Punkteteller

Ein neuer Rock, und zwar eher von der schönen als von der praktischen Seite. Aber toll!

Den Stoff habe ich vor zwei Jahren auf dem Stoffmarkt in Dortmund gekauft und hatte eigentlich vor, daraus ein Sommerkleid mit Neckholder zu nähen. Allerdings kam ich dann nicht dazu, und als ich dieses Jahr die Sommergarderobe plante, den Stoff genauer betrachtete und sah, dass die Punkte Streifen bilden, ich aber nur 1,50 Stoff hatte, war mir das dann doch etwas haarig. Ich fürchtete, ich könnte unschönes Musterclustering produzieren, wenn ich etwas allzu kompliziertes daraus Nähte. Also schaute ich mal, wieviel Tellerrock ich daraus produzieren könnte, ohne dass die Streifen aus dem Rock laufen und kam auf einen ganzen Teller. Dabei könnte ich das „Gewicht“ des Musters jeweils in die vordere und hintere Mitte bekommen. Ich kaufte also noch ein hochwertiges weißes Futter und nähte ziemlich flott einen ganzen Teller mit Seitenreißverschluss und Tasche in der rechten Naht.

Dann ließ ich den Rock viele Tage aushängen und brauchte ziemlich Anlauf um zweimal den Umfang eines vollen Tellers Rollsaum zu nähen. Nachdem das vollbracht war, war ich allerdings überglücklich mit dem Ergebnis.

Der Rock schwingt so schön und raschelt dabei so dezent. Toll. Natürlich ist er mit kleinem Kind eher unpraktisch, so weiß. Und im Wind hat man schnell mal den Marilyn-Effekt weil er wirklich sehr fluffig ist. Aber ich liebe ihn sehr und trage ihn dauernd.

Pilaw mit Kichererbsen (One Pot, vegan, sojafrei)

Pilaw ist sowas wie die arabische Variante von Risotto. Wir kochen das oft und gern insbesondere weil alles in einen Topf kommt. Das macht wenig zu spülen und köchelt auch ganz locker mal vor sich hin. Bestimmt gibt es schon 2-4 Rezepte dafür hier im Blog. Hier eine Variante ohne Soja.

Zutaten für 3:

150g Reis (je nach Wunsch und verfügbarer Zeit Vollkorn oder nicht, Parboiled oder nicht)

1 Zwiebel

1 Zehe Knoblauch

Gemüse je nach Verfügbarkeit und Geschmack, z.B hier: 1 Möhre, 1 Paprika, 2 Stangen Staudensellerie, 1 Handvoll TK-Bohnen

1/2 Dose Tomaten in Stücken

1 Handvoll Rosinen

1/2 Glas Kichererbsen

1 TL Ras-El-Hanout

2 Lorbeerblätter

1/2 TL Schwarzkümmel

1/2 TL Paprika rosenscharf

Zwiebel und Knoblauch hacken und in Butter glasig dünsten. Reis zugeben. Mit 2 Tassen Wasser bedecken, Salz und alle Gewürze zugeben. Falls der Reis nicht parboiled ist, nun ca 20 Minuten köcheln lassen und dann erst das Gemüse zugeben, bei parboiled Reis sofort alles zusammen aufsetzen.

Gemüse mundgerecht würfeln und zum Reis geben, wenn noch ca 15 Minuten Garzeit verbleiben. Auch Tomaten, Kichererbsen und Rosinen dann dazu. Aufkochen und auf kleiner Flamme gar kochen. Ggf. etwas Flüssigkeit nachfüllen, das ganze sollte am Ende noch etwas soßig sein.

Dazu passt Joghurtsoße, entweder nur mit Salz und Pfeffer oder zusätzlich mit geriebener Gurke und Minze abgeschmeckt.

Last days of summer

Heute trage ich nochmal ein sommerliches Bürooutfit – beide Teile sind über den Sommer entstanden. Und etwas wehmütig wurde ich schon, als mir heute morgen bei der Kleiderwahl klar wurde, dass die Tage der leichten Kleidung gezählt sind. Besser schnell die unverbloggten Teile noch verbloggen. (Das ideale Foto-Setting im Büro suche ich noch)

 

Das Shirt nähte ich im Juli im Rahmen meines Camping-Nähens bzw. des Sommernäh-Produktivitäts-Flashs. Ich wollte dringend alternative Shirtschnitte ausprobieren und so kaufte ich download-Schnitte einer deutschen Designerin. Das mache ich sonst selten. Hier seht ihr das Shirt Melli von Confetti Patterns. Ich mag den Schnitt sehr und bin damit inzwischen schon in Kleinserie gegangen. Das Shirt sitzt genau richtig locker und genau richtig eng. Es ist außergewöhnlich genug um nicht nach 0815-T-Shirt auszusehen und geht so auch super fürs Büro. 
Das Shirt hat Raffungen am Halsausschnitt und im Bauchbereich. Die sieht man in den Rock gesteckt natürlich nicht. Voilà:

Ich würde für den Schnitt Viskosejersey empfehlen. Er fällt recht weit aus, ich nähe ihn in 36 und mache ihn dann noch was enger. Es gibt den Schnitt als A0-Version zum plotten und in A4 zum kleben, er ist gut markiert, ob die Beschreibung gut ist, kann ich nicht so genau sagen, ich hab nicht viel reingeguckt. 

Der Rock ist vom Ende August aus meinem langen Urlaub. Der Schnitt ist der brandneu erschienene Partyrock von crafteln.de, Meike beschreibt ihn heute noch einmal drüben in ihrem Blog. Ich durfte den Rock probenähen und kann auch nach einigen Malen tragen nur unterstreichen, dass ich ihn sehr mag. Ich trage ihn auch mal mit Bluse da wirkt er edler und heute mit Gürtel und Shirt legerer. Mal schauen, wie ich ihn bei kühleren Temperaturen kombinieren kann.

Auch dieser Schnitt ist ein download-Schnitt, den es ebenfalls in A0 und A4 gibt. Hier fallen die Größen sehr maßgerecht aus, mein Stoff ist ein fester Baumwollköper und feste Stoffe sind wohl auch am besten geeignet um die tollen Falten zu betonen. 

Ich bin rundum zufrieden mit diesem Outfit und da passt es ja, dass heute RUMS ist. 

Sonntagssachen 26/2016

Früh am Sonntagmorgen erwacht, die Sonne kitzelte gerade so den Giebel des Nachbarhauses, Mann, schon ganz schön herbstliches Morgenlicht. Leider hält sich meine Erkältung recht hartnäckig, also erstmal Hustentropfen im Bett -Geht doch nix über nen Schnaps am Morgen. Danach aber extra flott und mit aufgebackenen Brötchen gefrühstückt, die Haare Hitze-tauglich weg gesteckt und uns sehr bemüht früh weg zu kommen. Klappte so semi aber schließlich waren wir und das Kanu an der Ruhr – aufpumpen und los. Auf dem Wasser keine Fotos, das Belohnungseis auch nicht festgehalten. Zurück zuhause stand am Nachmittag eine Backsession an, Mandel-Kirschkuchen und Sonmerquiche für meinen Abschied im Büro. Mit Gasherd und Ofen im Dauerbetrieb erreichte die Küche dann ziemlich unerträgliche Temperaturen, so dass das Abendessen Brötchen, Salat und Käse sein musste. Als es kühl genug war dann noch etwas am Erster-Arbeitstag-Rock genäht, leider durch Abwesenheit passender Reißverschlüsse aus gebremst.

Campinggarderobe 1

Ich war im Verlaufe des Juli ausgesprochen nähproduktiv. Für unseren Campingurlaub wollte ich eine unkomplizierte Sommergarderobe nähen. Wir sind da ganz massiv packplatz-beschränkt und deshalb kamen meine sonstigen Sommerkleider und Röcke nicht recht in Frage. Webstoff, viel helles, wenig gut kombinierbar. Da hätte ich zu viele Teile einpacken müssen, die auch noch knitteranfällig gewesen wären. Mein Einpack-Plan war daher: 4 Jerseykleider, 2 Röcke, 1 Jeans, 4 Oberteile, 1 Pulli, 1 Strickjacke. (Südfrankreich im August ist heiß)

Zu diesem Zwecke hatte ich mich an einem heißen Tag Ende Juni (?) auf dem Stoffmarkt mit Frau Fantipanti und Freundin J. mit reichlich Jersey eingedeckt. Tatsächlich habe ich 3 Jerseykleider, 2 Röcke und 3 Shirts unmittelbar vor dem Urlaub genäht und alles hat sich sehr bewährt. 

Hier kommt meine absolute Nr. 1 meiner Campingkleider:

Campingkleid in seinem natürlichen Habitat

Dieses Kleid habe ich im Urlaub richtig viel, und auf der Rückfahrt und in den letzten heißen Tagen auch wieder getragen. Es ist luftig, bequem und sehr hübsch. Perfektes Urlaubskleid.

Der Schnitt ist ein Patternhack. Das Oberteil ist von einem Burda-Kleid (Nr. 111 aus 10/2014), das eigentlich schmal im Rockteil ist. Daran habe ich einen halben Teller angesetzt und in der Taillennaht ein Gummi mit gefasst. Der Stoff ist Viskosejersey und leider leiert er mit dem Tragen sehr aus. Trotz Aushängens hat der Rock jetzt wieder massiv Zipfel und ist auch insg zu lang. Auch die Taille sitzt inzwischen deutlich zu tief. Aber egal. Ein Top- Sommerkleid. 

Bessere Fotos gibt es leider nicht, hier zuhause leben wir ja bei heißem Wetter mehr so immer im Dämmerlicht. Und zu heiß für Fotoaction ist es auch. 

Me made Mittwoch: Unkompliziert kompliziert

Heute war ich in einem meiner geplanten Ferienoutfits im Büro.

Prinzipiell zwei sehr einfache Sommer-Kleidungsstücke: ein halber Teller Rock aus Baumwolle und ein Shirt aus Baumwolljersey. Leider sind beide zwar OK aber irgendwie doch kompliziert.

Das Shirt ist das Cabarita Knit Top von Cake Patterns. Ich hatte mir von dem Schnitt viel versprochen. Auf den Schnittzeichnungen sieht das Shirt eng anliegend, kurvig und dabei durch den tiefen Rückenausschnitt doch besonders aus. Tja. Ich wählte die Größe nach meinen Körpermaßen, schnitt im vorgegebenen Fadenlauf zu und…. hatte einen unförmigen aber kurzen Sack an. Ich habe aus der Rückennaht und den Seitennähten insgesamt 10cm (!) Weite raus genommen. Und dennoch ist das Shirt immer noch nicht so körpernah, wie die Schnittzeichnung suggeriert. Bereits für mein D-Körbchen ist der Schnitt nicht kurvig genug, so dass die Brust nun zwar eng, der Rest aber schlabberig sitzt. Ich bin nach dem zweiten Schnitt nun endgültig über zeugt, dass das Größensystem von Cake Patterns Murks ist. Zudem ist das Design auch nicht praktisch, der tiefe hintere Ausschnitt rutscht gen vorn, unter den Armen ist viel zu viel Stoff, so dass ich dort schwitzte, dass zuerst das Halsbündchen angenäht und dann die hintere Naht geschlossen wird, macht es schwierig, die optimale Spannung des Bündchens zu bestimmen. Ich bin recht unzufrieden. 

Der Rock ist aus einem sehr schönen Baumwolldruck in Quiltstärke. Der Stoff hat allerdings einen sehr merkwürdigen Fall, so dass ich die ursprünglich eingenähte Tasche wieder zunähte und heraus nahm, weil sie so sehr am Oberstoff klebte. Die eine Seitennaht dreht sich komisch. Auch nicht ganz super alles. Aber definitiv weit weniger schlimm als Cabarita. 


Ich verlinke mich nun noch sehr spät beim Me made Mittwoch. 

Me made Mittwoch: Vintage-Bluse

Gestern trug ich meine nagelneue und schon sehr geliebte Bluse:

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Es handelt sich um ein Modell aus der Vintage-Knip (4/2016). Das Titelmodell. Ich tue mich ja mit Blusen im allgemeinen schwer. Ich mag das Gewurschtel im Bund nicht, aber auch nicht, wenn sie drüber hängen. Hemdkrägen stehen mir sowieso nicht so und schnell finde ich die Optik zu bieder für mich. Ich fühle mich in Blusen auch immer direkt so eingesperrt und wenig wie ich selbst. Gleichzeitig würde ich wirklich gern auch mal andere Oberteile als schnöde Shirts tragen und suche deshalb schon lang nach zu mir passenden Blusenschnitten. Dieser sprang mir vor allem ins Auge, weil die Abnäherlösung dem Anna Dress ähnelt – und das ist ja bekanntermaßen einer meiner Alltimefavorites (die 4 Annas in meinem Schrank winken enthusiastisch an dieser Stelle). So ging ich beim gemeinsamen Stoffmarktbesuch im Mai mit Birgit, Freundin J. und Minimensch auf die Suche nach einem weich fallenden Blusenstoff und fand diesen hier, der wirklich wunderhübsch ist:

wp-1468383894320.jpgEs handelt sich um sehr schöne weiche Viskose, fällt toll, näht und vor allem schneidet sich eher bescheiden, wie Viskose halt so ist – zickig. Recht schnell begab ich mich auch daran den Schnitt zu kopieren. Dabei verzichtete ich sofort auf die Schluppe, da weiß ich direkt, dass so Gebammsel am Hals mich wahnsinnig macht und pauste stattdessen den Stehkragen einer Kaufbluse ab. Da ich sehr unsicher war, wie die weite Form mir gefällt, aber auch sehr sicher war, dass ich in dem dünnen Stoff nicht allzu viel würde trennen wollen, heftete ich die Teile erstmal zusammen ohne die Abnäher vorn und hinten zu nähen und steckte dann die zugesteppten Falten vorn direkt am Spiegel an die richtige Stelle. Sie sind bei mir deutlich weiter innen und etwas höher als im Schnitt vorgesehen. Hinten ließ ich mir von Freundin L. als sie eh gerade mal zur Stelle war normale Abnäher stecken, weil mir klar war, dass mir viel weite im Rücken garantiert nicht gefallen würde. Dann nähte ich das ganze ohne weitere Änderungen zusammen.

Das Foto von hinten ist leider nichts geworden, von der Seite sieht man aber, dass ich die Form hinten nicht so weit und blusig habe, wie der Schnitt es vorsieht, sondern eher klassisch – dennoch ist der Rücken nicht körpernah angepasst sondern immernoch locker.

Ich mag das Ergebnis sehr. Einige kleinere Probleme könnten für die nächste Version noch behoben werden: Den Halsausschnitt würde ich eine Spur mehr einhalten und somit den Kragen ein klein wenig kürzen, der steht nämlich etwas auf weil er eine Spur zu lang ist bzw mit zu wenig Spannung angenäht. Das eine Armloch ist weiter als das andere – das ist vermutlich beim Annähen des Schrägbandes passiert, der Viskosestoff verzieht sich einfach zu schnell, da würde ich nächstes Mal vorher eine Stütznaht setzen. Die Knopfleiste ist suboptimal geworden, zum allerersten Mal hat die Knopflochautomatik einen Stoff nicht gemocht und hat Stiche ausgelassen oder nicht transportiert, ich habe die Knopflöcher daher von Hand korrigiert und jetzt sehen sie insgesamt nicht ganz gut aus und sind z.T. auch einfach zu groß geraten. Ich würde vermutlich nächstes Mal beide Teile der Knopflochleistenseite, nicht nur den Beleg, mit Einlage versehen und hoffen, dass es dann besser klappt. Ich habe in der vorderen Mitte beidseitig 1,5cm zugegeben, da hätte 1cm vermutlich gereicht, das war es aber an Größenkorrektur auch schon.

Die Bluse passt gar wunderbar zu meinem burgundfarbenen Faltenrock und das erfreut mich zusätzlich, denn der hat sonst nur schwarze und graue Partner. Solang es kühl war, trug ich dazu noch eine petrolfarbene Strickjacke und das ist dann aber wirklich schon sehr bunt für meine sonst eher monochromen Verhältnisse…

Die Bluse hat im Heft noch eine langärmelige Schwester und das sind doch gute Aussichten für den Herbst. Jetzt muss ich dann nur mal ein Auge auf die bisher meist geschmähten anstrengenden Viskosestoffe haben… und was sehe ich da auf den Fotos der MMM-Crew am heutigen MeMadeMittwoch: Stoff mit SCHUHEN! Schade, dass ich in nächster Zeit wohl nicht nach Berlin komme, um ihn zu kaufen…

 

 

Sonntagssachen 22/2016

da ich etwas krank war, waren Mann und Minimensch allein zum zelten im großelterlichen Garten und ich erwachte nach 10 Stunden ununterbrochenem Schlaf und fühlte mich doch deutlich fitter als am Abend zu vor. Ich checkte zunächst mal ob der zweite Teil meiner Brexit-Reihe ordnungsgemäß online gegangen war, schrieb einen Tweet darüber und ergänzte einige Zeilen im Entwurf des dritten Teils. It was a Marie-Antoinette kind of day – das Brot vertrocknet, also gab es zum Frühstück Aprikosen-Pfannkuchen, mit Milchkaffee und auf dem Balkon. Danach Rückkehr aus dem royalen Anflug und Staubsaugen – diese Sanddünen, die sich mit den kleinsten Sonnenstrahlen sofort in Flur und Kinderzimmer und kurz  darauf in jedem Winkel der Wohnung ansammeln, das erzählt einem ja auch keiner vor dem Kinderkriegen. Ich nähte Knöpfe an die Samstag fertig genähte Bluse und bangte etwas, ob die zarten Perlmuttknöpfe wohl das Nähfüßchen aushalten – einer musste dran glauben, der Rest ging einwandfrei. Mit Baumwollgarn stricke ich auch wenn es warm ist noch gern – die Urlaubsstrickpläne müssen also etwas umgestaltet werden. Und dann kehrte auch schon der Rest der Familie heim – Zeltgeneralprobe geglückt, Kind ist Fan, Mann ist müde – erstmal das Kind mit einer Wassertonne auf dem Balkon glücklich gemacht. Und Eis geholt – die portugiesische Eisdiele war vor lauter Nationalflaggen kaum mehr kenntlich… Es wurden ferner mehrere Vorteige angefertigt – das Brotbacken wird hier langsam recht ernsthaft. Und der Jahreszeitentisch schonmal auf Urlaub, Sonne, Strand und Meer getuned.Ja und dann sollte es Börek geben – leider hat der örtliche Edeka den Yufkateig aus dem Programm genommen und ich musste also lernen wie man das selbst macht, so fängt es ja immer an … funktionierte – war aber doofe Arbeit, demnächst darf der gern wieder aus einem Geschäft kommen. Nichtsdestotrotz gab es leckeren Börek und dann einen Weißwein und Fußball, das allerdings aus Langeweile zwischendurch von einer Serie unterbrochen werden musste.

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Me made Mittwoch: Reiseoutfit

Einen schönen guten Morgen aus Washington! Ich grüße von einer Konferenz und da mich ein nicht bestellter Weckruf eine Stunde zu früh geweckt hat, habe ich Zeit, euch heute auf die Schnelle mein gestriges Reiseoutfit zu zeigen.
Ich hatte die Herausforderung zu meistern dass ich von 14 Grad zuhause über zugig-klimatisiert im Flugzeug bis zu über 30 Grad hier in DC alles mit einem Outfit abdecken musste. Und bequem sollte es auch noch sein. Die Wahl fiel auf ein Lagen-Outfit. Die Basis ist mein neues Tiramisu-Dress (Cake patterns), das ich eigentlich für den Sommerurlaub genäht habe. Darunter trage ich sexy Kompressionsstrümpfe und eine petrolfarbige Leggins, darüber Strickjacke und Schal. So war ich am Morgen und in Zug und Flug gut gewärmt. Leider ergab sich aber am Flughafen keine Möglichkeit für ein Ganzkörperfoto:
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Kurz vor der Landung hab ich dann Leggins, Jacke und Schal von mir geworfen. Und konnte so einigermaßen ohne Schwitzen bis zu meinem Hotel gelangen. (Das Taxi war natürlich wieder auf unter 20 Grad klimatisiert und ich brauchte die Strickjacke wieder).

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Das Kleid ist bequem und trotzdem angezogen. Ich bin allerdings vom Schnitt ziemlich underwhelmed. Nachdem ich schon zahlreiche schöne Tiramisus gesehen habe, hätte ich das nicht erwartet. Zunächst war das Kleid mir in der Größe nach meinen Maßen um Meter zu groß. Ich habe im Oberteil locker 2-3 cm aus der Seitennaht, 3 cm aus der Länge genommen. Das Taillenband habe ich 5cm enger gemacht. Das Konzept Jerseytaschen in Jerseykleid überzeugt mich auch nicht. Sobald mein Handy in der Rocktasche steckt, wird der Rock auf der Seite länger und länger.

Auch wenn mir dieses Kleid ganz OK gefällt: das wird sicher nicht mein Sommerjerseykleider-Standardschnitt. Ich werde wohl doch mal wieder Knip-Hefte wälzen müssen.

Und nun schau ich mal beim Me made Mittwoch rein, bevor ich eine Kombination von Klamotten suche, die für 32 Grad draußen und ca. 18 Grad drinnen gleichermaßen taugt.

Sommerrock-Sewalong: Inspiration und Planung

Auf dem Me made Mittwoch-Blog gibt es diesen Juni einen Sommerrock-Sewalong in vier Teilen. Das passt mir sehr, denn ich habe auf meiner Urlaubsgarderoben-Liste noch drei Röcke stehen. Die nähe ich doch gern in Gesellschaft.

Ich habe zu Sommerrock an sich ein eher ein gespaltenes Verhältnis. Röcke mag ich einfach gern aus etwas griffigerem Material. Bei flatterigen Röcken bin ich immer sehr unsicher, welcher Schnitt. Im Sommer nähe ich am liebsten Kleider, im Winter dafür gern Röcke. Ausnahme: Maxiröcke, die mag ich sehr sehr sehr.

Ich habe zwei Maxiröcke so wie diesen, die mag ich, aber sie sind nicht unbedingt für jede Gelegenheit geeignet. Dann habe ich einige A-Linienröcke wie diesen. Die sind schön, aber nicht so vollkommen das wahre und auch schon einige Jahre alt.

Allerdings fahren wir im Sommer campen und da muss die Garderobe möglichst kombinierbar und klein zu verpacken sein. Da bieten sich Röcke mit jeweils mehreren passenden Oberteilen sehr an. Daher stehen mindestens 2 Röcke auf der Packliste.

Folgende Rockpläne habe ich so allgemein bis Ende Juli:

1. Lotti-Rock in Jeans: Die beiden Bahnenröcke nach Burda 5/2012 trage ich sehr gern und viel. Grund genug, noch einen zu ergänzen. Im Sinne der Kombinierbarkeit und auch weil es sehr schön ist, will ich gern einen Jeans-artigen Stoff nehmen. Chambray habe ich schon bei The Sweet Mercerie bestellt, aber er ist noch nicht hier. Dazu gibt es Punkte-Paspeln in blau-weiß. Nur Knöpfe muss ich noch suchen.

2. Noch ein Jeans-Bahnenrock, aber schmaler und aus Stretch-Denim. Ich habe einen sehr lang gehüteten Rock von H&M, der an der Hüfte eng anliegt und dann aber im Saum ausgestellt ist. Den würde ich gern nachbauen, als Schnitt werde ich wohl Simplicity 2451 nehmen. Der wird aber zu dick für den Hochsommer und kann deshalb vielleicht noch was warten.

3. Richtige Hochsommerröcke aus dünner Baumwolle. Da werde ich vermutlich irgendeine Variante Tellerrock nehmen, die Weite lege ich je nach Stoffstück fest. Vielleicht auch tatsächlich mal nur einen Viertelteller, das ist mir im Winter zu schmal.
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4. Eine Culottes. Jajaja, ich bin eher late Adopter was Hosenröcke anbelangt, die Nähnerds waren schon letztes Jahr dran an dem Thema. Aber irgendwie war ich immer nur halb bereit, das mal zu versuchen. Aber weil ich ja doch meistens irgendwann mal alles ausprobieren muss, liegt jetzt eine lila Baumwoll-Stretch-Gabardine bereit. Als Schnitt habe ich mir diesen aus der Fashion Style ausgesucht. Ich bin allerdings noch etwas in Schockstarre ob des angegebenen Schwierigkeitsgrades 4/4…
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Und da gemeinsam nähen dazu beiträgt, die Dämonen anzugehen, werde ich mit den Culottes im Rahmen des Sew-Alongs anfangen. Die sind zwar nicht direkt hochsommerlich – aber so werfe ich wenigstens nicht die Flinte ins Korn. Und einen Tellerrock aus Baumwolle kann ich auch mal zur Entspannung dazwischen schieben, wenn die Culottes gerade kritische Klippen zu umschiffen haben.