Me made Mittwoch: Reisetag

Vollkommen überraschend habe ich heute daran gedacht, dass heute der erste Mittwoch im September ist und damit Me made Mittwoch.

Heute bin ich mit dem Mikromensch sehr weit mit dem Bus, dem Zug und der SBahn gefahren. Ich bin zu einer Tagung und der Mikromensch musste mit. Ich hatte ziemlich viel Kram dabei, insgesamt sahen wir so aus (Schaufenster-Schnappschuss):

Mein Outfit dazu ist reiseerprobt, auch im Sommerurlaub hatte ich diese Kombi oft an. Ich habe sie einmal auf der ICE-Toilette

Und nochmal bei Ankunft in der Ferienwohnung fotografiert, reichlich verknittert und schon mit Brei bekleckert.

Ich trage einen Rock nach Burda 5/2012 aka der Lotti-Rock. Auch stoffmäßig übrigens von lottikatzkowski inspiriert. Den hab ich schon länger, ich glaube seit Sommer 2016. Und ein Shirt aus Baumwolljersey mit Elasthan, den ich aus der Restebox des lokalen Lieblingsstoffgeschäfts zog. Der Schnitt ist – wie immer – eine Abwandlung von Deer &Doe Plantain. Ich nähe es weniger weit/ taillierter ab unter der Brust und meist auch kürzer.

Der Rock hat leider auf der Zugfahrt etwas Federn gelassen, ein Knopf ist weg und die eine Tasche leicht ausgerissen.

Und nun noch schnell zum monatlichen Me made Mittwoch.

Sonntagssachen 25/2018

Relativ lang geschlafen und dann Pilates gemacht. Gefrühstückt . Probe-Zuschnitttetris auf dem Trockenen – das mache ich häufig, dass ich erstmal gucke, wieviel Platzbedarf bei wieviel Bruchteilen benötigt wird und dann entscheide, ob ich einen oder zwei Stoffbrüche bügele. Sehr viel Zeit das Zahnbaby gehuckelt. Eiskaffee getrunken. In der Sonne spaziert. Total gesundes Abendessen am Spazierweg. Zuschnitt in echt – Rita Blouse Probemodell.

Nähplausch im August

Ich nähe im Moment nicht sehr viel aber doch regelmäßig und dokumentiere, mangels guten Fotos und Zeit, viel zu wenig davon im Blog. Ich mache auch immer fleißig Pläne, die ich dann aber nicht umsetze. Um all diesen Problemen auf einen Schlag beizukommen, hab ich überlegt ab jetzt an einer für mich neuen Verlinkungsaktion teilzunehmen. Dank Muriel und ihrem Podcast nahtzugabe5cm habe ich nämlich den Nähplausch bei Fadenwechsel entdeckt. Und da plausche ich jetzt einfach mal mit, damit hier nicht nur noch Sonntagsbilder auftauchen.

Was hab ich in letzter Zeit fertig genäht?
Ich habe viel geändert, ehemalige Schwangerschaftsklamotten ent-umstandet, z.B. dieses Anna wurde jetzt ein Anna-NL6069-Hack.

Dann nähte ich ein bisschen was für die Kinder, dünne Sommerhosen nach dem Schnitt Dreamy und Hüte und Mützen für meine Kinder und andere Kinder nach dem Beanie-Schnitt von Lybstes und dem Sonnenhut Mats und Mathilda von Engelinchen. Kurze Hosen für den Mikromensch nach eigenem Schnitt. (So viel Hochsommerkleidung hatten wir fürs Baby nicht vom großen Geschwister.)

Und jüngst noch ein Maxikleid für mich aus einem Stoff, der an Pippa Middleton erinnert und einem Schnitt aus der Knip Juli 2013, das muss ich noch verbloggen.

Woran nähe ich gerade?
Ich nähe gerade zwei identische Röcke für zwei fünfjährige Mädchen, die beide mit dem Minimensch befreundet sind, sich aber untereinander nicht kennen. Ich mag beide sehr und wollte ihnen gern was schenken. Da beide große Bewunderinnen meiner selbst gemachten Kleidung sind, habe ich mich entschlossen ihnen Stufenröcke zu nähen. Dazu habe ich türkis-petrolige Stoffe im Ausverkauf des stoffbüros geordert und arbeite nach dem ‚Schnittmuster‘ und der Videoanleitung ‚Linda‘ von pattydoo. Der erste Rock in Gr. 128 ist schonmal fertig bis auf Saum.

Was plane ich?
Eigentlich brauche ich streng genommen nicht wirklich neue Kleidung, ich habe viele Kleider und Röcke und auch einige Shirts. Alles selbst genäht. Allerdings habe ich in letzter Zeit ein wenig aussortiert. Manche meiner älteren Röcke und Kleider sind nun 6-7 Jahre alt und waren einfach nicht mehr so schön oder ich hatte mich gründlich satt gesehen, bei anderen mag ich den Stil nicht mehr, oder bin mit Sitz oder Verarbeitung unzufrieden. Da sind jetzt ein paar Lücken, die per se nicht groß klaffen, aber die ich mal füllen könnte. Gleichzeitig kann ich das nutzen um etwas mehr Vielfalt in den Kleiderschrank zu bringen. Zum Beispiel mal einen neuen Rockschnitt probieren statt den gefühlt 20sten Tellerrock oder den 10ten Lotti-Rock. Sehr wichtig wäre mir da, mein Blusensortiment aufzustocken. Ich trage im Alltag oft Röcke, aber finde einfache Shirts latent etwas zu casual. Gleichzeitig hasse ich Hemdblusen aus tiefster Seele. Aber zum Glück gibt es ja alternativ andere Blusenschnitte. Konkret in Planung ist eine „Rita Blouse“ nach dem Schnitt von Gertie, erstmal aus grünem (!) Probestoff. Und eine Pam aus der La Maison Victor auch erstmal aus einem Reststück. Der Sieger darf sdann über eine zweite Version aus diesen absolut hinreißenden Ballerinas freuen.

Für die Kinder sind dann wohl leider mal wieder Puschen zu nähen. Der Mikromensch wächst auch schon wieder aus den Shirts raus… achseufz.

Außerdem steht mittelfristig noch ein geheim geheimes Geschenk an, das wird nochmal spannend. und wenn mir dann langweilig wird, kann ich wieder ändern. Meine beiden Blazer sind mir zu weit geworden, ebenso mein Softshellmantel, den ich noch nichtmal verbloggt hab, obwohl er schon fast ein Jahr alt ist…

Gab es Neu-Erwerbungen?
Aus dem Urlaub in Frankreich habe ich mir ein kleines bisschen Stoff mitgebracht:

Und dann hat ja das Stoffbüro Ende Juni leider geschlossen und da gabs für mich was im Ausverkauf, weil ich noch einen Gutschein hatte.

Mein Stoffschrank platzt im Moment aber echt aus allen Nähten, weil ich zu wenig zum nähen komme. Deshalb wird jetzt erstmal verarbeitet.

Und damit ist mein Nähplausch für heute auch erstmal aus.

Punkteteller

Ein neuer Rock, und zwar eher von der schönen als von der praktischen Seite. Aber toll!

Den Stoff habe ich vor zwei Jahren auf dem Stoffmarkt in Dortmund gekauft und hatte eigentlich vor, daraus ein Sommerkleid mit Neckholder zu nähen. Allerdings kam ich dann nicht dazu, und als ich dieses Jahr die Sommergarderobe plante, den Stoff genauer betrachtete und sah, dass die Punkte Streifen bilden, ich aber nur 1,50 Stoff hatte, war mir das dann doch etwas haarig. Ich fürchtete, ich könnte unschönes Musterclustering produzieren, wenn ich etwas allzu kompliziertes daraus Nähte. Also schaute ich mal, wieviel Tellerrock ich daraus produzieren könnte, ohne dass die Streifen aus dem Rock laufen und kam auf einen ganzen Teller. Dabei könnte ich das „Gewicht“ des Musters jeweils in die vordere und hintere Mitte bekommen. Ich kaufte also noch ein hochwertiges weißes Futter und nähte ziemlich flott einen ganzen Teller mit Seitenreißverschluss und Tasche in der rechten Naht.

Dann ließ ich den Rock viele Tage aushängen und brauchte ziemlich Anlauf um zweimal den Umfang eines vollen Tellers Rollsaum zu nähen. Nachdem das vollbracht war, war ich allerdings überglücklich mit dem Ergebnis.

Der Rock schwingt so schön und raschelt dabei so dezent. Toll. Natürlich ist er mit kleinem Kind eher unpraktisch, so weiß. Und im Wind hat man schnell mal den Marilyn-Effekt weil er wirklich sehr fluffig ist. Aber ich liebe ihn sehr und trage ihn dauernd.

Me made Mittwoch: Fast Peggy Sue

Im vorletzten Jahr begann ich während des Frühlingsjäckchen-Knit-Alongs eine Strickjacke. Es hat bei mir schon Tradition, dass die Frühlingsjäckchen niemals im Frühling fertig werden. Aber zwei Jahre später ist schon ziemlich Late to the Party. Aber irgendwann bringe ich jedes Strickstück zuende, da bin ich eisern.

Das Muster Peggy Sue ist schon ewig in meinen Favoriten bei Ravelry. So ewig dass ich damals noch nicht raus hatte, dass hoch geschlossene Rundhals-Jäckchen gar nicht mal so gut für mich sind. Und als ich dann beschloss endlich ein blaues Jäckchen aus der Drops Cotton Merino zu Stricken, die ich auch bestimmt schon vier Jahre lagere, da dachte ich über diese Erkenntnis auch nicht weiter nach.

Ich strickte also Peggy Sue. Es ging sogar recht flott und ich wurde schon im Sommerurlaub mit der Jacke fertig. Allerdings war dann erst die Knopfleiste doof, die leierte, weil ich zu lose stricke und dann ging sie immer auf.

Nachdem ich sie dann einige Male an hatte, stellte ich fest, dass sie mir schlecht passt. Zu viel Stoff über der Brust, zu eng an der Brust. Die inzwischen verstärkte Knopfleiste hing doof rum. Ich ließ die Jacke also lustlos im Schrank liegen. Und wurde schwanger. Und vergaß die Jacke.

Als ich dann im letzten Herbst meine Vorschwangerschaftskleidung wieder einräumte, beschloss ich, die Jacke nochmal zu ändern. Aber auf die harte Tour.

Ich nahm die Ausschnittform meiner Pfauen-Jacke ab und markierte mir diese mit Reihgarn. Dann nähte ich entlang dieser Linie abzüglich Bündchenbreite beherzt zweimal mit der Nähmaschine drüber und schnitt danach das überschüssige Gestrick EINFACH AB!!! Aus den letzten intakten Maschen vor der Sicherungsnaht nahm ich neue Bündchenmaschen auf und strickte ein neues Bündchen. Und Zack: tragbare Jacke! Hurra!

Der Vollständigkeit halber: darunter trage ich ein Ashland Dress aus Jersey, das ich im Blindflug am Ende der Schwangerschaft für die Stillzeit genäht habe. Es hat auch seinen Dienst gut getan und wurde inzwischen zweimal enger gemacht. Nun ist es ohne Jacke nicht mehr sehr tragbar, aber das ist ja auch ok.

Me made Mittwoch: Januarrock

Im Januar habe ich relativ viel genäht, das meiste allerdings für die Kinder, die beeindruckend schnell wachsen zur Zeit. Aber an dem Wochenende, an dem in Bielefeld die AnNÄHerung war, habe ich quasi virtuell mitgenäht und zwar diesen Rock, der schon sehr fest in meine Garderobe integriert ist:

Der Schnitt ist altbewährt, Burda 5/2012, diesmal ohne Knopfleiste und dafür mit rückwärtigem Reißverschluss. Bei Röcken ist mir selten nach Abwechslung. Ich Nähe Tellerröcke, manchmal mit Falten, Simplicity 2451 mal schmal und mal ausgestellt und halt diesen Burda-Rock, auch als der Lotti-Rock bekannt. Im Grunde brauche ich nicht mehr Schnitte, alle anderen Rockdesigns, die ich probierte wurden zu Schrankleichen oder sind zumindest nicht zur Wiederholung vorgesehen.

Bei diesem Rock lag die Herausforderung darin, die Streifenverläufe gut hinzukriegen. Da das Stück eigentlich nur ein Reststück von etwa 1,30m war, war das ziemlich sportlich. Hinten musste ich daher bei den seitlichen Rockbahnen Kompromisse machen. In den Mitten treffen die Streifen aber sehr schön aufeinander.

Der Schnitt eignet sich sehr gut für Streifen oder Karos, weil er einen angeschnittenen Bund hat. Das macht es einfacher, Musterverläufe gut zu verteilen. Und die Paspeltaschen bieten sich an um etwas Ruhe durch einfarbige Paspeln reinzubringen.

Der Stoff ist ein dicker Woll-Poly-Nadelstreifen von alfatex, er hat 3,90€/m gekostet und trägt sich super.

Der Rest des Outfits: Deer and Doe Plaintain, verschmälert und gekürzt aus Viskosejersey sowie ein Häkeltuch von Freundin L. nach dieser Anleitung. Und unten drunter ein neuer Unterrock, eigentlich für hellere Kleider im Frühling und Sommer: ein 3/4 Teller in doppelter Lage aus Futterstoff und Tüll mit Saum-Rüsche.

Katharina tanzt beim heutigen MeMadeMittwoch im Knipkleid vor und ich versuche mal noch schnell da reinzurutschen.

Der Morgenmantel

Natürlich war mein Morgenmantel auch zum Finale schon fertig. Aber zuerst hatte ich keine Zeit für Fotos und dann hatte ich einen anderen wichtigeren Blogpost einzuschieben. Nun will ich aber doch noch schnell kurz vor knapp auch am Finale bei Muriel teilnehmen.

Der Mantel ist wirklich sehr sehr zufriedenstellend geworden. Ich trage ihn fast täglich und er hält mich schön kuschelig warm beim ersten Tee und Kinder fertigmachen.

Ich habe den Schnitt B…. in Gr 12 genäht, obwohl ich laut Tabelle Gr. 16 gehabt hätte. Da aber alle anderen Schnitte, die ich je von Butterick genäht habe in Gr 12 kopiert waren, hab ich die einfach mal genommen. Selbst in der viel kleineren Größe musste ich noch die Schultern verschmälern und ich überschlage ihn auch weiter als vorgesehen- ein Knoten oder eine Schleife würde nämlich nicht mehr zwischen Vorderteil und Seitennaht passen.

Die riesigen Taschen in der Seitennaht sind super, besonders mit Dauererkältung…. Ich habe den Verschluss mit Bindeband gegen einen Verschluss mit Knöpfen und Schlaufen ersetzt.

Außerdem ist mein Mantel gefüttert, daher habe ich statt des angeschnittenen Beleges den Beleg einzeln zugeschnitten und mit den Futtermantel verstürzt. Am Ärmel habe ich eine Manschette statt eines umgeschlagenen Saums genäht. Die gesamte Vorderteilkante hat eine Paspel bekommen, das gibt der Kante auch mehr Stabilität.

Den Saum hatte ich erst gemeinsam für Außenmantel und Futtermantel durchgesteppt. Dann ist passiert was man auf den Bildern gut erkennen kann: der Crêpe hat sich sehr sehr krass ausgehängt, das Frotteefutter aber nicht so. Dadurch gab es über dem Saum dieses Beule. Also habe ich den Saum noch mal aufgetrennt und beide Lagen einzeln gesäumt. Nun kann der Crêpe von mir aus ins unendlich wachsen, wenn es sein muss.

Daran sieht man auch, dass der Mantel schon ein ziemlich großes Kleidungsstück für diesen Stoff ist. Die Schnittteile sind riesig und hängen sich entsprechend doll aus.

Ein weiteres Problem an dem Stoff ist mir leider erst nach dem Zuschnitt aufgefallen: er ist quer zum Fadenlauf bedruckt. Ich hatte vorher sehr doll geschaut, ob das Muster eine Richtung hat, war aber vollkommen auf die Richtung des Fadenlaufs fixiert. Erst bei der ersten Anprobe fiel mir dann auf, dass die Mehrheit der Kolibris nun am Mantel hoch- und runterfliegen. Das ist mir bei alfatex schon ein paar Mal aufgefallen, dass der Musterverlauf nicht zum Fadenlauf passt. Ich vermute es handelt sich bei diesen Stoffen um Reste aus der Modeproduktion, die für irgendeinen Kunden optimal für dessen Schnittteile/Zuschnitt bedruckt wurden.

Danke liebe Muriel für diesen Sewalong und deinen unermüdlichen Einsatz für die Nähnerd-Vernetzung! Nachdem das oben drüber nun zur Zufriedenheit erledigt ist, sollte ich mich nun mal um ein paar Schlafhosen kümmern…

Kennt ihr alle schon Muriels Podcast? Nein? Dann aber mal los!

Die Geburtstagsbluse

Ja, also diese Bluse ist inzwischen nun doch schon über einen Monat alt. Genäht habe ich sie zu meinem Geburtstagskaffee im November. Ich trug sie aber auch an Weihnachten und diese Woche zu einem Diensttermin. Und heute komme ich endlich dazu, sie zu verbloggen.

Der Stoff dürfte denjenigen, die letztes Jahr bei der AnNÄHerung waren, bekannt vorkommen. Dort hat sich Frau Dreikah daraus ein Kleid genäht, das sie dann spontan zur Bluse kürzte und den Stoffrest auf den Tauschtisch legte. Ich sah mein Farbbeuteschema, griff zu und habe nun also ein Jahr später eine Partnerlookbluse.

Der Schnitt ist aus der Retro-Knip/Fashion-Style von 4/2016 und ich habe schon eine Kurzarmbluse nach dem Schnitt genäht, die leider ein Mottenloch bekommen hat, aaargh. Nun habe ich die Langarmversion probiert. Ich mag die Bluse sehr.

Allerdings habe ich nicht wie letztes Mal den Stehkragen selbst gebastelt, sondern das Schnittteil dafür genommen und nun ja, während mein selbst gebastelter Kragen etwas zu weit ist, ist dieser definitiv zu kurz gewesen. Ich musste die Ausschnittlinie einhalten und jetzt zieht sich die Schulterpartie hoch. Ich werde das mal für die nächste Wiederholung vermerken, denn ich werde sicher weitere Blusen nach dem Schnitt nähen, ich mag ihn sehr.

Ich habe außerdem im Rücken Abnäher hinzu gefügt, vorn die Falten leicht verlängert und die Bluse insgesamt 3 cm verlängert. Das könnte noch mehr sein, im Rockbund hält sie, aber aus der Hose rutscht sie raus.