Veggieblogtag reloaded: Spitzpaprika mit Brotfüllung

Einer meiner Neujahrsvorsätze war: „Weniger Essen wegschmeißen“ und das funktioniert – ganz sang- und klanglos – erstaunlich gut. Wir kaufen einfach für einen Tag weniger ein, als die Woche hat und es ist, wer hätte das gedacht, auch am Vor-Einkaufstag immer noch genug Essen da. Außerdem wird gnadenlos was vom Vortag übrig war am nächsten Tag ins Essen geworfen. Das ist zwar manchmal zunächst merkwürdig, z.B. wenn in der Nudelsoße ein paar Kartoffeln verschwinden sollen – aber eigentlich geht es immer gut und ist uns bislang nie negativ aufgefallen. (Ok, manchmal wird das Vortagsessen auch einfach als Mittagessen am nächsten Tag aufgewärmt, das zählt ja auch). Neben weniger Essensmüll fällt dadurch übrigens auch weniger Verpackungsmüll an, das merke ich deutlich an den gelben Säcken und begrüße diesen unbedachten Nebeneffekt außerordentlich. Aus diesem Verwertungsgedanken heraus entstand das heutige Veggietagsgericht:
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(Randbemerkung: Ich finde Essen fotografieren wirklich furchtbar anstrengend und unser normaler Abendrhythmus lässt es beim besten Willen nicht zu, das Essen zunächst noch in Szene zu setzen, womöglich in einem anderen Zimmer mit extra Fotoplatz und gutem Licht. Ich habe wirklich Hemmungen, diese unschönen Essensbilder überhaupt zu zeigen. Ich hoffe, im Sommer wird alles besser.)

Zutaten für ca 3 Personen (je nach Hunger):

3 große oder 6 kleine Spitzpaprika (wir hatten 4 mittelgroße und das war auch ok für 2,5 Personen)

ca. 6 EL altes dunkles Brot – zu Semmelbröseln gerieben

50g herzhafter Käse (hier eine fröhliche Sammlung von Resten von Bergkäse, mittelaltem Gouda und Emmentaler)

1 Ei

1/2 Packung Kräuterfrischkäse (hier Mischung aus Ziege und Kuh, was halt so da ist. Frischkäse ohne Kräuter oder Quark gehen wohl auch)

1 TL Ajvar

1 Zwiebel, fein gewürfelt

3 EL Tomatenmark

100ml Sahne

Gemüsebrühe, Paprika edelsüß, 1 TL Zucker, Salz, Pfeffer

dazu: Reis

Zuerst die Füllung vorbereiten indem Semmelbrösel, Ei, Frischkäse, Ajvar, Käse gemischt werden, mit Salz und Pfeffer würzen (schlau ist, wer erst das Ei rauslässt, abschmeckt, und dann das Ei dazu tut).

Dann die Paprika putzen und der Länge nach halbieren.

In einer Pfanne Öl aufsetzen.

Jeweils eine Paprikahälfte übervoll füllen, die andere Hälfte wieder draufsetzen, mit 2-3 Zahnstochern an Ort und Stelle fixieren.

Jetzt die Paprika zusammen mit den Zwiebelwürfeln kurz kräftig anbraten, das Tomatenmark und den Zucker mit in die Pfanne geben und mit soviel Gemüsebrühe ablöschen, dass die Paprika noch mindestens halb rausgucken. 1 TL Paprikapulver und je nach Geschmack Chili zugeben. Deckel drauf und bei schwacher Hitze gar ziehen lassen. Wenn die Paprika durch sind, die Sahne einrühren, die Soße ist dann hoffentlich sämig.

Nebenher hat man natürlich Reis gekocht, so dass man jetzt alles zusammen essen kann.

Man kann auch alle möglichen Gemüsereste (gekocht) dezent in der Füllung verschwinden lassen sowie den Käse durch Feta ersetzen. Es geht auch mit normalen Paprika, die verwässern nur etwas mehr und wer ganz wild drauf ist kann auch Pilze oder Zucchini mit der Füllung füllen.

Der Minimensch war erstaunlich begeistert (wahrscheinlich von den Zahnstochern – wer kein Fleisch ist, macht ja selten Rouladen, Essen mit Zahnstochern drin kennt er daher nicht so.) und hat gut zugeschlagen. Bis auf die Spitzpaprika waren alle anderen Zutaten irgendwie Reste und das Essen folglich extrem karma-wirksam.

Veggieblogtag reloaded: Pilaw mit Minzjoghurt

imagePilaw gehört zu meinen absoluten Soulfood-Favoriten und ist außerdem auch sehr gut so „nebenbei“ zu kochen. Kurz bisschen schnippeln, dann lange nur köcheln lassen. Nur ein Topf. Unkompliziertes Alltagsessen. Pilaw ist sowas wie „arabisches Risotto bzw. arabische Paella“ – ich habe einige Rezepte getestet, die meisten enthalten Hühnerfleisch, manche auch Fisch, es geht aber auch sehr gut ohne. Ich mache Pilaw immer mit dem, was gerade so im Hause ist. Der Grundstock ist: Reis, ich nehme Basmati, vollkorn, einige Sorten Gemüse, Dosentomaten und Rosinen. Optional können zur Eiweißanreicherung Kichererbsen aus dem Glas/der Dose oder Cashewnüsse oder Mandeln oder Pinienkerne mit rein, oder auch mal Soja-Schnetzel (fein nicht „sehr fein“) oder Tofu-Reste. Dazu gibt es Joghurtsoße, entweder mit Gurken oder mit Minze drin.

Hier eine Grundvariante zur freien Abwandlung:

Für 4 Portionen:

  • 250g Basmati-Vollkornreis
  • 1 Dose Tomaten in Stücken
  • 1 Zwiebel
  • 2 TL Pinienkerne
  • 100g Zuckerschoten
  • 2 Möhren
  • 1 rote Paprika
  • Gemüsebrühe (Pulver)
  • 1 Handvoll Rosinen
  • 1/2 TL Ras el hanout (oder ähnliche arabische Gewürzmischung)
  • 1 TL Schwarzkümmel
  • Salz, Pfeffer

 

  • 250g Joghurt (am besten mit 10% Fett)
  • 1 TL trockene marokkanische Minze
  • Salz, Pfeffer

Den Reis waschen und mit der doppelten Menge Brühe aufsetzen. Aufkochen und ca. 15 Min auf kleiner Flamme köcheln lassen. Derweil die sämtliches Gemüse in mundgerechte stücke schnipseln und in etwas neutralem Öl in einer großen Pfanne anbraten. Den angekochten Reis mitsamt seiner Rest-Flüssigkeit, die Tomaten, die Pinienkerne, Rosinen und Gewürze zugeben, Deckel auf die Pfanne und auf kleiner Flamme köcheln lassen. Ab und an umrühren, ggf etwas Flüssigkeit auffüllen, es sollte wenn der Reis gar ist immer noch etwas „Soße“ verbleiben. Wenn der Reis gar ist abschmecken. Fertig.

Aus Joghurt, Minze, Salz, Pfeffer eine schnelle Soße rühren. Voilà.

 

 

 

 

Veggieblogtag-Revival #1: Vegetarische Bolognese

Ich habe einen ganzen Haufen Fotos von Essen, das ich dann nicht zu bloggen geschafft hab. Und bevor ich vergesse, was ich da eigentlich gekocht habe, arbeite ich das jetzt mal ab. Ist ja auch Donnerstag, also Veggietag. Beginnen möchte ich mit einem Rezept, das hier quasi als zweite Auflage daherkommt. Dieses Blog wird dieses Jahr fünf Jahre alt und es bleibt nicht aus, dass ich Rezepte, die ich in den Anfangsjahren verbloggte inzwischen überarbeitet und verbessert habe. So wir dieses. Vegetarische Bolognese.
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Mit Bolognese ist es ja so, dass sie mich – wie vermutlich die meisten – an die glückseligsten Stunden der Kindheit erinnert. Umso wichtiger, dass ich eine vegetarische Alternative habe, die den Geschmack trifft, der diese Erinnerungen hervorruft, ohne jedoch Hackfleisch zu benötigen. Es mag sein, dass der Kindheits-Bolognese-Geschmack bei anderen anders schmeckt. Jede Familie mag da ihr eigenes überliefertes Rezept haben. Meines zum Beispiel stammt von meiner Großtante Moni und ist erstaunlich ausgefeilt dafür, dass es der Überlieferung zufolge aus deren Studiums-WG stammt. Wer also ein Familien-Bolognesen-Rezept hat, der kann dieses bequem mit meinem vereinen in dem Sinne, dass er die Soja-Verarbeitung übernimmt und dann gemäß gusto damit weiter verfährt.

Ich verwende inzwischen frischen Tofu eigentlich nur noch für asiatische Gerichte, in geräucherter Form als geschmacklicher Schinkenersatz und gelegentlich für Bratlinge, für die meisten anderen Belange nehme ich getrocknetes Soja oder auch mal Convenience-Soja-Produkte wie Sojahack oder Sojaschnetzel aus dem Kühlregal (vor allem, wenn es schnell gehen soll). Neben der für mich schöneren Konsistenz ist der große Vorteil an Trocken-Soja, das man es gut lagern und passgenau dosieren kann. Vom Tofublock bleibt dann zum Teil was über, das dann verdirbt.

Zutaten für 8 Portionen (ich koche vor und mache die Soße ein):

100g Sojaschnetzel fein
2 Zwiebeln
2 Zehen Knoblauch
1 Stange Lauch
2 Möhren
1/4 Sellerie
2 EL Tomatenmark
2 Dosen Tomaten (gewürfelt)
100 ml Milch

Sojasoße
Gemüsebrühe
Zucker
Oregano
Paprika edelsüß
1 Lorbeerblatt
Pfeffer
Salz
Chilipulver nach persönlicher Präferenz

  • Los geht es mit den Sojaschnetzeln (wer convenience-Soja-Bolognese verwendet, startet sofort beim nächsten Punkt): Die Sojaschnetzel in eine Schüssel geben, dazu kommen 2 EL Sojasoße, 1 EL Zucker, 1 TL Oregano und eine gute Prise Pfeffer, dann das ganze mit einer kräftigen Brühe (ich nehme Brühpulver – ich Banausin) übergießen, so dass die Schnetzelchen gut bedeckt sind und stehen lassen, bis die Schnetzel weich sind. Das dauert je nach Fabrikat 10-20 Minuten. Man kann die probieren, ist zwar nicht sehr lecker aber auch nicht schädlich.
  • Nun alles Gemüsen inkl. Zwiebeln und Knoblauch in feine (!) Würfel schneiden. In einer Pfanne Olivenöl erhitzen. Nun kommen die Gemüsewürfel und das eingeweichte Soja (oder das fertige Soja-Gehackte) inkl. seiner Einweichbrühe dazu. Das ganze jetzt bei mittlerer anschmoren bis alle Flüssigkeit verdunstet ist. Dabei schön geduldig sein, nicht zu oft rühren, das braucht seine Zeit.
  • Wenn die Sojaschnetzel leicht Farbe bekommen, das Tomatenmark zugeben, kurz mitbraten (das vertreibt den „dosigen Geschmack“) und dann mit den Tomatenwürfel ablöschen. Das Lorbeerblatt reinwerfen, kräftig salzen, pfeffern und mit 1 TL Paprikapulver sowie einer vorsichtigen Prise Chili würzen.
  • Jetzt mindestens 45 Minuten mit Deckel drauf auf kleiner Flamme köcheln lassen. Zwischendurch ggf. Flüssigkeit auffüllen.
  • Kurz vor Ende der Garzeit die Milch zugeben und abschmecken.

 

Ich mache die Hälfte der Soße ein, indem ich sie in ein Schraubglas gebe und bei 120 Grad eine Stunde im Ofen sterilisiere (ich mache das wenn ich den Ofen eh brauche oder wenn ich noch anderes eingemacht hab) – man kann sie auch sehr gut einfrieren egal ob mit oder ohne Nudeln. So kann ich entweder für einen anderen Tag eine „Fertigsoße“ vorproduzieren oder einige Portionen Büroessen vorbereiten.
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Hat noch jemand vegetarische Rezepte auf Lager und wartet nur darauf, sie zu verbloggen? Her damit!

Adieu Veggieblogtag!

Es fällt mir nicht leicht, aber ich muss leider nach knapp 1,5 Jahren dem Veggieblogtag „Auf Wiedersehen“ sagen. Der Donnerstag ist auf absehbare Zeit mein langer Bürotag und da passt es einfach nicht, an diesem Tag auch noch zuverlässig etwas posten zu müssen. Daher muss ich die Serie hier bei mir einstellen. Ich hoffe natürlich, dass der Impuls zumindest einmal pro Woche auf Fleisch zu verzichten dennoch angekommen ist und euch meine Rezepte inspiriert haben. Ich werde selbstverständlich weiter Rezepte posten, aber wohl nicht donnerstags.
Wenn ihr nochmal die vergangenen Donnerstage Revue passieren lassen wollt: guckt doch unter dem Tag „Veggieblogtag“!

Veggieblogtag: Süßkartoffelsuppe

Ich bin eine Suppenkasperin. War ich, denke ich, schon immer. Auf jeden Fall bin ich in meiner gesamten Familien als leidenschaftliche Suppenliebhaberin bekannt. Meine Oma macht sogar IMMER wenn ich sie zum Essen beehre extra eine Suppe vorweg. Selbst wenn noch andere Leute kommen, deren Suppenaffinität weniger stark ausgeprägt ist

. Solche Leute solls ja geben, mit einem davon bin ich sogar verheiratet. Deshalb gibt es bei uns seltener Suppe, als ich persönlich mir wünschen würde, aber mit über die Jahre steigender Tendenz, immerhin. Ich habe nämlich inzwischen herausgefunden: 1. Suppen sind angeblich kein vollwertiges Essen (Das ist natürlich Unsinn, man muss einfach mehr davon essen) 2. Es gibt Suppen, die als vollwertiges Essen im Notfall akzeptiert werden können. Das sind vor allem klassische Eintöpfe. In die Kategorie „Echtes Essen“ fällt auch z.B. diese Suppe: Süßkartoffel-Rosmarinsuppe
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Für 4

2-3 Süßkartoffeln je nach Größe
1/2 Stange Lauch
1 kleines Stück Sellerie
3 Kartoffeln
1 Petersilienwurzel (zur Not Pastinake)
1 Möhre
1 l Gemüsebrühe
100 ml Sahne
Rosmarin, Muskat, Chili, Paprika edelsüß, Pfeffer, Salz

Alles Gemüse putzen und grob würfeln. Mit der Brühe in einen Topf geben soforz 1 TL getr. Rosmarin und eine gute Prise Muskat zugeben und aufkochen, ca 30 Minuten kochen, bis alles Gemüse gar ist.

Nun die Sahne zugeben. Die Suppe mit dem Stampfer fein stampfen. Dann mit Salz, Pfeffer Paprika und Chili nach Belieben abschmecken. Dazu serviere ich eine Scheibe in der Pfanne mit Provencekräutern angebratenes Vollkorn- oder Roggenbrot.

Veggieblogtag 4/2014: Möhrenauflauf

Das heutige Rezept ist das Ergebnis einer Freestyle-Resteverwertung, aber es verdient ganz klar die Adelung als echtes Rezept. Ich habe die Mengenangaben nur grob schätzen können, ist aber wohl auch nicht so schlimm.
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Für 2:

4-6 Möhren
1 Dose Tomaten in Stücken
1/2 Chili
1 kleine Zwiebel
50ml Sahne
1 Handvoll Sojaschnetzel extra fein (oder andere leicht weich werdende, sättigende Flocken wie z.B. zarte Haferflocken oder auch Couscous)
3-4 EL Semmelbrösel
1 EL Butter
Muskat, Paprika edelsüß, Zimt, Salz, Pfeffer, Zucker

Die Zwiebel fein würfeln, die eine Hälfte beiseitestellen, die andere Hälfte zusammen mit der gehackten Chili in einem Topf in Olivenöl anschwitzen. 1 TL Zucker, eine gute Prise Salz und die Tomaten zugeben, auf mittlerer Flamme ca 15 Minuten köcheln lassen.

In der Zeit die Möhren putzen und in Scheiben schneiden. Mit den restlichen Zwiebelwürfeln in einem Topf in Butterschmalz andünsten, 1 TL Zucker, eine Prise Zimt, ordentlich geriebenen Muskat und einen Schluck Wasser zugeben und mit geschlossenem Deckel garen lassen.

Wenn die Tomaten weich sind, die Sahne zur Soße geben und mit Salz, Pfeffer, Paprika abschmecken.

Möhren, Tomatensoße und Sojaschnetzel/… mischen und in eine Auflaufform geben.

Aus Butter, Semmelbröseln, Salz, Pfeffer und Muskat eine Krustenmasse herstellen. Diese auf dem Auflauf verteilen.

Im Backofen bei 200 Grad in ca. 10-15 Minuten überbacken.

Veggieblogtag 3/2014

Huch, schon Freitag. Das Arbeiten klaut mir einen Wochentag scheint mir. Weil ich aber das heutige Rezept verbloggen muss, bevor ich es vergesse, hier Nachholveggietag.

Gebratene Nudeln mit Sweet-Chili-Sauce
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Ich bin der asiatischen Küche gegenüber weitgehend ignorant. Zwar kann ich Sushi von Frühlingsrollen unterscheiden und gehe auch ganz gern thailändisch essen, aber ansonsten ist meine Sozialisation in diesem Bereich stark vom „China“-Imbiss und dem obligatorischen Hühnchen knusprig mit süß-saurer Soße geprägt. Und auch wenn ich weiß, dass diese Gerichte mit chinesischer Küche etwa so viel zu tun haben, wie Solarium mit Südsee, habe ich mich bisher nie bemüßigt gefühlt, mich da einzuarbeiten. Im Gegensatz zu arabischer, indischer oder italienischer Küche. Also dilettiere ich eben so vor mich hin und lasse euch heute mal daran teilhaben.

Für 2-3:

250g Mie-Nudeln
2 rote Chillis
4cm Ingwer
1 Bund Frühlingszwiebeln
1 Möhre
100 g Zuckerschoten
1/2 Paprika
2 Handvoll Brechbohnen TK
Sojasoße normal und süß (ersatzweise Zucker)
Tomatenmark
Asiengewürzmischung
Etwas Zitronensaft
2 Eier

1,5 der 2 Chillies mit Kernen grob schneiden, die Hälfte des Ingwers würfeln. In einem kleinen Topf in 1 EL neutralem Öl kurz anschwitzen. 2 EL Tomatenmark und 2 EL süße sowie 2 EL salzige Sojasoße zugeben. Mit 300 ml Wasser auffüllen, kurz aufkochen und dann auf kleiner Flamme 20-30 Minuten köcheln lassen.

Die Nudeln nach Packungsangabe in Salzwasser kochen.

Das Gemüse waschen und in mundgerechte Stücke schneiden, die verbliebenen Stücke von Ingwer und Chili fein hacken.

Alles gemeinsam im Wok oder Pfanne in Öl scharf anbraten. Mit asiatischer Würzmischung und salziger Sojasoße würzen, etwas Wasser zugeben und das Gemüse bissfestgaren, das Wasser sollte dabei weitgehend verdampfen.

Die abgegossenen Nudeln zugeben, anbraten. Mit Salz und Sojasoße sowie einem Spritzer abschmecken.

Die Eier verquirlen und darüber geben und gut durchrühren.

Während die Eier stocken die Soße probieren. Wenn sie schon sehr scharf ist, die Chili- und Ingwerstücke rausfischen und danach mit Sojasoße und etwas Zucker abschmecken. Wenn die Soße noch schärfer sein dürfte, den Pürierstab reinhalten und die Chili und Ingwerstücke fein pürieren. Dann auch abschmecken.

Habt ihr die gestrigen Beiträge von Lotti und Melleni zum Veggieblogtag gesehen? Noch wer dabei?

Veggieblogtag 2/2014: Kartoffelgratin mit Feldsalat

Heute reichlich spät… das Leben, das stark anhängliche (WIE KANNST DU MICH AUCH NUR EINE MINUTE AUF DEN BODEN SETZEN WOLLEN??? KLO? WER BRAUCHT DAS??? ICH MUSS AUF DEN ARM SOFORT!!!!) Kindelein sowie meine immer äußerst zeitoptimierte Veranstaltungsvorbereitung ließen mir heute keine Blogzeit. Aber nun:

Ziegenkäse-Kartoffelgratin und Feldsalat mit Rotweinzwiebeln

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Ein wuuuundervolles Winter-Soulfood.

Für 3:

750g Mehlig kochende Kartoffeln
100ml Sahne
75g Schmand
150ml Gemüsebrühe
50g geriebener Hartkäse
1kleiner Ziegencamembert
Muskat, Salz, Pfeffer

1 Paket Feldsalat
1 große Zwiebel
2 TL Zucker
100ml Rotwein
3 EL Balsamico
3 EL Olivenöl
Salz

Mandeln oder Nüsse nach Geschmack

Ofen auf 180 Grad vorheizen

Kartoffeln schälen, in feine Scheiben hobeln und hübsch gleichmäßig in eine Auflaufform schichten. Nach jeder Schicht mit Pfeffer, Salz und Muskat würzen.

Die Sahne mit Schmand und Brühe verrühren und über die Kartoffeln geben. Den Hartkäse darüberstreuen, den Camembert in Scheiben darauf verteilen.

In den Ofen damit für 40-45 Minuten.

Derweil die Zwiebel fein würfeln und mit dem Zucker in einem Stich Butter bei mittlerer Hitze leicht karamelisieren. Mit dem Rotwein ablöschen und auf kleiner Flamme offen 10 Minuten köcheln und dabei einreduzieren lassen.

Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

Genug Zeit, den Feldsalat sehr sehr gründlich zu waschen.

Den abgekühlten Zwiebel-Rotweinsud mit Balsamico und Öl verrühren, leicht salzen und über den Feldsalat geben.

Dazu passem angeröstete Mandelblättchen, Pinienkerne oder Walnüsse gut.

Veggieblogtag 1/2014: Westfälischer Endiviensalat

Herzlich Willkommen zu einer neuen Runde vegetarische Rezepte und mehr. Beim Veggieblogtag, den ich 2013 ins Leben gerufen hab, geht es darum, die Idee, einen Tag pro Woche (oder mehr) vegetarisch zu essen, wie der VEBU sie mit seiner Aktion Donnerstag = Veggietag umsetzt, auch in unseren Blogs zu unterstützen. Ich poste deshalb (fast) jeden Donnerstag ein vegetarisches Rezept, oder andere Infos zum Vegetarismus. Ich freue mich sehr über alle, die mitmachen und pinne die Rezepte (so wie ich es schaffe) auch auf ein extra Board bei Pinterest. Wer mitmachen möchte, kann gern einen Kommentar hinterlassen und auch das Bild aus der Seitenleiste mitnehmen.

Ich starte ins neue Veggieblogtag-Jahr mit einem Salat. Eigentlich ist Salat ja per Definition vegetarisch, sollte man meinen – allerdings ist es auswärts oft fast unmöglich einfach von der Karte einen Salat zu bestellen, der ohne Fleisch und Fisch auskommt – achtet mal drauf. Meist gibt es dann nur noch Tomate-Mozzarella. Schinken und Thunfisch sind einfach beliebte Füllkomponenten – und im Grunde finde ich es auch frech, dass ich, wenn ich diese dann bei der Bestellung „wegbestelle“ nicht zum gleichen Preis z.B. Käse oder Oliven oder so als Ersatz bekomme. Aber ich schweife ab. Salat jedenfalls ist ja im Winter schnell eintönig Feldsalat, Rucola, Möhren, Feldsalat, Rucola, Möhren, … viel mehr ist aus heimischem Anbau nicht zu bekommen. Außer: Endivie. Ein sehr unterschätzter Salat, wie ich finde. Daher hier das erste von zwei Familienrezepten zur Endivienzubereitung.
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Für 4 als Beilage oder 2 als Hauptmahlzeit (z.B. mit Bratkartoffeln)

1 Kopf Endivie – kraus oder glatt nach Geschmack
2 EL Zitronensaft
2 EL Mayonnaise
1 EL Naturjoghurt oder Schmand (kann durch Sojajoghurt ersetzt oder weggelassen werden)
2 kleine Äpfel
1 TL Senf
Salz, Pfeffer

Die Äpfel waschen und mit Schale fein reiben. Mit Zitronensaft, Mayo, Joghurt, Senf mischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Beiseite stellen und ziehen lassen.

Den Salat waschen und in feine Streifen schneiden.

Salat und Dressing vermengen und noch ca 15 Min ziehen lassen.