Die letzten Urlaubsmitbringsel

Es war ruhig hier in der letzten Woche, ich weiß. Ich war bzw. bin ziemlich erkältet und habe daher meine Freizeit hauptsächlich im Bett verbracht. Dieses warm-kalt-nass-schwül-Wetter kann einen schon ziemlich umhauen. Alle Zeit, die ich nicht im Bett verbracht hab, habe ich mit dem Packen von Stoffpaketen verbracht, denn kaum sind die Sommerferien vorbei, ist im Dawanda-Shop die Hölle los… zum Glück kriege ich am nächsten Wochenende viele neue Stoffe.

Gestern, am Sonntag, ging es mir zwar schon etwas besser, trotzdem bin ich aber nicht so recht zu sieben Sachen gekommen. Zum einen, weil meine Mutter uns für einige Tage besucht und dann vor allem, weil der Großteil des Sonntags leider von der Montage dieser Tür eingenommen wurde:

Eigentlich ist Türen einbauen nicht so schwierig, vorausgesetzt, die Tür, der Rahmen und der Boden sind in etwa rechtwinklig… Dies war allerdings bei unserer Baumarkttür nicht der Fall. Sie saß immer entweder gerade, dann ging sie aber nicht zu, oder sie war schief, ging zu, ließ sich aber nicht verspreizen, oder, was am unangenehmsten war, fiel mitsamt Rahmen einfach aus dem Loch raus und KABAUZ auf den Boden… es wurde also viel geflucht, geschoben, gezerrt und gemessen und wenig gekocht, gebacken, gebastelt und genäht…

Schlussendlich ist sie aber nun an Ort und Stelle, lässt sich schließen und wackelt nicht. Sie trennt nun das Arbeitszimmer vom MuFuZi*, was schon lang überfällig ist, damit unsere Gäste in Ruhe schlafen können, wir die Nachbarn nicht mehr ganz so stark mit unserer Musik belästigen und ich auch nähen kann, wenn der Gatte nebenan arbeitet. Leider gibt es deshalb aber heute keine 7 Sachen.

Als „Ersatz“ gibt’s noch die letzten beiden Urlaubsmitbringsel zu zeigen:

Nummer eins: Ein Kosmetiktäschchen. Für mich mich mich… juhuu. Ich habe schon etliche dieser Täschchen für den Dawanda-Shop genäht, aber noch nicht ein einziges für mich. Aber da ich im Urlaub (fast) nur für mich genäht hab, durfte auch meine Schminke jetzt endlich in ein hübsches Täschchen umziehen.

Genäht habe ich sie nach dem gleichen Prinzip, wie Anna ihre Make-up-Pouches näht, nur von den Proportionen anders und zusätzlich mit Volumenflies verstärkt.

Nummer zwei: Ein geflochtener Loop-Schal. Auch für mich, hihi.

Auf die Idee gebracht hat mich Frl. Vintage. Ich habe den ungeflochtenen Schal/Schlauch aus zwei Stoffen zusammengesetzt, habe einen geflochtenen Schal aus Baumwoll-Vichykaro und einen aus Jersey angefertigt. Die Länge meiner Zöpfe ist ca. 130cm.

 

*MuFuZi = MultiFunktionsZimmer, kurz für Gäste-Näh-Bastel-Musikzimmer

Urlaubsmitbringsel: Patentsocken

Seit kurzem bin ich im Besitz dieses Buches *klick* über Patentsocken. Also Socken, gestrickt im Patentmuster. Angepriesen werden diese vor allem, weil man keine Ferse stricken muss. Es wird dort ausgeführt, das Muster sei so elastisch, dass eine Ferse sich praktisch von selbst formen kann. Ich muss sagen, ich war nicht völlig von diesem Konzept überzeugt und da ich gut und schnell Fersen stricke, wäre ich jetzt nicht direkt auf die Idee gekommen, dass ich eine Socke ohne Ferse dringend brauche. Ich mag aber Patentmuster an sich gern, weil es so dick und flauschig wird und ich finde die Mustermöglichkeiten schön, die sich dadurch ergeben. Also hab ich’s mal ausprobiert.

Zunächst mit einer einfachen Socke aus roter Wolle 4-fädig im Vollpatent (im Buch „Rippenpatent“). Das war aber wirklich ziemlich einfach und sah mir nach kurzem stricken zu langweilig aus, so dass ich sofort zu einem Mustermodell übergegangen bin: Längsstreifen in Glatt-Rechts-Patent. Der rote Anfang wartet nun darauf, dass ich eine passende zweite Farbe erwerbe und ihn mit Querstreifen aufhübsche. Nun ist die erste Patentsocke fertig, aus 6fädigem Garn in Regenbogen und dunkelblau.

Meine Meinung bisher:

  • In Sachen Flauschigkeit sind die Patentsocken ganz sicher 1a. Sie sind schön dick und weich. 6fädig ist da schon fast zu dick für normale mitteleuropäische Verhältnisse.
  • An das Stricken des Patentmusters in Runden gewöhnt man sich rasend schnell und obwohl Patentmuster ja eher zusammensackt, war ich für meine Verhältnisse sehr schnell mit der Socke fertig.
  • Was die Ferse anbelangt, bin ich noch nicht so sicher. Sie sitzt gut, was ich nicht gedacht hätte, sieht aber irgendwie bisschen unfein aus am Fuß, finde ich.
  • Das Glattpatent macht den Schaft schon eher sehr weit, ich werde wohl beim nächsten Mal 4 Maschen weniger anschlagen.
  • Die fertige Socke ist eher ein Schlauch. Im Buch steht, man soll sie anfeuchten und auf einen Sockenspanner ziehen. Auf der Suche nach Sockenspannern in Online-Shops habe ich allerdings, angesichts der Preise, direkt Schnappatmung bekommen. Ich muss mir da mal was ausdenken…
  • Im Buch steht, man könne statt der dort gezeigten Sternspitze auch jede andere Spitze nehmen. Ich habe eine Bandspitze gestrickt, durch die deutlich geringere Maschenzahl wird diese aber relativ eng und spitz, da muss ich auch nochmal dran feilen.
  • Ansonsten kann ich mir schon vorstellen, noch ein paar davon zu stricken.

 

Urlaubsmitbringsel: Jersey-Probekleid

Gestern hatte ich keine Zeit, ein Urlaubsmitbringsel zu posten, da ich ein 3,5-Gänge Menü vorkochen musste, welches ich heute abend gastgeberisch ausrichte (dazu dann morgen mehr 😉 ) . Aber bevor ich jetzt anfange, die Wohnung auf Hochglanz zu bringen und mich in Schale zu werfen, will ich heute dann wenigstens noch ein Urlaubsmitbringsel präsentieren. Es handelt sich um einen weiteren Teil meiner neuen Jersey-Mission.

Ich habe ein sehr schönes gekauftes Leicht-Strick-Kleid, das eigentlich nur ein einfaches langes T-Shirt ist, wenn man es mal bei Lichte betrachtet. Trotzdem wirkt es super edel, dank eines Wasserfall-Kragen-Einsatzes. Der Schnitt ist aber ziemlich simpel, es hat nicht mal Ärmel, nur Bündchen. Das will ich mir unbedingt noch 2-3 mal nachnähen. Und weil ich ja vor kurzem einen kleinen Jersey-Shopping-Spree hatte, hab ich mich im Urlaub mal an einem Probeteil versucht. Als Material habe ich einen marineblauen T-Shirtjersey mittlerer Schwere und für den Wasserfall einen dünneren Elastic-Jersey mit Blumenmuster in blau-lila genommen.

Es war wirklich ganz einfach. Kleid abgepaust, Vorder- und Hinterteil zusammengenäht, Bündchenstreifen dran. Ratzfatz. Den Krageneinsatz hatte ich zunächst etwas knapp kalkuliert und musste ich nochmal raustrennen und vergrößern, aber sonst: ein voller Erfolg!

Warum es kein „Am-Körper-Foto“ gibt, fragt ihr euch? Tja – ich habe beim abpausen des Schnitts nicht bedacht, dass der Probe-Jersey weniger elastisch ist, als das Original. Jetzt sitzt das Kleid leider am Bauch und Po etwas straff … das kommt davon, wenn etwas so einfach ist, dass man nix nachmessen muss … mal gucken, vielleicht trenne ich mich, nach erfolgreicher Produktion eines endgültigen Stückes,  zum Selbstkostenpreis vom Probekleid.

Urlaubsmitbringsel: Brot

Ich habe mich an einen zweiten Versuch mit Vollkorn-No-Knead-Bread begeben. Denn in der Ferienwohnung fand sich eine ofenfeste Keramikschüssel inkl. Deckel, da musste ich ja schon fast!

Ich habe dieses Rezept verwendet. Habe allerdings statt weißen Mehls eine Mischung aus zwei Teilen Dinkelvollkorn und einem Teil Dinkel 1050 genommen. Aus diesem Grund habe ich die Wassermenge um 50ml erhöht und auch etwas mehr Hefe drangegeben. Den Essig hab ich weggelassen und statt normalem Salz Kräutersalz genommen.

Das Ergebnis war so toll, dass wir fast jeden Morgen die Brötchen beim Frühstück haben liegen lassen und lieber nur Brot gegessen haben. Sehr lecker, sehr locker und schön knusprig.

Ich habe es inzwischen zu Hause nochmal gebacken, diesmal in einem normalen ofenfesten Topf aus Edelstahl, ist auch lecker geworden, aber ein bisschen weniger knusprig und ein bisschen weniger fluffig. Wir haben deshalb jetzt einen Römertopf ersteigert und glauben, das kleine Geld ist gut angelegt.

Ich kann es mir auch aus Weißmehl oder Roggen mit Kümmel sehr gut vorstellen.

Urlaubsmitbringsel: Loop-Schal-Dreierlei

Heute gibt es wieder was genähtes zu sehen. Gleich drei Loop-Schals. Natürlich (!) sind die nicht alle für mich, sondern zum Teil auch zum weiterschenken.

Weil ja, trotz des tollen Urlaubswetters, der Herbstanfang absehbar und unausweichlich heraufdämmert, habe ich die Schals auf der einen Seite aus weichem Jersey gearbeitet, damit sie etwas wärmer und kuscheliger sind, als reine Batistloops. Die andere Seite sind bunte amerikanische Stoffe von StickandStyle. Den Jersey hab ich im Sommerschlussverkauf des örtlichen Stoffdealers erworben.

Eigentlich sind Loop-Schals eine ziemlich simple Angelegenheit: Zwei Stoffstück in ca. 1,40*0,40m zuschneiden, zum Rund schließen, eine lange Kante aufeinandernähen, umschlagen, ausbügeln und die andere lange Kante umbügeln und von rechts mit feinen Stichen absteppen. Mit Jersey wurde es etwas haariger, weil man es da nicht ohne sehr sauberes enges abstecken hinbekommt, dass der Jersey sich nicht zieht und nachher krumpelig aussieht. Außerdem ist Jersey einfach doof zu bügeln. Nach dem dritten Schal hatte ich aber langsam Routine.

Der erste hat auch schon seine neue Besitzerin erreicht und die scheint ihn auch kuschelig und schön zu finden.

Urlaubsmitbringsel: Eingelegte Rote Beete

Ich habe im Urlaub nicht nur genäht, sondern auch (ein-)gekocht. Ich bin ja kein Einkochspezialist, gar nicht. Ich kann nur Apfelkompott, Marmelade und Rote Beete. Und Rote Beete mache ich oft und gern, denn es wird bei uns gern gegessen.

Man braucht für 3-4 kleinere Gläser (etwa Cornichonglasgröße)

  • 1 kg Rote Beete (entweder schon gekocht, oder in Salzwasser zu garen)
  • 250g Zwiebeln
  • 20g Ingwer
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1/4l Apfelessig
  • 500 ml Wasser
  • 1 EL Kräutersalz
  • 2 EL Zucker

Das muss man nun machen:

  • Rote Beete ggf. garen.
  • Zwiebeln in Ringe schneiden, Ingwer grob, Knoblauch fein hacken.
  • Apfelessig mit Wasser, Salz und Zucker aufkochen.
  • Die rote Beete in ca. 5mm dicke Scheiben schneiden.
  • Rote Beete im Wechsel mit Zwiebel-Ingwer-Knoblauch schön dicht in vorher ausgekochte Gläser schichten.
  • Mit heißem Essigsud bis zum Rand auffüllen, Luftblasen rausklopfen und sofort verschließen.
  • Mindestens 4-5 Tage im Kühlschrank durchziehen lassen.
  • Ich denke, um das ganze einige Monate haltbar zu machen, wäre es sinnvoll die Gläser nochmal zu sterilisieren, habe aber bisher max. 2 Monate getestet und da war sie auch so noch gut (nur durch das kochen und heiße Flüssigkeit reinfüllen), es ist einfach immer zu schnell weggegessen, um die maximale Haltbarkeit sinnvoll zu evaluieren!

7 Sachen nach dem Urlaub

Nach urlaubsbedingter Pause gibt es heute wieder 7 Bilder von 7 Sachen, für die ich heute meine Hände gebraucht habe. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.

 

Wäsche eingeworfen (und aufgehangen und neue eingeworfen)

Die Stoffe, die mit im Urlaub waren, zurück in ihre Kommode aufgeräumt (und ebenso allen andere Klimmbumms, der es gestern abend nicht mehr an seinen Platz geschafft hat)

Wäsche gefaltet.

Die Blumen gegossen und dafür gelobt, dass sie die lange sonnige Woche so prima ohne uns ausgehalten haben. Das Basilikum auf der Küchenfensterbank war nicht ganz so tapfer.

Einen schönen großen Milchkaffee mit ganz viel fluffigem Schaum gemacht und mich vom vielen waschen, falten und aufräumen erholt.

Pizza gebacken. Weil irgendwann letzte Woche die Sicherung rausgeflogen ist, war die Kühl-Gefrierkombi ziemlich warm als wir nach Hause kamen. Somit gibts jetzt einige Tage, das, was freundlicherweise für uns aufgetaut wurde. Heute Pizzateig und Spinat.

Ein Urlaubsmitbringsel hübsch eingepackt

Das Original gibts meistens sonntags, manchmal auch erst montags, bei Frau Liebe.

Urlaubsmitbringsel: Umschlagtasche

Nach einer wundervoll sonnigen Woche im Sauerland sind wir, passend mit dem Regen und den kühleren Temperaturen, wieder zurück im Ruhrgebiet. Wir haben wirklich die beste Woche für Urlaub in der Nähe erwischt, die man dieses Jahr kriegen konnte: jeden Tag Sonne. So sind wir viel draußen unterwegs gewesen (wandern, joggen und im Kletterwald) und haben viel in der Sonne gelegen und gelesen. Auch mein Bastelatelier hatte ich mir auf der Terrasse eingerichtet und so gibt’s in der kommenden Woche jeden Tag ein selbstgemachtes Urlaubsmitbringsel zu sehen.

Den Anfang macht ein Projekt, das ich wirklich schon lang geplant hatte: Ein Messenger-Bag für mich. Ich fahre gern und viel Fahrrad und hatte hierfür bisher nur unzulängliche Umhängetaschen. Entweder sie waren zu klein oder ihr Gurt zu lang oder zu unbequem. Immer alles im Körbchen transportieren ist auch mühsam und deshalb hatte ich schon lang vor, mir mal einen Messenger Bag zu nähen. Die Anforderungen waren dabei etwa folgende:

  • Genug Platz für einen Block und eine Mappe in Din A4, mein Netbook und noch die vielen Kleinigkeiten, die man so mit sich rumträgt (Stifte, Handy, Portemonnaie, Schlüssel, …)
  • Ein bequemer breiter Gurt
  • Eine Verschlussart, die sich zwar leicht öffnen und schließen lässt, wo aber auch auf dem Fahrrad nie versehentlich was rausfallen kann
  • Hochkant-Format
  • ein nicht knallbunter aber doch farbenfroher Stoff

Vor einiger Zeit bin ich dann im noodle-head-Blog auf diese Tasche mit Umschlag oben gestoßen und die Idee hat mir gut gefallen. Nur das mit den Nieten fand ich nicht so schön. Ich habe also nun eine größere Variante davon genäht.

Als Material habe ich für außen einen dickeren Baumwoll-Leinen-Rockstoff in feinem Vichykaro in türkis-blau gewählt, für innen einen marineblauen Baumwollstoff mit weißen Punkten. Ich habe die Tasche zudem mit Vlieseline verstärkt, sie soll ja was aushalten und auch ein bisschen Stand haben.

Im Innenfutter habe ich zudem eine Reißverschlusstasche für Schlüssel eingenäht, ich denke noch über eine Handytasche außen nach, aber bin nicht ganz sicher…

Im Gegensatz zum Tutorial habe ich die „Innen- “ und „Außentasche“ bis etwa zur Hälfte der Seitennaht fest aufeinander genäht, ich wollte nicht, dass sich die Reißverschlusstasche im Futter weit zur Seite verschieben kann. Außerdem habe ich die Futtertasche oben ca. 3 cm länger zugeschnitten als die äußere und nach außen umgenäht, anstatt ein Webband für den Saum zu verwenden.

Für Tragegurt und Verschluss habe ich ein 4cm breites Gurtband genommen, das ich für den Gurt mit Futterstoff umnäht habe, damit es sich angenehm trägt.

Der Verschluss wird auf der Vorderseite mit einem Druckknopf geschlossen. Ggf. füge ich auch noch am oberen Rand der Tasche zwei kleinere Druckknöpfe ein, falls ich den Eindruck gewinne, sie hält nicht dicht.

Die Fakten nochmal in Kürze:

  • Maße: Tasche geschlossen: 35cm * 25cm;  Gurtlänge: 115cm
  • Zuschnittgröße der Taschenteile: außen 53,5 * 38 cm, innen 56,5 *38cm
  • Stoffverbrauch ca.: Außenstoff 80cm*1,20m, Innenstoff 1m*1,20m, Vlieseline 80cm*1,20m, Gurtband: 140cm, 1 Druckknopf zum Aufnähen. Ggf. ein Reststück für die Reißverschlusstasche und ein Reißverschluss von 12-15cm Länge.

Nachtrag am 30.08.: Die Tasche hat heute ihre Fahrrad-Feuerprobe erfolgreich absolviert.