Sonntagssachen 4/2020

Sehr ereignisloser Sonntag:

Gefrühstückt. Maus geguckt. Yoga gemacht. Wegen akutem Hüttenkoller die lokalen Wandermöglichkeiten angetestet mittels fast zweistündigem Nieselregen-Windspaziergang. Ein Stoffpaket ausgepackt. Leckeres Abendessen.

Instantmischung für Bratlinge selbst machen

Ein bei uns sehr viel gekochtes Essen sind Bratlinge aus Instantmischung, wie es sie in Drogerien und Bio-Märkten gibt. An stressigen Tagen oft die Rettung, einfach kochendes Wasser drüber, warten, braten – einen Salat dazu und fertig.

Leider kommen diese Mischungen in recht kleiner Portionierung in folierten Plastikbeuteln. Das ist doof wegen Müll und weil man nicht die passende Menge zur Hand hat.

Deshalb hab ich nun Rezepte ausprobiert um so eine Instantmischung selbst zu machen. Das klappt viel besser als ich gedacht hätte.

Bisher habe ich zwei gut erprobte Mischungen:

1. Grünkernbratlinge

500g Grünkernschrot geschrotet

200g Hirseflocken

100g Haferflocken

100g Semmelbrösel

50g Erbsenprotein

50g Polenta

30g Hefeflocken

50g Gemüsebrühe-Pulver

1 TL trockener Knoblauch

2 EL Majoran

Pfeffer

2. Rote Linsen-Bratlinge

500g Rote Linsen geschrotet

100g Quinoa-Flocken

150g Haferflocken

150g Semmelbrösel

50g Kichererbsenmehl

50g Reisprotein

50g Gemüsebrühe

30g Hefeflocken

1 EL Kreuzkümmel

1 EL Paprikapulver

1 TL Cayenne-Pfeffer

1 TL Oregano

Pfeffer

Jeweils alle Zutaten mischen. Für 6-8 Bratlinge jeweils 220g Mischung mit 250ml heißem Wasser aufgießen und 1/2 Stunde ziehen lassen. Dann kann man Bratlinge formen und diese in Öl abbacken.

Man kann noch eine fein gehackte Zwiebel oder etwas frischen Knoblauch dazu geben, vielleicht auch Senf, Käse oder ein Ei.

Büroessen

Es ist still hier. Renovierung, Arbeit, Zähne, die einfach nicht kommen – es ist alles anstrengend. Aber ist nicht so als würde nix passieren hier.

Zum Beispiel habe ich mich der Meal-Prep-Bewegung angeschlossen. Schon lang nervt mich das Essen in der Mensa. Das vegetarische Essen ist oft wirklich nicht lecker, besteht meist aus sehr viel Frittiertem und macht erst komatös und dann zu schnell wieder hungrig. Teuer ist es auch, vergleicht man es mit den Fleischgerichten. Also bleibt nur das Salatbuffet, aber das enthält auch eher viele Dinge aus Dosen, nichts was Eiweiß liefert und immer das selbe.

Auf die Lösung brachte mich Distelfliege vom Podcast Urbane Spinnstube, die vor einiger Zeit von Salat im Glas berichtete. Das funktioniert für mich perfekt.

Ich fahre deshalb jetzt morgens immer mit 2 Gläsern plus einem Thermobecher ins Büro, aber das ist nicht der Rede wert gegen all den Kram, den man in Wickeltaschen rumschleppen muss.

So läuft das jetzt bei mir:

Montags im Home Office mache ich mir mittags eh Salat. Dann bereite ich gleich 2-3 Salate für die Bürotage mit vor. Ich nehme dafür Gurkengläser, das gibt einen guten Teller Salat.

Zuunterst kommt ein Dressing, dann kommen Zutaten, die nicht stark durchweichen wie Möhren, Radieschen, Weißkraut usw. dann folgen Salatblätter, Kerne oder gebratene Sojastückchen oder ähnliches, Gurke, Tomate, evtl Obst. Ich bemühe mich immer eine Eiweißeinlage und Nüsse dabei zu haben. Wenn es Linsen oder Kichererbsen gab, gibt es einen Tag das als Salat.

Drei Tage halten die vorbereiteten Salate sich gut im Kühlschrank, solange man sie keinesfalls schüttelt. Erst kurz vorm Verzehr schütteln und dann auf den Teller stürzen.

Das sieht dann so aus:

Ich nehme mir zusätzlich Goldene Milch im Glas mit zum aufwärmen im Vormittag, je nachdem wieviel Hunger ich morgens hab und wann ich mittags werde essen können auch noch einen Skyr mit Früchten und Müsli.

Ich esse übrigens trotzdem nicht arbeitend am Schreibtisch. In aller Regel nehme ich meinen Salat mit in die Mensa, hole mir dort dazu noch eine kleine Beilage und esse dort mit meinen Kolleginnen.

Kalamata-Bratensoße

Bei den Weihnachtssachen erwähnte ich unter anderem, dass es zu den aufgebratenen Semmelknödel Kalamata-Sauce gab. Daraufhin wurden Rezeptwünsche laut, denen ich hiermit Nachkomme:

2 kleine Zwiebeln

2 EL Kalamata-Oliven aus dem Glas, abgetropft

1 EL Tomatenmark

Butterschmalz oder neutrales Öl

400ml Gemüsebrühe

1/2 Becher Sahne oder Pflanzencreme

Sojasauce

1 TL brauner Zucker

Salz

Pfeffer

Soßenbinder für dunkle Saucen oder einfach Speisestärke

Die Zwiebeln fein würfeln und in Öl/Butterschmalz leicht braun anbraten

Die Oliven in Ringe oder Würfel schneiden

Wenn die Zwiebeln Farbe haben, Zucker, Tomatenmark und Oliven kurz mitbraten, mit einem kräftigen Schluck Sojasauce, wer mag etwas Rotwein oder Sherry und der Brühe ablöschen

Köcheln lassen bis sich die Flüssigkeit reduziert hat, die Zwiebeln ganz weich sind, das dauert etwa 10 Minuten.

Sahne zugeben, kräftig pfeffern und nachsalzen

Anbinden

Schmeckt zu allem, zu dem man Bratensauce halt so isst: Knödel, Klöße, Kartoffeln, Kroketten, Nudeln…

Weihnachtssachen 2018

Eine kleine Auswahl: gestrickt, geschmückt, geschenkt, Bratapfelpunsch, Unglaubliche Ausmaße an Kinderchaos, neue Strickliteratur und ein sehr schöner Jahresplaner, Kekse, viele, nach Rotkraut mit Serviettenknödeln und Sojaragout, gab es am 2. Feiertag gebratene Semmelknödel mit Kalamata-Soße und Wintersalat, das Weihnachtskleid wird erst heute fertig…

Sonntagssachen 37/2018

Lang geschlafen, ausführlich und lecker gefrühstückt und dann noch Stunden einfach am Frühstückstisch gesessen und mit Familie @drehumdiebolzen gequatscht. Einen Ärmel fertig gestrickt. Ein eher fragwürdiges Buch vorgelesen. Kartoffel-Kürbis-Gratin gegessen. Viele viele kleine Ecken abgeschnitten – mehr kann aus Geheimhaltungsgründen leider nicht gezeigt werden. Dazu den ersten heißen Apfelsaft der Saison getrunken.

Kürbis-Cakes mit vielen Gewürzen und scharfem Dip

Gute Rezepte sollte man teilen solang man sich noch gut erinnert. Daher unser Abendessen von vorgestern, heute schon im Blog. Kürbis-Kartoffelküchlein Indisch und mit zweierlei Dip. Das Rezept ist eine Kinder-geschuldete Abwandlung eines Rezeptes aus der Veggie Oktober 2018.

Zutaten für 3 Erwachsene/ 2 Erwachsene, 2 Kinder:

1 EL Kreuzkümmel

Je 1 TL Koriandersaat, Schwarzkümmel

1/2 TL Zimt

450g Kürbis (hier gemischt Hokkaido und Butternut, netto also ohne Stiel und Kerne gewogen)

300g Kartoffeln

1 Zwiebel

1 Zehe Knoblauch

2 Eier

5 EL Kichererbsenmehl

2 EL Semmelbrösel

1 TL Harissa

Salz

Kreuzkümmel, Schwarzkümmel und Koriander in einen Topf ohne Fett anrösten bis sie duften und dann grob mörsern.

Die Kartoffeln und den Kürbis schälen, grob reiben, salzen und etwas stehen lassen. Dann das Wasser ausdrücken und abschütten.

Nun Zwiebel und Knoblauch fein hacken und dazugeben. Ebenso alle Gewürze und die Eier sowie das Mehl und die Brösel unterrühren.

In neutralem Fett ausbacken, jeweils einen Esslöffel in die Pfanne setzen und platt drücken.

Dazu hatten wir einfachen grünen Salat und zwei Dips:

Minzjoghurt (Griechischer Joghurt, fein gehackte Minze (frisch oder getrocknet), etwas Zitronensaft, Salz, Pfeffer – für die Kinder

Und

Scharfes Mango-Apfel-Chutney – für uns

1/2 Reife Mango

2 Äpfel

1 Daumengroße Kurkuma-Wurzel

1 Daumengroßes Stück Ingwer

2 TL Chiliflocken

1 EL Zucker

1 Schuss heller Essig

Etwas Apfelsaft

Salz

Mango und Äpfel fein würfeln, Ingwer und Kurkuma reiben oder fein hacken. Alles zusammen in einen Topf werfen, aufkochen und dann auf kleiner Flamme ca 30 Minuten köcheln lassen. Dabei stetig rühren und nach Bedarf Flüssigkeit nachfüllen. Am Ende pürieren und abschmecken.

Kann ggf. auch im Glas eingekocht/pasteurisiert werden, dann hält es eine ganze Zeit.

Sonntagssachen 35/2018

Nach dem aufstehen, ganz passend zu meinem Wachheitsgrad 5 mal „Gute Nacht Karlchen“ vorgelesen. Hefeteig gemacht. Erster Teil des Hefeteigs wurde Frühstücksbrioche. Zweiter Teil des Hefeteigs wurde Äpfel-Mohn-Streuselkuchen*. Ein neues Kleid angezogen. Zum x-ten Mal zu flickende Hose aufgetrennt. Kürbis-Cakes gebacken. Abgepaust.

* Eine verbesserte Variante dieses Rezeptes: Untendrunter Hefeteig, oben drauf Streusel wie gehabt aber mit Kardamom. Den Hefeteig von diesem Rezept hab ich aufgeteilt auf eine Springform und eine Mini-Königskuchen-Form. Backzeit 40 Minuten bei 170 Grad Umluft.

Pilaw mit Kichererbsen (One Pot, vegan, sojafrei)

Pilaw ist sowas wie die arabische Variante von Risotto. Wir kochen das oft und gern insbesondere weil alles in einen Topf kommt. Das macht wenig zu spülen und köchelt auch ganz locker mal vor sich hin. Bestimmt gibt es schon 2-4 Rezepte dafür hier im Blog. Hier eine Variante ohne Soja.

Zutaten für 3:

150g Reis (je nach Wunsch und verfügbarer Zeit Vollkorn oder nicht, Parboiled oder nicht)

1 Zwiebel

1 Zehe Knoblauch

Gemüse je nach Verfügbarkeit und Geschmack, z.B hier: 1 Möhre, 1 Paprika, 2 Stangen Staudensellerie, 1 Handvoll TK-Bohnen

1/2 Dose Tomaten in Stücken

1 Handvoll Rosinen

1/2 Glas Kichererbsen

1 TL Ras-El-Hanout

2 Lorbeerblätter

1/2 TL Schwarzkümmel

1/2 TL Paprika rosenscharf

Zwiebel und Knoblauch hacken und in Butter glasig dünsten. Reis zugeben. Mit 2 Tassen Wasser bedecken, Salz und alle Gewürze zugeben. Falls der Reis nicht parboiled ist, nun ca 20 Minuten köcheln lassen und dann erst das Gemüse zugeben, bei parboiled Reis sofort alles zusammen aufsetzen.

Gemüse mundgerecht würfeln und zum Reis geben, wenn noch ca 15 Minuten Garzeit verbleiben. Auch Tomaten, Kichererbsen und Rosinen dann dazu. Aufkochen und auf kleiner Flamme gar kochen. Ggf. etwas Flüssigkeit nachfüllen, das ganze sollte am Ende noch etwas soßig sein.

Dazu passt Joghurtsoße, entweder nur mit Salz und Pfeffer oder zusätzlich mit geriebener Gurke und Minze abgeschmeckt.

Kokos-Cashew-Curry (vegan, sojafrei)

Mit dem Frühling kommt die Obst- und Gemüsevielfalt und damit auch die Freude am Kochen, Backen und darüber bloggen wieder. Ohne eine Erhebung gemacht zu haben, vermute ich, dass ich sehr viel mehr Koch- und Back-Content aus Frühling und Sommer hier im Blog hab. Letzte Woche gab es eine neue Curry-Variante:

Für 3 Personen:

1 Möhre

1 kleine Süßkartoffel

1/2 Paprika

1 Handvoll Cashewnüsse

1 Dose Kokosmilch

1 große Zwiebel

3 cm Ingwer

2 Lorbeerblätter

1/2 Chili

1 Tl Kurkuma

1/2 TL Koriander

1 Prise Kardamom

Kokosöl

Salz

Dazu: Reis

2 EL Kokosöl erwärmen. Darin zunächst die Gewürze anrösten, dann die grob gewürfelte Zwiebel dazu , schließlich das andere Gemüse (grob gewürfelt) und den Ingwer & die Chili (fein gehackt) zugeben. Kurz anbraten, mit Kokosmilch ablöschen, Cashews darangeben, Deckel drauf, 20 Minuten auf kleiner Flamme köcheln. Abschmecken und noch etwa 5 Minuten mit offenem Deckel reduzieren lassen. Fertig.