Lagebericht Zuckerlos

Es wird langsam mal wieder Zeit für einen Lagebericht. Ich sehe endlich wieder Land im Büro, entweder wir haben uns an das Arbeitspensum gewöhnt, oder es ist weniger geworden, auf jeden Fall schaffe ich es endlich wieder pünktlich nach Hause.

Dafür sind wir allerdings nun so gut wie jedes Wochenende sehr beschäftigt, aber das ist ja z.T. selbst gewählt und meist auch nicht sooooo stressig. Also will ich mich mal nicht beklagen.

Jedenfalls nun zur Lage im Hause Siebenhundertsachen: Der Garten wächst und gedeiht, insbesondere die Kartoffelpflanzen scheinen den festen Willen entwickelt zu haben, Kartoffelbäume zu werden. Auch Zucchini und Kürbis blühen und ranken gar herrlich. Außer gießen ist hier wenig zu tun. Das ist gut, denn drinnen will ja ab und an auch was getan werden.

Zum Beispiel Sachen ohne Zucker gekocht. Das Projekt „zuckerfrei“ läuft mühevoll an. Es fehlt noch bisschen was zur Turnierform, möchte ich mit dem Bundestrainer konstatieren. Das Problem sind weniger die Mahlzeiten an sich. Es ist mehr das zwischendurch. Im Wissen, dass man so gut wie nichts, was in Cafeteria, Bäckerei und anderen Snackshops angeboten wird essen darf, entwickelt man gern mal am Nachmittag einen geradezu unbändigen Hunger auf einen Snack zwischendurch. Ich bin allerdings noch nicht wieder daran gewöhnt, gerüstet mit ausreichend Gemüse, Obst und Nüssen in den täglichen Kampf zu ziehen. Glücklicherweise bin ich morgen im home office. Da kann ich nach Lust und Laune Vollkorn-Brot mit Käse snacken. Und Erdbeeren.

Neu im Hause siebenhundertsachen ist die hausinterne Regel, dass schon am Donnerstag abend der wöchentliche Räum- und Putz-Rundumschlag fällig ist. Das hat den angenehmen Effekt, dass das Wochenende an Erholungswert gewinnt und man auch nicht aus reinern Aufräum-Prokrastination den halben Samstag rumgammelt, weil man sich nicht aufraffen kann. Bisher klappt’s gut. Mal schaun. Den kommenden Samstag nutzen wir vielleicht zu einem Trip in einen großen großen Outdoorladen. Zwecks Erwerb eines Zeltes. Denn wir gedenken im Sommer einen netten Urlaub im Land meiner Sehnsüchte (la belle France) zu verbringen und dies in guter siebenhundertsachen-Tradition wie schon seit immer auf einem Campingplatz. Aber, weil ja die Ansprüche mit der Seniorität und Zahlungsfähigkeit wachsen, nicht mehr in dem Igluzelt mit dem wir vor rund 200 Jahren unseren ersten gemeinsamen Urlaub machten.

Achja apropos Zweisamkeit, Romantik und so: Hochzeit. Wir halten es ja mit dem Brimbrambrorium bewusst etwas zurückhaltend, so dass glücklicherweise keine 200 Festredner zu kontaktiren, Alleinunterhalter zu treffen und Gastgeschenke zu basteln sind. Allerdings ist die Deko zwar in meinem Kopf schon fertig, aber die Beschaffung der Komponenten dauert an. Offenbar wollen derzeit viele Leute Schwimmschalen kaufen. Aber ich jage und sammle fleißig. Die größte Sorge bereitet mir der Anzugkauf für den Anzutrauenden und bereits Angetrauten (ein Glück ist es der selbe, weder zwei Anzugkäufe noch zwei Männer wären gut für meine Nerven).

Morgen steht uns ein Abend in lustiger Gesellschaft ins Haus. Vorher will Pizza bereitet und Einkauf erledigt werden. Spontan habe ich auch ein dringendes Verlangen entwickelt zu alfatex zu fahren (was nicht unbedingt auf dem Weg liegt), denn mein Blümchenrock ist durchsichtig, oh Schreck. Ein hauchfeines Baumwollfutter muss her. Und Spitze. Ich besitze sowas von überhaupt keine Spitze. Und da soll ich auch noch arbeiten morgen. Wo es doch derlei kriegswichtige Besorgungen zu machen gilt.

aber ich schweife ab. Was ist denn nun zu tun, bis nächste Woche Donnerstag Sonnenuntergang? Fenster putzen, Zelte begucken, Schwimmschalen ranschaffen, den Blümchenrock nähen und ein Probeessen ansetzen. Außerdem wär Ordnung im Nähzimmer von sehr großem Vorteil insb. im Hinblick auf den innerhaushaltlichen Frieden. denn der Mann sagt ja zum Nähzimmer Gäste- und Musikzimmer.

Klingt machbar, oder?

Und ihr so? Große Pläne für’s Wochenende oder entspannen und vorm Wetter im Bett verkriechen?

Work-Life-Balance

Wie hier kaum zu überlesen war, hatte ich in den letzten Wochen ziemlich viel Stress. Es sind einfach viel mehr Studenten in unseren Veranstaltungen als geplant, und die geben auch viel mehr Übungen ab, als erträglich wäre, dazu ein Projektantrag und eine neu zu erdenkende Vorlesung. Und schwupp bin ich wirklich wirklich bis zum Hals in Arbeit. Ohne dass ich auch nur eine Minute der Woche forschen würde, was ich eigentlich sollte.

Darunter leidet vieles. Bei mir immer zuerst die Ordnung in der Wohnung. Ordnung fällt mir schwer. Wenn die erstmal verlustig ist, macht die Laune sich auch bald aus dem Staub. Und wenn ich viel unerledigtes habe, schlafe ich auch immer total schlecht, weil alles sich in meinem Kopf breit macht. Ich merke dann recht schnell, dass man mir einen dauerhaft derart intensiven Job wohl mit keinem Geld der Welt entlohnen könnte. Ich kann einfach zu schlecht abschalten.

Hinzu kommt, dass auch der Life-Teil derzeit eher stressig ist. Die Steuererklärung zu lang aufgeschoben, viele Einladungen und dann wartet da noch eine von uns kurzfristiger als gut ist anberaumte Feierlichkeiten (wir sind eher nicht so die Planer)…
image

Also, es brennt an allen Fronten und da muss was geschehen. Erste Schritte sind zum Glück in die Wege geleitet. Zunächst mal hab ich ab jetzt einen home office Tag. Das ist gerade als Pendlerin sehr angenehm. In Sachen Projekt hab ich auch zurückgeschaltet. Außerdem ist für das lange Wochenende ein Kurzurlaub geplant. Die Seele baumeln lassen.

Sehr gern würde ich mich am Blümchen-Monat-Mai beteiligen. Ich habe sogar 3 Blumen-Projekte in der Pipeline. Aber erst ist die Steuer dran. Und dann hat Herr Siebenhundertsachen bald Geburtstag und einen außergewöhnlichen Wunsch.

Aber wie Wiebke würde ich wohl bei einem Blümchen-Sommer nicht nein sagen.

Ich wünsche euch ein schönes entspanntes Wochenende und (allen die katholische Feiertage haben) eine ausgeglichene kurze Woche!

Lagebericht

Ein vollkommen verregneter Samstagnachmittag. Endlich mal wieder etwas Zeit zum bloggen! Da kann ich wenigstens etwas über die Lage an der Erledigungs-Front berichten!

Zuerst der Stand in Sachen Kübelgarten:

Hier läuft es wirklich gut. Auf der Fensterbank wachsen und gedeihen Kürbis-, Zucchini und Tomatenpfanzen. Die sind so groß, dass sie schon dringend raus müssten. Als es letzte Woche schon so schön warm war, hab ich probeweise die Zucchini und eine Tomate mal rausgestellt. Da sah mein Kübelgärtchen so aus:
image

Der Mangold zeigt erste Blättchen. In meinem Kübelgartenbuch wird er als Kübelpflanze empfohlen, aber ich kann mir nicht recht vorstellen, wie so große Stiele und Blätter in einen Kübel passen sollen. Ich bin gespannt. Die Erdbeeren blühen und die ersten Radieschen sind schon bald erntereif.

image

Mangold

Bei der Kartoffeltonne war ich lange nicht sicher, ob sie angegangen sind. Aber nun zeigte sich doch das erste Grün, dass ich natürlich sofort wieder mit Erde zu gehäufelt hab. Sie wachsen aber jetzt sehr schnell, so dass ich unbedingt neue Erde brauche. Und neue Kübel für die wuchernden Tomaten am Flurfenster.

image

Kartoffeltonne

Auf der Außenfensterbank zeigt der Rucola erste Blättchen und wenn ich neue Erde habe, sähe ich auf der anderen Fensterbank Pflücksalat. Leider ist es jetzt wieder so kalt, dass ich Zucchini und Tomaten wieder reinholen musste.

 

Außerdem hab ich diese Woche endlich mal ein sehr lang gehegtes Rock-Projekt abgeschlossen. Ein zweites Exemplar vom Disputationsrock aus einem Karostoff, den mein Mann mir letztes Jahr aus Amerika mitgebracht hat.
image

Heute war großer Aufräum- und Putztag hier, denn das geht beim Arbeitsstress im Moment ziemlich unter. Aber wenn das Wetter morgen so uselig bleibt, dann verkrieche ich mich hinter die Nähmaschine, glaub ich. In der Woche ist im Moment einfach so gar keine Zeit für irgendwas. Zu viele Studenten, ein wichtiger Antrag, einige private Dinge, die organisiert werden wollen. Da kommt man kaum zum durchatmen, geschweige denn zum entspannen.

Und ihr so?

Upcycling-Dienstag: Die silberne Lady

Heute ein lang gehegtes Projekt, dass ich, dank der tatkräftigen Hilfe meiner Mutter am Wochenende realisieren konnte.

Aus einem alten T-Shirt, einem großen Berg alter Zeitungen und 2 Rollen Gewebeklebeband wurde eine Maßbüste:

Wir haben zur Orientierung diese Anleitung genommen. Da ich weiß, dass einige andere Näherinnen auch mit dem Projekt liebäugeln hier einige Erfahrungen:

  • Man sollte unbedingt ein relativ eng sitzendes, deutlich hüftlanges Shirt verwenden. Am besten mit hohem runden Ausschnitt und min. kurzen Ärmeln. Mein Shirt war zu weit und hat sich deshalb hier und da gekrumpelt.
  •  Zeitbedarf ist ca. 2 Stunden. Genau 2 Rollen Tape haben wir für etwa Größe M und D-Körbchen gebraucht
  • Die Anleitung sieht vor, dass man vom Kreuz auf der Brust aus in Schrägen Streifen arbeitet. Wir haben die Streifen zur Schulter hin immer senkrechter geklebt, nur so konnten wir die Brustform gut modellieren, ohne dass Richtung Schulter oberhalb der Brust eine Seller entstand. Hier ist es wichtig, wirklich ganz um die Brust rum und nicht platt drüber zu kleben
  • Das Tutorial schweigt sich aus bzgl. der Arme. Ich wollte unbedingt Armansätze, gehört doch Ärmeln einsetzen zu den Aufgaben, für die man eine Puppe gut brauchen kann. Wir haben daher unter den angehobenen Armen einen Querstreifen gesetzt und dann mehrere Querbahnen über die Schulter gearbeitet bei leicht abgespreiztem Arm. Nachdem ich raus war hab ich dann den Ärmel des Shirts da rein gestopft und die entstandene Fläche ( den Arm-Querschnitt ) zugeklebt
  • Das ganze war ziemlich unangenehm, denn man ist doch relativ unbeweglich in so einem Klebebandkorsett.
  • Das Aufschneiden ging easy und ich kam auch gut raus.
  • Gestopft habe ich die Lady mit haufenweise fest geknüllter Zeitung. Das hat super funktioniert. Am Ende unten einfach auch mit Klebeband zugeklebt. Jetzt fehlt mir nur noch ein abgesägter Garderobenständer.

Mehr Sachen aus altem und unbrauchbarem sammelt heute wieder Nina und zwar hier.

Lagebericht #3

So, Zeit für den Lagebericht der Woche. Und tatsächlich habe ich heute auch mal Zeit… ein Traum. Dafür habe ich keine Fotos, man kann nicht alles haben.

Aaalso. Was stand auch der Liste?

Neue Erde kaufen. Hab ich. Und ich hab auch die Kartoffeltonne angesetzt. Also Zielvereinbarung übererfüllt. Falls noch jemand eine Kartoffeltonne machen möchte, das Konzept ist das folgende: Man pflanzt in eine tiefe Tonne, wie ein Speißfass, eine Regentonne oder ähnliches ganz unten einige Kartoffeln. Und sobald das erste Grün sprießt, deckt man das Grün wieder mit Erde zu. Dann müssen die Pflanzen höher wachsen und bilden deshalb unten noch weitere Wurzeln (=Kartoffeln). Sobald das Grün wieder rausschaut, kommt wieder Erde drauf. Und so weiter und so fort, bis die Tonne voll ist. Dann darf das Grün weiterwachsen und wenn es welk wird kann man, so die Theorie, eine ganze Tonne Kartoffeln ernten. Pflanzzeit für Kartoffel ist im April. Ich habe in mein Speißfass in den Boden und einmal rundrum in die Seitenwand Löcher gebohrt. Dann kam eine Schicht Erde rein, 5 Kartoffeln, die schon ein wenig Triebe bekommen hatten (*räusper) hinein, und eine Schicht Erde drauf. Jetzt warte ich, was passiert.

Auch noch an der Gartenfront habe ich meine Tomaten vereinzelt. Jetzt warte ich noch etwas und bald sähe ich Rucola auf der Fensterbank aus. Achja, Zucchini und Kürbis eingesät sind dafür in den Kindergarten auf der Fensterbank eingezogen.

Garten: Läuft!

Dann gab’s noch das Jerseykleid fertigzunähen. Und das habe ich ja schon am Mittwoch gezeigt. Tatsächlich war es, einmal angefangen, sehr schnell genäht und ist vor allem sehr sehr schön geworden. Es hat allerdings den Wunsch nach mehr geweckt und nach einem Unterkleid. Allerdings sind auch dringend ein paar Shirts fällig.

Und dann die Aufräumtasks. Allein mit dem Haushalt ist ja für mich immer doof. Ich kann so einen Haushaltstag zu zweit ganz gut vertragen, aber allein neige ich zu verwirrtem Rumrennen, hektischem von a nach b räumen und niemals fokussiert fertig werden. Aber Herr Siebenhundertsachen kann nur einarmig helfen. Er hat also außer staubsaugen eher wenig beizutragen. Aber, ich hab den Ochsen bei den Hörner ergriffen, mir generalstabsmäßigen Plan gemacht und den Kampf gegen Chaos und Dreck erfolgreich geschlagen.

image

Tatsächlich war es sogar noch mehrere Tage lang erstaunlich ordentlich bei uns. Bis wir hektisch für’s Osterwochenende packen mussten… da kann man nix machen. Osterdeko hab ich schon am Dienstag in Ansätzen gezeigt. Ein paar Eier für in die Zimmerpflanzen liegen schon bereit.

Pflanzplan hab ich auch angefangen, aber nur so halb fertig.

Trotzdem, ich bin diese Woche seeeehr zufrieden mit den Fortschritten und obwohl ich in der kommenden Wochen ja erstmal gar nicht da bin und dann das Semester anfängt, proklamiere ich frohgemut folgende Ziele:

Neue Erde kaufen (ja schon wieder), mich um Paprikasamen kümmern. Die Wohnung für den Brunch am Montag schick machen, nach dem Brunch auch wirklich sofort den Riesentisch wieder wegräumen (die schlaue Frau Dr. plant vor), einen Rock zuschneiden,  einen nervigen Downloadschnitt zusammenpuzzlen und danach ein Shirt nähen. Die Wand im Wohnzimmer mit Herrn Siebenhundertsachen schonmal planen.Wie gewohnt, in einer Woche, gleiche Zeit, gleicher Ort, wird abgerechnet!

Jetzt stehen aber die Zeichen erstmal auf Familie und der elterliche Garten schmückt sich mit Sonne.

Me made Mittwoch: Frühlingskleid

Das Wetter ist im Moment doch echt ein Blödmann! Jeden Tag behauptet die Wettervorhersage, es werde trüb, kühl und regnerisch und ich steh vor’m Kleiderschrank und rätsele ob Wolle angebracht ist. Falls ich mich dann für Wolle entscheide ist das zwar morgens auf dem Fahrrad ok, den Rest des Tages wird es aber sonnig und viel zu warm. Deshalb hab ich heute statt Wollrock zu meinem neuen Jerseykleid gegriffen. Jetzt sieht es aber trüb und kühl und regnerisch aus… Egal!

Es handelt sich um Modell 29 aus der Knipmode 12/2011, die es auch noch online zu kaufen gibt. Das Kleid hat einen falschen Wickel-Effekt und eine hübsche asymmetrische Kräuselung an der Seitennaht, die auf den Fotos wegen des Musters eher schlecht rauskommt. Besser erkennen kann man es auf der Werksschrift hier.

Das Kleid war super-easy genäht. Ich habe auf keinen Fall mehr als 3 Stunden dafür gebraucht, auf mehrere Abende verteilt allerdings. Der Jersey ist von Buttinette und war von der Verarbeitung her ein Traum, genau richtig dick und trotzdem flutschig, rollt nicht, ribbelt nicht, leiert nicht. Ich bin mir nur bzgl. der Farbhaltbarkeit noch nicht ganz sicher. Mein Mann findet das Muster zu wild, ich mag’s aber weil es sehr kombinationsfreundlich ist. Und es sitzt! Ohne Passformänderungen, mit einmal kurz stecken und völlig ohne bügeln!

Änderungen:

  • Kräuselung der Schulterpassen weggelassen, diese stattdessen verkleinert – sah mir zu unordentlich aus.
  • Kräuselung in der Seitennaht um ca. 10cm nach oben verlegt. – betonte sonst etwas meine Hüfte.
  • Kleidlänge von deutlich über Knie lang auf knapp knielang gekürzt. Es ist mir jetzt fast etwas kurz, länger als knielang mag ich aber nicht. Würde es beim nächsten Mal aber vielleicht eine Idee länger lassen.
  • Ärmel auf halbe Länge gekürzt. – Es war mir mit langen Ärmeln einfach zu viel Muster.
  • Den Ausschnitt mit Stütznaht statt Einlage fixiert und in der Mitte zusammengenäht.

Ich hätte Lust, es direkt nochmal zu nähen. Hab aber noch ein anderes Jerseykleid in der Pipeline. Außerdem brauche ich dringend ein Jerseyunterkleid, falls das Wetter noch länger so bleibt. So wie die von Wiebke. Aber dafür bräucht ich erstmal einen gut sitzenden Oberteil-Basisschnitt. Hm.

Vielleicht finde ich den heute bei einer der anderen Damen? Danke an Catherine für die unermüdliche Organisation, die Idee und die Inspiration! Tolles rotes Kleid übrigens!

 

Lagebericht #2

Viel Schatten wenig Licht in der Planumsetzung diese Woche. Aber wir hatten ja auch Störungen im Betriebsablauf. Also fangen wir mal mit dem Licht an:
image

Der Kübelgartenunterbau ist fertig und fasst auch alle bisher noch unbepflanzten Töpfe sowie die schon bepflanzten:

Wir haben zwei Bänke gebaut, aus sägerauem Holz, und dann miteinander verschraubt. Die untere Etage ist 40cm hoch und etwas über 1m breit. Die obere Etage ist 80cm hoch. Das ganze habe ich dann noch mit Gartenmöbellasur in „nussbaum“ wasserfest gemacht.

Das Speißfass unten drunter soll eine Kartoffeltonne werden. Die darf auf dem Boden bleiben.

Oben drauf finden sich meine zahlreichen Erdbeerpflanzen, die sogar zum Teil schon blühen. Anstatt so einen Erdbeertopf teuer zu erstehen, habe ich mehrere „Erdbeertürmchen“ gebaut. Das Wasser sickert von oben nach unten durch und es scheint ihnen bisher gut zu bekommen.

Auch schon draußen: Die Radieschen. Also dieser Punkt auch erledigt. Chacka. Zusätzlich noch der Rosmarin, der hält ja was aus.

Ich plane außerdem noch Tomaten, Zucchini und einige Kräuter. Salat soll in einen Blumenkasten auf die Fensterbank. Nur muss ich mir langsam mal einen Plan machen, wann ich was pflanzen muss.

So. Garten läuft.

Und der Rest? Also was hatten wir noch? Nähzimmer aufräumen und Stoffvorrat sortieren? Hab ich gemacht! erfolgreich und zu meiner vollsten Zufriedenheit. Ich war sogar so zufrieden, dass ich schnell bei Alfatex noch 5 neue Stoffe kaufen musste. Kam mir alles so steril vor, da oben…

Dann hatten wir noch ein Jerseykleid. Tja… hm… also zugeschnitten hab ich es. Aber dann war ich irgendwie unmotiviert, mich mit der holländischen Anleitung auseinanderzusetzen. Also hab ich einen Jerseyrock angefangen. Klassische Prokrastinationsstrategie. Mit bekanntem Nicht-Erfolg. Also Jerseykleid still due.

Fotos bestellen war erst gar nicht drin. Da kam dann irgendwie der partielle Ausfall von Herrn Siebenhundertsachen dazwischen. Muss auf die länger-aufgeschoben-Liste. Denn jetzt wo der Liebste nicht so richtig einsatzfähig ist, merkt man schon, was im Haus so alles liegen bleibt. Deshalb sind die Pläne für die nächste Woche eher bescheiden: Pflanzplan schreiben. Neue Erde besorgen. Das blöde Jerseykleid fertig nähen. Die verdammte Wohnung aufräumen (bäh), staubsaugen (bäh), putzen  und waschen. Hm. Und vielleicht wär ein wenig Osterdeko nicht völlig unangebracht, was?

Lagebericht

So, Zeit für den Ergebnisbericht von letzter Woche. Wir erinnern uns, im Soll hatte ich:
1 Kellerfaltenrock
1 Kübelgartenerlaubnis
1 Kräuterkasten
Blumen umtopfen.

Jetzt die Habenseite: zunächst war ich gleich am Freitag im Gartencenter und habe 5 verschiedene Sorten Erde, Samen, Pflanzen und noch ein paar weitere Sachen gekauft. Am Samstag wurde zuerst erfolgreich die Kübelgartenerlaubnis eingeholt (check!), dann die bedürftigen Pflanzen umgetopft (check!) Und der Kräuterkasten bepflanzt. (check!)
image

On top of this einige Töpfe mit Erdbeerpflanzen bestückt und Tomaten und Radieschen in Anzuchtschälchen gepflanzt. Haha! Und es geht ihnen sichtlich gut:
image

Der Kübelgarten steht derzeit noch provisorisch auf einem umgedrehten Fass. Er muss hoch stehen, weil der Garten auch von Hunden genutzt wird.
image

Tja und dann der Kellerfaltenrock… Ich habe einen Rockbasisschnitt mit Hilfe eines ukrainischen Schneiderbuchs für den Schulunterricht konstruiert. Nicht dass ich ukrainischen könnte. Ich habe die Notizen meiner Nähfreundin Z. zu Hilfe genommen, die sich einen bezaubernden Faltenrock nach dem Schnitt genährt hat. Dann habe ich die Kellerfalte ergänzt und das ganze aus einer alten Jeans und einem Quiltstoff für den Einsatz zugeschnitten. Dabei musste ich ziemlich stückeln, denn die Teile waren breiter als die Jeansstücke. Hm. Irgendwo auf diesem Weg ist mir ein Fehler unterlaufen. Der Rock passte nicht. Eindeutig zu eng. Mist. Also in die Tonne damit und auf die Suche nach neuen Probestoffen gegangen. Das war schwierig, denn alle waren entweder zu klein oder hatten nicht genug Stand oder oder. Der einzige, der ging war ein alter Vorhang von meinen Eltern. Dunkelgrün – nicht so meine Farbe. Und der einzige, der dazu passte war ein wilder Blumenstoff vom Schweden. Puh, bunt! Aber ich hatte ja Bringschuld. Also nochmal zugeschnitten, genährt – zu weit. Wieder aufgetrennt, enger gemacht. Passt! Die bunte Stoff- und Farbkombi war zwar so nicht geplant und ich hatte auch Mühe ein Oberteil dazu zu finden. Er hat auch noch ein paar Kinderkrankheiten. Aber er ist sehr frühlingshaft und ich habe jetzt einen 100% nach meinen Vorstellungen gemachten Kellerfaltenrock-Schnitt. Endgegner bezwungen. Check!
image

Jetzt sieht das Nähzimmer allerdings aus, als wäre jemand eingebrochen… Deshalb hier die Zielvorgaben für die kommende Woche:
Stoffvorrat aufräumen und sortieren. Aus zu kleinen Stücken sofort Herzkissen zuschneiden oder weg damit. Topf für die Radieschen besorgen. Einen Tisch und Hocker für den Kübelgarten bauen. Das schon abgepauste Jerseykleid nähen. Fotos für’s Wohnzimmer bestellen. Die Wette gilt.

Butter bei die Fische !

Das kann ja so nicht weitergehen. Seit Wochen schleiche ich um meine imaginäre Projektliste herum und kriege nichts davon so richtig angepackt. Weil immer nur wenig Zeit war und viel anderes zu tun, müsste ich eigentlich sehr viel organisierter da dran gehen. Aber jetzt kommt das Frühjahr und ich bin fest entschlossen mir NICHTS zu kaufen, also nichts, was ich schöner, ökologischer, gerechter und günstiger selbst herstellen könnte. Außerdem will ich unbedingt auch einige Sachen im Wohnumfeld angehen. Kurzum: Ein Plan und sozialer Druck müssen her. Jawollja!

Deshalb hier nun meine Kopf-Projekte in grober Struktur:

Kleidung Frühjahr:

  • ein Kellerfaltenrock aus Jeans nach eigenem Schnitt (Stoff vorhanden)
  • ein Jerseykleid in Wickeloptik (Modell 29 aus Knipmode 12/2011) (Stoff vorhanden)
  • ein Rock gerade oder tulpig geschnitten (entweder auch Knipmode 12/2011 oder Simplicity 2451) aus leichtem Woll/Polystoff (Stoff vorhanden)
  • ein Jerseykleid mit gekreuztem Ausschnitt (Knipmode 2/2012) (Stoff noch zu kaufen)
  • ein weiteres Etuikleid aus nicht-wollenem Stoff (mal das Stofflager durchforsten)
  • mindestens 3 Oberteile, davon eins (nach „Meine Nähmode Frühjahr“) bereits halb fertig (Stoff teilweise vorhanden, Schnitte nur teilweise ausgesucht)

Wohnung:

  • Lampe in der Nähecke anbringen
  • Haken für Lineale und Scheren in der Nähecke anbringen
  • Wand in der Nähecke anstreichen
  • Kabuff-Verkleidung im MuFuZi (das Holzlager sollte endlich mal vom Rest des Raumes abgetrennt werden)
  • Lampenlösung fürs Wohnzimmer finden (die Diskokugel ist einfach keine adäquate Beleuchtung, männo)
  • Die Wand neben dem großen Bücherregal farbig gestalten
  • Fotos bestellen, rahmen und aufhängen
  • Die Spiegel und Spiegelleuchten im Bad anbringen

Garten/Fensterbänke/Blumen:

  • Tomaten und Salat vorziehen
  • Die Vermieterin um Kübelgartenerlaubnis bitten
  • Kübel suchen, bauen, kaufen
  • Hocker für die Kübel bauen
  • Den Kräuterkasten entwintern und mit neuen Kräutern füllen
  • Tomaten, Kartoffeln, Zucchini, Salat und Radieschen anpflanzen
  • Die Aloe Vera und den Olivenbaum umtopfen

Tja, hm. Wieviele Wochenenden hat das Frühjahr nochmal?Kommt das nur mir ziemlich viel vor? Womit fang ich also an? Da das Wetter schön wird, werde ich wohl am Wochenende das umtopfen und die Kräuter angehen, dann kann ich das draußen machen. Und vielleicht näh ich erstmal das, wofür schon Stoff da ist, was? Nur die Lampen im Wohnzimmer, da will uns einfach nichts nichts nichts zu einfallen.

Ok, Zielvorgabe für die kommende Woche: Pflanzen umtopfen, Kräuter aufmöbeln, Kübelgartenerlaubnis, Kellerfaltenrock. Ergebnisbericht nächste Woche, gleiche Zeit, gleicher Ort. Die Wette gilt! Chacka!

Nähfragezeichen: Figurtyp

Als Belohnung, weil ich meinen Vortrag schon brav in 53 Minuten kann (45 darf ich, aber den Rest schafft ich mit vergessen) und während Jörg Pilawa einem Rentnerpaar die Antworten vorgesagt hat brav gebügelt habe, darf ich jetzt vom nähen träumen.

Und gerade angesichts meines heutigen mittelgut sitzenden Kleides kommt da Meikes Frage der Woche gerade recht:

Figurtypen
Schon mal was von Apfel-, Birne- und Sanduhr-Typen gehört? Hast du dir schon mal Gedanken darüber gemacht, welche Körperform du hast und dich beraten lassen/nachgelesen, welche Kleidungsstücke, welche Schnitte für Dich besonders vorteilhaft sind? Woher hast du die Informationen (Buchempfehlungen, Links bitte) und welche Erfahrungen hast du damit gemacht? Wie wäre es, wenn wir daraus ganz persönliche Stil-Regeln entwickeln?!

Welcher Figurtyp bin ich? Nach googlen und nachschlagen würde ich konstatieren: birnige Sanduhr. Hihi. Wie ich darauf komme: Ich habe auf jeden Fall einen eher großen Busen, eine ausgeprägte Taille und ein breites Becken. Das spricht für Sanduhr. Allerdings ist mein Hüftumfang etwas größer als mein Brustumfang. Das deutet auf  Birnentendenz.

Ich habe meine Hüfte immer prägender empfunden, als meinen Busen. Und gemeinhin wird dann schnell gesagt: Nee, du solltest auf keinen Fall A-linie tragen, das lässt dich breiter aussehen, Röcke und Kleider eher tulpig wählen, usw… Also habe ich meinen Mary-Poppins-Kopfkleiderschrank weit in den Hinterkopf verbannt. Doch  So einfach scheint es nicht zu sein.

Verschiedene Internetseiten nennen recht unterschiedliche Empfehlungen (und die meisten befassen sich leider vor allem mit der Hosenwahl. Mehr Kleider braucht das Land!). Schmale figurbetonte Schnitte, aber auch weich und fließend? Hä? Ja was denn jetzt?

In der Tat stehen mir Kleider mit ausgeprägter Taille nämlich wohl.  Also doch ein bisschen Mary Poppins. Einig sind die Ratgeber was folgende Aspekte anbelangt: Taille betonen und Rundhals, zu Wickelkleidern wird geraten. Ausschnitt nicht spitz. Finde ich gut.

Schmale Schnitte, zu denen geraten wird, hingegen habe ich immer vermieden. Einerseits kam ich mir in schmalen Röcken um die Hüfte rumnoch breiter vor (aber es stimmt eigentlich gar nicht) und andererseits sind schmale Kleider meist auch hochgeschlossen und da besteht schnell die Gefahr, dass mein Busen platt gedrückt aussieht, wie heute wieder gezeigt. Aber dank vieler lieber und hilfreicher Kommentare heute (Danke, danke, danke liebe Me-Made-Mädels!), werde ich mich, auch bei hochgeschlossenen Oberteilen jetzt mal an eine Full Bust alteration (FBA) wagen – und natürlich hier darüber berichten.

Ergo: Taillenbetonte, weibliche Schnitte mit weitem Rundhals. Beim selber schneidern dabei unbedingt genug Platz für die Brust schaffen. V-Kragen, voluminöse Säcke und kurze Oberteile meiden. Übrigens ist mir aufgefallen, dass eigentlich bei keinem Figurtyp jemals zu ausgestellten Röcken geraten wird  – auch Typberatung ist wohl modebeeinflusst, was? Schließlich kann man mit Betonung der Wespensilhouette ja auch was hermachen!

Danke Meike, für diesen Denkanstoß! Weitere Antworten auf das Nähfragezeichen versammeln sich bei Mr.Linky:

Nachtrag: Ich möchte die wertvollen Hinweise meiner Kommentatorinnen nicht unterschlagen. Folgende Links geben Anhaltspunkte zur Wahl der geeigneten Kleidung insbesondere bei großem Busen:

busenfreundinnen.net

quiero.de

Danke Mädels!