Quinoa-Frikadellen

Ich beklage hier und da und dort ganz gern, dass mein Feedreader immer langweiliger wird, weil viele geschätzte Bloggerinnen nicht mehr bloggen. Nun könnte man mich altmodisch und trotzig nennen, ich olle Instagram-Verweigerin. Aber ich schätze Blogs wirklich sehr als Wissenssammlung und Nachschlagewerk. Aber auch mein Blog schläft ja im Moment ein wenig vor sich hin, alle beide Blogs eigentlich. Daher – obacht – Neujahrsvorsatz: mehr bloggen. Was halt so da ist, diesmal ein Rezept.

Vegetarische Bratlinge kommen traditionell entweder aus Grünkern oder aus Gemüsepapp daher. Während ich Grünkernbratlinge sehr mag, sind mir diese (Convenience-)Gemüse-Patties, die in Mensen und Burgerketten als Frikadellen-Surrogat auftauchen ziemlich zuwider. Schön, dass Hülsenfrüchte und Scheingetreide auch noch gute Bratlinge-Basis sind.

Für etwa 3 Erwachsene:

100g Quinoa

100g Tofu

Einige EL Kichererbsen/Soja/Dinkel-Mehl

1 kleine Zwiebel

2 Eier

Harissa

Senf

Salz

Pfeffer

Gemüsebrühe

Quinoa mit der doppelten Menge Gemüsebrühe aufsetzen und sehr weich kochen.

Tofu fein bröseln, Zwiebel fein hacken, beides mit dem Quinoa mischen und kräftig würzen mit 1 TL Senf, 1 TL Harissa, Salz und Pfeffer. Wenn fertig abgeschmeckt, die Eier unterrühren und mit Mehl anbinden bis der Teig nicht mehr matschig sondern nur noch klebrig ist. Ich präferiere hier Kichererbsen- oder Sojamehl aber Maismehl oder normales weißes Mehl geht auch.

Öl in einer Pfanne erhitzen und Bratlinge darin bei mittlerer Hitze knusprig von beiden Seiten ausbacken.

Die Geburtstagsbluse

Ja, also diese Bluse ist inzwischen nun doch schon über einen Monat alt. Genäht habe ich sie zu meinem Geburtstagskaffee im November. Ich trug sie aber auch an Weihnachten und diese Woche zu einem Diensttermin. Und heute komme ich endlich dazu, sie zu verbloggen.

Der Stoff dürfte denjenigen, die letztes Jahr bei der AnNÄHerung waren, bekannt vorkommen. Dort hat sich Frau Dreikah daraus ein Kleid genäht, das sie dann spontan zur Bluse kürzte und den Stoffrest auf den Tauschtisch legte. Ich sah mein Farbbeuteschema, griff zu und habe nun also ein Jahr später eine Partnerlookbluse.

Der Schnitt ist aus der Retro-Knip/Fashion-Style von 4/2016 und ich habe schon eine Kurzarmbluse nach dem Schnitt genäht, die leider ein Mottenloch bekommen hat, aaargh. Nun habe ich die Langarmversion probiert. Ich mag die Bluse sehr.

Allerdings habe ich nicht wie letztes Mal den Stehkragen selbst gebastelt, sondern das Schnittteil dafür genommen und nun ja, während mein selbst gebastelter Kragen etwas zu weit ist, ist dieser definitiv zu kurz gewesen. Ich musste die Ausschnittlinie einhalten und jetzt zieht sich die Schulterpartie hoch. Ich werde das mal für die nächste Wiederholung vermerken, denn ich werde sicher weitere Blusen nach dem Schnitt nähen, ich mag ihn sehr.

Ich habe außerdem im Rücken Abnäher hinzu gefügt, vorn die Falten leicht verlängert und die Bluse insgesamt 3 cm verlängert. Das könnte noch mehr sein, im Rockbund hält sie, aber aus der Hose rutscht sie raus.

Silvestersachen 2017

Lang, breit und gemütlich gefrühstückt. Gestrickt und dabei gequatscht. Zusammen mit den Drehumdiebolzeningenieurin die Wanderschuhe geschnürt. Und ziemlich viel Schmelzwasser in den Bächen bestaunt. Kekse, Tee und ganz viel Quatschen. Leckeres Raclette.

Ähnlichkeiten mit den Silvestersachen von @drehumdiebolzen sind keinesfalls zufällig.

Sonntagssachen 37/2017

Ausgeschlafen und gemütlich gefrühstückt feat. leckere Orangenmarmelade aus einem Nähnerdpaket von Chrissy. Das hustende, zahnende sehr unleidliche Baby rumgetragen, quasi den ganzen Tag. Weihnachtsgroßreinemachen. Sehr viel gekocht (neben Rotkohl noch Sojageschnetzeltes, Semmelknödel und…), den Tisch hübsch verkleidet, Vorspeise: Feldsalat mit Rotweinzwiebeln, da hatte Herr 700Sachen gerade das Weinebaby, Foto vom Hauptgang entfällt daher wegen Schichtwechsel. Den Baum illuminiert. Einen Geschenkpapierberg erstellt. Nach ins Bett bringen: Mousse au Chocolat mit Spekulatiusnote, sehr sehr lecker (Original französisch ohne Sahne 300g Edelbitterschokolade, 7 Eier, 40g Zucker, Spekulatiusgewürz, ein Hauch Cointreau)

Sonntagssachen 35/2017

Wegen abwesendem Minimensch erfolgreich bis 8.21 gedöst! Yeah. Mikromensch nackig rumrollen üben lassen. Den ersten frischen Orangensaft der Saison gemacht – da ist aromatechnisch noch Luft nach oben. Wolle gewickelt – gnarf- ich hasse das. Ich stricke auch nicht gern von selbst gewickelten Knäulen, weil die immer wegrollen und man die von außen nach innen verbrauchen muss. Gibt es da Tricks? Eine Maschenprobe gestrickt, die trotz halb so dünnem Garn und mehr als halb so dicker Nadel genau zur Anleitung passte. Das macht mich recht misstrauisch. Waffeln gegessen und dabei den Minimensch zurück bekommen. Den ersten Rotkohl der Saison gekocht.

Petticoatliebe – Nachlese der AnNÄHerung 2017

Als ich im Januar zur AnNÄHerung fuhr, war ich in der achten Schwangerschaftswoche. Da ich dann recht schnell empfindlich am Bauch würde, habe ich meine dort genähten Projekte seitdem weder im Blog gezeigt, noch getragen. Aber jetzt!

Ich beginne mit dem letzten Stück, das ich dort nähte, ich habe dafür nur den Sonntagvormittag gebraucht: ein schwarzes Petticoat.

Ich wollte schon ewig als Ergänzung zu meinem weißen, sehr steifen Petticoat einen feineren, weicheren Petticoat. Da ich im Winter außerdem nur dunkle Farben trage, bot sich schwarz an. Da meine Hüfte eigentlich breit genug ist, wollte ich außerdem, dass der Rock erst unterhalb der Hüfte „aufspringt“. Nach einigen Überlegungen habe ich mich für folgende Konstruktion entschieden:

– obere Stufe aus elastischer Spitze einlagig, knapp weiter als meine Hüfte an der breitesten Stelle, im oberen Rand ist ein breites Bundgummi mitgefasst.

– ab der zweiten Stufe ist der Rock doppellagig. Der äußere Rock besteht aus einer Stufe Spitze und unten weichem Tüll, der innere Rock hat zwei Stufen aus Tüll.

– die langen Spitze/Tüllbahnen habe ich jeweils mit der Overlock am oberen Rand gekräuselt, das ergibt bei meiner Maschine eine ca 50% Kürzung. Dann habe ich die korrekte Länge anhand der Unterkante der nächst höheren Stufe ausgemessen und die Bahn entsprechend lang angeschnitten und zum Ring geschlossen.

– Ich habe also erst die unteren Teile für außen und innen komplett fertig genäht und dann beide gemeinsam an das obere Stück genäht.

Das Kräuseln war eine super Tätigkeit für ein Nähtreffen weil man dabei sehr schön quatschen kann.

Der untere Saum ist bisher unversäubert. Der Tüll hat eine saubere Kante. Ich könnte natürlich die kompletten über 4 Meter Saumlänge noch mit Schrägband einfassen und dabei evtl auch noch eine Angelschnur mitfassen… aber ich finde derzeit, er bauscht auch so genug.

Seit mir meine üblichen Röcke wieder trage, habe ich ihn schon viele Male getragen und bin schwer verliebt. So fluffig und weich. Ich möchte nun gern noch einen roten, einen altrosa-farbenen, einen nachtblauen und einen in petrol.