Balkongarten – Vorgeplänkel

Schon seit vier Jahren habe ich mich ja in Small Scale Gardening versucht. Zuerst mit einem Topfregal im Hof und Kästen auf der Fensterbank, dann im Schrebergarten  und letztes Jahr auf dem Balkon. Ich bin zwar noch in der Lernphase, aber einiges hat sich bei mir nun auch schon an Erfahrungsschatz angesammelt und so hoffe ich, dass es dieses Jahr auch mit der Balkonernte gut klappt. Ich will auch ein bisschen experimentieren und dachte, dass das vielleicht einige von euch auch interessiert. In loser Folge werde ich euch daher an der Planung und Umsetzung unseres Balkongartens für dieses Jahr teilhaben lassen.

Zunächst vielleicht ein paar Worte für alle Kübelgarten-Anfänger. Wer einen Kübelgarten plant sollte vor allem drei Dinge beachten:

  1. So gut wie alles Gemüse und alle Kräuter benötigen viel Sonne, d.h. ein Standort mit Süd- oder zumindest Süd-Ost- oder Süd-West-Lage ist eigentlich zwingend, um Erfolg mit dem Kübelgartenvorhaben zu haben.
  2. Kübelgemüse muss, im Gegensatz zu Freilandgemüse, recht regelmäßig gedüngt und gegossen werden. Die Erfordernisse variieren zwar von Pflanze zu Pflanze, aber einen Urlaub ohne Vertretung kann man praktisch vergessen.
  3. Geduld! Nicht zu früh vorziehen, nicht zu früh rausstellen! Kübelpflanzen sind empfindlicher als Freilandpflanzen, vor den Eisheiligen muss man sich gedulden. Dafür kann man später in den Herbst noch säen, wenn die Kübel windgeschützt und sonnig stehen.

Ich werde hier meine Planung für unseren Südbalkon vorstellen. In einem nächsten Post beschreibe ich genauer, was die Standortbedingungen, die Restriktionen (wir nutzen den Balkon ja auch noch für anderes als Pflanzen) sind. Zunächst möchte ich zusammenfassen, was ich in den vergangenen Jahren über das Gemüseziehen in Kübeln und Kästen für mich gelernt hab.

  1. Geeignetes Gemüse: Gut für die Kultur im Kübel eignen sich (nach meinem dafürhalten):
    • Kräuter. Da gehen die meisten gut. Insbesondere einjährige, also Petersilie, Basilikum, Salbei. Aber auch mehrjährige Sorten, wobei das Überwintern ein großes Problem ist. Derzeit hoffe ich, dass mein Rosmarin, Thymian und Bohnenkrautes schaffen. Die marokkanische Minze wirkt nicht sehr gesund, ich glaube ihr ist es vor allem viel zu nass.
    • Salat. Vor allem Pflücksalate wachsen super in Töpfen. Ich ernte immernoch frischen Feldsalat und Asia-Leaf aus meinen Kästen für den Green Smoothie. Auch Rucola wächst praktisch das ganze Jahr. Im Sommer hatte ich auch noch grüne und rote Eichblatt-Pflücksorten, Lollo Bionda und sog. amerikanischen Pfücksalat.
    • Gemüse ist schon viel schwerer. Radieschen wachsen super im Topf und auch Mangold hatte ich schon sehr schönen. Tomaten können gelingen, wenn sie trocken und sonnig stehen und man (das ist wichtig) eine Topfsorte nimmt. Versuche mit Kürbis sind bisher gescheitert. Auch alle größeren Wurzelgemüse brauchen zu viel Erde. Die Kartoffeltonne hat durchaus einige Mahlzeiten Kartoffeln produziert, aber ist zu groß und Erde-intensiv für den Balkon, eher was für Hof oder Garten.
    • Obst: Ein Versuch mit Kübelerdbeeren wurde nix, derzeit steht ein Mini-Pflaumenbaum auf dem Balkon, wir sind gespannt, ob er irgendwann trägt. Wer mehr Platz hat für richtig große Kübel, mag mit Kübelsorten von Apfel oder Pfirsich vielleicht Glück haben, für den Balkon ist das nix.
  2. Geeignete Kübel: Je größer desto besser. Je mehr Erde die Pflanze hat, desto unempfindlicher ist sie.  Gerade Gemüse braucht schon große Töpfe. Kräuter und Salat wachsen auch in recht kleinen Gefäßen. Ich habe einen kleinen Balkon und deshalb alles, was geht in Hängetöpfen und Blumenkästen. Salat in Blumenkästen geht super. Auch viele Kräuter wachsen problemlos in Kästen. Mehrjährige Kräuterbüsche brauchen allerdings größere Kübel und insb. Starkzehrer wie Tomaten, Zucchini und Paprika müssen in große Töpfe. Größere Töpfe bleiben auch länger feucht und müssen nicht mehrmals täglich bewässert werden. Da Blumentöpfe teuer sind, habe ich zum Großteil einfache Tontöpfe mit Teller und Kunststoffkästen, das ist zwar nicht so dekorativ wie handbemalte Kunst-Terrakotta-Töpfe, aber praktisch.
  3. Welches Saatgut? Vorziehen oder Pflanzen kaufen? Ich ziehe nichts mehr vor. Alles, was als Pflanze ins Freiland/den Kübel kommt, kaufe ich als Pflanze auf dem Markt. Warum? Ich pflanze so wenig, dass der Preis kaum ins Gewicht fällt, spare mir aber einiges an Frust mit nicht angehenden Setzlingen und auch das wochenlange Belagern sämtlicher Fensterbänke mit Setzlingen in unterschiedlichen Stadien. Wichtig ist allerdings, dass man Pflanzen kauft, die auch für den Garten/Kübel gedacht sind. Also insb. nicht die Kräutertöpfe aus der Gemüseabteilung des Supermarktes, sondern echte Setzlinge aus dem Gartenmarkt/einer Gärtnerei oder von Pflanzen-Ständen auf dem Wochenmarkt. Die sind kleiner, wachsen langsamer und sind viel robuster. Ich säe allerdings Salat und Radieschen ohne Vorziehen sofort in die Erde, das Saatgut habe ich bisher meist bei Bingenheimer Saatgut bestellt aber auch schonmal welches im Gartenmarkt mitgenommen. Ich nehme normalerweise Bio-Saatgut und Bio-Erde.
  4. Zeitplan. Da vor Anfang Mai eigentlich fast nichts nach draußen kann, hat man viel Zeit für Planung. Ich beginne jetzt so Anfang März mal, den Balkon aufzuräumen und zu gucken, was von den letztjährigen Pflanzen überlebt hat. Dann mache ich mir einen Plan, was ich pflanzen will und ab wann das raus kann, besorge Saatgut und ersetze kaputte Kübel. Im April, wenn es verlässlich über 10 Grad bleibt, etwa dann wenn man auch die Balkonkästen bepflanzen würde, säe ich Salat aus und pflanze die unempfindlicheren Kräuter wie Petersilie und Schnittlauch. Gemüse, empfindliche Südkräuter und empfindlichere Sommerblumen müssen bis nach der kalten Sophie warten. Aber zum Pflanzplan folgt nochmal gesondert ein Post.

Zum Schluss noch der Hinweis auf zwei Bücher:

Antony Atha: Küchengarten auf Balkon und Terrasse. Das Buch ist leider vergriffen, aber gebraucht gut zu finden.

Karen Liebreich: Mein Selbstversorger-Garten Monat für Monat. Das Buch bietet vor allem gute Hilfe bei der Zeitplanung, auch wenn es für Freilandgärten gedacht ist.

Lagebericht 5 mM*

Puh, in dieser Woche war wirklich jede Aktivität anstrengend, oder? Ich liebe ja Sommer, Sommer ist toll. Aber eben doch am meisten, wenn man am Meer ist, vorzugsweise in Südfrankreich und bei klarem Himmel ein schöner Wind geht. In der Stadt ohne Garten oder Balkon und mit Gewitterluft reichen mir Temperaturen um 25 Grad doch aus. Aber ich will nicht meckern, so tollen Sommer hatten wir länger nicht und nach dem langen Winter war das als Ausgleich auch nötig. Also, wie war die Woche so?

[Selbstgewerkeltes] Das Mützchen für den erwarteten/die erwartete Kumpel/in des Minimenschen ist endlich fertig gestrickt. Wieder nach dem Strickmuster „Little Knight hat“ (via ravelry), das sich beim Minimensch als sehr gut passend herausgestellt hat. Ich habe allerdings 6 Maschen mehr angeschlagen und den unteren Rippenbereich 4 Reihen höher gestrickt, denn nach den Originalangaben wurde es eher eine Frühchenmütze.
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Außerdem ist ein zweites Flatterkleid bis auf die Handnäharbeit fertig. Ist der Stoff nicht einfach toll? Mit Rüsche und Smok. Es wird toll.
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[Minimenschliches] Tatsächlich ist der Minimensch schon wieder gewachsen. Vor allem am Rumpf, was eine Bundverlängerung an 2 seiner nagelneuen Hosen erforderlich machte, mir 2 quasi freie Tage wegen ununterbrochen schlafendem Kind und seitdem verschlimmerten Reflux und entsprechend anstrengende Abende bescherte. Schlafen vor 23 Uhr klappt gerade nicht so gut, am Tage dafür umso besser … wir sind nicht ganz so Fans von dieser Entwicklung.

[Selbstgegärtnertes] Die Topftomaten gedeihen prächtig, sie brechen fast zusammen unter der Last der vielen Tomaten und die erste rote konnte gesichtet werden:
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Es hat sich ausgezahlt eine Balkon-& Kübelsorte zu nehmen.
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Ich habe auch nochmal Salat ausgesät, denn ich glaube fest an einen weiteren Monat herrlichen Sommers. Jawoll.

[Lesbares] Nein, immernoch kein Buch gelesen. Aber die neue Knip. Und ein bisschen was schönes ist drin, finde ich. So’n Cardi ähnlich dem Nina-Cardigan z.B.

[Klickbares] Ein wunderbares Interview mit Ellen Page, der Juno-Darstellerin, die man sofort ins Herz schließt.
Eine wundervolle, lange und sehr besondere Reportage über Anke Engelke, die mir sehr viel Lust auf ihre neue Sendung gemacht hat.
Einen sehr interessanten Artikel über die Gebärstreikdebatte im und nach dem ersten Weltkrieg, in der sich die SPD, vor allem auch ihre prominenten Frauen, gegen einen Rückgang der Geburtenrate positionierten, der Frauen mehr Selbstbestimmung hätte bringen können (und dann ja auch am Ende brachte).

Und schließlich einen Blogbeitrag, der die Armutsfalle thematisiert, die sich aus einer Geburt in ärmliche Verhältnisse ergibt, ein derzeit in Ökonomenkreisen heiß diskutiertes Thema. In diesen Fall wird vor allem auf den ungleichen Zugang zu Bildung abgestellt, eine Form der sozialen Barriere, die nicht nur in Pakistan, sondern weltweit relevant ist. Eine ähnliche Geschichte lässt sich aber auch rund um den Zugang zu Gesundheit und zu Ressourcen erzählen.

[Anderswunderbares] Ich habe Erdbeereis gemacht und es schmeckt großartig. Man möchte auf der Stelle die Box leermachen. Ich hatte ganz viel tollen Besuch von Mama, Schwester und Bruder. Und ich hatte Namenstag und habe Geschenke bekommen. Wie wundervoll.

[Aufregiges] Ganz profan: Ameisen in der Küche – keine Ahnung woher. Auf einmal waren sie da. Braucht kein Mensch sowas! Was auch keiner braucht sind versteckter Zucker in Lebensmitteln und Chemikalien in Kosmetika. Trotzdem sind sie da. Und zeigen mal wieder, dass die meisten Kabinettsmitglieder ihren Aufgaben nur höchst lückenhaft nachkommen. Ilse Aigner, die insgeheim eh lieber Bauernpräsidentin wäre und Herr Friedrich, für den mir so gar keine Verwendung einfällt, außer vielleicht als Depp im Kasperletheater, wie der Freitag vorschlägt. Denn seine Unwissenheit scheint ja allumfassend zu sein. Dass dem nicht so ist, meint zumindest der Fachmann in diesem Interview. (via @Nahtzugabe)

Lagebericht 5/2013 meets Gartenpläne

Puh, das war eine recht stressige Woche. Nur 4 Tage lang mit einer Klausuraufsicht ab 7 Uhr morgens und einer Vorlesung am Freitag, die erst Donnerstagabend fertig vorbereitet war. Aber: ich habe überlebt.

Allerdings unter Aufopferung der Wohnungsdisziplin und sämtlicher textiler Hobbies. Und zu essen gabs auch öfter nur Brot. Außerdem Spaghetti Bolo, Feldsalat mit Orange und Walnüssen und Spinat mit Bratkartoffeln und Spiegelei. Elaboriert ist anders – so ist das manchmal. Derzeit im Kühlschrank noch vorrätig: Licht und Senf. Da lohnt sich dann der Einkauf wenigstens.

Immerhin haben Kollegin Z. und ich ernsthaft Hoffnung, dass unser Paper vielleicht doch noch vor der Konferenz übernächste Woche fertig wird, das war keinesfalls immer klar. Und ich hab mich auch endlich aufgerafft, eine lang fällige Revision anzugehen. Manchmal muss man auch mal produktiv sein dürfen. Weil das ganze Nähkränzchen arbeitstechnisch leicht gestresst ist, musste unser Termin am kommenden Sonntag dran glauben. Mal schauen, ob ich mich auch allein vom Sofa aufraffen kann. Ich könnte aber auchmal versuchen, meine Vorlesung vor Donnerstag vorzubereiten. Birgt dann halt weniger Nervenkitzel.

Indes war ich im Geiste sehr produktiv und habe meinen Kübelgarten geplant. Eigentlich hatte ich gehofft, dass wir bald einen Balkon angebaut bekommen – aber derzeit sieht es nicht danach aus. Also habe ich nochmal umdisponiert.

Sehr gute Erfahrungen habe ich im letzten Jahr mit Salat auf den Außenfensterbänken gemacht. Das werde ich definitiv wieder machen. Aber mit mehr verschiedenen Sorten, glaub ich. Auch meine Erdbeerpflanzen sollen auf die Fensterbänke umziehen, dort ist mehr Sonne und Schutz vor Wind und mehr Platz zum ranken. Allerdings bin ich sehr skeptisch, ob sie viel tragen werden.

Einige meiner Zimmerpflanzen sind in eher beklagenswertem Zustand und ich hatte vor, sie durch neue zu ersetzen. Aber ich habe mir überlegt, dass Nutzpflanzen ja auch schön aussehen und mich über Gemüseanbau in der Wohnung schlau gemacht. Tomaten und Chili sollen diese Saison drinnen wachsen, ebenso wie Lauchzwiebeln. Da werde ich auch bald schon mit der Anzucht beginnen, genauso wie bei Radieschen und Rucola, die ja schon bald nach dem Frost nach draußen können.

Außerdem werde ich wohl erneut eine Kartoffeltonne ansetzen und es auch nochmal mit Zucchini probieren – in einem sehr viel größeren Topf mit Komposterde. Ob ich auch wieder Mangold ziehe, das entscheide ich dann, wenn es so weit ist, Priorität haben Salat und Tomaten. Bei den Tomaten werde ich mir eine mehrjährige Wildsorte mit kompakter Form suchen, die sollen am besten ganzjährig in der Wohnung zu ziehen sein.

Für die kommende Woche plane ich ein Jerseykleid zuzuschneiden, und ein paar langweilige Oberteile wären nötig. Außerdem Stoff aussortieren und im Flohmarkt einstellen.

7 Sachen

Auch gestern habe ich, wie fast jeden Sonntag, siebenBilder von sieben Sachen gemacht, die ich mit meinen Händen gemacht hab.

1. Beschlossen, dass ein bisschen Glamour im Alltag noch niemand geschadet hat und meinen Nägeln ein Glitzer-Outfit verpasst.

2. Zucchini und anderes Gemüse in grobe Stücke geschnitten, für das bereits auf Facebook angekündigte Kochexperiment – morgen mehr.

3. Herbstputz in den Blumenkästen. Die verdorrten Kräuter und Salate rausgemacht, die Erde gelockert, gedüngt und aufgefüllt und winterharte Kräuter nachgepflanzt. Die Erdbeeren aus ihren Töpfen in Kästen umgepflanzt und schon einen Teil der Gartentöpfe weggeräumt.

4. Und ein bisschen was durfte sogar noch gesät werden: Rucola und Radieschen.

5. Danach den ganzen Erde-Dreck vom Küchenfußboden wieder weggemacht.

6. Mich durch den mannshohen Urwald auf unserer Spazierstrecke gekämpft.

7. Seit langem mal wieder ein Brot gebacken.

Und ja, ich weiß dass es schlauer gewesen wäre, die Nägel erst abends zu lackieren. Aber manchmal braucht es einfach Glitzer …

7 Sachen

Wie an fast jedem Sonntag. Sieben Sachen für die ich meine Hände gebraucht hab. Nach Idee von Frau Liebe.

1. In Vorfreude auf den Frankreich-Urlaub den Tisch französisch dekoriert.
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2. Wäsche, Wäsche, Wäsche. Waschen, aufhängen, falten. Ich glaube ja, fremde Leute schieben uns heimlich ihre Dreckwäsche unter. Anders sind die Massen nicht zu erklären.
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3. Die Kartoffelernte eingebracht. Zwar nicht viel, aber trotzdem innerlich gejubelt, dass es geklappt hat.
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4. Die Schwester und ihren Freund in Empfang genommen und uns einmal durch die Leckerlichkeiten geschlemmt .
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5. Die Nägel passend zum Kleid lackiert . Dabei interessante Dinge bemerkt. Ich habe noch nie nie nie einen Nagellack weggeschmissen weil er leer war. Selbst viel genutzte Sorten wie Basislack sind irgendwann trocken, zäh oder irgendwie anders merkwürdig. Handelt es sich um ein System ? Und:ich glaube, ich habe noch nie eine Sorte nochmal gekauft. Keine Lust? Mangelnde Qualität? Ich kann es nicht sagen. Wie ist das bei euch?
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6. An einem maritimen Röckchen ein paar Nähte genäht und eine aufgetrennt .
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7. Das Oberteil von New Look 6069 mit einem FBA versehen – guter Vorsatz eingehalten.
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Sonntagsschnipsel

Einen wunderschönen Sonntag liebe Leserinnenschaft. Ich sitze im Zug auf dem Weg zum Sonntagskaffee bei meinen Eltern und bin sehr zufrieden mit dem bisherigen Verlauf des langen und teil-strohverwitweten Wochenendes.

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Am Freitag ein ganzes Kleid genäht, dass mich, so unperfekt es ist, sehr motiviert hat, meine anderen Blümchenprojekte anzugehen. Gestern einen sehr sonnigen schönen Shopping- und Plauschtag mit Freundin N. verbracht. Dabei fast nebenher die wichtigsten Komponenten der hochzeitlichen Tischdeko ausgemacht. Ach, das Kleid war übrigens noch nicht da, aber die Stoffprobe sah vielversprechend aus. Danach beim Punktvergaberitual des ESC besagte Blümchenprojekte zugeschnitten. Heute morgen erfreut festgestellt, dass die Tomaten und die Zucchini blühen und die ersten Erdbeeren reif werden. Und nun unterwegs zu einem entspannten Besuch im elterlichen Traumgarten.

Ich habe die Zugfahrten bisher genutzt um a) die Deutsche Ausgabe des Sweet Paul zu verschlingen. I Love It! b) erfolgreich weiter an der Steuererklärung zu arbeiten, die sich nun wirklich auf der Zielgeraden befindet und c) alle Blogs leer zu lesen.

Und jetzt nutze ich die verbleibenden 20 Minuten um euch vom Kübelgarten-Fortschritt zu berichten.

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Die Fotos sind ca. eine Woche alt. Inzwischen sind beide Etagen des Kübelregals belegt. Nach den Eisheiligen sind die Tomaten und mein Olivenbäumchen auch noch nach draußen umgezogen. Ich bin wirklich begeistert, wie gut alles wächst und gedeiht. Ich habe nun ca. 10 Erdbeerpflanzen ( 2 verschiedene Sorten), die früh tragenden haben schon Früchte, die langsam rot werden, die spät tragenden blühen gerade.

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Außerdem habe ich2 Zucchini und eine Kürbispflanze. Es waren eigentlich zwei Kürbisse, aber der eine hat sich vom Hagel während der Eisheiligen nicht erholt. Sie waren aber schon zu groß, um noch länger drinnen zu stehen. Nächstes Jahr würde ich Kürbis und Zucchini erst etwas später als Anfang April vorziehen.

Dann habe ich 5 Tomatenpflanzen. Eine meiner vorgezogegen habe ich Freundin Z. geschenkt. Die anderen sind seit dem Ende der Eisheiligen draußen und zeigen seit kurzem Blüten. Sie sind auch ziemlich gewachsen, seit sie draußen stehen.

Die ersten Radieschen hätte ich schon ernten können, leider habe ich damit etwas zu lang gewartet, so dass sie scon etwas zäh waren. Aber ich hab schon nachgesät.

Der Mangold wächst erstaunlich langsam aber stetig, hier muss ich demnächst nochmal vereinzeln.

Die Kartoffeltonne ist nun fast bis zum Rand voll Erde und die Kartoffelpflanzen dürfen also nun auch wachsen und das tun sie mit beeindruckender Geschwindigkeit. Ich kam kaum nach mit dem Nachfüllen der Erde. Ich bin sehr gespannt auf den Ertrag.

Auf der Fensterbank in der Küche gedeihen zudem vielerlei Kräuter und Ruccola, den ich bald ernten kann. Das einzige, was bisher nicht angegangen ist, ist der anere Pflücksalat. Den hab ich jetzt mal nachgesät. Mal schauen.

INsgesamt also ein rundum zufriedenes Fazit zum KÜbelgarten. Und nun einen schönen sonnigen Sonntag!

Lagebericht #3

So, Zeit für den Lagebericht der Woche. Und tatsächlich habe ich heute auch mal Zeit… ein Traum. Dafür habe ich keine Fotos, man kann nicht alles haben.

Aaalso. Was stand auch der Liste?

Neue Erde kaufen. Hab ich. Und ich hab auch die Kartoffeltonne angesetzt. Also Zielvereinbarung übererfüllt. Falls noch jemand eine Kartoffeltonne machen möchte, das Konzept ist das folgende: Man pflanzt in eine tiefe Tonne, wie ein Speißfass, eine Regentonne oder ähnliches ganz unten einige Kartoffeln. Und sobald das erste Grün sprießt, deckt man das Grün wieder mit Erde zu. Dann müssen die Pflanzen höher wachsen und bilden deshalb unten noch weitere Wurzeln (=Kartoffeln). Sobald das Grün wieder rausschaut, kommt wieder Erde drauf. Und so weiter und so fort, bis die Tonne voll ist. Dann darf das Grün weiterwachsen und wenn es welk wird kann man, so die Theorie, eine ganze Tonne Kartoffeln ernten. Pflanzzeit für Kartoffel ist im April. Ich habe in mein Speißfass in den Boden und einmal rundrum in die Seitenwand Löcher gebohrt. Dann kam eine Schicht Erde rein, 5 Kartoffeln, die schon ein wenig Triebe bekommen hatten (*räusper) hinein, und eine Schicht Erde drauf. Jetzt warte ich, was passiert.

Auch noch an der Gartenfront habe ich meine Tomaten vereinzelt. Jetzt warte ich noch etwas und bald sähe ich Rucola auf der Fensterbank aus. Achja, Zucchini und Kürbis eingesät sind dafür in den Kindergarten auf der Fensterbank eingezogen.

Garten: Läuft!

Dann gab’s noch das Jerseykleid fertigzunähen. Und das habe ich ja schon am Mittwoch gezeigt. Tatsächlich war es, einmal angefangen, sehr schnell genäht und ist vor allem sehr sehr schön geworden. Es hat allerdings den Wunsch nach mehr geweckt und nach einem Unterkleid. Allerdings sind auch dringend ein paar Shirts fällig.

Und dann die Aufräumtasks. Allein mit dem Haushalt ist ja für mich immer doof. Ich kann so einen Haushaltstag zu zweit ganz gut vertragen, aber allein neige ich zu verwirrtem Rumrennen, hektischem von a nach b räumen und niemals fokussiert fertig werden. Aber Herr Siebenhundertsachen kann nur einarmig helfen. Er hat also außer staubsaugen eher wenig beizutragen. Aber, ich hab den Ochsen bei den Hörner ergriffen, mir generalstabsmäßigen Plan gemacht und den Kampf gegen Chaos und Dreck erfolgreich geschlagen.

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Tatsächlich war es sogar noch mehrere Tage lang erstaunlich ordentlich bei uns. Bis wir hektisch für’s Osterwochenende packen mussten… da kann man nix machen. Osterdeko hab ich schon am Dienstag in Ansätzen gezeigt. Ein paar Eier für in die Zimmerpflanzen liegen schon bereit.

Pflanzplan hab ich auch angefangen, aber nur so halb fertig.

Trotzdem, ich bin diese Woche seeeehr zufrieden mit den Fortschritten und obwohl ich in der kommenden Wochen ja erstmal gar nicht da bin und dann das Semester anfängt, proklamiere ich frohgemut folgende Ziele:

Neue Erde kaufen (ja schon wieder), mich um Paprikasamen kümmern. Die Wohnung für den Brunch am Montag schick machen, nach dem Brunch auch wirklich sofort den Riesentisch wieder wegräumen (die schlaue Frau Dr. plant vor), einen Rock zuschneiden,  einen nervigen Downloadschnitt zusammenpuzzlen und danach ein Shirt nähen. Die Wand im Wohnzimmer mit Herrn Siebenhundertsachen schonmal planen.Wie gewohnt, in einer Woche, gleiche Zeit, gleicher Ort, wird abgerechnet!

Jetzt stehen aber die Zeichen erstmal auf Familie und der elterliche Garten schmückt sich mit Sonne.

7 Sachen

Auch gestern wieder: 7 Sachen, die ich am Sonntag mit meinen Händen gemacht habe:

1. Einen Kuchen zerteilt.
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2. Tomaten mehr Freiraum verschafft.

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3. Wäsche gefaltet
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4. Löcher in eine zukünftige Kartoffeltonne gebohrt.
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5. Ein paar Flecken überpinselt.
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6. Die Kaffeetafel gedeckt
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7. Meine Schnittmuster durchwühlt und das gesuchte nicht gefunden…
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Die 7 Sachen sind eine Idee von Frau Liebe.

Lagebericht

So, Zeit für den Ergebnisbericht von letzter Woche. Wir erinnern uns, im Soll hatte ich:
1 Kellerfaltenrock
1 Kübelgartenerlaubnis
1 Kräuterkasten
Blumen umtopfen.

Jetzt die Habenseite: zunächst war ich gleich am Freitag im Gartencenter und habe 5 verschiedene Sorten Erde, Samen, Pflanzen und noch ein paar weitere Sachen gekauft. Am Samstag wurde zuerst erfolgreich die Kübelgartenerlaubnis eingeholt (check!), dann die bedürftigen Pflanzen umgetopft (check!) Und der Kräuterkasten bepflanzt. (check!)
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On top of this einige Töpfe mit Erdbeerpflanzen bestückt und Tomaten und Radieschen in Anzuchtschälchen gepflanzt. Haha! Und es geht ihnen sichtlich gut:
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Der Kübelgarten steht derzeit noch provisorisch auf einem umgedrehten Fass. Er muss hoch stehen, weil der Garten auch von Hunden genutzt wird.
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Tja und dann der Kellerfaltenrock… Ich habe einen Rockbasisschnitt mit Hilfe eines ukrainischen Schneiderbuchs für den Schulunterricht konstruiert. Nicht dass ich ukrainischen könnte. Ich habe die Notizen meiner Nähfreundin Z. zu Hilfe genommen, die sich einen bezaubernden Faltenrock nach dem Schnitt genährt hat. Dann habe ich die Kellerfalte ergänzt und das ganze aus einer alten Jeans und einem Quiltstoff für den Einsatz zugeschnitten. Dabei musste ich ziemlich stückeln, denn die Teile waren breiter als die Jeansstücke. Hm. Irgendwo auf diesem Weg ist mir ein Fehler unterlaufen. Der Rock passte nicht. Eindeutig zu eng. Mist. Also in die Tonne damit und auf die Suche nach neuen Probestoffen gegangen. Das war schwierig, denn alle waren entweder zu klein oder hatten nicht genug Stand oder oder. Der einzige, der ging war ein alter Vorhang von meinen Eltern. Dunkelgrün – nicht so meine Farbe. Und der einzige, der dazu passte war ein wilder Blumenstoff vom Schweden. Puh, bunt! Aber ich hatte ja Bringschuld. Also nochmal zugeschnitten, genährt – zu weit. Wieder aufgetrennt, enger gemacht. Passt! Die bunte Stoff- und Farbkombi war zwar so nicht geplant und ich hatte auch Mühe ein Oberteil dazu zu finden. Er hat auch noch ein paar Kinderkrankheiten. Aber er ist sehr frühlingshaft und ich habe jetzt einen 100% nach meinen Vorstellungen gemachten Kellerfaltenrock-Schnitt. Endgegner bezwungen. Check!
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Jetzt sieht das Nähzimmer allerdings aus, als wäre jemand eingebrochen… Deshalb hier die Zielvorgaben für die kommende Woche:
Stoffvorrat aufräumen und sortieren. Aus zu kleinen Stücken sofort Herzkissen zuschneiden oder weg damit. Topf für die Radieschen besorgen. Einen Tisch und Hocker für den Kübelgarten bauen. Das schon abgepauste Jerseykleid nähen. Fotos für’s Wohnzimmer bestellen. Die Wette gilt.