Last days of summer

Heute trage ich nochmal ein sommerliches Bürooutfit – beide Teile sind über den Sommer entstanden. Und etwas wehmütig wurde ich schon, als mir heute morgen bei der Kleiderwahl klar wurde, dass die Tage der leichten Kleidung gezählt sind. Besser schnell die unverbloggten Teile noch verbloggen. (Das ideale Foto-Setting im Büro suche ich noch)

 

Das Shirt nähte ich im Juli im Rahmen meines Camping-Nähens bzw. des Sommernäh-Produktivitäts-Flashs. Ich wollte dringend alternative Shirtschnitte ausprobieren und so kaufte ich download-Schnitte einer deutschen Designerin. Das mache ich sonst selten. Hier seht ihr das Shirt Melli von Confetti Patterns. Ich mag den Schnitt sehr und bin damit inzwischen schon in Kleinserie gegangen. Das Shirt sitzt genau richtig locker und genau richtig eng. Es ist außergewöhnlich genug um nicht nach 0815-T-Shirt auszusehen und geht so auch super fürs Büro. 
Das Shirt hat Raffungen am Halsausschnitt und im Bauchbereich. Die sieht man in den Rock gesteckt natürlich nicht. Voilà:

Ich würde für den Schnitt Viskosejersey empfehlen. Er fällt recht weit aus, ich nähe ihn in 36 und mache ihn dann noch was enger. Es gibt den Schnitt als A0-Version zum plotten und in A4 zum kleben, er ist gut markiert, ob die Beschreibung gut ist, kann ich nicht so genau sagen, ich hab nicht viel reingeguckt. 

Der Rock ist vom Ende August aus meinem langen Urlaub. Der Schnitt ist der brandneu erschienene Partyrock von crafteln.de, Meike beschreibt ihn heute noch einmal drüben in ihrem Blog. Ich durfte den Rock probenähen und kann auch nach einigen Malen tragen nur unterstreichen, dass ich ihn sehr mag. Ich trage ihn auch mal mit Bluse da wirkt er edler und heute mit Gürtel und Shirt legerer. Mal schauen, wie ich ihn bei kühleren Temperaturen kombinieren kann.

Auch dieser Schnitt ist ein download-Schnitt, den es ebenfalls in A0 und A4 gibt. Hier fallen die Größen sehr maßgerecht aus, mein Stoff ist ein fester Baumwollköper und feste Stoffe sind wohl auch am besten geeignet um die tollen Falten zu betonen. 

Ich bin rundum zufrieden mit diesem Outfit und da passt es ja, dass heute RUMS ist. 

Me made Mittwoch: Graue Jella

Gestern trug ich zu einem wichtigen Termin eine Kombi aus meinem gekauften Lieblingsfaltenrock (den ich nun auch klonen kann) und einem gekauften Blazer (den ich nun ebenfalls klonen kann) sowie einem neuen und selbstgenähten Wasserfallshirt in seriös-langweiligem grau:
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Unterm Blazer sieht das Shirt so aus:
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Es handelt sich um den Schnitt „Jella“ von konfettipatterns, den ich vor einigen Wochen beim MMM entdeckte – ich weiß nicht mehr bei wem. Und da ich ja derzeit an meiner Urlaubsgarderobe arbeite kam mir ein luftiges Shirt recht genehm. Ein leichter grauer Viskosejersey war als Beifang in einem stoffe.de-Paket und so konnte ich eine Probeversion wagen.
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Ich hab den Schnitt plotten lassen und dann laut Maßtabelle Gr. 38 ausgeschnitten. Die habe ich dann erstmal was enger gemacht, weil ich sie insb. in der kurzen Version erheblich zu weit fand – und auch jetzt finde ich noch, dass es enger sein könnte. Das ist aber natürlich Geschmacksache. Ich werde nächstes Mal 36 zuschneiden und vermutlich dennoch etwas in der Taille wegnehmen, damit es für mich stimmig aussieht zum weiten Rock (denn das ist ja meine Anwendung)
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Derweil kann ich das Shirt aber trotzdem prima tragen und mich so gleichzeitig auch an das Tragegefühl weiter geschnittener blusiger Oberteile gewöhnen, denn auch lockere Blusen lassen mich bisher eher fremdeln.  Weitere Jellas aus eher sommerlich gemusterten Stoffen werden sicher folgen, ich finde den Schnitt aber auch „für chic“ sehr geeignet und denke, er würde sogar mit leichter Viskose ohne Stretch funktionieren, zumindest an etwas weniger kurvigen Oberkörpern als meinem.

Ich fühlte mich in dem Outfit recht wohl für den Anlass und das ist ja oft sehr wichtig, dass man sich stimmig fühlt, wenn es drauf ankommt.

Heute zeigt Nadine auf dem MMM-Blog auch eine weite Bluse. Die Oberteile liegen wohl in der Luft…

 

Me made Mittwoch: Lüla

Heute trage ich ein Standardoutfit in Standardfarbe: weiter Rock, Shirt, Strickjacke in lila.

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Der Rock ist im Herbst entstanden, der Stoff ist sowas wie denim in lila und aus viel Kunstfaser, zumindest ist er nicht so wirklich bügelfreundlich und glänzt verdächtig. Der Schnitt ist aus einer älteren Burda, die ich von Lotti leihen durfte, die einige viele tolle Versionen dieses Rocks hat. Es handelt sich um den Prototyp, der gut sitzt und tolle Taschen hat, aber aufspringende Knopflöcher im Bund. Ich habe inzwischen mit einem Druckknopf Abhilfe schaffen können und mache beim nächsten die Knopflöcher quer – also keine Blusen – sondern Hosenknopflöcher. Ist ja auch viel logischer am Bund und abwärts, nicht wahr? Und den nächsten Rock plane ich am kommenden Sonntag beim Nähkränzchen zu nähen, weswegen ich den Prototyp heute nochmal auf Herz und Nieren prüfe.

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Das Shirt ist im Rahmen von #projektbrotundbutter entstanden und wird quasi immer getragen, wenn es nicht in der Wäsche ist. Perfekte Farben. Der Schnitt ist Deer and Doe Plantain, genäht in Gr. 36 (also zwei Größen kleiner als Maßtabelle), weniger ausgestellt und kürzer, als im Original und mit leicht engeren Armlöchern.

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Die Jacke habe ich im Rahmen des Frühlingsjäckchen-Knitalongs 2014 gestrickt. Das Muster ist „Little Peacock“ (Link zu ravelry), die Form ist einer Kaufjacke nachempfunden. Also ich habe die Maschenprobe in Rippenmuster auf meinen Taillenumfang umgerechnet und dann das Strickstück immer auf die Kaufjacke gelegt und Abnahmen gestrickt, wo nötig, gestrickt habe ich von unten ohne Seitennähte und die Ärmel von oben mittels verkürzten Reihen direkt eingestrickt (Ich verlinke hier mal eine mögliche Vorgehensweise, ich mache es technisch etwas anders, aber das Prinzip ist immer das gleiche, jede Reihe werden weitere Maschen mit abgestrickt, das untere Drittel des Armlochs dann in einem Rutsch.) . Ich verabscheue zusammennähen und Fäden vernähen und stricke deshalb wann immer es geht ohne Nähte. Ich finde auch das sitzt schöner, die Passform lässt sich besser beurteilen und die Motivationshürde „zweites gegengleiches Vorderteil“ entfällt. Am Anfang hatte ich Puffärmel gestrickt, die fand ich aber dann doof und im Sommerurlaub  2015 habe ich die Ärmel nochmal aufgemacht und durch normale Ärmel ersetzt, jetzt mag ich die Jacke sehr.

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Geschlossen sieht sie zu Shirt und Rock eher bescheiden aus, aber ich zeige hier mal kurz Muster und Form. Das Muster ist wirklich sehr hübsch und strickt sich ziemlich locker weg. Die Wolle ist Drops Merino extra fine.
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Wiebke zeigt ein Jerseyknotenkleid und ist da sie in dieser Disziplin quasi DIE EXPERTIN der deutschen Nähbloggerinnenszene ist, ist das natürlich toll!