Wochenblicke KW 10 und 11/2014

Oh, ganz schön ruhig hier, letzte und vorletzte Woche. Lag wohl an einer geradezu schicksalhaften Kombination aus erst Herr Siebenhundertsachen verreist, dann Besuch, dann nochmal Besuch (beide Omas des Minimenschen gaben sich die Klinke in die Hand), gleichzeitig Zahn 5 und 6, wenig und unruhiger Schlaf und zudem war ich auch noch zweimal in einer Woche arbeiten. Deshalb wurde auch nur wenig fotografiert. Immerhin, seit ein paar Tagen hat Herr Siebenhundertsachen Elternzeit, der Minimensch seinen Schlaf weitgehend wiedergefunden und ich habe meine Prüfungen abgehalten und kann jetzt noch 3 Wochen verschnaufen, bevor mich der Ernst des Working Mum-Lebens dann mit voller halber Härte trifft.
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Ich habe einen Buddelanzug genäht, der auch schon ausführlich getestet und für gut befunden wurde. Außerdem ein geheimes Geheimprojekt, das ich bald mal zeigen kann. Ich habe außerdem *Tuschundtratra* die Einlage auf die Blazerschnittteile gebügelt und das Futter zugeschnitten. Vielleicht geht es damit also nun mal weiter. Wär ja schön, er fehlt mir jetzt schon. Ich hab auch noch 2- 346482928 andere Nähpläne im Kopf, aber da muss ich einfach geduldig sein. Ein wenig strickte ich am Frühlingsjäckchen, aber noch nicht sehr sehr viel. Das Ding wächst nur sehr verhalten, ich vergesse schlicht oft, es zur Hand zu nehmen, wenn ich gerade eh heumsitze und fernsehe oder mich unterhalte.

Der Minimensch isst jetzt Familienessen und darf auch immer alles anfassen und versuchen selbst in den Mund zu befördern. Spiel, Spaß und viel Putzarbeit, aber is ja wichtig und so. Diese modernen Methoden der Kinderaufzucht machen ganz schön Dreck, tststs. Außerdem ist er gewachsen und kann jetzt an lauter Sachen dran, die noch nicht kindersicher waren, wir sind da nicht so die early adopter. Aber man lernt halt mit dem Kinde mit, nicht wahr?
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Im Garten wurde ordentlich was umgegraben, die Staudenbeete geharkt („Was sollen die Nachbarn sonst sagen?“), viel Laub gekehrt und einige Gartenzwerge entsorgt, und Pläne geschmiedet natürlich. Tolle Pläne, was sonst. Der Grill ist auch schon da, also von mir aus kann’s losgehen. Leider ist das Wetter jetzt eher wieder nach wärmerer Verpackung.
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Die Tage des Mai Teis sind allerdings gezählt, rausgewachsen, nicht mehr spannend genug, nicht gut für Mamas Rücken. Eine Kiepe wird wohl in Kürze einziehen müssen.
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Ich habe außerdem gleich zweimal geschafft ein recht perfektes Brot zu backen – dazu in Kürze mehr.
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Und nunja, was soll man in der lesenwert-Rubrik alles unterbringen? Ganz schön was los in der Welt und der Timeline und den Nachrichten und überall. Ich habe vorrangig aktuelle Nachrichten gelesen. Daher bleibe ich dir Links heut mal schuldig.

Wochenblick KW 9/2014

Und schwupp is März. Dann kann der Frühling ja losgehen.

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Die Woche zog an uns vorbei. Das Wetter lud nicht gerade zum draußen sein ein. Anfang der Woche war der Minimensch krank, ein Schnupfen hält sich immernoch standhaft. Dafür hat Zahn Nr. 5 endlich ein kleines Eckchen ans Licht gestreckt und damit die Nächte wieder entspannt, aber es scheint Zahn Nr. 6 zieht gleich nach… Die Erkältung und das Zahnen haben den mühsam erarbeiteten Tagschlafrhythmus chaotisiert und damit nicht eben zum Entspannungsgrad beigetragen.

Entsprechend wurde hier nix genäht, nur abgepaust (T. das Paket geht Montag raus, versprochen) und auch kaum gestrickt. Zu müde. Aber wir testen jetzt ama*on Videostreaming – gute Zeiten fürs Stricken also. Immerhin hat das Jäckchen nun bereits eineinhalb Musterrapporte und wächst recht schnell.

Allerdings hab ich auch dringend vor dem Minimensch einen Matschanzug zu nähen und für mich ohnehin noch 20 Projekte plus noch einige Vorhänge. Aber in der nächsten Woche wird das nix, die ist voll mit anderem. Immerhin habe ich einen Schnitt für den Matschanzug rausgesucht, probegenäht und zugeschnitten:
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Auch ein wenig Gartenarbeit wurde vollbracht: Staudenbeete aufgeräumt und die Hortensien geschnitten.

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Und Vorfreude aufs Pflanzen durfte ich auch schon mal hegen, denn als die Oma auf den Minimensch aufpasste, konnte ich die Gunst der Stunde nutzen und die ersten Samen in den Pflanzenkindergarten einziehen lassen. Salat und Tomaten dürfen nun auf der Fensterbank groß und stark werden.

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Gelesen habe ich vor allem Nachrichten aus der Ukraine. Unglaublich, wie schnell sich so ein Konflikt in der europäischen Nachbarschaft entzünden kann. Meine Gedanken sind auch bei den Eltern lieber Freundinnen aus der Ukraine.

Ansonsten lesenswert:
Ein recht hintergründiger Artikel im Freitag über den Fall Edathy. Eine Pressemeldung zu einer Studie der Kollegen des RWI Essen zur innerhaushaltlichen Aufteilung von Aufgaben, die zeigt, dass Hausarbeit immernoch Frauensache ist. Ein längerer Artikel auf Englisch über die erschreckend hohe Zahl von leerstehenden Immobilien in ganz Europa und das fundamentale Missmatching, dass zeitgleich die Zahl der Obdachlosen steigt.

Wochenblicke KW 8/2014

Hier geht es gerade müde zu. Zahn Nr. 5 ist heavily in the making und kündigt sich mit schlafarmen Nächten und einem ausgewachsenen Schnupfen an. Da bleibt das ein oder andere auf der To-Do-Liste hängen, weil müde eben. Außerdem waren wir viel unterwegs und hatten Besuch.
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Trotzdem habe ich genäht, denn ich hatte L. zum Nähtreffen hier. Allerdings war das bei mir nur 3 Stunden lang Teile meines Jacketts overlocken, denn der Stoff löst sich schneller auf, als man gucken kann. Werde wohl auch noch alle Kanten mit Einlage bebügeln müssen. Örgs.

Ein wenig habe ich auch am Jäckchen gestrickt, habe nun das Muster begonnen, muss allerdings mal auf die Suche nach Maschenmarkierern gehen, um mir die „Seitennähte“ zu markieren. Einen Teil strickte ich auch tagsüber, der Minimensch war begeistert und hat mir -ähmja- den Faden angegeben…
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Zwar war ich nicht viel im Garten in der letzten Woche – immer wenn es gut gepasst hätte, regnete es, aber dafür ist mein Saatgut eingetroffen. Ich habe bei Bingenheimer Saatgut bestellt und werde für die Empfehlung nicht bezahlt. Ich wollte Bio-Saatgut undfreue mich, wenn ich gleichzeitig die Kultur, Nachzucht und Vermarktung alter Sorten unterstützen kann. Und selbst mit lustigen Sorten experimentieren.

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Achja, dann war ich noch auf einer Tupperparty, das war gruselig. Sehr sehr gruselig. Aber davon mal wann anders mehr, denn es ist ja auch schon wieder Montag…

Leseempfehlungen diese Woche: Ein Artikel in der FAS zur Homophobie. Lesenswerte Artikel verstecken sich ja in FAS und FAZ immer gern im Feuilleton, so auch hier. Und Achtung: Don’t read the comments!!!

Ein absolut beeindruckendes Fotoprojekt „Under the red dress“ und eine mutige Frau, die ihren vom Krebs gezeichneten Körper zeigt. (Englisch)

Und der Reisebericht eines alleinerziehenden Vaters mit seiner 4-jährigen Tochter in Israel.

Wochenblicke KW 5/2014

Schon wieder eine Woche mit viel schönem Wetter. Da blitzt der blaue Himmel allerorten durch die kahlen Bäume. Aber komisch ist das schon, oder? Ein wenig Schnee, Eis und Kälte braucht es irgendwie schon. Die Natur ist auch ganzverwirrt, im Garten sprießen schon eifrig die Zwiebelblumen, die Hasel blüht schon und die Bäume treiben aus. Sehr merkwürdig.
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Neben sonnigen Spaziergängen und etwas Gewurschtel im Garten hatte ich Schwiegermutterbesuch und war direkt im Anschluss 3 Tage allein mit Minimensch, weil der Gatte arbeitsbedingt weit im Osten der Republik weilte. Besuch von Z. nach viel zu langer Zeit, konnte mich aber ein wenig trösten.

Der Minimensch hat seine Leidenschaft für das Ausräumen von Dingen entdeckt, z.B. Körbe mit Faltwäsche
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Und Packungen mit Windeln. Er sortiert das Ausgeräumte sehr sorgfältig nach einem System, das nur er kennt, betrachtet jeden Gegenstand genauestens und hochkonzentriert, um ihn dann entschieden auf die eine oder andere Seite zu pfeffern. Mit Schmackes. Witzig anzugucken und kann die Mutter ganz schön auf Trab halten.
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Zeitgleich sind Wollknäule deutlich unattraktiver geworden, so dass ich tatsächlich auf dem Boden sitzend einige Reihen stricken konnte. Leider sind mir gleich 2 (teure, bunte, ihr wisst schon welche) Stricknadeln gebrochen und ich warte noch auf Lieferung von Ersatz und bin bis dahin wieder zum nichtstricken verurteilt. Ich habe bergeweise Metallnadelm, vertrage die aber nicht. Will jemand?

Genäht hab ich ein bisschen Jerseyverwertung, Schlafshirts und Babyhalstücher. Elisalex schmort noch und das Jackett ist noch nicht zugeschnitten. Aber abgepaust hab ich viel. Neues Licht, neue Sharpies und eine Reihe neue oder wiederentdeckte Schnitte. Ich freue mich schon wie Bolle auf ein Paket, das ich Anfang der Woche erwarte und das gaaaanz viele Patrones als Leihgabe enthält, das Kopieren geht also noch weiter.
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Mich befiel dieser Tage die Erkenntnis, dass ich mich tagsüber recht unvernünftig ernähre und je weniger ich stille, desto mehr fällt das dann irgendwann auch auf. Im Bestreben gesündere Snacks als Schokolade und Müsliriegel zu mir zu nehmen wurde daher der Obstkorb reichlich gefüllt,
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Öfter mal ein Salat gemacht
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Und das Keimgerät wieder in Betrieb genommen, um die Attraktivität von Stullen und Salaten im Winter etwas zu steigern.
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Und gelesen hab ich. Ohja viel. Mein Browser platzt vor Tabs. Beginnen wir mit diesem Interview über Sozialismus. Man muss nicht alles teilen, was Jutta Dittfurth da sagt, kann aber durchaus über vieles mal nachdenken.

In letzter Zeit habe ich immer mal wieder ein bisschen was über Homosexuellenrechte gelesen, das Thema erhält ja derzeit, durch die unsägliche russische Haltung und Olympia international mehr Aufmerksamkeit als sonst. Immerhin dafür ist es gut, wenn auch sonst alles rund um diese olympischen Spiele mich hochgradig kritisch stimmt, obwohl ich sonst Olympia-Fan bin. Jedenfalls stieß ich dabei auch auf einige Artikel zur Lage in Afrika und möchte beispielhaft auf diesen Artikel sowie diese Karte (via BBC) verweisen. Ich fand die Details über Prozesse nach Sharia durchaus interessant, bin aber ansonsten nachhaltig entsetzt und auch irgendwie einfach vollkommen verständnislos. Man möchte die ganze Zeit sagen: „Aber warum? Was ist daran denn so schlimm?“ Aber naja, mit solchen Fragen kann man ja erstmal in Baden-Württemberg oder bei Jens Lehmann anfangen.

Vereinbarkeit ist hier, natürlich, derzeit ein großes Thema. Auch gerade für meinen Mann, der sich ja in erheblichem Umfang an der Betreuung des Minimenschen beteiligen wird. Da kam dieser Artikel in der Zeit genau passend und leider auch deprimierend daher. Aber auch diese Replik ist lesenswert. Wie so oft liegt die Wahrheit wohl dazwischen. Ich wälze noch Gedanken und schreib da vielleicht nochmal was zu. Was mich an beiden Artikeln stört, ist die weitgehend ausbleibende gesellschaftliche Perspektive bzw. Forderung. Soviel erstmal dazu.

Und dann abschließend noch die Frage, ob Herr Minister Gröhe womöglich nicht ganz bei Trost ist. Alte, Kranke, Kinder ist doch alles die selbe Soße, nech?
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Wochenblicke KW 4/14

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Die Woche begann am Sonntag mit Sonne. Das war toll und hat uns bewogen, spontan unseren Pflaumenbaum zu beschneiden. Ob wir das gut gemacht haben wird sich dann im Sommer zeigen. Es gab aber auch noch Besuch, Kaffee und Kuchen. Wunderbar. Der Rest der Woche war zum Ausgleich wettertechnisch eher Einheitsgrau mit Sprühregen und ohne. Hier zum Beispiel nebliger Spaziergang. Einer von 5.

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Dafür gab es haufenweise andere Lichblicke. Zum Beispiel am Montag ein wirklich nettes ausgedehntes Mittagessen mit der Krabbelgruppe. Im erstaunlich kinderfreundlichen, weil leeren, Vapiano.

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Und am Dienstag babyfrei und ein Ausflug zu L. mit Nähen. Genäht habe ich Elisalex. Bzw. hauptsächlich habe ich getrennt. Und auf die letzten Meter noch so einiges verbockt. So dass ich mich die restliche Nähzeit diese Woche sehr über mich selbst geärgert hab und dabei vor lauter Ärger meinen normalen Nähfuß verlegt. Tagelanges suchen hat ihn nicht zutage befördert, dafür ist es jetzt im Nähzimmer sehr viel ordentlicher.
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Elisalex schmort noch vor sich hin, der Saum will nochmal genäht und ein bisschen was noch zurechtgebogen werden, aber einen Rock hab ich fertig genäht. Der Saum war seit einigen Wochen der letzte noch fällige Schritt.
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Ich habe sogar auch gestrickt. Langsam, aber immerhin. 1/4 eines Minipullunders. Das ist noch kein Grund in stürmische Begeisterung auszubrechen, aber doch zumindest ein Anfang.

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Eine große Freude, immer wieder, Teil der wundrvollen #nähnerd-Community zu sein. So kann ich nun – dank Katharina – ein Jackett aus der Knip in Angriff nehmen, die ich nicht besitze. Toll das.

Der Minimensch hat seinen vierten Zahn gekriegt, wenn das so Knall auf Fall weitergeht wird er mit einem Jahr schon lang alle Zähne haben, allerdings muss er sich dann wohl auch selbst wickeln und füttern, da wir vielleicht bis dahin unsere im-Stehen-und-Sitzen-Schlafen-Fähigkeiten optimiert haben werden. Naja, er kann zumindest schonmal aus einem einzigen Stück Brot genug Krümel generiern, um die ganze Küche damit zu bedecken, ich denke also, das mit dem Essen wird ein leichtes.

Ich habe versucht, mir eine Meinung zu Gabriels Energiewende zu bilden, fand aber die Berichterstattung dazu dürftig und teilweise tendenziös. Dieser Artikel zum Beispiel ist eher unkritisch, auch wenn er vorgibt, kritisch zu sein. Was irgendwie völlig außen vor bleibt ist, dass Gabriel die Großverschmutzerrabatte unangetastet lässt und statt Subventionen zu staffeln oder abzuschaffen, die Mengen drosselt. Das ist bevormundende Regulierung vom feinsten, gepaart mit reichlich Großindustriekuscheln. Zudem sieht er Kohle als unverzichtbar, anstatt Netzausbau und Speicherkapazitäten zu fördern. Warum schreibt das keiner deutlich?

Ein interessanter Artikel über die moralische Verpflichtung zum Veganismus. Erschreckend konsequent und einleuchtend. (Via @Buddenbohm)

Und ein interessantes Essay zur Zuwanderung aus Osteuropa. Ein Thema zu dem ich aus erschreckend vielen Mündern und Federn/Tastaturen viel erschreckend simplifizierendes, ausländerfeindliches, undifferenziertes, falsches, uninformiertes und gefährliches höre und lese. Die Thematik ist gesellschaftlich brisant, taugt prima zum populustischen agitieren und panikmachen. Dabei wird vergessen, dass das Problem 1. 100% hausgemacht ist, durch zu schnelle EU-Erweiterung zum falschen Zeitpunkt unter völliger Ignoranz gegenüber massiven Einkommensunterschieden. 2. Durch rechtzeitiges politisches handeln hätte vermieden werden können. Und 3. durch organisierte Kriminalität massiv verschärft wird, also durch entsprechende Polizeiarbeit, inkl. vernünftiger Ausstattung und internationaler Kooperation bekämpft werden müsste. Aber die Schwerpunktsetzung unserer Polizeiarbeit scheint ja seit Jahren nicht da, wo sie notwendig wäre.

Lagebericht KW42 & 43

[Selbstgewerkeltes] nichts für mich diese und letzte Woche, drei Shirts und eine extrem süße Mütze für den Minimensch genäht, ein Mei Tai, der hat mich viel Zeit uns Nerven gekostet, aber er ist schön und praktisch geworden. New Look 6587 abgepaustund ein FBA gemacht. Zuerst falsch, weil durch Tatort abgelenkt und dann nochmal bei bescheuertem Film mit voller Konzentration und richtib – Zuschnitt beim Tatort gestern, es kann also mit nähen losgehen.

Gestrickt an einer Mütze.

[Minimenschliches] Seit letzter Woche dreht der Minimensch sich -zuweilen – vom Rücken auf den Bauch. Dadurch ist auch die Gegenrichtung wieder attraktiver geworden und so kugelt er, bei entsprechender Laune nun schonmal ein Stück und ist sehr froh dabei. Das macht sogar fast den Zahnungsschmerz vergessen scheint mir.
Allerdings nur fast denn seit einer Woche hat er Schnupfen und nun auch erhöhte Temperatur und ist nicht besonders freudig aufgelegt. Wir hoffen auf baldiges Erscheinen eines Zahns.
Seit einer Woche spachtelt das Kind außerdem mittags Kürbis, inzwischen auch schon eine ganz nette Menge. Aber es ist sehr freigiebig und gibt auch dem Lätzchen und der Bekleidung des fütternden Elternteils gern bisschen was ab. Orange sieht ja auch auf den meistens Sachen enorm dekorativ aus.

[Klickbares] Ein langer und sehr gelungener Blogbeitrag von Pia Ziefle zur Eventisierung der Kindheit. Ich habe die Empfehlung für diesen Artikel auf verschiedenen Kanälen bekommen und deshalb mögen einige von euch ihn schon kennen. Die anderen: lesen!
Ein interessanter Artikel über sparen, bzw. den Hang von Menschen, die Vorzüge des Sparens zwar anzuerkennen, aber es trotzdem nicht zu tun und mögliche Lösungen für dieses Problem in Entwicklungsländern. Da die meisten Menschen in Industrieländern aber auch zu wenig oder zu wenig effizient sparen, komme ich nicht umhin mich zu fragen, ob wir nicht auch mehr in Kühe investieren sollten. (Englischer Link)
Ein sehr interessanter und geringfügig resignierter Artikel über ein Jahr im Wahlkampf mit Peer Steinbrück.

[Anderswunderbares] Ein großes Paket mit Stoffen und Secondhandklamotten für den Minimensch von seiner Oma. Danke! Ein sehr schöner Besuch Zuhause mit Mann und Kind. Immernoch Himbeeren im Garten und daher jeden Morgen im Müsli. Da der Minimensch dank neuer Bewegungsfreude auch wieder mittags schläft, habe ich an je 2 Tagen diese beiden Woche etwas gearbeitet und so tatsächlich eine Überarbeitung fertiggestellt und eingereicht. Gut und schrecklich zugleich. Gut , weil es mir leicht fiel, ich schnell wieder effizient war und der Alltag es zugelassen hat, schrecklich, weil mir schlagartig auch wieder all mein Frust über den oft völlig lächerlichen Publikationszirkus wieder hochkam, kaum hatte ich 10 Minuten angefangen.

[Aufregiges] Ein geradezu unglaublicher Fall von Polizei- und Justizversagen nach einer -leider nicht unüblichen- Massenvergewaltigung in Kenia. Erschreckend. (Englischer Link)
Ein Einblick in die Arbeitsbedingungen auf den olympischen Baustellen in Sotschi. Ich mag Olympia eigentlich sehr. Aber alles was rund um diese Olympiade so publik wird, lässt meine Lust mir das anzuschauen vergehen. Sei es die Anti-Homosexualitätsgesetze in Russland, Sklavenarbeit auf den Baustellen, Umweltzerstörung, Umsiedlungen und dann auch noch die völlig absurden Stationen All und Antarktis, die dieses Jahr auf dem Weg des olympischen Feuers liegen. Gehts noch?
So positiv ich grundsätzlich Hannelore Kraft gegenüber eingestellt bin, so wenig halte ich es für gut, dass sie die SPD-Verhandlungsführerin für Energiepolitik ist, denn die Energiepolitik der NRW-SPD ist mit ‚zielgruppenorientiert‘ noch nett beschrieben und ich würde sagen, selbst Peter Altmaier hat mehr Ideen zur Energiewende als Hannelore Kraft.

Lagebericht KW 41

Schon Woche 41, die Zeit fliegt. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge sehe ich die Wochen ins Land ziehen. Es ist toll den Minimensch sich Woche für Woche entwickeln zu sehen, aber jede Woche, die vorbei ist, ist auch eine Woche weniger übrig von meiner Elternzeit. Außerdem ist es nun schon echt kalt und echt früh dunkel und ich merke wie mir der Sommer fehlt, obwohl ich den Herbst auch irgendwie mag. Aber alles hat etwas von Vanitas.

[Selbstgewerkeltes] Meinen Tellerrock habe ich bereits beim Me made Mittwoch gezeigt und mich sehr über die vielen Komplimente gefreut. Als nächstes muss aber jetzt erstmal wieder ein Kleid her, immer nur Röcke, das geht auch nicht. Aber vorher braucht der Minimensch dringend eine warme Mütze.

Mit dem Herbst kriege ich auch immer etwas Lust zu basteln, die mir ansonsten von Januar bis Oktober gänzlich abgeht. Ich habe mir noch kein Projekt ausgedacht, an dem ich mal basteln könnte, aber Pinterest wird mir da sicher was in den Kopf setzen.

[Gekocht, gebacken, eingemacht] Schon 2 Apfelkuchen und eine Ladung Apfelmus sowie Schoko-Apfel-Muffins. Weiteres Apfelmus folgt. Werde wohl auch welches ohne Zucker kochen, für mein Müsli. Aber ob das sterilisiert haltbar genug ist?

[Minimenschliches] Die Fremdelphase ist vorüber und mit ihr auch die Autofahrphobie, halleluja. Und wir erfreuen uns sehr an unserem sonnigen und stets fröhlichen Kind. Bald wird es schon Brei bekommen, unglaublich, wie die Zeit vergeht. Auch scheint nun ein Zahn im Anmarsch, bald steht also die Einschulung ins Haus. Diese Woche haben wir uns mit den – wirklich netten – Müttern aus dem Geburtsvorbereitungskurs getroffen und es war schön zu sehen, dass die Kinder eigentlich alle recht interessiert aneinander waren und –  anders als beim Pekip – von der Situation nicht überfordert.

[Klickbares] Da habe ich diese Woche überraschend wenig zu bieten, habe wohl weniger als sonst im Internet rumgehangen… Bilder gibt es – Ein wundervolles Installations-Kunstwerk zum D-Day : The Fallen, Silhouetten in den Sand geharkt und schon bald weggespült.
Und dann noch Suschnas wundervolle Entdeckung der Parallelen bei Beinkleidermode – ich kann nicht mehr auf die Straße, ohne sie zu sehen.
Und schließlich schon älter: ein wunderbarer Text über die Heimat Ruhrgebiet. Stimmt. Genau so.

[Anderswunderbares] In der letzten Woche haben wir es geschafft fast jeden Abend noch einen ausgedehnten Spaziergang an „unseren“ Teichen zu machen. Der Herbst ist auch nicht nur schlecht, denn abends riecht es sehr schön und man fühlt sich beim heimkommen so muckelig warm.
Ein Nähnachmittag mit L., das erste Nähkränzchen seit der Minimensch da ist. Der Minimensch war glücklich bei seinem Vater und ich war glücklich mit der ältesten Freundin ein tolles Hobby zu teilen und dabei zu quatschen.
Neue Schnitte und sehr schönen Stoff habe ich auch noch aus Paketen gezogen, was will eine mehr?

[Aufregiges] Angesichts des Verhandlungsverhaltens der SPD, bin ich sehr froh sagen zu können: ich habe die nicht gewählt! Fürchterlich! Da haben die Koalitionsveehandlungen noch nichtmal angefangen und die Kernforderungen sind schon zu 2/3 über Bord. Aber das schlimmste ist: Die Leute wollen das offenbar so!

Lagebericht KW 39&40

Mal wieder ein 2-Wochen-Lagebericht, mehr klappt wohl im Moment nicht. Die Wochenenden sind, seit der Minimensch da ist, immer so angefüllt mit Besuch, dass das Bloggen oft untergeht. Und es sollte ja auch so sein, dass das echte Leben Vorrang hat, nicht wahr?

[Selbstgewerkeltes] In den 2 Wochen habe ich ein wenig, nicht übermäßig viel, aber doch ab und an genäht. Unter anderem, die Knöpfe an den Robson Coat . Außerdem den Wahlsonntagsrock, zwei Pullover, eine Hose und eine Wind-und-Wetter-Hose für den Minimensch. Zugeschnitten habe ich ferner einen Tellerrock, den ich beabsichtige beim Mininähkränzchen mit L. am Sonntag zu nähen. Danach sind wieder Pullis für den Minimensch und ein Tiramisu-Dress für mich dran. Langsam füllt sich meine Herbstgarderobe etwas. Nur an Oberteilen mangelt es – wie eigentlich immer.

Gestrickt habe ich weiter an meinem Ajour-Schal. Es ist irgendwie irritierend, dass ich Lace-Stricken ganz und gar schrecklich finde, aber das Ajourstricken mit Kid-Mohair sehr gut von der Hand geht. Sehr merkwürdig das. Dank längerer Autofahrten sind einige Reihen hinzugekommen. Aber natürlich ist das ganze ein ENDLOS-Projekt. Ich werde wohl eine Wintermütze für sowohl Minimensch als auch mich dazwischen nehmen müssen. Und habe auch noch einen angefangenen und eigentlich sehnlich gewünschten Pullover. Ich brauche auf jeden Fall ein Projekt mit dicker Wolle für schnellen Erfolg. Aber stricken unterzubringen ist echt schwierig, finde ich. Und die letzten Tage habe ich auch abends vorm Fernseher eher dem nähen gewidmet – in seinen nervigsten Formen: Downloadschnitte kleben und zuschneiden.

[Selbstgegärtnertes] Der Garten will langsam winterfest gemacht werden. Diese Woche habe ich die Erdbeeren zurückgeschnitten, die ein oder andere Pflanze entfernt, den Rasen gekalkt und natürlich geerntet. Himbeeren, Blaubeeren und Zucchini. Außerdem waren wir letzte Woche auch noch auf unserer weiter entfernten Apfelwiese zum sensen und ernten und haben sehr sehr sehr sehr viele Äpfel geerntet. Für reichlich Saft und Apfelmus und Kuchen. Hier ist also das große einkochen und einfrieren im Gange. Der Liebste plant Cidre-Herstellung. Ich bin sehr gespannt.

 

[Minimenschliches] Das Kind wächst wie Unkraut. Die Kleidergrößen purzeln nur so. Und es entdeckt täglich neue Geräusche und erzählt den ganzen Tag vor sich hin. Ein sehr kommunikatives Kind. Ansonsten fremdelt es gerade und ist entsprechend anhänglich und hat komischerweise ausgeprägte Angst vorm Autofahren entwickelt.Kaum fährt das Auto los, weint es. Sehr seltsam. Dafür haben wir den Zahneinschuss nun doch überlebt.

[Lesbares] Die neue Knip fand ich enttäuschend. Im Heft ist tatsächlich kein Modell, das mich anspricht. Lediglich aus der Saisonbeilage könnte ich mir 2-3 vorstellen. Das passiert mir selten. Aber gut, meine Projektliste ist lang genug.

[Klickbares] Wunderbare Fotos von der Welt vor dem 1. Weltkrieg in Farbe zeigte die SZ letzte Woche. Verblüffend.
Apropos wunderbar: Süßkartoffelpommes mit BBQ-Mayo klingt genial für mich.
Und wo wir schon bei leckerem vegetarischem Essen sind, der VEBU hat anlässlich des Weltvegetariertages einige Fakten zusammengestellt. Lesenswert.
Und einmal Politik: immerhin die SPD-Frauen scheinen Ministerposten nicht gänzlich über ihr Gewissen zu stellen. Warten wir ab, was davon bleibt.

[Anderswunderbares] Bei Frau Drehumdiebolzeningenieur ist ein Stapel Schnitte für mich aus Amerika angekommen. Große Vorfreude. Überhaupt bin ich mal wieder ganz geplättet davon wie toll die #naehnerds sind. Da reisen Stoffe und Schnitte quer durch die Republik, es finden sich spontane Bestellgemeinschaften zusammen und nun sogar Organisatorinnen für ein Riesennähtreffen (an dem ich wohl leider leider nicht werde teilnehmen können *ühü*). Eine ganz tolle Community. Genial!

[Aufregiges] Zum Wahlsonntag möchte ich gar nicht mehr viele Worte verlieren. Entsetzlich finde ich allerdings das Wahlergebnis der CDU in meiner eigenen Altersklasse – 34% CDU??? Elende Stillstandsfanatiker! Und dass die große Mehrheit der Deutschen denkt, eine große Koalition mit über 80% der Sitze im Bundestag sei eine gute Idee lässt mich auch sprachlos zurück.
Auch ziemlich sprachlos bis entsetzt hat gemacht hat mich diese Meldung über Geschlechts-bezogene Abtreibungen auf dem Kaukasus. Erschreckende Zahlen!

Lagebericht 10 mM*

Letzte Woche hatte ich keine Muße für den Lagebericht. Deshalb heute mal die volle Dröhnung von 2 Wochen.

[Selbstgewerkeltes] In Minischritten nimmt mein Robson Coat Form an. Inzwischen ist der äußere Mantel fertig und ich arbeite am Futtermantel. Da der Mantel eigentlich nicht mit Futter vorgesehen ist, bin ich da nun etwas auf mich allein gestellt. Allerdings entfallen beim Futtermantel natürlich all die nervigen Details wie Epauletten, Schulterklappen, Taschenklappen usw. es sollte also nun in größeren Schritten weiter gehen. Parallel habe ich einen ersten Herbstrock zugeschnitten, denn für den Herbst habe ich fast nur still-untaugliche Kleider, da muss was geschehen, auch wenn ich noch nicht genau weiß in welcher Zeit, denn ich muss auch noch bis zum 3.10. ein Hochzeitsgastoutfit nähen. Hierfür habe ich den Schnitt gekauft aber noch nicht gedruckt und geklebt,weil dieses kleben und schneiden einfach Käse ist. Für den Rock hab ich auch schon Stoff, fürs Oberteil aber noch nicht. Kann mir jemand einen besonderen Jersey in Farbpalette grau-blau-lila empfehlen?
Der Cardi für den Minimensch ist fertig gestrickt, zusammengenäht und mit Knöpfen versehen – gerade noch rechtzeitig, bevor er zu klein ist und nächste Woche kommt ja auch der Herbst dann wirklich. Jetzt überlege ich noch ob ich einen Ajourschal anfange oder mich durchringe einen begonnenen Pullover fertig zu stricken, der nur noch glatt rechts ist. Mag ich ja nicht…

[Minimenschliches] Seit letzter Woche gehen der Minimensch und ich zum PEKIP. Für mich eine Gelegenheit, mal wieder Menschbeobachtungen zu betreiben, in diesem Fall Mütterbeobachtung – sehr speziell das. Der Minimensch ist den anderen Kindern gegenüber neutral bis skeptisch eingestellt, es befremdet ihn, dass die schreien. So ein Verhalten ist ihm ja weitgehend fremd, deshalb wirkt er dann immer etwas konsterniert. Aber er mag die Rasselringe. Seit wir so einen zu Hause haben, findet er greifen ziemlich gut und greift nun nach allem, was in die Nähe seiner Hände kommt.
Nach 2 friedlichen Wochen setzt sich der Zahneinschuss noch etwas fort. Was den Minimensch zu einem kleinen Trageaffen macht, der das Leben ganz super findet solang man ihn trägt oder mit ihm Quatsch macht, aber sehr sehr doof, wenn er irgendwo allein rumhängen soll. Sehr sehr sehr doof.
Der Reflux scheint tatsächlich durch Kuhmilcheiweiß schlimmer zu werden. Sehr unschön für mich, denn ich finde Käse ziemlich gut und ohne is nicht so toll…

[Selbstgegärtnertes] Wer denkt, das Gartenjahr wär schon vorbei, der täuscht sich. Ich laufe jetzt erstmal warm. Mit meiner Schwiegermutter habe ich Feldsalat gesät, und auch noch 1 Reihe Rucola und 1 Reihe Babyspinat. Die gehen noch bis zum Frost und der Feldsalat auch noch länger. Der Rest des Gartens wird nun noch von den Vorbesitzern abgeerntet. Danach werde ich kalken und Gründünger einsäen. Und ein bisschen umstrukturieren. Die letzten Tage konnten wir den Garten nochmal so richtig genießen.

[Lesbares] Da habe ich vor allem Gartenliteratur verschlungen. Wen es interessiert: „Mein Selbstversorgergarten Monat für Monat“ kann ich sehr empfehlen. Außerdem die neue Knip, die ich eher mäßig fand.

[Klickbares] Auch als Vegetarierin kann ich nur gutheißen wenn Bauern so wie Herr Meier wieder eine ursprüngliche Rinderhaltung praktizieren und sich auch für eine würdige Schlachtung einsetzen. Schlimm, dass ihn das fast in den Ruin getrieben hat und es 13 Jahre brauchte um das Recht hierzu zu bekommen. Ein brandeins-Artikel, schon älter aber lesenswert.
Den taz-Artikel zum Kelle-Buch hab ich entweder nicht verstanden oder finde ich so unreflektiert, dass ich mich gruseln muss. Die Frau ist rechts außen – wer das mit Konservatismus gleichsetzt hat seine Hausaufgaben nicht gemacht. Neben Kolumnen für einige recht etablierte Tageszeitungen und The European schreibt Frau Kelle auch in der Jungen Freiheit – und fischt mit ihrem Buch kräftig im katholischen und Mitte-rechten Spektrum. Schlimm genug, dass sie damit landen kann.
Noch bisschen was zur Wahl: Sehr lesenswert dieser taz-Artikel zur möglichen Beteiligung der SPD an einer Minderheitenregierung. Und sehr interessant finde ich, wie rege die Bundestagswahl in der europäischen Presse diskutiert wird, z.B. beim Guardian, der einen speziellen German Election Blog hat.

[Anderswunderbares] Das tolle Wetter in der vergangenen Woche hat so richtig gut getan, abends und morgens merkt man zwar schon, dass Herbst wird, aber tagsüber konnte man nochmal die Batterien aufladen und im Garten rumhängen. Toll das. Auch toll ist, dass wir es geschafft haben, unsere vom Mechaniker schon dem Tode geweihte Spülmaschine selbst zu reparieren. Super, dass Leute sich die Mühe machen, Anleitungen für sowas auf Youtube zu stellen. Wieder ein bisschen Elektroschrott und Geld gespart.

[Aufregiges] Nicht zum ersten Mal fällt Benetton ob seiner ethisch nicht gelungenen PR auf. Nun ist der letzte Skandal um Fotos von Kleidern mit Einschusslöchern, Kinderarbeit und Umweltkatastrophen einige Jahre her, da kann man es ja mal wieder versuchen. Kinder im Gefechtslook – gehts noch? Ein sehr gut geschriebener Artikel, aber das nur am Rande.

mM*=mit Minimensch

Lagebericht 9 mM*

Eine etwas durchgerüttelte aber doch recht gute Woche.

[Selbstgewerkeltes] Langsam langsam werkelt es derzeit. Aber immerhin, ich habe am Montag und Dienstag den Schnitt des Robson Coat kopiert und die halbe Million Teile zugeschnitten (aus Oberstoff UND Futter) und am Donnerstag mit #nähnerd-Unterstützung via Twitter die Einlage aufgebügelt und erste Nähte gemacht. Bisher war alles machbar und ich habe ein Rückenteil und zwei Vorderteile mit Taschen und Taschenklappen.
Auch das Jäckchen gedeiht langsam und stetig, inzwischen sind Rumpf und Ärmel fertig, fehlt noch Kapuze und Blende.
Ich möchte dringend noch ein-zwei Kleider zuschneiden …
Außerdem habe ich eine Kassenzettelsortiervorrichtung mit angegliederter Stilldemenzauswirkungseindämmungsanlage (Deutsch kann einfach tolle Wörter – dagegen stinkt das längste Wort der französischen Sprache ab – und Streberfrage : Was ist das längste Wort der französischen Sprache?) gebastelt. Die gibts hier bald zu sehen.

[Minimenschliches] Wir durften diese Woche einer Schlafumstellung beiwohnen, die wohl noch nicht ganz abgeschlossen ist. Kaum war der Zahneinschuss einigermaßen abgehakt schlief der Minimensch auf einmal friedlich und allein ab 8 abends in seinem Bettchen. Dafür schlief er tags dann sehr viel weniger. Ich gewöhne mich noch an diesen neuen Tagesablauf mit viel Wachzeit. Dann einige Tage später, schlief das Kind auf einmal durch.  Auch hieran bin ich noch nicht gewöhnt, mein Körper schon gar nicht und ich stehe fröhlich dreimal pro Nacht auf und renne ans Bett des Minimenschen, weil mir scheint, er müsse nun wirklich wirklich mal Hunger haben. Auch der Minimensch ist noch etwas verwirrt und findet sich in den neuen Rhythmus ein, schläft aber solang tags mal dann mal dann, mal viel mal wenig und wirkt auch noch etwas verwirrt … derweil funktioniere ich auf Autopilot, bemühe mich, mich zu gewöhnen abends zeitig ins Bett zu gehen weil morgens auf einmal zeitig die Nacht vorbei ist. Dennoch natürlich ganz toll, denn 1. wenn der Minimensch tags viel wach ist, ist er auch neugierig und lernt ganz viele tolle Sachen. 2. Abends wieder Nähzeit oder Erwachsenenzeit, auch schön – vielleicht mach ich heute mal was ganz ausgefallenes und schaue den Tatort.

[Lesbares] Ich habe „Das rote Haus“ von Mark Haddon angefangen. Seine anderen beiden Bücher gefielen mir recht gut, von diesem kann ich mir bisher noch nicht recht eine Meinung bilden.

[Klickbares]
Ich dachte schon, ich weiß ziemlich viel über Geschichte. Denn ich hatte das im Abi und so. Aber das hier, über die Nicht-Souverainität Deutschlands, die sich aus den Kooperationsverträgen mit den 3 Mächten ergab und aus der sich z.B. auch die NSA-Kooperation erklärt, das wusste ich nicht.
Sehr lesenswert ist dieser Artikel über eine britische Familie, die auszog, die Deutschen zu verstehen und versuchte, wie eine durchschnittliche deutsche Familie zu leben.
Nett geschrieben ist dieser Artikel in der taz über mögliche Koalitionen nach der Bundestagswahl.
Auch zur Bundestagswahl und gelungen ist diese Analyse des Merkel-TV-Spots.
Und schließlich noch ein #nähnerd-Link: auf der Seite der französischen Zeitschrift avantages gibt es derzeit einen Blusenschnitt mit 3 Varianten zum download, der auf mich ganz nett wirkt und

[Anderswunderbares] Diese Woche haben wir, obwohl er uns noch gar nicht gehört, schon den Schlüssel unseres Gartens bekommen. Zwar wird derzeit noch ausgeräumt und abgeerntet. Aber man kann nun schonmal vorbeigehen und träumen – und das Internet nach Ideen für Garten und Laube durchstöbern die gleichsam schön, günstig umzusetzen und mit wenig Arbeit verbunden sind (Hihi. Gibts bestimmt reichlich! Tipps anyone?)
Ach und ich hab Zucchini eingemacht – aber das dumme am sauer einkochen ist ja, dass man nicht gleich probieren kann, wie’s geworden ist. Ich bin ganz hibbelig, werde morgen testen und dann berichten.

[Aufregiges] Tja. Wo soll ich anfangen. Zunächst mal: Der Regen eben roch nach Herbst! Darf das sein? Nein!!! Es ist nämlich noch August. Das ist Hochsommer – nicht Spätsommer – nicht Herbst – Hochsommer!
Aber es ändert sich ja alles und vollkommen zurecht will die CDU dagegen vorgehen und präsentiert sich als „Ich will so bleiben wie ich bin“-Partei schlechthin. Und dabei wird sie nun vortrefflich von einigen abgehalfterten Promis unterstützt, die dumme bis gefährliche Phrasen auf Plakaten mit ihrem Gesicht verkaufen. Auf dass die dümmlich-rückwärtsgewandt-grenz-nationalistischen TraumschiffzuschauerInnen alle Angie wählen. Ich weiß nicht wer mit der Kampagne mehr gestraft ist, die CDU oder die Ex-Promis.
Auch eine bewährte Wahlkampfstrategie ist ja das Lügen. Macht die FDP ganz besonders dreist hier und hier.
Und wo wir schon von dumm-nationalistischem Schwachsinn sprachen ist die BILD nie fern, in diesem Fall vor allem ihre Leser. Dumm und zutiefst beschämend.

*mM = mit Minimensch