man die Schalenmatsche dann noch in einen Durchschlag (wichtig kein Sieb, das ist zu fein).

Egal wie, am Ende ist hoffentlich das Fruchtfleisch in der Marmelade, die Schalen aber nicht. Aus Hygienegründen noch einmal aufkochen und in Gläser füllen.

Am besten auf Brötchen mit Salzbutter!