Sonntagssachen 2 & 3/2021

Sonntag vor 2 Wochen

Croissants gebacken. Haare gefärbt. Laub zusammen gekehrt. Den Wintergarten aka Anzuchtstation bereit gemacht. Eine Kübelinventur durchgeführt. Die Mottenlöcher im Gartenpulli sichtbar zu stopfen begonnen.

Sonntag letzte Woche

Frühstück. Yoga. Laub immernoch überall . Zartes Grün (Pflücksalat im kalten Wintergarten). Vorgelesen. Visible Mending am Gartenpullover beendet.

Sonntagssachen 1/21

Croissants gebacken. Und Schoko-Salty-Peanut-Cookies. Eine Runde Blokus gespielt. Eine sonnige Wanderung gemacht und dabei ziemlich viel Wasser getroffen, neben und auf den Wegen. Pandemiestillleben. Pizza. Stricken und Lupin gucken.

Sonntagssachen 19/2020

Monothematisch.

Mühsam in die Gänge gekommen mit Kaffee, Croissant und Saft. Erstmal den überlaufenden Stoffschnipselmüll der Vortage geleert. Virtuell gemeinsam genäht. Schönes Rockfutter gemacht (und auch den Rest des Rockes). Blödes Schnittmusterausschneiden ist doch auch viel schöner mit Freundinnen. Und Handnähte sowieso. Wochenendabschluss mit Grießbrei.

Sonntagssachen 17/2020

Brötchen UND Croissants gebacken. Maus geguckt. Yoga gemacht. Die Kinder zur Beseitigung von Chaosbergen motiviert (leidlich erfolgreich). Mir selbst die Haare geschnitten. Dem Mann beim Musizieren zugehört. Kaffee und Strickzeug in der Sonne. Pita Taschen gebacken (ja, möglicherweise artet es etwas aus hier). Kinder gebadet.

Hervorragender Sonntag. Kein Streit, Sonne, Garten, gutes Essen und Yoga. Die Wahlergebnisse ignorieren wir mal geflissentlich.

Augustsachen

Ich habe in den letzten 6 Wochen jeden Sonntag Fotos gemacht und bin jede Woche nicht dazu gekommen, sie mit kurzem Text zu posten. Ja so sieht das hier aus. Das Auf-Sicht-Fahren in Sachen Pandemie schlaucht mich erheblich. Auch die Kinder sind seltsam aus der Spur, insbesondere nachts. Hinzu kommt eine wenn auch nicht existenzielle, doch irgendwie auch ermüdende Unsicherheit im Beruflichen. Und dazu das dies und das des Alltags und Zack hänge ich nachmittags und abends ermattet auf dem Sofa oder inmitten des Kinderchaos und schlafe nachts schlecht. Deshalb gibt es hier nun Augustsonntage im Schnelldurchlauf.

Sonntage bestehen scheinbar aus Maus, Ernten, viel essen, einkochen und spielen. Klar zu wenig Sport, Yoga und Nähkram.

Sonntagssachen 16/2020

Brötchen und Croissants gebacken. Leinsamengel gekocht. Beim Abriss eines nutzlosen Dings unterstützend zugeschaut. Ausgemalt. Die Terrasse frei geräumt und gesäubert. Einen Pool sehr sehr lang mit Wasser verfüllt. Gelesen.

Sonntagssachen 15/2020

Früh am Morgen in Ausflugsschuhe geschlüpft. Wackelige Babymurmeltiere und andere Baby- und ausgewachsene Tiere angeguckt, leider auch deutlich zu viele Menschen, die keinen Abstand halten. Munition gemacht. Marmelade gekocht. Nudeln mit grünem Spargel gegessen. Terrassenabend mit Kerze, Wein und Buch.

Festes Shampoo selbst herstellen

Ich bin schon seit längerem auf festes Shampoo umgestiegen. Das ist nicht nur Plastikfrei, es ist auch sehr viel handlicher zu transportieren und als ich erstmal die richtigen Produkte gefunden hatte, war es für meine Haare und Waschrhythmen auch insgesamt am verträglichsten. Festes Shampoo ist – im Gegensatz zu Haarseife – keine Seife, also nicht gesiedet und hat üblicherweise einen sehr viel neutraleren PH-Wert als Seife. Auch festes Duschgel ist keine Seife sondern basiert auf hautverträglicheren weil milderen Tensiden als Seife, letztlich ist es das selbe wie Seifenfreies Waschstück nur in More Fancy und instagramable.

Ich habe trockene, lockige Haare und eine sehr empfindliche Kopfhaut, die zu jucken neigt. Ich wasche alle 2-3 Tage und wende danach eine Spülung oder Haaröl an. Mit dieser Konstellation komme ich sehr gut zurecht mit den meisten festen Shampoos von Lush und dem Shampoo Nessi von sauberkunst. Demgegenüber sind die festen Shampoos von alverde und von Foamie bei mir durchgefallen. Leider kann ich beide Lieblinge nicht vor Ort kaufen sondern muss sie immer mit teuren Versandkosten bestellen und günstig sind die ohnehin schon nicht. Gerade Lush finde ich auch schon länger etwas fragwürdig, eher greenwashing als Green. Selbermachen liegt also nahe. Wichtig ist für mich, dass ein festes Shampoo gut und leicht stabilen Schaum produziert, ohne dass man es wie bekloppt auf dem Kopf rumschubbeln muss (sonst sind die Locken nämlich nachher ein Vogelnest) und dass der Fettanteil gering ist, sonst sind meine Haare zu stark beschwert. Im Idealfall ist außerdem das Tensid sehr mild, damit meine Kopfhaut nicht gereizt wird. Mir fiel auf, dass alle festen Shampoos, die ich gut vertrage eine eher körnige Grundstruktur haben und nicht sehr dicht sind, während die, die meine Haare pappig oder schwer oder störrisch machen, eher eine Grundstruktur wie Seife haben. Ich suchte daher nach Anleitungen, wo die Fotos eine ähnliche körnige Oberfläche erahnen lassen und wurde fündig bei mix dich glücklich. Diese Anleitung adaptierte ich so, dass die Inhaltsstoffe gut für empfindliche Kopfhaut sind. Das Ergebnis überzeugt mich sehr. Ich habe nun Shampoo, das toll schäumt, so gut reinigt, dass ich nur alle 3 Tage waschen muss und bisher auch kein Jucken verursacht hat.

Folgendermaßen mache ich mein festes Shampoo:

Für 2-3 Stück

50 g SLSA Tensid in Pulverform

30g Speisestärke

20g Heilerde-Pulver

20 g Mandelöl

15 Tropfen Rosmarinöl

15 Tropfen Teebaumöl

Mundschutz tragen, da das SLSA sehr staubt – ist ja derzeit eh stets zur Hand.

Alle Zutaten in eine Schüssel geben und gut durchkneten. Das geht mit der Hand oder auch mit den Knethaken der Küchenmaschine. Aus dem „Teig“ 2-3 Stücke formen. Wer hat kann eine Seifenform nehmen, es geht aber auch Freihand. Wichtig ist, die Masse sehr gut zusammenzudrücken. Ich Knete Freihand und nehme als Orientierung meine Seifendose, das geht auch.

Die fertigen Stücke sollten 2-3 Tage aushärten. Zur Aufbewahrung empfiehlt sich eine Seifendose oder ein Seifensäckchen. Das feste Shampoo in der offenen Dose stets wieder abtrocknen lassen vorm verschließen und möglichst nicht in der Dusche stehen lassen, da es Feuchtigkeit zieht und dann ein matschiger Klumpatsch wird.

Noch einige Worte zur Wahl des Tensids. SLSA gehört zu den milderen Tensiden, es gibt aber sicher noch mildere. Ich verwende es in erster Linie, weil es wirklich gut zu bekommen ist (Meines ist von einem Kosmetik-Bedarfs-Shop auf eBay) und auch einfach in der Verarbeitung, weil es ein Pulver ist. Ich praktiziere die Curly Girl Haarpflege Routine und habe eher empfindliche Haut und komme gut mit SLSA klar. Wer allerdings ein noch sanfteres Tensid sucht, könnte SCI ausprobieren, das ist sogar Vegan. Es ist allerdings auch 3-4mal teurer und soweit ich lese etwas komplizierter im Handling. Mein SLSA Vorrat ist nun leer, also vielleicht bestelle ich mal etwas SCI für den nächsten Batch Shampoo….

Mit festem Duschgel laborierte ich etwas länger. Schon zu Weihnachten habe ich verschiedene Rezepturen probiert, die sich in erster Linie durch ihren Fettanteil unterschieden. Weil ich sehr trockene Haut habe, verwende ich normalerweise Duschöl. Ein hoher Fettanteil im festen Duschgel impliziert allerdings nur sehr wenig Schaum. Da brauchte ich etwas, bis ich das für mich so gedreht hatte, dass es mir ideal erscheint und auch vom Verbrauch her ok ist – denn weniger Fett bedeutet oft auch, dass das Dusch.Stück sehr schnell weg ist. Ich habe nun eine Rezeptur gefunden, die ich im nächsten Post vorstellen werde.