Me made Mittwoch: Endlich ein buntes Umstandskleid

Ich glaube, ich habe meinen Schnitt für diese Schwangerschaft gefunden. Es ist ein leicht ausgestelltes Wasserfallkleid, das ich lose aus dem Schnitt des Wasserfallkleides aus der Burda entwickelt habe, nach Abgleich mit einem sehr schön sitzenden aber schon etwas knappen Umstandskleid von Freundin Z.


Dieses hier ist mein bisheriges Lieblingsumstandskleid. Denn es ist nicht schwarz oder grau oder dunkelblau, es ist sehr bequem, genau richtig lang und sieht schön aus. Und auch wenn ich noch 2-3 Schnitte ausprobieren will, bin ich sicher: das bleibt auch ein Liebling. Ein weiterer Viskosejersey ist schon auf der Wäscheleine und noch einer mit eher heller Farbgebung liegt für eine Ärmellos-Variante für den Urlaubskoffer bereit.


Der rote Punktejersey aus Viskose stammt vom Stoffmarkt in Dortmund und ich habe ihn letztes Jahr in netter Begleitung von Birgit und Freundin J. gekauft – nachdem ich seinen marineblauen Bruder schon letztes Jahr vernäht habe, weiß ich allerdings, dass er nicht sehr wäschebeständig ist und so rechne ich nicht damit dass das Kleid die Schwangerschaft überdauert. Der Coupon von 1,5m war recht knapp und es hat gerade so für Dreiviertelärmel gereicht, da das aber eh meine präferierte Armlänge ist, passt das schon so.


Ich habe gegenüber dem Burdaschnitt das Rückenteil im Bereich des oberen Rückens um 2cm verschmälert, ebenso die Schulterbreite des Vorderteils und ein wenig auch die Breite des Wasserfallkragens. Außerdem habe ich im Vorderteil die Taillenverjüngung rausgenommen und das Kleid ab der Hüfte um 2cm weiter ausgestellt. Auf Höhe der Taille habe ich das Vorderteil um 3cm verlängert und diese Mehrlänge in 3 kleine Falten gelegt. Bei einer kommenden Version sollte ich endlich darauf achten, den Kragenbeleg zu verlängern, der endet mitten auf der Brust und zeichnet sich je nach Stoff dort ab. Wenn genug Stoff dagewesen wäre, hätte ich das vordere Oberteil einfach bis unter die Brust gedoppelt.


Natürlich war es heute viel zu kalt für ’nur‘ ein Jerseykleid. Ich trage darunter ein selbst genähtes Unterkleid aus Microjersey, das ich aus dem Shirtschnitt Plaintain von Deer&Doe genäht habe und darüber einen Sweat-Blazer (gekauft) und einen Schal.

Und kurz vor Toresschluss schlüpfe ich noch beim Me made Mittwoch rein.

Spring Style Along: Passt? Eher nicht

Im aktuellen Teil des Spring Style Alongs bei HandMade. Glamour. Everyday. geht es um Anpassungen und ob diese nötig waren. Da hab ich mal ein passendes Kleid, nämlich diesen Totalausfall hier:

Es handelt sich um die Robe 14h von 2eme Arrondissement und was ihr hier seht ist schon die Variante nach mehreren Abenden Änderungen. Ich bin nach wie vor nur sehr wenig angetan. Ich hatte gedacht, dass in der Schwangerschaft  vielleicht ein Wechsel, weg vom weiten Rock, hin zu einer geraderen Silhouette nicht schlecht wäre – nun. Dumme Idee.

Der Schnitt enthält die Größen S, M, L und keine Maßtabelle, sondern lediglich dieAngabe, man möge die Größe nehmen, die man vor der Schwangerschaft hatte, sowie dass die Schnitte für eine Körpergröße von 1,65 konzipiert seien. Ich wählte also M und verlängerte etwas. Dann wird entlang der vertikalen Nähte eine Nahtzugabe von 2 cm empfohlen, sonst 1cm. Warum wird aber nirgendwo erklärt. 

Nach dem Zusammensetzen hatte ich einen hübsch gemusterten OP Kittel. Das wurde natürlich durch die Farbe noch verstärkt. Ich habe in den Rückenabnähern deutlich was raus genommen und sie viel weiter nach oben verlängert, außerdem je 4 cm oberhalb der Brust aus der Prinzessnaht genommen und 2cm aus beiden Seitennähten sowie aus der Prinzessnaht unterhalb der Brust bis zum Beginn des Bauches. Die angeschnittenen Ärmel habe ich um 2cm gekürzt. 

Trotz dieser Änderungen finde ich das Kleid immer noch unvorteilhaft. Um die Brust sitzt es eng und um den Bauch wird es sicher nicht bis Woche 40 reichen. Dennoch sehe ich aus wie eine Tonne. Ich trage es heute mit Gürtel und Strickjacke, das geht irgendwie. Ich überlege noch, ob ich an der Stelle wo jetzt der Gürtel sitzt evtl einem Tunnelzug einnähen sollte, oder ob ich einfach das Kleid weglege und nach der Schwangerschaft zu einem Rock mit ausgefallenen Taschen umarbeite… Der Stoff ist jedenfalls zu schön zum wegwerfen. 

Inzwischen habe ich einen zweiten Schnitt von 2eme Arrondissement genäht, der sitzt besser, der unprofessionelle Eindruck was die handwerkliche Aufbereitung der Schnitte anbelangt, hat sich aber eher noch verfestigt.

Me made Mittwoch: Nicht so frühlingserwacht in Ceduna

Heute ist das Motto beim Me made Mittwoch „Frühlingserwachen“ und während mein Kleid mit seinem dünnen Viskosejersey und seinen 3/4-Ärmeln dazu ganz gut passt, hat das Wetter heute das Thema verfehlt.


Ich trage heute am ersten Tag im Büro nach 9 Tagen krank eine weitere Variante von Schnittstelle Ceduna. Der lila Jersey mit schwarzen Punkt-Kringeln ist von Coupons St. Pierre in Paris. Der Schnitt hat sich für mich für Schwangerschaft, Stillzeit und Bauchschrumpfungszeit bewährt und deshalb hab ich jetzt das dritte Ceduna.

Dem vorderen Rockteil habe ich 10cm Mehrweite spendiert, eigentlich fällt der Rock recht schmal.


Von der Seite sieht man die Kugel ein bisschen. In diesem Schnitt versteckt sie sich aber noch gut.


Für das Kleid und seine dunkelblaue Schwester habe ich schon viele Komplimente bekommen. Es trägt sich auch ganz gut unterm offenen Blazer und ist damit sehr Büro-tauglich.

Ich habe für das Kleid ca 1,30m verbraucht, obwohl ich das Rockteil verbreitert und verlängert hab. Aus den Resten des 1,50m Coupons wurden noch zwei Slips.

Und nun schau ich mich beim Me made Mittwoch um.

Spring Style Along 2 & 3: Wunschkonzert und Battle of Will

Burda-Wasserfall-Kleid

Jersey-Vorrat

Ich bin etwas zurück mit dem Spring Style Along – nicht mit den Plänen aber mit dem Bloggen. Daher frühstücke ich jetzt Teil 2 – das Wunschkonzert und Teil 3 – die realistische Planung gemeinsam ab.

Nachdem inzwischen auch noch einige meiner Umstandsklamotten und Leihgaben von Freundin Z. bei mir (wieder) eingetroffen sind und ich zudem eine Stoffschrankinventur gemacht habe, habe ich eine recht klare Vorstellung davon, was ich gern hätte.

Vor zwei Wochen hatte ich wundervollen Besuch von der Drehumdiebolzen-Familie. Dabei habe ich mich auch etwas länger mit Frau Drehumdiebolzeningenieurin über Umstandsklamotten unterhalten. Sie schilderte, woran ich mich auch aus der ersten Schwangerschaft noch erinnere – dass ihr ein paar Hosen und etwas größer gekaufte normale Shirts schon recht weit reichten ergänzt um wenige echte Umstandsklamotten. Ich habe in der ersten Schwangerschaft auch lange Zeit meine normalen Oberteile weitertragen können – ich besaß überhaupt nur zwei Umstandsoberteile und trug, so scheint es mir aus der Inventur meiner Umstandsklamotten in der Hauptsache zwei Hosen und drei Röcke sowie einige meiner normalen Jerseykleider. Allerdings kommt es mir nicht so vor, als würde eine ähnliche Strategie diesmal auch fruchten. Das hat im Wesentlichen 3 Gründe: 1. Mein Bauch wächst sehr viel schneller als in der letzten Schwangerschaft. 2. Meine gewohnte Silhouette (tailliert, weiter Rock, kurze Oberteile, fast immer Webstoffkleider/-röcke) ist sehr wenig schwangerschaftskompatibel – anders als noch vor der letzten Schwangerschaft, wo ich z.T. recht viele Kleider mit Empire-Taille und insg. mehr Jersey und mehr Hosen trug. 3. Ich möchte gern auch für mich nähen.

Ceduna von Schnittquelle

Tatsächlich fremdele ich sehr mit meiner schwangeren Silhouette. Der Mangel an Taille ist mir sehr ungewohnt. Ich kann mich weder an schmale Hose + langes Oberteil noch an schmalere Röcke so recht gewöhnen. Aber Tellerröcke sehen zugegebenermaßen an schwangerem Bauch doch auch eher merkwürdig aus. Also nähere ich mich langsam an Wohlfühl-Look an. In der letzten Woche trug ich zweimal Hose und fand es sehr befremdlich, einerseits wurde ich dauernd verwundert angesprochen, dann fand ich kaum ein passendes Oberteil (so gut wie alle meine Shirts sind taillenkurz) und vor allem haben Umstandshosen das Problem, das ich mit allen Hosen habe: Sitzen sie um die Hüfte, sitzen sie überall anders nur so geht so. Am wohlsten fühlte ich mich in meinen beiden bereits frisch genähten Kleider. Dem am Mittwoch gezeigten Burda-Wasserfall-Kleid und einem noch nicht gezeigten Knotenkleid nach dem Schnitt Ceduna von Schnittquelle. Beides Jerseykleider, aber nach Schnitten mit netten Details. Besonders Ceduna mit seiner hohen Taille bietet sich sehr an als Schwangerschaftskleid. Ich habe auch in der letzten Schwangerschaft eins genäht, das ich auch gern zum Stillen trug und werde sicher noch weitere folgen lassen. Ich schlussfolgere daraus, dass ich Kleider insgesamt vorziehe. Auch deshalb, weil sie sich relativ gut mit einem Blazer in ein bürotaugliches Outfit verwandeln lassen, denn den Jeans+Ringelshirt-Look finde ich jetzt keineswegs jeden Tag angemessen. Nun haben Kleider leider auch die Angewohnheit, dass sie immer gleich als ganzes Outfit in die Wäsche müssen, so dass man irgendwie dann doch recht viele davon braucht. Ich witzelte schon, ich könne nächste Woche nicht arbeiten, weil meine vier Outfits alle in der Wäsche seien.
Also, das Wunschkkonzert. Ich hätte gern:

  • Mindestens 6 Jerseykleider (2 davon schon genäht)
  • Mindestens 3 Röcke, A-Linie oder gerade
  • Mindestens 3 Kleider aus Webstoff
  • Mindestens 1 Bluse
  • Mindestens 5 Shirts in Farben, die nicht blau, grau oder schwarz sind (blau-grau-schwarze hab ich genug) und die lang genug sind um sie auch über die ungeliebten Schwangerschaftshosen zu tragen.
  • 1 Jersey-Unterkleid
  • 1 Badeanzug
  • Farbige Umstandsstrumpfhosen
  • 1-2 Schlafhosen
  • Viele Slips

Meine Stoffinventur brachte wenig unmittelbar erfreuliches zutage.
Jersey in ausreichender Menge für langärmelige Kleider gab es in schwarz, dunkelblau und grau. Alle anderen sind nur Shirtmenge, z.T. nur Kurzarmshirt.

Auch bei den Webstoffen, wo ich gedacht hätte, da hab ich viel im Lager, sah es nicht erfreulich aus. 2-3 Rock-geeignete Stoffe, also dickere Baumwollstoffe etwa Köper, Feincord oder Hosenstoffe konnte ich finden. Dünnere Baumwolle in Kleidmenge war fast nur noch solche da, die ich geschenkt bekam und wo ich es schade fände, daraus Umstandskleidung zu machen, die nur eine Saison getragen wird. Immerhin Blusenstoff in Petrol und Lila liegt bereit.

Bevor ich nun also meinen Stoffschrank mit 50m neuem Stoff fülle, sollte ich erstmal eine Priorisierung meiner Pläne und einen Abgleich mit dem Vorrat machen. Das hab ich z.T. schon gemacht und umgesetzt.

Die ausreichend vorhandenen Jerseystoffe wurden bereits 2 Kleider und 1 Shirt. Ein weiteres Kleid aus einem Coupon, und daher kurzärmelig, ist zugeschnitten (auch Ceduna). Ich denke, für mindestens 2 farbige Shirts mit 3/4-Arm hab ich auch Stoff. Webstoff habe ich für 1 Bluse (lila) und 1 Kleid (petrol). Außerdem für 2 Röcke (1 blau, 1 rot). Bunte Strumpfhosen hab ich schon bei ebay bestellt.

Mit diesen Projekten beginne ich also. Als Schnitte habe ich mir erstmal zurechtgelegt:

  • Melli und Jella von Confettipatterns – beide haben schon Raffungen, die sich gut schwangerschaftstauglich erweitern lassen und sind prinzipiell lang genug.
  • Plaintain von Deer and Doe, entsprechend im Vorderteil mit einer zusätzlichen Kräuselung zu versehen.
  • Die Bluse „Tunique midi“ von deuxième arrondissement
  • Das Kleid „Robe 14h“ von deuxiéme arrondissement
  • Einen Bahnenrock aus der Knipmode bzw. Simplicity 2451 als Basis für die Röcke.

Ich habe außerdem Jersey für weitere Shirts und Kleider bestellt, einen Webstoff in petrol mit Muster vor Ort gekauft und plane noch einen Ausflug zu Stoff und Stil, um Rib-Stretch oder Courtelle-Jersey zu kaufen, für Jerseyröcke.

Wenn ich meine ersten Projekte geschafft hab, dann schaue ich wieder, was mir dann am dringensten erscheint. Möglicherweise ist das dann auch erstmal der Badeanzug.

Me made Mittwoch: Burda Wasserfallkleid

Heute trage ich mein erstes frisches Umstandskleid. In freudigem Schwarz. Man kann es leider auf den Fotos nicht erkennen und den Schal hätte ich auch mal ausziehen können, aber es handelt sich um ein Jerseykleid mit Wasserfallausschnitt, das ich schon zweimal nähte, hier und hier.


Ich habe im Vorderteil die Taillenverjüngung rausgelassen, an der Stelle um 10cm verlängert und diese Mehrlänge gekräuselt. Von der Seite erahnt man, dass noch einige Falten Stoff da sind, die die wachsende Kugel noch ein paar Monate füllen kann.


Außerdem musste ich die Schultern massiv schmaler und die Armlöcher enger machen. Der Stoff ist ein Viskosejersey, leider zieht er feinen Dreck magisch an…


Darüber trug ich heute morgen noch eine Strickjacke, die ich fast nie trage, weil sie nur zu einfarbig schwarzem richtig gut passt.

Und damit mache ich seit langem mal wieder beim Me made Mittwoch mit.

Spring Style Along: Bestandsaufnahme

Also ja, ich brauche wohl eine recht komplette Frühjahrsgarderobe. Nählust hab ich zwar, Zeit aber nicht, weil ich abends gegen 21 Uhr halb tot ins Bett falle oder maximal noch apathisch auf dem Sofa zu liegen imstande bin. Auch nach dem ersten Drittel bin ich extrem müde, vor allem weil ich schlecht schlafe. Aber, es nützt ja nichts, der Bauch rundet sich sichtbar, die Klamotten werden knapp. Ich werde wohl mal ein paar Nähsessions machen müssen… Da trifft es sich gut, dass Alex einen SpringStyle-Along ausrichtet. Unterstützung kann ich gut gebrauchen. Diese Woche ist Bestandsaufnahme.

Also, was hab ich?

Tja. Ich war beim Minimensch 90% der Schwangerschaft im Winter schwanger. Denn 2013 dauerte der Winter eeeewig. Zudem hatte ich auch kaum Bauch und konnte sehr viele normale Shirts und Kleider fast bis zum Ende weiter tragen. Ich habe also Wollröcke (ungeeignet ab 10Grad), eine Handvoll Umstandsstrumpfhosen (schwarz), drei Umstandshosen (schwarz, grau), ein Umstandsshirt (schwarz), drei noch passende Jerseykleider (rot, schwarz, grau), ein Umstandskleid (schwarz). Tendenz erkennbar, was? Farbe Fehlanzeige. Jobtauglichkeit Fehlanzeige. 

Einige meiner Kleider passen noch leidlich, wenige meiner Oberteile sind lang genug, dass sie über den Bauch reichen. Darauf kann ich aber nicht bauen. Vor allem brauche ich auch einigermaßen repräsentative Klamotten für’s Büro. 

Was mir also fehlt: 

  • 5 Shirts, möglichst farbig
  • 3 Röcke
  • 3 Kleider 
  • 1 legerer Blazer oder leichte Jacke
  • 1 Bluse
  • Nicht-schwarze Strumpfhosen
  • Schlafanzüge

Ich sinniere mal darüber, welche meiner Stoffe da geeignet sind, ich fürchte aber, zumindest Jersey werde ich kaufen müssen. 

Derweil verlinke ich mich mal beim Spring-Style-Along

Me made Mittwoch – Umstandsrömö Nr. 2

Heute bin ich auch wieder dabei und zeige eins der Produkte meines Urlaubs letzte Woche: Einen Umstandsfrühlingsjeansrock.

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Ich bin mit dem Rock hochgradig unzufrieden. Aber er fällt klar in die Kategorie „Ich lass das jetzt so“. Der Schnitt ist wiederum Römö, wie schon bei diesem Modell aus Wollstoff. Damit fangen die Probleme schon an, denn ich mag Römö eigentlich gar nicht. Ich finde der Schnitt passt nicht gut zu meiner Figur und ist auch so unentschieden zwischen ausgestellt und gerade… auch diese queren Abnäher irritieren mich. Aber, ich wollte einfach nicht die ganze Versäuberungsarbeit eines Bahnenrocks oder den Stoffverbrauch eines Tellerrocks auf mich nehmen für einen Rock, der nur für einige Wochen ist. Außerdem ist die Umstandsanpassung bei Römö recht simpel, da es keine Taschen oder sonstigen Schnickschnack zu beachten gibt.IMAG2524

Zusätzlich ist der Stoff nicht so toll wie erhofft. Es handelt sich um einen sehr dünnen Denim, den ich günstig als großes Reststück gekauft hab. Er ist diagonal enorm elastisch, quer und längs hingegen brettsteif. Er knittert relativ schnell. Außerdem zerfasert er schnell, ich musste schon nach dem ersten Tragen eine Naht flicken, ich kann also froh sein, wenn der Rock bis zum Ende der Schwangerschaft durchhält…IMAG2525

Ich hab ihn beim nähen aber auch wirklich noch ziemlich sabotiert. Zuerst hab ich die Abnäher falsch übertragen, dann hab ich ihn auf der einen Seite am Vorderteil enger gemacht und an der anderen Seite am Rückenteil – er war also dann verdreht, was nur durch weiteres engermachen wieder zu korrigieren war. Zuguterletzt habe ich ihn auch noch zu stark gekürzt. Puh, lieblos ich. Aber egal. Er passt, er ist dem Wetter angemessen und ich kann ihn mit vorhandenen Oberteilen kombinieren, Umstandsoberteile hab ich nämlich bisher keine und ich gedenke das auch weitgehend so zu belassen. Das muss reichen, um leidlich zufrieden zu sein.IMAG2522

Und jetzt reihe ich mich ein hinter der bezaubernden Frau Kirsche in sehr hübschem blau-türkis und hoffe auf reichlich frühlingshaftes selbstgenähtes, schließlich werden fürs Wochenende bis 20 Grad erwartet! Und hachz, wie ich mich schon nach flatternden taillierten Sommerkleidern mit Glockenröcken sehne.

Me made Mittwoch: Kurz mal Sommer

Es ist Mittwoch und es ist sonnig und ich trage ein Sommerkleid! Yeah!

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Natürlich ist ein Sommerkleid nur so semi Sommer, wenn man es mit Schal, Strumpfhosen, Stiefelchen und Cardi kombiniert… aber wir wollen mal nicht so sein… ist ja erst März. So hab ich also tatsächlich heute morgen das Haus verlassen (plus Jacke, versteht sich):

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Und weil 1. Der Frühling nur wenige Tage hält, wie es scheint, 2. Ich dieses Kleid zwar letztes Jahr genäht, aber nur zweimal getragen und hier noch nie gezeigt hab und 3. Es noch passt (wiederum ein Hoch auf die Empiretaille) wird hier heute mal der Sommer rausgelassen. Wer weiß wann man das das nächste Mal kann…

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Einen Schnitt gibts keinen. Es ist einfach ein zu kurz gewordenes T-Shirt, das abgeschnitten wurde, mit einem rechteckigen gekräuselten Stoffstück dran (in meinem Fall knapp 1m*1,40m). Gummi an der Anschlussnaht mit angesteppt, Zackenlitze an den Ausschnitt, Schrägband an den Saum, Gürtel um – fertig. Nicht unbedingt die figur-vorteilhafteste Schnittführung der Galaxis, aber schön luftig (also im echten Sommer) und schön viel Platz um den Bauch (jetzt)… der Stoff ist mit meinem Mann aus den USA gekommen und war nur 1 Yard. Da ist kein Platz für Teller oder schrägen Fadenlauf, auch wenn das das Kleid sicher etwas weniger grundschwanger-aussehend gemacht hätte. Ich mags. Sehr. Denn ich mag türkis, ich mag Punkte und ich mag diese 50er Anmutung des Stoffs und der Empire-Taille. Und fühle mich heute darin herrlich frühlingshaft.

Sagt Z. doch eben: „In dem Kleid siehst du gar nicht so schwanger aus.“ Hahahaha. Das liegt nur daran, dass man in dem Kleid auch schwanger aussieht, ohne schwanger zu sein. Aber Moment, ich dreh mich mal grad zur Seite:

IMAG2494Noch nicht schwanger genug? Ich kann noch mehr:

IMAG2499Da sieht man mal, was Körperhaltung ausmacht! So, aber jetzt genug den Wal raushängen lassen – lieber mal schnell haufenweise frische Frühlingskleider im MMM-Blog bewundern gehen und vom Sommer träumen! Gastgeberin ist heute Lucy in Paulie an Einkaufswagenkunst – na wenn das mal kein Einsatz für unlangweilige Fotos ist!