Rhabarber-Sirup

Ich mag sehr gern Rhabarber. Als Kompott, Kuchen, … der Rest meiner Familie teilt diese Leidenschaft allerdings nur sehr begrenzt . Das einzige Rhabarber-Produkt, das ich hier großflächig loswerde ist Sirup. Und der ist mir auch das liebste. Weil man den Frühling so noch etwas konservieren kann. So mache ich es:

800g Rhabarber (wer aussuchen kann nimmt möglichst Pinke Stangen)

500g Zucker

500ml Wasser

Den Rhabarber mit Schale waschen und in Stücke schneiden. (Die Schale dran zu lassen macht eine schönere Sirupfarbe und lässt etwas weniger Fasern in den Sirup kommen)

In einen Topf geben, in dem danach noch etwas Spiel bleibt.

Den Zucker darüber geben und einmal durchrühren.

Über Nacht, besser noch 16-18 Std ziehen lassen. Danach sieht das Ganze (ohne dass Wasser zugegeben würde!) so aus:

Das Wasser zugeben, aufkochen, ausstellen, 1 Std ziehen lassen.

Abseien und die Matsche im Sieb leicht ausdrücken (nicht so doll, dass Fasern durchgedrückt werden)

Entweder nochmal aufkochen und dann knallheiß abfüllen oder abfüllen und dann in der Flasche sterilisieren.

Schmeckt pur in Wasser, über Vanilleeis und insbesondere mit Erdbeeren in Sekt.

Sonntagssachen 18/2018

Noch vor dem Frühstück den Mikromensch in den Vormittagsschlaf geschaukelt – wir waren was früh wach… Frühstück, endlich wieder Milchschaum, aus Schafmilch. Zweites Frühstück für den Mikromensch. Rhabarberkompott gekocht. Ein Lieblingskleid zerschnitten. Pizzateig geknetet. Teige gefüttert. Aktuelle Maße genommen.

Sonntagssachen 17/2018

Der Tag begann zu früh und mit Erkältungsversorgung beim Mikromensch. Frühstück mit frischer Erdbeermarmelade. Restliche Gläser Erdbeermarmelade beschriftet. Kinderwagen geschoben (ohne Schlaf beim Baby zu erreichen). Balkonbaby. Viele Luftpolsterumschläge mit Pflänzchen gepackt. Feierabendespresso.

Me made Mittwoch: Fast Peggy Sue

Im vorletzten Jahr begann ich während des Frühlingsjäckchen-Knit-Alongs eine Strickjacke. Es hat bei mir schon Tradition, dass die Frühlingsjäckchen niemals im Frühling fertig werden. Aber zwei Jahre später ist schon ziemlich Late to the Party. Aber irgendwann bringe ich jedes Strickstück zuende, da bin ich eisern.

Das Muster Peggy Sue ist schon ewig in meinen Favoriten bei Ravelry. So ewig dass ich damals noch nicht raus hatte, dass hoch geschlossene Rundhals-Jäckchen gar nicht mal so gut für mich sind. Und als ich dann beschloss endlich ein blaues Jäckchen aus der Drops Cotton Merino zu Stricken, die ich auch bestimmt schon vier Jahre lagere, da dachte ich über diese Erkenntnis auch nicht weiter nach.

Ich strickte also Peggy Sue. Es ging sogar recht flott und ich wurde schon im Sommerurlaub mit der Jacke fertig. Allerdings war dann erst die Knopfleiste doof, die leierte, weil ich zu lose stricke und dann ging sie immer auf.

Nachdem ich sie dann einige Male an hatte, stellte ich fest, dass sie mir schlecht passt. Zu viel Stoff über der Brust, zu eng an der Brust. Die inzwischen verstärkte Knopfleiste hing doof rum. Ich ließ die Jacke also lustlos im Schrank liegen. Und wurde schwanger. Und vergaß die Jacke.

Als ich dann im letzten Herbst meine Vorschwangerschaftskleidung wieder einräumte, beschloss ich, die Jacke nochmal zu ändern. Aber auf die harte Tour.

Ich nahm die Ausschnittform meiner Pfauen-Jacke ab und markierte mir diese mit Reihgarn. Dann nähte ich entlang dieser Linie abzüglich Bündchenbreite beherzt zweimal mit der Nähmaschine drüber und schnitt danach das überschüssige Gestrick EINFACH AB!!! Aus den letzten intakten Maschen vor der Sicherungsnaht nahm ich neue Bündchenmaschen auf und strickte ein neues Bündchen. Und Zack: tragbare Jacke! Hurra!

Der Vollständigkeit halber: darunter trage ich ein Ashland Dress aus Jersey, das ich im Blindflug am Ende der Schwangerschaft für die Stillzeit genäht habe. Es hat auch seinen Dienst gut getan und wurde inzwischen zweimal enger gemacht. Nun ist es ohne Jacke nicht mehr sehr tragbar, aber das ist ja auch ok.

Wickeln auf dem Schoß

Ich erzähle ja gern immer mal wieder, dass wir keinen Wickeltisch haben und brauchen. Das erscheint vollkommen verrückt, ist aber de facto absolut praktikabel. Als die Minimenschen noch ganz mikroklein waren, also noch relativ unbeweglich rumlagen und ihren Kopf noch nicht selbst halten konnten, haben wir sie einfach auf dem Bett gewickelt. Da ist dann auch genug Platz für’s große Geschwister um zu „helfen“. Das Bett nutze ich immernoch, wenn ich den Mikromensch nach dem Baden einöle und zum – streng beaufsichtigt – nackig rumtollen. Ansonsten ist der Mikromensch aber jetzt mit knapp acht Monaten so agil, dass das wickeln in Rückenlage eine stressige Kampfkunsteinlage ist. Das ist beim wickeln in Bauchlage auf dem Schoß vollkommen anders. Da hat man selbst trotzige zweijährige noch gut im Griff. Außerdem geht das tatsächlich überall und man ist nicht auf das Vorhandensein einer Wickelmöglichkeit angewiesen. (Und wenn die nur auf dem Damenklo ist, kann das dem Mann auch egal sein.) Weil sich allerdings wohl niemand so recht vorstellen kann, wie das gehen soll mit dem Schoßwickeln und ich auch keine Anleitung im Internet finden konnte, haben der Mikromensch und ich für euch mal ein paar Fotos gemacht:

1. Wichtig ist, dass man einen Stuhl oder Hocker hat, der nicht zu hoch ist. Die Beine sollten idealerweise einen 90-Grad-Winkel haben. Und los geht’s. Das Kind quer auf den Schoß legen:

Die Arme des Kindes hängen vorn locker runter. Man kann ihm ein Spielzeug geben oder ein Buch auf den Boden legen. Zum Schutz der Kleidung lege ich ein Moltontuch unter. Das eine Bein kann man etwas strecken, so dass das Kind hinten niedriger liegt, das ist aber Geschmackssache bzw. vom Kind abhängig. Das Kind liegt nah an meinem Bauch.

2.

Mit meinem linken Arm halte ich das Kind fest indem ich den Ellbogen vorm Kind auf mein Knie Stütze, die Hand kann ich dann trotzdem noch benutzen. Um unter dem Kind zu arbeiten, zB Windel aufmachen, Body hoch ziehen etc drehe ich die Hüfte des Kindes mit der rechten Hand hoch.

3. Auf geht’s. Windel öffnen:

Hier sieht man das gedrehte ganz gut. Das Kind liegt nun mit seinem Rücken an meinem Bauch und ich kann mit der linken Hand die Windel öffnen.

4. Windel drunter rausziehen geht meist ohne aufdrehen. Den Po säubern geht logischerweise viel besser von oben. Dann wieder aufdrehen um die frische Windel unterzulegen.

Hier lege ich gerade die frische Windel unter, dann Kippe ich das Kind wieder runter, sortiere die Windel am Rücken und hebe es dann nochmal halb an zum Windel zu machen.

5. Windel schließen

6. Body zu machen.

Wie man sieht chillt der Mikromensch bei dem ganzen ab und guckt sich den Boden an. Kein Vergleich zum wickeln in Rückenlage, wo er derzeit wie eine kleine Schlange sofort wegrollt wenn ich versuche irgendwas an ihm an- oder auszuziehen.

7. Jetzt noch die Hose wieder an.

8. Und fertig.

Natürlich kann man in der gleichenWeise auch das Oberteil wechseln. Aber zum üben reicht erstmal nur unten rum wahrscheinlich aus. Meldet euch wenn ihr Fragen habt.

Sonntagssachen 15/2018

Deutlich zu früh waren gleich beide Kinder wach und überaus mitteilungsbedürftig – ich erbarme mich und stehe auf, mehr als zombiemäßig rumsitzen geht aber nicht. Frühstück. Vormittagsnickerchen. Eine sehr leckere Griesflammerie-Tarte gebacken. Gestrickt während beide übermüdeten Kinder sich auf der Rückbank erfolgreich wach hielten. Einen erstaunlich entspannten Nachmittag mit Freunden verbracht dafür dass wir alle reichlich übermüdet waren – der Mikromensch war zum ersten Mal im Sand. Nach einer Rückfahrt mit wiederum sich wach haltendem Mikromensch und Wutanfall-Eskalation beim übermüdeten Minimensch ein recht verdientes Feierabend-Malzbier auf dem Sofa.

Sonntagssachen 14/2018

Auch wenn es regnet muss der Status der Balkon-Sämereien sorgfältig kontrolliert werden – vor dem Frühstück, nur in Regenjacke und Schlafanzug – Gärtnern mit Herzblut. Frühstück. Maus. Während der Minimensch die Straße bemalen war, gemeinsam die Füße hochgelegt und geplauscht. Blumenmitbringsel. Das Tuch wächst sehr langsam vor sich hin. Einen Turnbeutel zugeschnitten und später auch genäht. Kässpätzle gegessen.