Me made Mittwoch: Reisetag

Vollkommen überraschend habe ich heute daran gedacht, dass heute der erste Mittwoch im September ist und damit Me made Mittwoch.

Heute bin ich mit dem Mikromensch sehr weit mit dem Bus, dem Zug und der SBahn gefahren. Ich bin zu einer Tagung und der Mikromensch musste mit. Ich hatte ziemlich viel Kram dabei, insgesamt sahen wir so aus (Schaufenster-Schnappschuss):

Mein Outfit dazu ist reiseerprobt, auch im Sommerurlaub hatte ich diese Kombi oft an. Ich habe sie einmal auf der ICE-Toilette

Und nochmal bei Ankunft in der Ferienwohnung fotografiert, reichlich verknittert und schon mit Brei bekleckert.

Ich trage einen Rock nach Burda 5/2012 aka der Lotti-Rock. Auch stoffmäßig übrigens von lottikatzkowski inspiriert. Den hab ich schon länger, ich glaube seit Sommer 2016. Und ein Shirt aus Baumwolljersey mit Elasthan, den ich aus der Restebox des lokalen Lieblingsstoffgeschäfts zog. Der Schnitt ist – wie immer – eine Abwandlung von Deer &Doe Plantain. Ich nähe es weniger weit/ taillierter ab unter der Brust und meist auch kürzer.

Der Rock hat leider auf der Zugfahrt etwas Federn gelassen, ein Knopf ist weg und die eine Tasche leicht ausgerissen.

Und nun noch schnell zum monatlichen Me made Mittwoch.

Me made Mittwoch: Fast Peggy Sue

Im vorletzten Jahr begann ich während des Frühlingsjäckchen-Knit-Alongs eine Strickjacke. Es hat bei mir schon Tradition, dass die Frühlingsjäckchen niemals im Frühling fertig werden. Aber zwei Jahre später ist schon ziemlich Late to the Party. Aber irgendwann bringe ich jedes Strickstück zuende, da bin ich eisern.

Das Muster Peggy Sue ist schon ewig in meinen Favoriten bei Ravelry. So ewig dass ich damals noch nicht raus hatte, dass hoch geschlossene Rundhals-Jäckchen gar nicht mal so gut für mich sind. Und als ich dann beschloss endlich ein blaues Jäckchen aus der Drops Cotton Merino zu Stricken, die ich auch bestimmt schon vier Jahre lagere, da dachte ich über diese Erkenntnis auch nicht weiter nach.

Ich strickte also Peggy Sue. Es ging sogar recht flott und ich wurde schon im Sommerurlaub mit der Jacke fertig. Allerdings war dann erst die Knopfleiste doof, die leierte, weil ich zu lose stricke und dann ging sie immer auf.

Nachdem ich sie dann einige Male an hatte, stellte ich fest, dass sie mir schlecht passt. Zu viel Stoff über der Brust, zu eng an der Brust. Die inzwischen verstärkte Knopfleiste hing doof rum. Ich ließ die Jacke also lustlos im Schrank liegen. Und wurde schwanger. Und vergaß die Jacke.

Als ich dann im letzten Herbst meine Vorschwangerschaftskleidung wieder einräumte, beschloss ich, die Jacke nochmal zu ändern. Aber auf die harte Tour.

Ich nahm die Ausschnittform meiner Pfauen-Jacke ab und markierte mir diese mit Reihgarn. Dann nähte ich entlang dieser Linie abzüglich Bündchenbreite beherzt zweimal mit der Nähmaschine drüber und schnitt danach das überschüssige Gestrick EINFACH AB!!! Aus den letzten intakten Maschen vor der Sicherungsnaht nahm ich neue Bündchenmaschen auf und strickte ein neues Bündchen. Und Zack: tragbare Jacke! Hurra!

Der Vollständigkeit halber: darunter trage ich ein Ashland Dress aus Jersey, das ich im Blindflug am Ende der Schwangerschaft für die Stillzeit genäht habe. Es hat auch seinen Dienst gut getan und wurde inzwischen zweimal enger gemacht. Nun ist es ohne Jacke nicht mehr sehr tragbar, aber das ist ja auch ok.

Me made Mittwoch: Januarrock

Im Januar habe ich relativ viel genäht, das meiste allerdings für die Kinder, die beeindruckend schnell wachsen zur Zeit. Aber an dem Wochenende, an dem in Bielefeld die AnNÄHerung war, habe ich quasi virtuell mitgenäht und zwar diesen Rock, der schon sehr fest in meine Garderobe integriert ist:

Der Schnitt ist altbewährt, Burda 5/2012, diesmal ohne Knopfleiste und dafür mit rückwärtigem Reißverschluss. Bei Röcken ist mir selten nach Abwechslung. Ich Nähe Tellerröcke, manchmal mit Falten, Simplicity 2451 mal schmal und mal ausgestellt und halt diesen Burda-Rock, auch als der Lotti-Rock bekannt. Im Grunde brauche ich nicht mehr Schnitte, alle anderen Rockdesigns, die ich probierte wurden zu Schrankleichen oder sind zumindest nicht zur Wiederholung vorgesehen.

Bei diesem Rock lag die Herausforderung darin, die Streifenverläufe gut hinzukriegen. Da das Stück eigentlich nur ein Reststück von etwa 1,30m war, war das ziemlich sportlich. Hinten musste ich daher bei den seitlichen Rockbahnen Kompromisse machen. In den Mitten treffen die Streifen aber sehr schön aufeinander.

Der Schnitt eignet sich sehr gut für Streifen oder Karos, weil er einen angeschnittenen Bund hat. Das macht es einfacher, Musterverläufe gut zu verteilen. Und die Paspeltaschen bieten sich an um etwas Ruhe durch einfarbige Paspeln reinzubringen.

Der Stoff ist ein dicker Woll-Poly-Nadelstreifen von alfatex, er hat 3,90€/m gekostet und trägt sich super.

Der Rest des Outfits: Deer and Doe Plaintain, verschmälert und gekürzt aus Viskosejersey sowie ein Häkeltuch von Freundin L. nach dieser Anleitung. Und unten drunter ein neuer Unterrock, eigentlich für hellere Kleider im Frühling und Sommer: ein 3/4 Teller in doppelter Lage aus Futterstoff und Tüll mit Saum-Rüsche.

Katharina tanzt beim heutigen MeMadeMittwoch im Knipkleid vor und ich versuche mal noch schnell da reinzurutschen.

Me made Mittwoch: Post-Schwangerschafts-Ashland-Dress

Das heutige Kleid versteckt sich leider etwas unter Strickjacke und Schal, denn es hat nur halbe Ärmel.

Es handelt sich um ein Ashland-Dress allerdings aus Jersey. Genäht habe ich es im Mutterschutz ohne Anprobe nur in Erwartung meiner ungefähren Körbchengröße nach der Geburt. Es passte mir auch tatsächlich in den ersten Wochen gut. Hier ein Bild aus der dritten Lebenswoche des Mikromensch:

Inzwischen ist es mir zu weit. Ich habe es bereits vier Zentimeter enger gemacht. Aber perfekt sitzt es dennoch nicht. Für einen Tag zuhause mit Haushalt und sonst nichts ist es aber ok. Die Knopfleiste ist – der Stilleignung zuliebe mit Druckknöpfen versehen.

Ich werde nun, da ich annähernd Konstante Maße habe, noch ein Ashland aus Webstoff nähen. Der Schnitt gefällt mir schon länger, aber da das auf sehr viele Schnitte zutrifft hat er es bisher noch nicht bis zur Unsetzung gebracht.

Das Tuch, das hier nicht besonders gut zu erkennen ist, ist auch selbst gestrickt. Ich habe es im letzt- und diesjährigen Sommerurlaub gestrickt. Das Muster ist „Diva“ von Drops und das Garn ist Drops Delight. Hier ein Bild im sonnigen Süden:

Auf dem Me made Mittwoch-Blog ist heute Zusza zu Gast in einem Jeanskleid, das aber sowas von toll ist!

Me made Mittwoch: Nicht so frühlingserwacht in Ceduna

Heute ist das Motto beim Me made Mittwoch „Frühlingserwachen“ und während mein Kleid mit seinem dünnen Viskosejersey und seinen 3/4-Ärmeln dazu ganz gut passt, hat das Wetter heute das Thema verfehlt.


Ich trage heute am ersten Tag im Büro nach 9 Tagen krank eine weitere Variante von Schnittstelle Ceduna. Der lila Jersey mit schwarzen Punkt-Kringeln ist von Coupons St. Pierre in Paris. Der Schnitt hat sich für mich für Schwangerschaft, Stillzeit und Bauchschrumpfungszeit bewährt und deshalb hab ich jetzt das dritte Ceduna.

Dem vorderen Rockteil habe ich 10cm Mehrweite spendiert, eigentlich fällt der Rock recht schmal.


Von der Seite sieht man die Kugel ein bisschen. In diesem Schnitt versteckt sie sich aber noch gut.


Für das Kleid und seine dunkelblaue Schwester habe ich schon viele Komplimente bekommen. Es trägt sich auch ganz gut unterm offenen Blazer und ist damit sehr Büro-tauglich.

Ich habe für das Kleid ca 1,30m verbraucht, obwohl ich das Rockteil verbreitert und verlängert hab. Aus den Resten des 1,50m Coupons wurden noch zwei Slips.

Und nun schau ich mich beim Me made Mittwoch um.

Me made Mittwoch: Lieblingsteil 2016

Heute startet der Me Made Mittwoch in das Jahr 2017 und fragt – nun schon traditionell – nach dem Lieblingsstück des letzten Jahres. Ich dachte, als ich das Thema sah zunächst  (wie eigentlich jedes Jahr) „och letztes Jahr hab ich doch nur ganz wenig und nix besonderes genäht“ – dann ging ich mal meine Posts des vergangenen Jahres durch und stellte fest: „Huch, ganz schön tolle Sachen dabei.“ Daher nun hier meine Lieblingsteile:

Das allerwelttollste Gesamtoutfit ist dieses:

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Das Outfit ist aus verschiedenen Gründen das Gewinneroutfit des Jahres. Zum einen vereint es zwei neu entdeckte Schnitte, die für mich gut funktionieren: den Falten-Tellerrock nach eigenem Schnitt und die Vintage-Bluse aus der Knip. Beide Schnitte sind absolut super, weil sie zu meinem Stil passen und mir eine Variante des „Tellerrock+Shirt-Outfits“ eröffnen, mit dem ich sonst 95% der Zeit zumlaufe. Außerdem mag ich die Farben des Outfits sehr sehr sehr. Der Stoff der Bluse war ein wundervoller Glücksfund, sie passt super zu vielen meiner Röcke und beides passt super zu diesen schönen Schuhen.

Das komplizierteste, was ich im vergangenen Jahr genäht habe, war mein Blazer:

wp-1456317748740.jpegAuch den trage ich sehr oft – unter anderem zu dem besagten Rock – weswegen er auch noch keinen passenden Rock aus dem selben Stoff bekommen hat. Das müsste ich dann wohl mal machen.

Und dann noch das Kleid, für das ich am meisten Komplimente bekommen habe, das ist nämlich mein Far-from-perfect-1940s-TeaDress:

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Das Kleid ist wirklich noch nicht perfekt angepasst, der Schnitt hat noch Luft nach oben. Dennoch erhalte ich immer sehr viele Komplimente, wenn ich es trage. Ich glaube, das liegt an der Kombination aus dem verspielten Schnitt und dem eher strengen Anzugstoff, das fällt auch „Laien“ als was besonderes auf. Den Schnitt werde ich definitiv noch einer weiteren Optimierung unterziehen und nochmal nähen, denn ich trage das Kleid oft, gerade auch, weil es sich auch gut mit Blazer drüber macht.

Und damit genug der Rückschau und auf zum Me Made Mittwoch-Blog. An dieser Stelle ein dickes Danke an das unermüdliche Team hinter dem Me made Mittwoch. Ich finde es immernoch, auch nach nun 6 Jahren Nähbloggerinnendasein, eine sehr große Bereicherung diese Plattform zu haben und bin unendlich dankbar für vieles, das daraus erwachsen ist. Ich erahne, dass es sehr viel Arbeit ist, das zu wuppen und finde umso wichtiger, das anzuerkennen!

Me made Mittwoch: Vortragsoutfit

Heute habe ich einen beruflichen Vortrag gehalten. Da das der erste Vortrag im neuen Job war, war ich ein bisschen nervös. Um so besser, kleidungstechnisch auf der sicheren Seite zu sein, in einem wohlerprobten Outfit für feine Bürotage:

Das Kleid nach dem Schnitt Retro-Simplicity 7275 habe ich wohl zum Ende des Winter 2011/2012 genäht. Der Stoff ist ein sehr feiner grau-blau karierter Wollstoff, den ich sehr günstig bei einer Geschäftsauflösung gekauft habe und von dem ich noch ein komfortables Reststück horte. 

(Leider sieht man das Muster auf keinem meiner Fotos)

Ich habe an diesem Kleid erstmals ein FBA gemacht, es markiert damit auch den Beginn der Phase, in der ich Anpassungen systematisch anging und nicht länger so hinschluderte. Das Innenleben des Kleides wäre mir allerdings heute dann doch unangenehm. 

Darunter trage ich eine Kaufbluse. Und eigentlich trug ich darüber noch ein gekauftes Cordjackett und einen Schal.

Lucy zeigt heute schon Strickware, das hätte ich heute mittag im Regen-Wind-Wetter auch gut gefunden. 

Me made Mittwoch: Abschiedsrunde

Heute nur ein kleiner Beitrag mit einem Foto, das ich schnell auf dem Weg ins Büro heute morgen gemacht hab. Ich suche noch nach passenden Fotoplätzen.

 

wp-1475087961711.jpgIch trage dieses Kleid wohl heute zum letzten Mal. Es ist wunderschön, ich mag es sehr, ich bekam dafür schon Millionen Komplimente und es erinnert mich an Kollege J, der mir den Stoff schenkte. Leider ist es sehr ausgewaschen, hat überall solche weißen Waschstreifen und ist hier und da schon arg fadenscheinig. Heute war es ideal warm und wurde auch von den neuen Kolleginnen zahlreich komplimentiert. Ein gutes Kleid, schade, dass es geht.

Schnitt: „Frau-Kirsche-Kleid“ aus Knipmode 9/2011 (?) – nein, es gibt das Heft nicht mehr und den Schnitt auch sonst nirgendwo, es tut mir sehr leid.

Material: Waxprint aus Namibia, leider aus Polyester (und „echte“ Paspel aus Satinschrägband ohne Faden drin, wie die sachkundige Drehumdiebolzeningenieurin uns kürzlich lehrte)

Und nun schaue ich mal, was beim me made Mittwoch unter Claudias Führung heute so los war – ich komm ja zu nix gerade.

Me made Mittwoch: Gewappnet für Überraschungen

Mittwochs ist nun mein langer Arbeitstag, fotografieren im Büro ist noch nicht drin, da bin ich noch etwas zurückhaltend. Also nur schnelle Fotos zerknittert und erschöpft nach 9 Stunden Arbeitstag. Seit knapp zwei Wochen arbeite ich im neuen Job. Obwohl einige Kollegen und Kolleginnen in Jeans und T-Shirt dort sind und somit meine bisherige Bürogarderobe problemlos tauglich wäre, habe ich festgestellt, dass ich eine Spur förmlicher dort hin gehe, als ich zum alten Büro ging. Einerseits weil eben auch ein Teil meiner Kolleginnen eher business tragen, vor allem aber, weil ich derzeit noch jederzeit damit rechne überraschend zu Terminen mitgenommen zu werden, um wichtige Menschen kurz mal kennenzulernen. Das ist leider etwas inkompatibel mit den derzeitigen Temperaturen, denn meine Sommerröcke und -Kleider sind in großen Teilen eher laut und gemustert und bunt. Zum Glück habe ich mir aber kurz vor Jobbeginn noch zwei Sommer-taugliche Röcke genäht, die annähernd einfarbig sind. Heute trage ich einen davon:

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Simplicity 2451, bekannt als der Disputationsrock. Hier aus einem lila Elasthan-Viskose-Baumwolle-Poly-Gemisch aus dem Ramsch-Goldsucher-Bereich von alfatex. Der Stoff ist schlicht, bequem und nicht allzu dick. Der Rock ist ungefüttert und damit ganz gut fürs Wetter. Um die sehr cleane Optik des einfarbigen Stoffes etwas aufzubrechen, habe ich den Taschen und dem Saum eine Ziernaht verpasst. Ich bekommen zunehmend Spaß an Zierstichen. Leider hat meine Maschine nur drei Stück. Evtl. wird es doch mal Zeit für ein Maschinenupgrade.

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Die Taschen sind überhaupt das beste an dem Schnitt. Geräumig, klaffen nicht auf, sehen gut aus und sind gut zu nähen. Ansonsten hat sich der Schnitt für mich etwas überlebt. Die Röcke nach dem Schnitt sitzen etwas unterhalb der Taille, ich trage inzwischen lieber taillenhohe Röcke. Allerdings habe ich die Mühe, einen anderen höheren Bleistiftrock-Schnitt,, wie etwa den Gertie Pencil-Skirt, auf mich anzupassen bisher etwas vor mir her geschoben. Und so dient dieser Schnitt als bewährtes Arbeitstier und ich trage die Röcke nach wie vor.

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Die Bluse dazu habe ich im Räumungsverkauf einer ortsansässigen E*prit-Filiale gekauft, weil mir klar wurde, dass ich das Bedürfnis nach mehr blusigen Oberteilen habe, aber keine Zeit ausreichend viele in kurzer Zeit zu nähen. Sie sitzt zwar nur okayish, aber auch hier: tut ihren Dienst. So setzt mich mein gefühlter Blusenbedarf nicht unter Nähstress. Eigentlich müsste die Bluse taillierter und länger sein , sie rutscht dauernd aus dem Rockbund und beult – man wird ja doch ein bisschen anspruchsvoll wenn man nur noch Maßklamotten hat.

 

Es war übrigens gut, dass ich klamottentechnisch für alle Eventualitäten vorbereitet war, denn heute stand auf einmal der Prorektor in meinem Büro. Alles richtig gemacht.

Monika nimmt heute Abschied aus dem MMM-Team. In meinem Lieblingsschnitt, dem Anna Dress. Liebe Monika, danke für deinen Einsatz für diese tolle Sache!

Me made Mittwoch: Unkompliziert kompliziert

Heute war ich in einem meiner geplanten Ferienoutfits im Büro.

Prinzipiell zwei sehr einfache Sommer-Kleidungsstücke: ein halber Teller Rock aus Baumwolle und ein Shirt aus Baumwolljersey. Leider sind beide zwar OK aber irgendwie doch kompliziert.

Das Shirt ist das Cabarita Knit Top von Cake Patterns. Ich hatte mir von dem Schnitt viel versprochen. Auf den Schnittzeichnungen sieht das Shirt eng anliegend, kurvig und dabei durch den tiefen Rückenausschnitt doch besonders aus. Tja. Ich wählte die Größe nach meinen Körpermaßen, schnitt im vorgegebenen Fadenlauf zu und…. hatte einen unförmigen aber kurzen Sack an. Ich habe aus der Rückennaht und den Seitennähten insgesamt 10cm (!) Weite raus genommen. Und dennoch ist das Shirt immer noch nicht so körpernah, wie die Schnittzeichnung suggeriert. Bereits für mein D-Körbchen ist der Schnitt nicht kurvig genug, so dass die Brust nun zwar eng, der Rest aber schlabberig sitzt. Ich bin nach dem zweiten Schnitt nun endgültig über zeugt, dass das Größensystem von Cake Patterns Murks ist. Zudem ist das Design auch nicht praktisch, der tiefe hintere Ausschnitt rutscht gen vorn, unter den Armen ist viel zu viel Stoff, so dass ich dort schwitzte, dass zuerst das Halsbündchen angenäht und dann die hintere Naht geschlossen wird, macht es schwierig, die optimale Spannung des Bündchens zu bestimmen. Ich bin recht unzufrieden. 

Der Rock ist aus einem sehr schönen Baumwolldruck in Quiltstärke. Der Stoff hat allerdings einen sehr merkwürdigen Fall, so dass ich die ursprünglich eingenähte Tasche wieder zunähte und heraus nahm, weil sie so sehr am Oberstoff klebte. Die eine Seitennaht dreht sich komisch. Auch nicht ganz super alles. Aber definitiv weit weniger schlimm als Cabarita. 


Ich verlinke mich nun noch sehr spät beim Me made Mittwoch.